Norwegen & Schweden – Roadtrip mit dem Camper

Ende August und Anfang September sind wir drei Wochen lang in Norwegen und Schweden mit dem Camper unterwegs gewesen. In unserem Blogbeitrag berichten wir euch über unseren Roadtrip durch Norwegen und Schweden und von den besonderen und sehenswerten Orten, an welchen wir vorbeikamen.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und hoffen euch somit bei eurem Roadtrip inspirieren zu können und euch einige nützliche Tipps mit auf den Weg zu geben.

Damit ihr euch etwas leichter zurecht findet, haben wir ein Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken für euch erstellt:

Norwegen:

Schweden:

Unsere Kosten



Norwegen

Unsere Anreise nach Norwegen

2022 sind wir zum zweiten Mal mit unserem Camper nach Norwegen gefahren. Als wir 2018 mit Auto und Zelt nach Norwegen gereist sind, haben wir auf dem Hinweg die Fähre von Hirtshals (Dänemark) nach Kristiansand (Norwegen) genommen. Den Beitrag über unseren Roadtrip mit Auto und Zelt findest du hier:

Da uns die Fährenfahrt überhaupt nicht gut bekam, stand für uns schnell fest, dass wir zukünftig nur noch über den Landweg anreisen werden.

So sind wir in diesem Jahr über Dänemark und Schweden nach Norwegen hochgefahren.

In Dänemark befindet sich die gebührenpflichtige Storebaeltbrücke. Bezahlt wird an einem Automaten nachdem man die Brücke überquert hat.

Von Dänemark nach Schweden gelangt man über die Öresundbrücke.

Unser Tipp: Bei Hin- & Rückfahrt über die Öresundbrücke spart man mit dem BroPas-Jahresabonnement. Da wir kurz vor der Überfahrt das Jahresabo abgeschlossen haben, konnten wir an an der Mautstation einfach durchfahren. Eine Kamera scannte unser Nummernschild und die Gebühr wurde von unserem Konto abgebucht.

In Schweden lässt es sich wirklich angenehm fahren. Wir sind an der Westküste bis nach Falkenberg hochgefahren und haben dort die Nacht am Meer verbracht. 2021 haben wir einen Zwischenstopp in Smögen eingelegt. Einen Besuch in Smögen & Smögenbryggan können wir euch auf alle Fälle empfehlen!

Am nächsten Tag sind wir dann nach Norwegen aufgebrochen und erreichten am Nachmittag unser erstes Ziel: Einen tollen (freien) Stellplatz in der Region Valdres mit Blick auf den danebengelegenen Jotunheimen Nationalpark.


Region Valdres

Die Region Valdres grenzt an den Jotunheimen Nationalpark und ist eine ideale Gegend für Outdoor-Aktivitäten.

Schon im letzten Jahr verbrachten wir unsere Nacht auf einem freien Stellplatz in der Nähe von Beitostølen. Von hier hatten wir einen tollen Blick auf den Jotunheimen Nationalpark und der Sonnenuntergang war einfach traumhaft!

Am nächsten Morgen sind wir zur Gravolskampen Rundwanderung aufgebrochen. Eine wunderschöne Wanderung und der perfekte Start für unsere Norwegenreise.

Über unsere Wanderung haben wir einen eigenen Blogbeitrag veröffentlicht:


Rondane Nationalpark

Der Rondane Nationalpark ist Norwegens ältester Nationalpark. Der Süd-Westen des Nationalparks ist von den Ortschaften Mysusæter und Høvringen aus zugänglich. Während wir in den vergangenen Norwegenreisen die Nationalpark über Mysusæter aus angefahren haben, sind wir in diesem Jahr von Høvringen aus aufgebrochen.

Von dort sind wir zur Peer Gynt hytta und dem Wasserfall-Canyon gewandert.

Über unsere Wanderung und unseren Stellplatz erfahrt ihr mehr im nachfolgenden Blogbeitrag:

  • Wasserfall Canyon im Rondane Nationalpark
  • Rondane Nationalpark, Peer Gynt hytta
  • Wanderung im Rondane Nationalpark
  • Wandern im Rondane Nationalpark - Peer Gynt hytta
  • Wandern im Rondane Nationalpark - Peer Gynt hytta

Sognefjellsvegen

Sognefjellsvegen ist eine Passstraße in Norwegen und verbindet die beiden Orte Gaupne und Lom. Die Landschaftsroute führt durch eine atemberaubend schöne Gebirgslandschaft. Es gibt viele Gelegenheiten anzuhalten und die Aussicht zu genießen.

Unseren Tag starteten wir in Lom. Dort besichtigten wir die bekannte Stabkirche.

Stabkirche Lom
Stabkirche Lom

Den weiteren Verlauf des Tages hatten wir noch nicht geplant, so beschlossen wir ganz spontan die Passstraße Sognefjellsvegen (Koordinaten auf Google Maps) anzusteuern. Die Landschaft um den Sognefjellsvegen ist wirklich traumhaft, so legten wir recht oft einen Halt zum Fotografieren ein.

Sognefjellsvegen

Jotunheimen Nationalpark

Die Landschaftsroute Sognefjellsvegen führt am Jotunheimen Nationalpark vorbei.

Am Parkplatz an der Sognefjellshytta beschlossen wir kurzerhand wandern zu gehen. Eine lange Wanderung hatten wir eigentlich nicht geplant, da wir an den vorherigen Tagen bereits viel wandern gewesen sind. Die Landschaft war allerdings viel zu schön, um einfach nur daran vorbeizufahren.

Entlang der Passstraße Sognefjellsvegen gibt es ausreichend Möglichkeiten mit dem Camper die Nacht zu verbringen.

Hier geht es zu unserem Wanderbericht:

  • Sognefjellsvegen
  • Sognefjellshytta
  • Wanderung im Jotunheimen Nationalpark, Sognefjellsvegen
  • Jotunheimen Nationalpark Wanderung Sognefjellsvegen

Wanderung auf den Molden

Molden (1.1.16 m.ü.M.) ist ein Berg in der norwegischen Gemeinde Luster. Vom Gipfel hat man einen atemberaubenden Weitblick auf Berge und Fjorde! Ausgangspunkt unserer Wanderung ist ein Wanderparkplatz zwischen den Ortschaften Hafslo und Gaupne (Koordinaten auf Google Maps). Der Parkplatz ist am Nachmittag gut besucht, daher empfiehlt es sich am frühen Morgen oder am Abend anzureisen. Wir sind am Abend mit dem Wohnmobil angereist und haben dort die Nacht verbracht.

Hier gelangst du zu unserem Wanderbericht:

  • Wanderung auf den Molden, Berg Norwegen
  • Wanderung auf den Molden, Berg Norwegen
  • Wanderung auf den Molden, Berg Norwegen
  • Wanderung auf den Molden, Berg Norwegen
  • Wanderung auf den Molden, Berg Norwegen

Wanderung auf den Blåtinden

Von der Wanderung auf den Molden waren wir so angetan, dass wir uns für den nächsten Tag eine weitere Bergwanderung vorgenommen haben.

Wir entschieden uns kurzerhand für die Wanderung auf den Blåtinden, da dieser auf dem Weg zu unserem nächsten Ausflugsziel der Insel Runde liegt.

In der norwegischen Provinz Møre og Romsdal befindet sich die Insel Hareidlandet. Die Insel ist über den Eiksund-Tunnel, einem der tiefsten Straßentunnel der Welt, zu erreichen.

Der Blåtinden ist mit 697 m.ü.M. der höchste Gipfel auf Hareidlandet. Vom Gipfel des Blåtinden hat man einen atemberaubenden Weitblick auf Fjorde, Berge, Insellandschaft und Meer!

Zudem ist die Wanderung nicht besonders bekannt. Wir sind nur wenigen Einheimischen begegnet.

Einen ausführlichen Wanderbericht findest du hier:


Insel Runde

An der westnorwegischen Küste befindet sich die Insel Runde. Runde ist besonders bekannt für seine Brutkolonien für Seevögel. Papageientaucher, Basstölpel, Trottellummen und viele weitere Vögel brüten jedes Jahr auf der Insel.

Für uns ist die Insel Runde ein kleines Abbild von Schottland, denn die grüne Landschaft mit den beeindruckenden Klippen und den vielen Seevögeln hat uns stark an unsere Reise im Frühjahr erinnert.

Über unseren Ausflug auf Insel Runde haben wir einen eigenen Blogbeitrag verfasst:

  • Polarlichter auf Insel Runde
  • Insel Runde, Norwegen
  • Seeadler auf Runde
  • Insel Runde, Norwegen

Atlantikstraße

Die Atlantikstraße (Atlantic Ocean Bridge) ist ein Straßenabschnitt, welcher über mehrere Brücken und Inseln führt.

Ein landschaftlich absolut traumhafter Ort!

Entlang der Atlantikstraßen gibt es einige Möglichkeiten zu halten. Auf der kleinen Insel Eldhusøya könnt ihr sogar über einen kurzen, gut angelegten Wanderweg spazieren.

Ganz in der Nähe der Atlantikstraße befindet sich der schöne Sandstrand Farstadsanden (Koordinaten auf Google Maps). Auch hier lohnt sich ein kurzer Zwischenstopp.

Zu unseren Wanderungen nahe der Atlantikstraße erfahrt ihr gleich mehr.

Wir haben dieses Jahr zum zweiten Mal die Atlantikstraße überquert und zwei Nächte auf einem Parkplatz verbracht. Hier werdet ihr sicher bei Park4Night fündig.

In der ersten Nacht hatten wir nochmal das große Glück und konnten Polarlichter sehen, aber auch der Sonnenuntergang über dem atlantischen Ozean ist einfach spektakulär.


Wanderung auf die Berge Gulltanna & Meekknoken

In der norwegischen Gemeinde Averøy befinden sich die Berge Gulltanna (591 m.ü.M.) und Meekknoken (751 m.ü.M.). Vom Gipfel der beiden Berge hat man einen atemberaubenden Weitblick auf den Ozean, die Atlantikstraße, Berge und Fjorde!

Die Nacht vor und nach der Wanderung haben wir auf einem Parkplatz neben der Atlantikstraße verbracht, von hieraus ist der Startpunkt der Wanderung mit dem Auto schnell zu erreichen. Für uns war die Wanderung auf die beiden Berge ein Tagesausflug. Wer nicht so lange unterwegs sein möchte, kann auch nur auf den Berg Gulltanna wandern.

Hier gelangst du zu unserem Wanderbericht:

Eine weitere schöne Wanderung in der Nähe der Atlantikstraße ist die Wanderung auf den Sjurvarden.

Auf den Sjurvarden sind wir im letzten Jahr hochgewandert.


Dovrefjell Nationalpark

Nach unserem Aufenthalt an der Atlantikstraße machten wir uns auf den Weg in Richtung Dovrefjell Nationalpark. Einen Zwischenstopp legten wir am Gjevillvatnet (Koordinaten auf Google Maps) ein, einem See in den Bergen mit Sandstrand. Der Gjevillvatnet ist über eine Mautstraße zu erreichen.

Am nächsten Morgen ging es früh weiter zum Dovrefjell Nationalpark, einem unserer liebsten Nationalparks. 21 Kilometer sind wir im Dovrefjell umhergewandert. Ziel war es vor allem den wilden Moschusochsen zu begegnen.

Moschusochsen sind absolut beeindruckende Tiere. Obwohl der Name es vermuten lässt, gehört der Moschusochse nicht zu den Rindern, sondern zählt zu den Ziegenartigen. Mit einem Gewicht von 400kg und 1,5m Schulterhöhe wandern diese Lebewesen durch die arktischen Tundren unserer Erde. Mit nur ungefähr 300 Tieren ist die Population in Norwegen extrem klein. 

Im letzten Jahr sind wir schon einmal im Dovrefjell Nationalpark auf Moschusochsen-Safari gewesen.

Hierüber haben wir einen eigenen Blogbeitrag veröffentlicht:

In diesem Jahr sind wir mit unserer Wanderung von der Ortschaft Kongsvoll aus gestartet. Unsere Route führte uns zum selben Ort, an dem wir im letzten Jahr eine Herde Moschusochsen entdeckt haben. Dieses mal waren dort keine Moschusochsen, aber wir konnten von dort zwei kleinere Herden Moschusochsen in der Ferne erkennen und sind dann näher an diese herangewandert.

Ein absolut beeindruckendes Erlebnis!

  • Moschusochse im Dovrefjell Nationalpark
  • Moschusochsen Warnschild
  • Moschusochsen Mutter mit zwei Jungen

Gutulia Nationalpark

Im Osten Norwegens befindet sich der zweitkleinste Nationalpark Norwegens – der Gutulia Nationalpark. Der Nationalpark umfasst eine Größe von 23 km² und grenzt direkt an Schweden. Nur wenige Kilometer entfernt liegt der Femundsmarka Nationalpark.

In der Ortschaft Elgå befindet sich das kleine Besucherzentrum der Nationalparks Gutulia und Femundsmarka (Standort auf Google Maps).

Über die Fv654 fährt man den Gutulia Nationalpark an. Dabei handelt es sich um eine teils unbefestigte Straße. Vorsichtig fahren empfiehlt sich sowieso wegen der vielen Rentiere.  Hier befinden wir uns nämlich im Rentierweidedistrikt Elgå. Ein ganzjährig genutztes Weideland für Rentiere. Die halbdomestizierten Rentiere dürfen sich hier frei bewegen und sind zumeist in kleineren Gruppen unterwegs.

Von der Fv654 geht es dann nochmal ein kleines Stück über eine sehr schmale Straße in den Gutulia Nationalpark. Hier gibt es einen kleinen Besucherparkplatz und auch eine Feuerstelle ist vor Ort. Außerdem gibt es einen kleinen Parkbereich für Wohnmobile und eine kleine Fläche auf der es gestattet ist zu zelten.

Gutulia Nationalpark
Toilettenhäuschen im Gutulia Nationalpark
Gutulia Nationalpark
Gutulia Nationalpark

Vom Parkplatz aus führt ein ca. drei Kilometer langer Wanderpfad am See entlang. Entlang des Wegrandes sind Infotafel über den Gutulia Nationalpark angebracht. Man erfährt hier einiges über die alten Fichten, die Rentiere und andere Wildtiere, die dort heimisch sind.

  • Wandern im Gutulia Nationalpark
  • Wandern im Gutulia Nationalpark
  • Ameisenhaufen im Gutulia Nationalpark
  • Wandern im Gutulia Nationalpark

Am Ende des Wanderpfades befindet sich ein weiterer Zeltplatz mit Feuerstelle. Von dort aus kann man auch weiter in den Gutulia Nationalpark wandern, allerdings gibt es keine Wanderwege. Laut unserer Recherche ist es gestattet sich frei im Nationalpark umherzubewegen.

Wir waren nun schon zweimal an diesem schönen Ort, im September 2021 und im September 2022. Um diese Jahreszeit ist es schon spürbar Herbst, nachts wird es schon um die Null Grad kalt. Diese Jahreszeit hat jedoch auch etwas ganz magisches, denn alles leuchtet in vielen Farben.

2021 sind wir bei unserer kleinen Wanderung einem Rentier begegnet. 2022 haben wir einen Adler in der Ferne gehört und einige Waldlemminge zu Gesicht bekommen. Besonders beeindruckend sind auch die vielen riesigen Ameisenhaufen.


Hier gelangst du zu unserer Wanderung auf komoot.de


Weitere Bilder:


Wanderung im Femundsmarka Nationalpark

Der Femundsmarka Nationalpark befindet sich in den norwegischen Provinzen Innlandet und Trøndelag und grenzt an das benachbarte Schweden an. Der Park ist geprägt von seiner nahezu unberührten Wald- und Bergregion, von seinen Flüssen und von seinen vielen Seen.

Der Nationalpark hat zwei Besucherzentren. Eines der beiden befindet sich in Elgå. Hier wurde uns die Wanderung über den Djupsjøberget und Båthusberget als einer der schönsten Wanderungen in der Region empfohlen.

Unseren Beitrag über die wunderschöne Wanderung findest du hier!

  • Båthusberget Femundsmarka Wanderung
  • Båthusberget Femundsmarka Wanderung
  • Båthusberget Femundsmarka Wanderung
  • Båthusberget Femundsmarka Wanderung
  • Båthusberget Femundsmarka Wanderung

Schweden

Fulufjället Nationalpark

Der Fulufjället Nationalpark liegt im mittelschwedischen Westen, direkt an der Grenze zu Norwegen.

In unserem Blogbeitrag wollen wir euch einige Eindrücke unserer Wanderungen der letzten beiden Jahren zeigen.

2021 sind wir 19 Kilometer durch den Fulufjället Nationalpark gewandert. Hier lag unser Fokus zunächst auf den touristischen Hauptattraktionen. Diese kann man sich auch ansehen, ohne soweit wandern zu müssen. Wer jedoch gerne wandert, dem können wir die große Runde nur ans Herz legen. Der Nationalpark ist nämlich unglaublich schön.


Hier gelangst du zu unserem Spreadshirt-Shop:

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2022 sind wir 25 Kilometer im Fulufjället unterwegs gewesen. Dieses Mal zog es uns erst in die Weite des Nationalparks und auf dem Rückweg ging es für uns am Old Tjikko und am Njupeskär vorbei.

Hier gelangst du zu unserem Wanderbericht:


Tiveden Nationalpark

Der Tiveden Nationalpark ist einer der wildesten Wälder Schwedens und Heimat von Luchsen, Wölfen und vielen mehr.

Am Haupteingang des Nationalparks (Koordinaten auf Google Maps) gibt es Parkplätze, WCs und eine Touristeninformation. Hier beginnen die meisten Wanderwege. Die Wanderwege im Tiveden Nationalpark sind gut ausgezeichnet. Wir haben uns für den 6,7 km langen Rundweg „Oxögabergsrundan“ (blaue Fünf) entschieden. Der Weg ist hügelig und war bei uns auch teilweise rutschig, da es zuvor geregnet hat. Die Landschaft des Tivedens ist sehr märchenhaft. Wir kamen an glitzernden Seen vorbei, an moosbedeckten Waldstücken, an den typischen Auerhuhnwäldern und wanderten über große Felsbrocken.

Unsere Wanderung auf komoot.de.


Store Mosse Nationalpark

Der Store Mosse Nationalpark ist ein großes, weitgehend unberührtes Hochmoor in Schweden. Der Nationalpark beheimatet unter anderem Kraniche, Singschwäne, Birk- und Auerhühner. Auch Adler tauchen regelmäßig auf. Einem Elch und Rehbock sind wir auch schon begegnet.

Hier geht es zu unserem Wanderbericht:


Unsere Kosten

Drei Wochen waren wir insgesamt unterwegs. Zwei davon in Norwegen und eine halbe in Schweden.

Mit 1.670 € Gesamtkosten kamen wir recht günstig weg.

  • Tanken 1.211 €
  • Lebensmittel 226 €
  • Maut / Brücken 217 €
  • Stellplätze 10 €
  • Ver- & Entsorgung 3 €
  • Parkgebühren 2 €

Der Großteil der Kosten ist auf die Spritkosten entfallen. Bei zurückgelegten 5.250 Kilometern war das keine Überraschung.

Die Lebensmittel sind in Norwegen schon deutlich teurer. Für unsere Reise hatten wir Lebensmittel im Wert von ca. 80 € aus Deutschland mit dabei (in der Aufstellung mit eingerechnet). Mit dem Vorrat kamen wir gut zurecht.

In Skandinavien haben wir ausschließlich frei gestanden. In Deutschland haben wir auf der Durchreise 10 € für einen Stellplatz gezahlt.

Die Ver- & Entsorgung war in Skandinavien auch überwiegend kostenlos. Einmal haben wir 3 € gezahlt.
In Schottland war für diesen Service meistens eine Pauschale von 8-10 € angefallen.


Weitere Wander- & Reiseberichte aus Norwegen findest du hier!


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Weitere Blogbeiträge:


Unsere Kameraausrüstung:


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Wandern im Fulufjället Nationalpark

Der Fulufjället Nationalpark liegt im mittelschwedischen Westen, direkt an der Grenze zu Norwegen.

In diesem Beitrag wollen wir euch einige Eindrücke unserer Wanderungen der letzten beiden Jahren zeigen.

2021 sind wir 19 Kilometer durch den Fulufjället Nationalpark gewandert. Hier lag unser Fokus zunächst auf den touristischen Hauptattraktionen. Diese kann man sich auch ansehen, ohne soweit wandern zu müssen. Wer jedoch gerne wandert, dem können wir die große Runde nur ans Herz legen. Der Nationalpark ist nämlich unglaublich schön.

2022 sind wir 25 Kilometer im Fulufjället unterwegs gewesen. Dieses Mal zog es uns erst in die Weite des Nationalparks und auf dem Rückweg ging es für uns am Old Tjikko und am Njupeskär vorbei. Dazu gleich mehr.


19 Kilometer Wanderung im Fulufjället Nationalpark

AusgangspunktBesucherparkplatz (Koordinaten auf Google Maps)
Länge19 Kilometer (Rundwanderung)
Höhenmeterca. 310 Meter
Wanderzeitca. 4,5 Stunden
Schwierigkeitsgradmittelschwer

Ausgangspunkt unserer Wanderung ist der Besucherparkplatz am Naturum (Koordinaten auf Google Maps). Hier ist das Übernachten mit dem Camper nicht erlaubt. Nur wenige Minuten mit dem Auto entfernt befindet sich ein Wohnmobil-Stellplatz auf welchem wir die Nacht verbracht haben.

Das Naturum liegt wenige Minuten vom Parkplatz entfernt. Hierbei handelt es sich um ein Besucherzentrum, in welchem man sich über den Park informieren kann. Direkt vor dem Naturum ist ein Futterplatz für Vögel und Eichhörnchen. Hier haben wir zum ersten mal einen Unglückshäher (Siberian Jay) gesehen.

Neben dem Naturum befinden sich auch Toiletten und ein kleines Restaurant.

Hier beginnen die Wanderwege. Wir wandern zunächst in Richtung Njupeskär (Koordinaten auf Google Maps), einem der höchsten Wasserfälle Schwedens. Der Wasserfall ist gut erschlossen und zieht besonders im Sommer sehr viele Touristen an. Da wir 2021 und 2022 jeweils Mitte September durch Schweden gereist sind, war zu diesem Zeitpunkt kaum etwas los.

Nach unserem Besuch am Wasserfall ging es für uns zum Old Tjikko (Koordinaten auf Google Maps). Der Old Tjikko ist eine Fichte, deren Wurzelsystem über 9.500 Jahre alt sein soll. Zum Old Tjikko gelangten wir über die Abzweigung an der Njupeskärstuga. Der Wanderweg führt hier einen kurzen Abschnitt steil nach oben, bis man das Bergplateau erreicht hat. Von hier sind es noch einige Meter bis zum Old Tjikko.

Nachdem wir die „Must sees“ abgehakt hatten ging es für uns tiefer in den Nationalpark rein. Wir wanderten an einigen Wanderhütten und Seen vorbei, teilweise führte uns der Wanderweg über Stege. Die Wanderung war auf jedenfall sehr abwechslungsreich.

Stets hielten wir Ausschau nach Elchen und anderen Wildtieren. Bis auf Elchkacke hatten wir auf dieser Wanderung jedoch keine Begegnung.

Hier findest du unsere Wanderung auf komoot.de.


25 Kilometer Wanderung im Fulufjället Nationalpark

AusgangspunktBesucherparkplatz (Koordinaten auf Google Maps)
Länge25 Kilometer (Rundwanderung)
Höhenmeterca. 330 Meter
Wanderzeitca. 4,5 Stunden
Schwierigkeitsgradmittelschwer

Ausgangspunkt unserer Wanderung war ebenfalls der Besucherparkplatz neben dem Naturum. In diesem Jahr entschieden wir die Rundtour aus dem Vorjahr in entgegengesetzter Richtung zu laufen. So bogen wir vor dem Naturum nach links ab und wanderten hoch auf das Bergplatteau.

Oben angekommen dauerte es nicht lange bis wir unsere erste tierische Begegnung mit einem Berglemming hatten. Wir waren richtig aus dem Häuschen und freuten uns riesig diesem dreifarbigen hamsterähnlichem Geschöpf zu begegnen. Kaum hatten wir den kleinen Berglemming entdeckt so bemerkten wir rasch, dass es überall im Gebüsch raschelte. Das Höhlennetzwerk der Berglemminge ist einfach gigantisch.

Den größte Teil der Wanderung begegneten wir den Berglemmingen. Absolut erstaunlich wie diese kleinen Wesen den Nationalpark besiedeln. Unterhalb des Bergplatteaus konnten wir sogar einige Waldlemminge beobachten. Waldlemminge sind einfarbig und grau und hatten für uns mehr Ähnlichkeiten mit einer Maus anstelle einem Hamster.

Wir haben uns gefragt, wie es sein kann, dass wir im Vorjahr keinem einzigen Lemming begegnet sind und auf dieser Wanderung gleich mehrere hundert zu Gesicht bekamen. Unsere Recherche ergab, dass es sogenannte Lemmingjahre gibt. Dabei handelt es sich um ein Jahr der Massenvermehrung.

Wir haben viel Zeit mit der Tierbeobachtung verbracht. Neben den Lemmingen bekamen wir auch noch Rohrammer, Prachttaucher, Mittelspecht und Unglückshäher zu Gesicht. Im Fulufjället Nationalpark leben aber auch größere Tiere, wie Elch, Braunbär, Luchs, Wolf, Polarfuchs und Vielfraß.

Wir folgten den Wanderschildern tiefer in den Nationalpark und entschieden uns aufgrund der fortgeschritten Zeit eine kürzere Route einzuschlagen wie ursprünglich geplant war. Auf dem Rückweg machten wir noch einen Abstecher zum Old Tjikko und zum Njupeskär. Beide Orte hatten wir am späten Herbstnachmittag ganz für uns allein.

Der Ausflug in den Fulufjället ist immer wieder ein tolles Erlebnis!

Hier findest du unsere Wanderung auf komoot.de.

  • Wandern im Fulufjället Nationalpark Schweden
  • Fulufjället Nationalpark Schweden im Herbst
  • Wandern im Fulufjället Nationalpark Schweden

Weitere Beiträge über unsere Wanderungen in Schweden findest du hier!


Unsere Kameraausrüstung:


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Ausflug auf die Insel Runde

AusgangspunktWanderparkplatz
Längeca. 10 Kilometer (Rundweg)
Höhenmeterca. 450 Meter
Wanderzeitca. drei Stunden
Schwierigkeitsgradleicht

An der westnorwegischen Küste befindet sich die Insel Runde. Runde ist besonders bekannt für ihre Brutkolonien für Seevögel. Papageientaucher, Basstölpel, Trottellummen und viele weitere brüten jedes Jahr auf der Insel.

Für uns ist die Insel Runde ein kleines Abbild von Schottland, denn die grüne Landschaft mit den beeindruckenden Klippen und den vielen Seevögeln hat uns stark an unsere Reise im Frühjahr erinnert.


Unser Ausflug auf Insel Runde

Die Insel Runde ist über eine Brücke zu erreichen. Auf der Insel befinden sich mehrere Parkmöglichkeiten.

Wir haben die Insel in der Nebensaison Anfang September besucht. Zu diesem Zeitpunkt waren die Papageientaucher bereits ausgeflogen und somit waren vermutlich auch weniger Touristen auf der Insel unterwegs. Wie die Lage zur Hauptsaison ist können wir daher nicht einschätzen. Mit Sicherheit wird zur Hauptsaison mehr los sein.

Geparkt haben wir mit unserem Camper am Rande der Insel. Tipp: Auf Park4Night könnt ihr euch informieren, wo es gestattet ist mit dem Camper über Nacht zu stehen. Bitte parkt rücksichtsvoll, denn die Insel verfügt nicht über unendlich viele Parkmöglichkeiten und die Tagestouristen und auch die Einheimischen möchten auch gerne einen Parkplatz finden.

Insel Runde, Norwegen
Insel Runde, Norwegen
Insel Runde, Norwegen
Insel Runde, Norwegen

Von unserem Stellplatz gab es einen Zugang auf die „Hochebene“ der Insel. Über einen kleinen Wanderpfad gelangten wir nach oben, wo die eigentliche Rundwanderung über die Insel begann.

Die Wanderwege erstrecken sich über die 6,4 km² große Insel. Mit unserer 10 Kilometer Rundwanderung sind wir einen großen Teil der Insel abgelaufen. Wer möchte, kann natürlich auch länger unterwegs sein und kürzer geht natürlich auch.

Ziel für uns war es nicht möglichst viel Strecke zurückzulegen, sondern uns ging es vor allem darum, die beeindruckende Landschaft mit ihren Tieren zu bestaunen. Wie schon erwähnt waren keinen Papageientaucher mehr vorzufinden, jedoch erfreuten wir uns am Anblick der Basstölpelkolonie, die Anfang September noch dort war. Auf Runde leben auch mehrere Seeadler und wir hatten zwei Mal das große Glück einen über uns schweben zu sehen.

Auf Insel Runde regnet es viel. Der viele Regen sorgt für ein saftiges grün, aber auch für einen nassen und matschigen Boden. Also solltet ihr unbedingt wasserfestes Schuhwerk anziehen. Wir hatten nur wasserabweisende Wanderschuhe an und die hielten das Wasser nicht lange ab.



Polarlichter auf Insel Runde

Unser großer Wunsch auf dieser Norwegenreise war es Polarlichter zu sehen. Aus diesem Grund war geplant bis nach Trondheim hoch zu fahren, um unsere Chancen auf Polarlichter zu erhöhen. Nie im Leben hätten wir gedacht, dass wir auf der Insel Runde, soweit im Süden von Norwegen Anfang September Polarlichter sehen würden. Wir haben eine App installiert, die uns anzeigt wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist die Nordlichter zu sehen. Die Chancen standen auf unserer zweiten Nacht auf Runde tatsächlich ganz gut.

Unser Stellplatznachbar klopfte gegen 22 Uhr bei uns an, er hatte am Himmel ein schwach leuchtendes Grün entdeckt. Um 23 Uhr, nachdem auch die letzten Sonnenstrahlen am Horizont verschwunden waren, konnte man das leuchtende Grün schon viel deutlicher erkennen. Unsere Kamera erfasste auch noch einen lila Streifen.

Wir stellten uns nochmal einen Wecker für zwei Uhr nachts. Zu dieser Zeit tanzten die Polarlichter über den ganzen Himmel. Ein wundervolles Erlebnis was sich einfach nicht beschreiben lässt.



Eine schöne Wanderung in der Nähe von Runde findest du hier:

Weitere Beiträge über unsere Wanderungen in Norwegen findest du hier!


Unsere Kameraausrüstung:


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Gutulia Nationalpark

Im Osten Norwegens befindet sich der zweitkleinste Nationalpark Norwegens – der Gutulia Nationalpark. Der Nationalpark umfasst eine Größe von 23 km² und grenzt direkt an Schweden. Nur wenige Kilometer entfernt liegt der Femundsmarka Nationalpark.

In der Ortschaft Elgå befindet sich das kleine Besucherzentrum der Nationalparks Gutulia und Femundsmarka (Standort auf Google Maps).

Über die Fv654 fährt man den Gutulia Nationalpark an. Dabei handelt es sich um eine teils unbefestigte Straße. Vorsichtig fahren empfiehlt sich sowieso wegen der vielen Rentiere.  Hier befinden wir uns nämlich im Rentierweidedistrikt Elgå. Ein ganzjährig genutztes Weideland für Rentiere. Die halbdomestizierten Rentiere dürfen sich hier frei bewegen und sind zumeist in kleineren Gruppen unterwegs.

Von der Fv654 geht es dann nochmal ein kleines Stück über eine sehr schmale Straße in den Gutulia Nationalpark. Hier gibt es einen kleinen Besucherparkplatz und auch eine Feuerstelle ist vor Ort. Außerdem gibt es einen kleinen Parkbereich für Wohnmobile und eine kleine Fläche auf der es gestattet ist zu zelten.

Gutulia Nationalpark
Toilettenhäuschen im Gutulia Nationalpark
Gutulia Nationalpark
Gutulia Nationalpark

Vom Parkplatz aus führt ein ca. drei Kilometer langer Wanderpfad am See entlang. Entlang des Wegrandes sind Infotafel über den Gutulia Nationalpark angebracht. Man erfährt hier einiges über die alten Fichten, die Rentiere und andere Wildtiere, die dort heimisch sind.

  • Wandern im Gutulia Nationalpark
  • Wandern im Gutulia Nationalpark
  • Ameisenhaufen im Gutulia Nationalpark
  • Wandern im Gutulia Nationalpark

Am Ende des Wanderpfades befindet sich ein weiterer Zeltplatz mit Feuerstelle. Von dort aus kann man auch weiter in den Gutulia Nationalpark wandern, allerdings gibt es keine Wanderwege. Laut unserer Recherche ist es gestattet sich frei im Nationalpark umherzubewegen.

Wir waren nun schon zweimal an diesem schönen Ort, im September 2021 und im September 2022. Um diese Jahreszeit ist es schon spürbar Herbst, nachts wird es schon um die Null Grad kalt. Diese Jahreszeit hat jedoch auch etwas ganz magisches, denn alles leuchtet in vielen Farben.

2021 sind wir bei unserer kleinen Wanderung einem Rentier begegnet. 2022 haben wir einen Adler in der Ferne gehört und einige Waldlemminge zu Gesicht bekommen. Besonders beeindruckend sind auch die vielen riesigen Ameisenhaufen.


Hier gelangst du zu unserer Wanderung auf komoot.de


Weitere Bilder:


Über unsere Wanderung im benachbarten Femundmarka Nationalpark haben wir auch einen Beitrag veröffentlicht:

Weitere Beiträge über unsere Wanderungen in Norwegen findest du hier!

Wanderung auf den Molden

AusgangspunktWanderparkplatz (Koordinaten auf Google Maps)
Länge9,6 Kilometer (Hin- & Rückweg)
Höhenmeterca. 600 Meter
Wanderzeitca. drei Stunden
Schwierigkeitsgradmittelschwer

Molden (1.1.16 m.ü.M.) ist ein Berg in der norwegischen Gemeinde Luster. Vom Gipfel hat man einen atemberaubenden Weitblick auf Berge und Fjorde!

Weiter unten im Blogbeitrag haben wir dir unsere Wanderung auf komoot.de verlinkt.

  • Wanderung auf den Molden, Berg Norwegen
  • Wanderung auf den Molden, Berg Norwegen
  • Wanderung auf den Molden, Berg Norwegen
  • Wanderung auf den Molden, Berg Norwegen
  • Wanderung auf den Molden, Berg Norwegen
  • Wanderung auf den Molden, Berg Norwegen
  • Wanderung auf den Molden, Berg Norwegen

Unsere Wanderung auf den Molden

Ausgangspunkt unserer Wanderung ist ein Wanderparkplatz zwischen den Ortschaften Hafslo und Gaupne (Koordinaten auf Google Maps). Der Parkplatz ist am Nachmittag gut besucht, daher empfiehlt es sich am frühen morgen oder am Abend anzureisen. Wir sind am Abend mit dem Wohnmobil angereist.

Den Parkplatz erreicht man von der Reichsstraße 55 über eine ca. 2,5 Kilometer lange und schmale Straße, die durch den Wald führt.

Die Wanderung startet am Wanderparkplatz. Zunächst geht es durch ein Waldstück. Hier wachsen viele Pilze am Wegesrand und wir begegnen einigen Tannenhähern.

Bilder vom Wanderweg:

  • Wanderung auf den Molden, Berg Norwegen
  • Wanderung auf den Molden, Berg Norwegen
  • Wanderung auf den Molden, Berg Norwegen
  • Wanderung auf den Molden, Berg Norwegen
  • Wanderung auf den Molden, Berg Norwegen

Der Weg ist stetig steil und bereits nach drei Kilometern sind wir über der Baumgrenze. Die Landschaft wird nun felsiger. Insgesamt lässt es sich hier mit festem Schuhwerk gut laufen. Wir kommen an einigen Aussichtspunkten vorbei, jedoch sehen wir nichts außer einer dichten Nebelwand.

Nach 4,7 Kilometern und 600 Höhenmetern haben wir den höchsten Punkt des Molden, gekennzeichnet durch eine Steinpyramide, erreicht. Den Ausblick haben wir uns anders vorgestellt. Denn wir sehen nichts. Es ist immer noch eine dicke Nebelwand vor uns.

Wir beschließen weiter auf dem Plateau entlang zu wandern und zu warten bis der Himmel aufklart. Wir haben es nicht eilig und so warten wir ganze zwei Stunden bis der Blick auf Berge und Fjorde frei wird! Das lange Warten hat sich gelohnt, denn der Ausblick vom Molden auf den Lustra- und Gaupnefjord ist wirklich traumhaft.

Den besten Ausblick hat man nicht am Gipfelturm, sondern etwas weiter hinten auf dem Plateau, in der Nähe des Funkmasten.

Nachdem wir ein paar Fotos gemacht haben, geht es wieder nach unten. Inzwischen ist hier auch mehr los, wir begegnen vielen Wanderern, die nun auf den Molden hinaufsteigen.

Wir sind froh, dass wir den Aufstieg im Nebel gemacht haben und nicht in der prallen Sonne.

Alles in allem eine wirklich wunderschöne Wanderung in Fjordnorwegen! Wir hatten Glück, dass der Himmel noch aufgeklart ist. Vor eurer Wanderung empfehlen wir euch den Wetterbericht genau im Auge zu behalten.


Unsere Wanderung auf komoot.de:


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Wanderung auf den Molden, Berg Norwegen
Wanderung auf den Molden


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Wanderung auf die Berge Gulltanna & Meekknoken

Ausgangspunktkleiner Wanderparkplatz (Koordinaten auf Google Maps)
Länge15 Kilometer (Hin- & Rückweg)
Höhenmeterca. 920 Meter
Wanderzeitca. fünf Stunden
Schwierigkeitsgradmittelschwer

In der norwegischen Gemeinde Averøy befinden sich die Berge Gulltanna (591 m.ü.M.) und Meekknoken (751 m.ü.M.). Vom Gipfel der beiden Berge hat man einen atemberaubenden Weitblick auf den Ozean, die Atlantikstraße, Berge und Fjorde!

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Unsere Wanderung auf die Berge Gulltanna & Meekknoken

Ausgangspunkt der Wanderung ist ein kleiner Wanderparkplatz in einem Waldstück nahe der Ortschaft Kornstad (Koordinaten auf Google Maps).

Der Parkplatz ist von den Ortschaften Kornstad und Folland aus zu erreichen. Die Straße, die von den beiden Ortschaften zum Parkplatz führt, ist sehr schmal und holprig. Wir mussten einigen Schlaglöchern ausweichen und hatten zum Glück keinen Gegenverkehr.

Mit Wohnwagen ist diese Straße nicht befahrbar. Von Folland aus ist die Strecke zum Parkplatz etwas länger (ca. 4 km), dafür aber weniger steil.

Wir sind über Kornstand zurückgefahren und es ging ziemlich steil hinunter. Eine Anfahrt über Kornstadt wäre mit unserem Camper eine ziemliche Herausforderung gewesen.

Am Vormittag hat außer uns nur ein weiteres Auto auf dem Parkplatz geparkt. Gegen Nachmittag, als die Norweger Feierabend hatten, war allerdings ein bisschen mehr los. Die Wanderung auf den Gulltanna scheint für die Norweger ein beliebter After-Work-Spaziergang zu sein.

Die Wanderung beginnt ca. 250 Meter neben dem Parkplatz. Hier befindet sich auch das erste Wanderschild (Koordinaten auf Google Maps).

Zunächst geht es ein kleines Stück durch den Wald. Der Wanderweg wird recht schnell steil und führt nach ca. zwei Kilometern und 400 Höhenmetern auf den Gipfel des Gulltanna.

Von hier können wir auf die Antlantikstraße blicken. Auf dem Gulltanna tragen wir uns in das Tourbook ein und weiter geht die Wanderung. Wir überqueren den Gulltanna und halten uns rechts, nun geht es ein kleines Stück hinab.

Der Wanderweg führt uns ca. drei Kilometerlang vorbei an feuchten Wiesen bis es auf den Meekknoken hinauf geht. Unterwegs kommen wir an einem schönen See vorbei und begegnen einem Schwarm Goldregenpfeifern. Zwei Kilometer und ca. 280 Höhenmeter geht es nochmal hinauf, dann haben wir den Gipfel des Meekknoken erreicht.

Von oben haben wir einen tollen Ausblick auf Ozean und Fjorde!

Danach geht es die 7,5 Kilometer wieder zurück.

Gulltanna und Meekknoken Wanderung Atlantikstraße
Wanderweg

Die Wanderung war anspruchsvoll, aber zu schaffen. Für den Ausblick hat sich die Anstrengung definitiv gelohnt!

Insgesamt war auf den Wanderwegen nicht viel los. Die Wanderung scheint eher unter Einheimischen bekannt zu sein.

Weitere Bilder unserer Wanderung:

  • Gulltanna und Meekknoken Wanderung Atlantikstraße
  • Gulltanna und Meekknoken Wanderung Atlantikstraße
  • Gulltanna und Meekknoken Wanderung Atlantikstraße
  • Gulltanna und Meekknoken Wanderung Atlantikstraße


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Atlantik Straße
Atlantikstraße


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Wanderung auf den Blåtinden in der Provinz Møre og Romsdal

AusgangspunktParkplatz in Eiksund (Koordinaten auf Google Maps)
Länge8,7 Kilometer (Hin- & Rückweg)
Höhenmeterca. 690 Meter
Wanderzeitca. drei Stunden
Schwierigkeitsgradmittelschwer

In der norwegischen Provinz Møre og Romsdal befindet sich die Insel Hareidlandet. Die Insel ist über den Eiksund-Tunnel, einem der tiefsten Straßentunnel der Welt, zu erreichen.

Der Blåtinden ist mit 697 m.ü.M. der höchste Gipfel auf Hareidlandet. Vom Gipfel des Blåtinden hat man einen atemberaubenden Weitblick auf Fjorde, Berge, Insellandschaft und Meer!

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Unsere Wanderung auf den Blåtinden

Ausgangspunkt unserer Wanderung ist ein Parkplatz in der Ortschaft Eiksund (Koordinaten auf Google Maps).

Vom Parkplatz aus wandern wir zunächst einen Kilometer durch den Ort bis zum eigentlichen Startpunkt der Wanderung (Koordinaten auf Google Maps). Hier ist die Wanderung auf den Blåtinden zum ersten Mal ausgeschildert.

Von nun an folgen wir dem Wanderweg. Wir wandern 1,5 Kilometer durch ein dichtes Waldstück. Die Steigung beträgt 20-30 Prozent. Der Weg ist sehr holprig und teilweise rutschig. In der Region hat es in der letzten Zeit viel geregnet.

Wir treffen auf Einheimische, die uns erzählen, dass zum ersten Mal seit vier Monaten schönes Wetter ist. Da haben wir richtig Glück gehabt.

Nachdem wir das Waldstück durchquert haben, erreichen wir eine karge Gebirgslandschaft. Bereits jetzt haben wir eine großartige Aussicht.

Aufgrund des vielen Niederschlages ist der Wanderweg teilweise etwas matschig, was an sich aber kein großes Problem darstellt.

Wir folgen dem Wanderweg noch zwei weitere Kilometer bis auf den Gipfel des Blåtinden.

Auf halber Strecke hat man die Möglichkeit einen Abstecher auf den benachbarten Gipfel Haddalshornet (607 m.ü.M.) zu machen.

Am Gipfel angekommen haben wir einen tollen Rundumblick auf mehrere Fjorde, Berge, Insellandschaft und Meer!

  • Wanderung auf den Blåtinden Møre og Romsdal
  • Wanderung auf den Blåtinden Møre og Romsdal
  • Wanderung auf den Blåtinden Møre og Romsdal

Den selben Weg sind wir dann auch wieder nach unten gewandert.

Teilweise ist der Weg nah am Gestrüpp und wir mussten einige krabbelnde Zecken abschütteln. Wir empfehlen euch daher eine Zeckenzange und Autan-Spray dabei zuhaben.



Die Wanderung war anspruchsvoll, aber zu schaffen. Für den Ausblick hat sich die Anstrengung definitiv gelohnt!

Insgesamt war auf den Wanderwegen nicht viel los. Die Wanderung scheint eher unter Einheimischen bekannt zu sein.

Weitere Bilder unserer Wanderung:

  • Wanderung auf den Blåtinden Møre og Romsdal
  • Wanderung auf den Blåtinden Møre og Romsdal
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Femundsmarka Nationalpark – Båthusberget Rundwanderung

Ausgangspunktkleiner Wanderparkplatz (Koordinaten auf Google Maps)
Länge9,7 Kilometer (Rundweg)
Höhenmeterca. 360 Meter
Wanderzeitca. drei Stunden
Schwierigkeitsgradmittelschwer

Der Femundsmarka Nationalpark befindet sich in den norwegischen Provinzen Innlandet und Trøndelag und grenzt an das benachbarte Schweden an. Der Park ist geprägt von seiner nahezu unberührten Wald- und Bergregion, von seinen Flüssen und von seinen vielen Seen.

Der Nationalpark hat zwei Besucherzentren, eines der beiden befindet sich in Elgå. Hier wurde uns die Wanderung über den Djupsjøberget und Båthusberget als eine der schönsten Wanderungen in der Region empfohlen.

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Unsere Rundwanderung im Femundsmarka Nationalpark

Ausgangspunkt unserer Wanderung

Sechs Kilometer von der Ortschaft Elgå entfernt befindet sich der Ausgangspunkt unserer Wanderung: Ein kleiner Wanderparkplatz neben dem See Djupsjøen (Koordinaten auf Google Maps). Einige Meter weiter befindet sich ein weiterer Parkplatz direkt am Straßenrand (Koordinaten auf Google Maps), von hier aus startet die eigentliche Wanderung. Der Parkplatz war allerdings schon belegt, weshalb wir auf den anderen Parkplatz ausgewichen sind.

Die Parkplätze sind beide jeweils sehr klein und weitere Parkmöglichkeiten gibt es keine. Wir empfehlen daher, bereits am Morgen den Wanderparkplatz aufzusuchen.

Die Wanderung über den Djupsjøberget und Båthusberget

Parkt ihr wie wir auf dem Parkplatz ein paar Meter vom eigentlichen Wanderparkplatz entfernt, dann legt ihr die ersten 300 Meter am Straßenrand zurück. Hier lässt es sich gut laufen und die Straße ist nicht viel befahren.

Am eigentlichen Wanderparkplatz befindet sich ein Wanderschild, hier wisst ihr, dass ihr richtig seid. Nun folgt ihr dem Wanderweg ein kurzes Stück hinab zum See Djupsjøen.

Der Wanderweg führt euch einen Kilometer lang durch ein kleines Waldstück bis zum See Bathussjøen. Hier beginnt nun der eigentliche Rundweg. Wir entscheiden uns die Wanderung gegen den Uhrzeigersinn zu machen. So konnten wir direkt zu Beginn der Wanderung den steilsten Part zurücklegen. Ihr biegt als nicht nach links ab sondern geht nach rechts in Richtung Berg.

Vorbei an vielen alten und beeindruckenden Kiefern führt der Weg nun nach oben. Das erste Stück ist ganz schön steil. Mit gutem Schuhwerk aber leicht zu bewältigen. Ca. drei Kilometer und 320 Höhenmeter später habt ihr den höchsten Punkt der Wanderung erreicht. Den Gipfel des Djupsjøberget.

Von hier aus hatten wir einen herrlichen Ausblick auf die umliegende Landschaft!

Ca. 1,5 Kilometer führt der Wanderweg auf der selben Höhe weiter zum Båthusberget, bis es wieder nach unten geht. Der Abstieg ist nicht besonders steil, hat aber immer mal wieder steilere Abschnitte. Nach ungefähr 2,5 Kilometern seid ihr wieder unten angelangt. Nun führt euch der Wanderweg durch eine moorige Landschaft bis ihr den Beginn der Rundwanderung erreicht habt.
Danach geht es zurück zur Straße.

Båthusberget Femundsmarka Wanderung
Rundwanderung – Rückweg durch ein Moorgebiet


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Femundsmarka Rentier

Der Femundsmarka und der Gutulia-Nationalpark sind das südlichste Rentierzuchtgebiet der Samen. Seit dem 17. Jahrhundert lassen die Samen ihre Rentiere hier weiden. Entlang der Straßen haben wir einige Rentiere zu Gesicht bekommen.


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Roadtrip durch Schottland

Im Mai & Juni 2022 sind wir drei Wochen mit dem Camper durch Schottland gereist. In diesem Beitrag berichten wir dir von unseren Erfahrungen und zeigen dir die schönsten Orte, die wir besucht haben. Viel Spaß beim Durchstörbern.

Zur besseren Übersicht haben wir für euch ein Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken erstellt:

I. Unsere Anreise

II. Willkommen in Schottland

III. Wildlife Tour auf Insel Lunga (Puffins)

IV. Isle of Skye

V. North Coast 500

VI. Ostküste: Crovie & Troup Head

VII. Cairngorms Nationalpark

VIII. Unsere Kosten


Unsere Anreise

Anreise durch den Eurotunnel

Wir haben uns für unsere Anreise nach Großbritannien für eine Zugfahrt durch den Eurotunnel entschieden.

Der Eurotunnel ist ein ca. 50 km langer Eisenbahntunnel zwischen Calais (Frankreich) und Folkestone (England). Er ist die schnellste Verbindung vom europäischen Festland nach England. Die Überfahrt mit dem Zug dauert ca. 35 Minuten.

Die Fahrt durch den Unterwassertunnel ist zwar etwas teurer als eine Fährenverbindung, aber eine gute Alternative falls man zur Seekrankheit neigt.

Das Ticket haben wir bereits im Vorfeld online gebucht.

Vor Ort am Eurotunnel war alles gut organisiert. Als wir eingecheckt haben, erhielten wir die Möglichkeit ohne Aufpreis einen früheren Zug zu nehmen, das kam uns natürlich gelegen. Dann sind wir der Beschilderung gefolgt, sind durch die Grenzkontrollen gefahren und haben anschließend noch ein paar Minuten gewartet, bis wir mit unserem Camper in den Zug gelotst wurden. An den Grenzkontrollen verlief alles ganz reibungslos, wir mussten unsere Reisepässe vorzeigen (die Einreise ist nur mit Reisepass möglich) und dann wurde noch überprüft, ob unsere Gasflasche richtig verschlossen ist.

Während der Zugfahrt bleibt man im Fahrzeug. Im Zug sind öffentliche Toiletten vorhanden. Alles in Einem war es eine unkomplizierte und schnelle Überfahrt nach England und am Ende unseres Urlaubes auch wieder zurück nach Frankreich.


Linksverkehr

In England angekommen war der Übergang in den Linksverkehr garnicht so kompliziert. Wir sind einfach den Autos vor uns gefolgt. Man gewöhnt sich recht schnell daran. Da wir mit unserem Camper immer gemütlich unterwegs sind, sind wir die meiste Zeit auf der linken Spur unterwegs gewesen. Überholt wird von rechts.

Gewöhnungsbedürftig fanden wir allerdings die britischen Kreiselsysteme. Auf den Autobahnen gibt es sehr viele große Kreisel, hier muss man schauen, dass man sich auf der richtigen Spur einordnet. In den Ortschaften gab es oft anstelle von Kreuzungen kleine Kreisel, deren System wir um ehrlich zu sein, bis heute nicht ganz verstanden haben. Vorsichtig und aufmerksam fahren, sollte man ja sowieso immer. Nicht vergessen: In den Kreisel fährt man linksherum rein.

Am ersten Tag haben wir in England viel Strecke zurückgelegt. Wir sind in einem Zug bis zum Campingplatz Riverside Gardens in Retford gefahren (Park4Night) und hatten Glück, dass wir am Abend den Campingplatzbetreiber noch erreichen konnten und auf den Stellplatz gelassen wurden.

Wir empfehlen euch im Vorfeld einen Stellplatz für einen Zwischenstopp herauszusuchen, da das Angebot nahe der Autobahn nicht besonders groß ist.


Single Track Roads

Am nächsten Morgen ging es früh los, denn unser Ziel war es schnellstmöglich Schottland zu erreichen. Zum Vorteil für uns war hier, dass in den United Kingdom die Zeit eine Stunde zurückgeht.

In Schottland angekommen machten wir zum ersten mal Begegnung mit den schmalen Straßen und den Single Track Roads. Eine Single Track Road ist eine Straße, die nur für ein einziges Fahrzeug breit genug ist. Das heißt, dass bei Gegenverkehr ein Fahrzeug in eine Ausweichbucht ausweichen musst. Hier ist es wichtig vorausschauend zu fahren und am besten bei Zeit mit dem Gegenverkehr zu kommunizieren. Wir haben z.B. durch Lichthupe dem Gegenverkehr zu verstehen gegeben, dass wir in die Ausweichbucht fahren und der andere passieren kann. Das hat auch immer gut geklappt.

Wenn wir gemerkt haben, dass Einheimische hinter uns unterwegs waren und wir die Möglichkeit dazu hatten, diese vorbeizulassen, sind wir kurz zur Seite gefahren. Die Einheimischen kennen ihre Straßen und sind doch wesentlich schneller unterwegs. Es wurde immer sehr dankbar aufgenommen, wenn wir diesen die Möglichkeit zum Passieren einräumten. Auch wir hatten mehr davon, wenn vor uns jemand unterwegs ist, der die Straßen und eventuelle Hindernisse kennt.


Willkommen in Schottland

Am dritten Tag unserer Reise sind wir in Schottland angekommen. Für die erste Nacht machten wir Halt am Loch Lemond. Hier fanden wir einen kostenlosen Stellplatz. Diesen erreichten wir am Nachmittag . Der Loch-Lomond-and-the-Trossachs-Nationalpark ist mit Sicherheit eine wunderbare Gegend, in welcher es viel zu entdecken gibt, allerdings waren wir von der Fahrt sehr geschafft und es regnete. Wir machten somit nur einen kleinen Spaziergang am See und ruhten uns ein wenig aus. Für den nächsten Tag war nämlich einiges geplant.


Kilchurn Castle

Kilchurn Castle, Schottland
Kilchurn Castle

Unser erstes Ziel war die Ruine Kilchurn Castle. Vom Loch Lomond war es ungefähr eine Stunde Fahrt mit dem Camper.

Vor der Ruine auf der Halbinsel gibt es einen Parkplatz. Von hier aus kann man bis kurz vor die Burgruine wandern.

Den berühmten Ausblick auf die Ruine bekommt man allerdings von der südlichen Seite zu sehen. Entlang der A819 auf der Höhe der Burg sind am Straßenrand einige wenige Parkplätze. Von hier folgt man einem kleinen Wanderweg (ca. 200 Meter) und gelangt an das Ufer, von wo man den wunderschönen Blick auf Kilchurn Castle hat.

Wir empfehlen unbedingt wasserfestes Schuhwerk, da der Boden dort sehr matschig ist. Lasst euch von ein bisschen Regen nicht abschrecken, denn oft scheint nach fünf Minuten wieder die Sonne.

Früh da sein lohnt sich, wir hatten den Ausblick auf Kilchurn Castle ganz für uns allein.


Castle Stalker

Auf zur nächsten Burgruine. Nach einer weiteren Stunde Fahrt machten wir Halt am Café Castle Stalker View. Dort stärkten wir uns mit einem leckeren Stück Kuchen und einem warmen Getränk und warfen einen Blick auf die Burgruine Castle Stalker. Vom Aussichtspunkt führt ein schmaler und matschiger Weg nach unten an den See. Von dort konnten wir nochmal einen näheren Blick auf die Ruine werfen.


Glenfinnan Viaduct

Nachdem wir die zwei Burgruinen besucht haben, war es immer noch früh am Tag. Wir beschlossen daher, uns auf die Spuren von Harry Potter zu begeben. Also machten wir uns auf den Weg um den Hogwarts Express über das Glenfinnan Viaduct fahren zu sehen. Der Hogwarts Express heißt eigentlich Jacobite Steam Train und fährt um diese Jahreszeit (Juni) zwei Mal täglich zwischen Fort William und Malaig hin und her.

In vielen Reiseberichten heißt es, dass man eine gute Stunde bevor der Zug die Brücke überquert den Besucherparkplatz aufsuchen sollte, da dieser nicht sonderlich groß ist. Wir mussten jedoch feststellen, dass eine Stunde vorher gerade mit dem Wohnmobil zu knapp ist!

Es gibt einen PKW Parkplatz und eine Parkfläche für Wohnmobile. Diese war bereits voll, als wir am Parkplatz ankamen. In der Umgebung gibt es auch kaum Ausweichmöglichkeiten.

Von Montag bis Freitag überquert der Zug einmal gegen 10:55 Uhr und 15:00 Uhr das Viaduct (Stand Juni 2022).

Unter der Woche und am Wochenende gibt es verschiedene Abfahrtzeiten. Bitte beachtet bei eurer Recherche, dass die Angaben auf einigen Reiseblogs nicht mehr aktuell sein könnten. So dachten wir z.B. das der andere Zug kurz nach drei nochmal über das Viaduct fährt. Das wäre allerdings nur am Wochenende der Fall gewesen.

Am besten informiert ihr euch auf der Homepage der Bahn über die genauen Abfahrtzeiten.

Vom offiziellen Aussichtspunkt sieht man den Zug nachmittags nur von hinten. Man kann sich jedoch auch auf die andere Seite des Viaduktes stellen.

Vom Parkplatz aus waren es ca. 10 Minuten Fußweg zum Aussichtspunkt. Bitte denkt an festes Schuhwerk und wasserfeste Kleidung. Während unseres Aufenthaltes ist das Wetter alle fünf Minuten umgeschlagen.


Wildlife Tour auf Insel Lunga – Die Puffininsel

Kennt ihr diese Tage, die einem für immer in Erinnerung bleiben werden? Genau so einen Tag durften wir während unserer Schottlandreise erleben. Es war der zweite Tag nach unserer Ankunft in Schottland und es war einfach alles perfekt. Wir erkundeten an diesem Tag atemberaubende Küstenlandschaften, aber das absolute Highlight waren unsere tierischen Begegnungen.


Staffa and Treshnish Isles Wildlife Tour

Schon vor unserer Schottlandreise machten wir uns Gedanken darüber, welche Tiere wir gerne in freier Wildbahn erleben wollten. Puffins, auf deutsch der Papageientaucher, aber auch Delfine standen hier ganz oben auf unserer Liste. Und so kam es, dass wir während unseres ersten Tages in Schottland kurzfristig beschlossen, an der organisierten Staffa and Treshnish Isles Wildlife Tour von dem Tourenanbieter Staffa Tours teilzunehmen und uns hierfür zwei Tickets buchten.

In der ca. sechsstündigen Tour waren ein Stopp auf der Insel Staffa und ein Stopp auf Insel Lunga mit inbegriffen. Die Bootsfahrt an sich war bereits ein absolutes Ereignis, denn bereits nach 10 Minuten sind mehrere große Tümmler mit unserem Boot mitgeschwommen. Die Delfine spielten mit der Strömung, die das Boot erzeugte. Da wir uns während der Fahrt auf dem offenen Deck aufhielten, kamen wir den Tümmlern sehr nahe. Ein vielversprechender Beginn einer wunderbaren Tour.

Lunga, Scotland
Insel Lunga

Wir hatten natürlich viel Glück so vielen Tieren begegnet zu sein, eine Garantie gibt es dafür nämlich nicht. Auch das Wetter hat mitgespielt und ermöglichte uns, auf den beiden Inseln Halt zu machen. Am besten informiert ihr euch im Vorfeld eurer geplanten Tour ausreichend auf der Webseite des Tourenanbieters. Seit Mitte Juli 2022 wurden die Inselbesuche auf den Treshnish-Isles wegen der Gefahr der Vogelgrippe für den Rest der Saison ausgesetzt. Papageientaucher lassen sich daher nur noch vom Boot aus beobachten. Laut Anbieter findet die Anlandung auf der Insel Staffa weiterhin statt.

Für die Tour haben wir umgerechnet ca. 80 € pro Person bezahlt (Stand Juni 2022).


Unser Ausgangspunkt – Kilchoan

Staffa Tours startet seine Touren üblicherweise in Tobermory auf der Insel Mull und in Kilchoan ist ebenfalls ein Zustieg möglich. Da wir mit unserem Camper nicht auf die Insel Mull übersetzen wollten, beschlossen wir von Kilchoan aus die Tour zu beginnen. Diese startete am Mingary Pier, wo kostenlose Parkplätze zur Verfügung stehen. Die Parkplätze sind jedoch stark begrenzt, daher sollte man bei Zeit dort sein.

Die Nacht verbrachten wir auf einem kostenpflichtigen Stellplatz in Kilchoan. Der Stellplatz lag direkt am Meer und wir hatten eine unglaubliche Aussicht. Wir waren umgeben von Schafen und vielen Kaninchen.

Kilchoan ist ein kleines Dorf auf der schottischen Halbinsel Ardnamurchan. Laut unserer Recherche beläuft sich die Zahl der Einwohner auf ca. 150. Als wir am ersten Tag unserer Schottlandreise die Tour buchten, war uns jedoch nicht bewusst wie viel Mühe und Zeit die Fahrt nach Kilchoan beanspruchen würde.

Wir waren an diesem Tag bereits mehrere Stunden mit dem Camper unterwegs gewesen, hatten zwei Burgen und das Glenfinnan Viaduct besichtigt (Link zum Blogbeitrag) . Laut Google Maps sollte die Fahrt bis Kilchoan ca. 1:40 h beanspruchen. Weit verfehlt, denn die Hälfte der Strecke bestand aus einer Single Track Road. Und die hatte es echt in sich. Eine Kurve nach der anderen, ein Hügel nach dem anderen und eine Straße, die schon etwas in die Jahre gekommen zu sein schien.

Für uns als „Schottlandneulinge“ eine ziemlich nervenaufreibende Sache. Da wir wegen der vielen Kurven und Hügel immer nur maximal bis zur nächsten Ausweichbucht sehen konnten, wenn überhaupt, kamen wir nur im Schneckentempo voran. Zum Glück hatten wir nicht viel Gegenverkehr

Im Nachhinein sind wir aber wirklich froh diese Anstrengung auf uns genommen zu haben, denn Kilchoan ist ein wirklich schöner Ort und für die Wildlife Tour hat es sich ohnehin schon gelohnt!

Tankstelle in Kilchoan
Tankstelle in Kilchoan

Insel Staffa

Nachdem beeindruckenden Start der Tour war das nächste Ziel die Insel Staffa. Staffa ist eine Felseninsel, die zu den inneren Hebriden gehört. Sie ist bekannt als die „Insel der Säulen“ und besonders beliebt wegen ihrer Meereshöhle, der Fingal’s Cave.

Während des einstündigen Aufenthaltes auf Staffa hat man die Möglichkeit die Fingal’s Cave zu bestaunen und die Insel zu begehen. Die Stunde verging recht schnell. Da ich mich ein wenig von meiner Seekrankheit erholen musste, reichte die Zeit nicht mehr um die Höhle zu besichtigen. Auch ohne Besuch der Höhle hat uns die Insel landschaftlich sehr gut gefallen.


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Insel Lunga – Puffinspot

Nachdem Stopp auf der Insel Staffa ging es nach einer kurzen Bootsfahrt auf die Insel Lunga. Insgesamt zwei Stunden verbrachten wir auf Lunga. Einer der schönsten Tierbegegnungen unseres Lebens hat uns hier erwartet.

Die Insel Lunga ist ein besonderes Schutzgebiet für die Brutkolonien von Seevögeln, darunter Papageientaucher, Dreizehenmöwen, Sturmtaucher, Trottellummen und Tordalken.

Lunga, Scotland
Insel Lunga

Um ehrlich zu sein haben wir uns landschaftlich nicht besonders viel von Lunga angesehen. Wir kamen nicht sehr weit auf der Insel voran, denn wir waren so überwältigt von den vielen hunderten Papageientauchern, die bereits relativ am Anfang der Insel ihre Bruthöhlen bewohnten.

Als wir in die Nähe der Bruthöhlen kamen, sahen wir ziemlich schnell den ersten Papageientaucher. Wir waren überwältigt von der Schönheit dieses Tieres. Es kam aus seiner Hölle heraus, schaute uns an und lief langsam in unsere Richtung. Der Puffin war nur wenige Meter von uns entfernt!

Es dauerte nicht lang und und unser Besuch machte bei den Puffins die Runde. Nach und nach kamen immer mehr Papageientaucher aus ihren Bruthöhlen heraus. Wir waren sprachlos wie viele Papageientaucher sich auf einmal vor uns befanden.

Nur wenige Meter sind wir gelaufen, den wir hielten uns die ganzen zwei Stunden der Aufenthaltszeit in der Nähe der Bruthöhlen auf und beobachteten die bunten Meeresvögel bei ihren Aktivitäten. Inzwischen waren Hunderte der bunten Vögel auf kleinster Fläche zu beobachten. Sie hatten keinerlei Scheu vor dem Menschen.

Es macht unglaublich viel Spaß diese Tiere zu beobachten, wie durch das satte Grün der Wiese watschelten und miteinander agierten. Ab und an kam eine große Raubmöwe (Skua) angeflogen und die Papageientaucher sind wie auf Knopfdruck gemeinsam in Sicherheit geflogen. Wenige Sekunden danach beruhigte sich die Lage und sie landeten wieder über ihre Höhlen.

Neben den vielen Puffins tummelten sich auch einige Tordalken aus der gleichen Tierfamilie dazwischen. Unter anderem waren auch einige Eissturmvögel und Kormorane zu sehen.

Mehr Bilder von Lunga:

  • Razorbills auf Lunga
  • Papageientaucher auf Lunga
  • Lunga - Der Himmel voller Papageientaucher
  • Puffins auf Lunga
  • Insel Lunga - Staffa Tours


Unser Equipment

Die Puffin Aufnahmen haben wir mit unserer Nikon Z50* gemacht. Wir verwenden für die Nahaufnahmen das Objektiv Sigma 150-600mm*.

Mit dem Ergebnis der Aufnahmen sind wir mehr als zufrieden.

Was natürlich nicht fehlen durfte war unser Fernglas*. Da wir so nah an die Papageientaucher herankamen, konnte ich mit dem Fernglas wirklich jedes Detail an ihnen beobachten.


Video

Um noch einen besseren Eindruck unserer tierischen Begegnung auf Lunga zu bekommen, könnt ihr auch gerne unser YouTube Video über die Insel anschauen:


Isle of Skye

Während unserer Schottlandrundreise verbrachten wir einige Tage auf der Isle of Skye. Skye ist eine Insel vor der schottischen Westküste. Sie ist ca. 80 Kilometer lang und 40 Kilometer breit. Die Insel ist geprägt von einer atemberaubenden Landschaft.

Damit ihr euch in diesem Abschnitt besser zu Recht findet, fügen wir euch ein kurzes Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken über die Isle of Skye ein:

Anreise: Fähre oder Brücke?
Fairy Pools
Sligachan Old Bridge
Old Man of Storr
Dunvegan Castle und die Robbeninsel
Neist Point Lighthouse
Eilean Donan Castle
Fazit: Isle of Skye mit dem Camper


Anreise: Fähre oder Brücke?

Unser letzter Zwischenstopp vor der Isle of Skye war das kleine Dorf Kilchoan, von hier aus unternahmen wir die unglaubliche Staffa Wildlife Tour. Da wir Schottland im Uhrzeigersinn durchqueren wollten, war es für uns am sinnvollsten nach Mallaig zu fahren und von dort die Fähre auf die Insel Skye zu nehmen. Über die Skye Bridge sollte es dann zurück auf das schottische Festland gehen.

In Mallaig angekommen stellten wir leider fest, dass die Fähren für diesen Tag bereits komplett ausgebucht waren. Da es bis zur Skye Bridge ein Umweg von ca. vier Stunden Fahrt gewesen wäre, beschlossen wir die Nacht vor Ort zu verbringen und buchten uns direkt die erste Fährenfahrt für den nächsten Tag.

Die Nacht vor Ort zu verbringen war allerdings eine sehr kostspielige Angelegenheit. Denn das Halten über Nacht ist in Maillag und der Umgebung nicht gestattet bzw. nicht erwünscht. Ca. 10 Minuten entfernt von Mallaig befinden sich einige Campingplätze. Wir haben für unseren Stellplatz 35 Pfund (ca. 40 €) gezahlt, da wir auch nicht auf die Serviceleistungen angewiesen waren, war dieser Platz für uns definitiv zu teuer! Der Platz hatte immerhin eine schöne Lage direkt am Meer.

Die Überfahrt mit der Fähre hat uns ca. 11 Pfund gekostet und dauerte eine Dreiviertelstunde. Auf der Fähre kann man entweder im Auto sitzen bleiben, vom Deck auf die See schauen oder in einem Wartebereich verweilen. Wir entschieden uns für letzteres, da meine Seekrankheit dort am besten auszuhalten war.

Tipp: Unbedingt die Fähre im Voraus buchen und überprüfen, ob die Fähre aktuell überhaupt fährt! Die Webseite des Fährenanbieters findest du hier!


Fairy Pools

Die Fairy Pools sind ein wirklich magischer Ort! Als Fairy Pools bezeichnet werden die vielen kleinen Wasserbecken, welche durch einen Bach und schöne Wasserfälle miteinander verbunden sind.

Direkt gegenüber des Beginns der Wanderung gibt es einen kostenpflichtigen Parkplatz. Die Gebühr für ein Wohnmobil beträgt 8 Pfund (Stand Juni 2022), Übernachten ist hier verboten.

Glücklicherweise haben wir über die App park4night einen kostenlosen Waldparkplatz entdeckt, auf dem es auch gestattet ist die Nacht zu verbringen. Der Waldparkplatz ist ca. 600 Meter vom Hauptparkplatz entfernt. Wir hatten Glück und haben noch ein freies Plätzchen ergattern können. Die Fairy Pools sind ein beliebtes Ziel, dementsprechend ist hier auch einiges los.

Vom Parkplatz aus ging es für uns erstmal einen Hang hinunter bis wir den eigentlichen Startpunkt der Wanderung erreichten. Am Beginn des Pfades angekommen folgten wir dem Weg für zwei Kilometer. Hier kamen wir an unzähligen Wasserläufen vorbei. Einer schöner als der andere.

Die vielen Touristen haben uns nicht gestört. Nachdem es angefangen hat zu regnen, ergriffen die meisten Besucher die Flucht und machten sich auf dem Rückweg zum Auto. Ein bisschen Regen hielt uns natürlich nicht ab. Dafür waren wir gerüstet und nach fünf Minuten waren die Regenwolken bereits weitergezogen.

Am Ende der zwei Kilometer befindet sich das bekannte Postkartenmotiv. Es lohnt sich aufjedenfall bis hierhin zu gehen. Wer etwas länger wandern möchte, folgt einfach dem Wanderweg ein Stück nach hinten in Richtung Berge und schlägt dann links ein. Nach einer Weile geht es wieder nach links und man läuft parallel zum ursprünglichen Wanderweg zurück zum Ausgangspunkt. Der Rundweg ist ca. 8 Kilometer lang.

Wir entschieden uns entlang des Baches zurückzulaufen. So hatten wir die Möglichkeit noch ein paar Bilder zu machen.

Über den Wanderweg an sich lässt sich sagen, dass er etwas steinig und während unseres Aufenthaltes auch sehr matschig war. Für uns allerdings garkein Problem, wir fanden ihn trotzdem gut begehbar.

Alles in einem war es ein sehr schöner Ausflug und ein toller Start auf der Isle of Skye!


Was auf deiner Schottlandreise nicht fehlen sollte ist ein elektronischer Stichheiler*. Für uns ein echter Live-Safer!


Sligachan Old Bridge

Sligachan Old Bridge, Isle of Skye
Sligachan Old Bridge, Isle of Skye

Am nächsten Morgen ging es früh los, unser Ziel war der Old Man of Storr. Unterwegs machten wir allerdings noch Halt an der Sligachan Old Bridge, die wir bereits auf der Fahrt zu den Fairy Pools gesehen haben.

Die Sligachan Old Bridge ist eine schöne Steinbrücke, welche sich so ziemlich in der Mitte der Insel befindet. Die Brücke liegt nur wenige Meter neben der Hauptstraße und eignet sich hervorragend für einen kurzen Zwischenstopp.

Von der Brücke aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Black Cuillin Berge. Von hieraus starten auch viele Wanderrouten, für die wir hoffentlich eines Tages Zeit haben werden.


Old Man of Storr

Old Man of Storr, Isle of Skye
Old Man of Storr, Isle of Skye

Die Wanderung zum Old Man of Storr war für uns ein sehr eindrucksvolles Erlebnis. Das war vor allem dem Wetter geschuldet, aber hierzu gleich mehr.

Ausgangspunktkostenpflichtiger Parkplatz unterhalb des Beginn des Wanderweges
Länge4,5 Kilometer
Höhenmeter300 Meter
Wanderzeitca. eine Stunde
Schwierigkeitsgradmittelschwer

Der Old Man of Storr ist eine ca. 48 Meter hohe Felsnadel und ein beliebtes Ausflugsziel auf der Isle of Skye.

Wer sich die Bilder ansieht, erahnt schnell warum der Ort so beliebt ist. Die Landschaft ist einfach traumhaft schön!

Ausgangspunkt

Der Old Man of Storr Car Park ist für Wohnmobile aufgrund einer Höhenbeschränkung nicht befahrbar. Für Wohnmobile gibt es allerdings unterhalb des Car Parks entlang der A855 mehrere Parkplätze am Straßenrand. Die Parkgebühr beläuft sich für sechs Stunden auf 5 Pfund.

Die Wanderung

Wanderung Old Man of Storr, Isle of Skye

Der Wanderweg beginnt auf einem etwas breiterem Pfad, der langsam nach oben führt. Der Pfad führt durch mehrere Weidegatter hindurch. Nach einigen hundert Metern wird der Wanderweg etwas stufiger. Bei starkem Regen sollte man hier etwas vorsichtiger laufen, da es auf den Steinen schnell rutschig werden kann.

Nach ca. 1,5 Kilometern haben wir das Felsplateau erreicht, auf welchem sich die berühmte Felsformation befindet. Für uns ist der Weg hier jedoch noch nicht zu Ende, denn wir wollen weiter hoch zu einem Aussichtspunkt. Zum Aussichtspunkt hinauf führen mehrere Trampelpfade. Der Weg war hier, aufgrund des vielen Regens die Tage zuvor, besonders matschig.

Zur besonderen Herausforderung für uns wurde das Wetter. Ein bisschen Regen hat uns nichts ausgemacht, allerdings waren auf dem Aufstieg zum Aussichtspunkt starke Windböen zu Gange. Wir mussten echt aufpassen, dass uns der Wind nicht umwirft. Wir knipsten schnell ein paar Fotos und machten uns wieder auf den Weg zurück. Auf dem Rückweg regnete es dann noch ziemlich stark. Wir haben das ganze mit Humor genommen, denn so ist Schottland eben! Was wäre ein Schottlandurlaub ohne Wind und Regen?


Dunvegan Castle & die Robbeninsel

Nach unserer Wanderung nahmen wir Kurs in Richtung Dunvegan Castle. Das Schloss steuerten wir nicht nur an, um es von außen zu betrachten, sondern auch weil wir gelesen hatten, dass dort einige Robben im Loch zu sehen sind.

Wir fuhren am Dunvegan Castle vorbei und folgten einige Meter einer Single Track Road. Dann erreichten wir den auf Google Maps eingezeichneten Aussichtspunkt. Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass der Aussichtspunkt kein offizieller Halteplatz und schon gar kein Parkplatz ist. Es handelt sich hier um eine etwas größere Ausweich- / bzw. Wendebucht. Wenn man hier kurz hält und schnell ein paar Bilder macht, geht das sicherlich in Ordnung, da die Straße nicht sonderlich befahren ist.

Vom Aussichtspunkt haben wir einige Robben auf den kleinen Inseln im Loch entdeckt. Ohne Fernglas hätten wir kaum eine Chance gehabt, da die Robben auf den felsigen Inseln gut getarnt sind.

Es hat eigentlich keinen Tag auf unserer Schottlandreise gegeben, an dem ich nicht unser Fernglas* dabei hatte. Denn es gibt so vieles, nach dem es sich lohnt Ausschau zu halten, seien es Robben, Papageientaucher, Rotwild, Wale, Delfine und viele weitere Tiere.

Am Dunvegan Castle selbst gibt es einen Besucherparkplatz und ein Besucherzentrum. Der Dunvegan Castle und seine umliegenden Gärten können gegen eine Gebühr besichtigt werden. Auch soll es dort eine Bootstour geben, die die Besucher in die Nähe der Robbenkolonie bringt.

Aus Zeitgründen haben wir uns den Dunvegan Castle nur vom Aussichtspunkt aus der Ferne angesehen.


Neist Point Lighthouse

Neist Point Lighthouse, Isle of Skye

Nach unserem Zwischenstopp am Dunvegan Castle steuerten wir unseren Stellplatz für die Nacht an. Das uns dieser Stellplatz noch lange in Erinnerung bleiben wird, konnten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen. Bei unserem Stellplatz handelte es sich um den Besucherparkplatz am Neist Point Lighthouse, hier ist es gestattet mit dem Wohnmobil über Nacht zu parken (Stand Juni 2022).

Der Ausblick aus dem Camper auf das Meer und die beeindruckenden Küstenformation war einfach wunderschön! Und um uns herum waren ganz viele Schäfchen.

  • Wanderung am Neist Point Lighthouse, Isle of Skye
  • Landschaft am Neist Point Lighthouse

Noch schöner war allerdings die kleine Wanderung zum Neist Point Lighthouse und zu dessen Aussichtspunkten.

Vom Parkplatz aus ist es knapp ein Kilometer bis zum Leuchtturm. Es gehen ca. 60 Höhenmeter steil hinab und später wieder hinauf.

Auf halben Weg kann man einen Schlenker nach rechts machen und auf einen Hügel hinaufwandern. Hier befindet sich der erste Aussichtspunkt, von dem man einen wunderbaren Blick auf den Leuchtturm hat.

Einen weiteren Aussichtpunkt erreicht man, wenn man vom Parkplatz aus nach rechts entlang der Küste läuft.

In den Klippen leben viele Seevögel und mit ein wenig Glück kann man im Meer unterhalb der Klippen Wale und Delfine zu Gesicht bekommen.


Eilean Donan Castle

Nachdem wir am nächsten Morgen noch einen schönen Spaziergang an der Küste vor dem Neist Point Lighthouse machten, beschlossen wir die Isle of Skye zu verlassen um weitere Teile Schottlands zu erkunden.

In der Ortschaft Broadford machten wir einen Zwischenstopp am Camping Skye, um zu Duschen (4 Pfund p.P.) und für die Ver- und Entsorgung (7 Pfund). Danach ging es noch in den Co-op den Lebensmittelvorrat auffüllen und an der danebengelegen Tankstelle haben wir noch einmal vollgetankt. Direkt neben dem Co-op befinden sich ein paar süße Souvenir- und Secondhandläden.

Über die Skye Bridge verließen wir die schöne Insel und steuerten das 15 Kilometer entfernte Dornie an. Dort befindet sich der bekannte Eilean Donan Castle. Vor dem Schloss gibt es einen kostenpflichtigen Parkplatz. Eine Stunde kostet zwei Pfund.

Eilean Donan ist eine kleine Gezeiteninsel in den westlichen Highland. Leider war zum Zeitpunkt unseres Besuches Ebbe, und die Insel war nicht vollständig von Wasser umschlossen. Ein schöner Ausblick auf das Schloss bot sich uns trotzdem.

Vor dem Schloss befindet sich ein Besucherzentrum, hier gibt es einen kleinen Souvenirshop und ein Cafe.

Das Schloss ist aus unzähligen Filmen und Serien bekannt und kann gegen Eintrittspreis besichtigt werden.


Fazit: Isle of Skye mit dem Camper

Die Isle of Skye ist mit dem Camper genauso gut zu erreichen wie mit dem Auto. Entweder über die Skye Bridge oder mit der Fähre.

Über die gesamte Insel verteilt gibt es Campingplätze, aber auch genügend Plätze zum „Freistehen“. Hier war die App „Park4Night“ sehr nützlich. Wer einen Campingplatz aufsucht, um nur die Einrichtungen zu nutzen, muss verständlicherweise eine Gebühr bezahlen. Die Gebühren kamen uns allerdings etwas teuer vor, z.B. Duschen für 4 Pfund p.P. Wir wollen uns hier allerdings nicht beschweren, denn wir schätzen die Möglichkeit freistehen zu dürfen sehr!

Die Entsorgung der Chemie-Toilette ist nur auf Campingplätzen möglich. Am Besucherparkplatz am Man of Storr kann man allerdings auch den Inhalt der Toilette entsorgen, nur Wasser zum ausspülen ist dort keines vorhanden.

Auf Skye gibt es auch einige „Single track roads“, hier gilt wie überall auch, rücksichtsvoll und vorausschauend zu fahren. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Leute sehr zuvorkommend sind. Uns wurde sehr oft Platz gemacht, obwohl wir bereits im Vorfeld signalisiert haben, dass wir Platz machen werden. Die Anwohner waren auch immer dankbar, wenn wir sie vorbei gelassen haben.

Der Internetempfang ist hier, wie in den meisten Teilen Schottlands, teilweise sehr schlecht. Es empfiehlt sich daher eine Offline-Karte bei Google-Maps herunterzuladen.

Auf dem Co-op Supermarkt Parkplatz in Broadford fanden wir genügend Platz, um den Camper zu parken. Der Supermarkt ist hervorragend ausgestattet und man kann hier wunderbar seine Vorräte auffüllen.


North Coast 500

Die North Coast 500 ist eine Auto-Route, die durch den Norden von Schottland führt. Sie zählt zu den schönsten Roadtrips der Welt und das nicht ohne Grund. Die NC 500 führt über eine Strecke von 516 Meilen (839 Kilometern) durch die atemberaubende Landschaft von Schottland. Wir durchquerten die Highlands, kamen an wunderschönen Sandstränden vorbei und begegneten einer ganzen Menge interessanter Tiere.

Wir haben vor unserer Schottlandreise zwar schonmal von der NC 500 gehört, aber richtig beschäftigt hatten wir uns bei unserer Reiseplanung nicht damit. Für uns stand lediglich fest, dass wir Schottland im Uhrzeigersinn umrunden wollen. Und so kam es, dass wir uns kurz nachdem wir die Isle of Skye verlassen hatten, auf der bekannten Route befanden.

In unserem Beitrag berichten wir von unseren Zwischenstopps und Erlebnissen entlang der NC 500.

Zur besseren Übersicht für diesen Abschnitt haben wir ein Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken für euch erstellt:

Knockan Crag – Northwest Highlands

  • Knockan Crag - Northwest Highlands. Person wandert in den Highlands.
  • Wanderung in den Highlands

Nachdem wir die Isle of Skye erkundet hatten, machten wir uns auf den Weg in Richtung Norden. Ziel war das Besucherareal Knockan Crag, welches sich in den Northwest Highlands entlang der NC 500 befindet. Auf dem Besucherparkplatz ist es gestattet mit dem Camper über Nacht zu bleiben. Wir hatten eine schöne Aussicht auf den gegenübergelegenen See. Der Parkplatz war kostenlos, es gibt jedoch die Möglichkeit eine Spende zu entrichten.

Unser Plan war eigentlich am nächsten Morgen zum nahe gelegenen Berg Stac Pollaidh zu fahren, um dort zum ersten mal in den schottischen Highlands zu wandern. Das Wetter war allerdings nicht auf unserer Seite. Es waren kühle 13 Grad, leichte Windböen und es regnete. Im Internet lasen wir, dass die Wanderung auf den Berg nicht bei Regen zu empfehlen sei, da sich der Wanderweg in einen rutschigen Bachlauf verwandle.

Wir entschieden daher, erstmal den Lehrpfad am Besucherareal entlang zu wandern. Der Weg führte oberhalb der Felsen hinauf und von oben hatten wir einen wunderbaren Blick auf die Hügel von Coigach und Assynt. Genauso haben wir uns das Wandern in den Highlands vorgestellt. Der Rundweg dauerte ca. eine Stunde.

Wieder am Parkplatz angekommen, beschlossen wir auf der anderen Straßenseite vom Besucherareal ein wenig wandern zu gehen. Während wir den Lehrpfad entlang liefen, entdeckten wir den Wanderweg auf den Berg Cùl Mòr. Kurz vor dem Wanderweg gibt es auch einen kleinen Wanderparkplatz. Wir wanderten allerdings nur bis auf eine Erhöhung, da Regen und Wind uns immer mehr zusetzten. Unsere Wanderschuhe waren inzwischen auch völlig durchnässt.

Regenschutz für Rucksäcke*

Alles in allem war es jedoch ein wunderschöner Ausflug, denn bei Regen und Wind in den schottischen Highlands wandern zu gehen, gehört einfach zu einer Schottlandreise dazu.

Um das Erlebnis abzurunden, ging es danach noch in einen Tea-Room. Solche kommen recht häufig an der NC 500 vor und sind meist schon im Vorfeld ausgeschildert.


Stoer Lighthouse und Wanderung zum Old Man of Stoer

Stoer Lighthouse, Schottland
Stoer Lighthouse

Auf der Suche nach einem Stellplatz für die nächste Nacht, entdeckten wir das Stoer Lighthouse. Auf dem Parkplatz vor dem Leuchtturm kann man für 10 Pfund die Nacht verbringen. Tagsüber hält ein kleiner Imbisswagen auf dem Parkplatz, wer möchte kann sich hier eine kleine Mahlzeit oder ein warmes Getränk kaufen. Die öffentlichen Toiletten wurden leider gesperrt, wir vermuten als Folge von unrechtmäßiger Chemie-Toilettenentsorgung.

Vom Stoer Lighthouse aus, hat man eine wunderbare Sicht auf das Meer. Einer Infotafel entnahmen wir, dass man hier besonders gut Wale und Delfine beobachten kann. Während unseres Aufenthalts war die See jedoch sehr unruhig und der Blick mit dem Fernglas in die Ferne vergeblich.

Am nächsten Morgen wanderten wir zu einem Aussichtspunkt, von dem man einen guten Blick auf den Old Man of Stoer hat. Der Old Man of Stoerr ist eine Felsformation, die aus dem Meer ragt.

  • Old Man of Stoer, Schottland. Felsformation, die aus dem Meer ragt, umgeben von Klippen
  • Stoer Lighthouse, Schottland. Leuchtturm auf einer Klippe.
  • Landschaft beim Stoer Lighthouse, Schottland

Loch na Gainmhich und der Wailing Widow Falls

Der See Loch na Gainmhich und der spektakuläre Wasserfall Wailing Widow Falls liegen nahezu direkt an der NC 500. Den Wasserfall kann man sich von oben und von unten ansehen. Wir entschieden uns dafür den Wasserfall nur von oben anzusehen, da der Parkplatz unterhalb nur sehr klein und bereits voll war. Um ehrlich zu sein war die Aussicht von oben nicht sonderlich spektakulär. Für uns aber halb so schlimm, da unsere Drohne den Wasserfall vom aller schönsten Winkel eingefangen hat.

Loch na Gainmhich und Wailing Widow Falls
Loch na Gainmhich und der Wailing Widow Falls

Vom Parkplatz aus hatten wir in wenigen Minuten den See erreicht. Bis zum Wasserfall waren es vielleicht 10 Minuten. Der Weg war ziemlich sumpfig und wasserfeste Schuhe sind hier ein Muss. Selbstverständlich hat es auch geregnet. Für die Drohnenaufnahmen haben wir gewartet, bis die Regenwolken vorbeigezogen sind. Ganz typisch für Schottland ist das wechselhafte Wetter. Fünf Minuten Regen, fünf Minuten Sonne. Manchmal lohnt es sich einfach ein paar Minuten zu warten.

Die Aufnahmen haben wir mit unserer DJI Mini 2* gemacht.

DJI Mini 2*

Nachdem wir uns den tollen Wasserfall angesehen haben, machten wir uns auf den Weg zum Scourie Caravan Park. Der Stellplatz hat für eine Nacht 23 Pfund gekostet. Ca. fünf Minuten Fußweg entfernt, befindet sich ein kleiner Supermarkt, in dem abends sogar frische Brötchen geliefert wurden.


Handa Island

Klippen auf Handa Island

Nicht ohne Grund entschieden wir uns für den Campingplatz in Scourie. Nur wenige Minuten von Scourie entfernt befindet sich die kleine Ortschaft Tarbet, welche wir am nächsten morgen früh aufsuchen wollten. Denn von dort gelangt man mit Handa-Ferry auf die Insel Handa.

Von Montag bis Samstag von 9 bis 14 Uhr fährt der Fährenbetreiber bei gutem Wetter mit einem kleinen Motorboot zwischen Handa Island und Tarbet hin und her. Die Fahrt mit dem Boot dauert ca. 10 Minuten und kostet 20 Pfund pro Person. In den 20 Pfund ist auch eine Gebühr enthalten, welche dem Scottish Wildlife Trust zu Gute kommt, der sich um die Insel kümmert und einen Ranger stellt, welcher die Besucher zu Beginn ihrers Inselaufenthalts mit allen wichtigen Informationen versorgt.

Wenn ihr einen Besuch auf der Insel einplant, dann haltet die Wettervorhersage im Blick und informiert euch auf der Webseite des Fährenanbieters.

Über Handa Island führt ein ca. sieben Kilometer langer Rundweg. Besonders wichtig ist es auf den Wanderwegen zu bleiben, um keine Bodenbrüter zu stören. Für brütende Vögel ist Handa Island bekannt.

Auf den hochaufragenden Klippen der Insel sollen über zehntausende Seevögel leben. Vorallem Trottellummen, Tordalken und Raubmöwen bekommt man hier zu Gesicht. Mit ein wenig Glück entdeckt man auch den ein oder anderen Papageientaucher. Nachdem wir auf der Insel Lunga eine unvergessliche Begegnung mit dem kleinen Vogel hatten, freuten wir uns sehr als wir ihm auf Handa Island wieder begegneten.

  • Papageientaucher auf Handa Island
  • Eissturmvogel auf Handa Island
  • Tordalken auf Handa Island
  • Schottisches Moorschneehuhn auf Handa Island

Vor die Linse bekamen wir auch ein schottisches Moorschneehuhn und eine große Raubmöwe (Great Skua). Robben, Delfine, Wale und Otter bekamen wir leider nicht zu Gesicht, diese werden hier jedoch auch regelmäßig gesichtet.

Wir verbrachten den ganzen Tag auf Handa. Die Zeit verging wie im Flug. Landschaftlich ist die Insel schon wahnsinnig schön und für uns als Wildtierfotografen war es ein kleines Paradies.

Unsere Tipps: Früh da sein lohnt sich. Der Parkplatz in Tarbet ist tatsächlich nicht sonderlich groß und füllt sich bei gutem Wetter besonders schnell. Außerdem je früher ihr auf der Insel seid, desto mehr Zeit habt ihr.

Sorgt außerdem für ausreichend Verpflegung, auf der heute unbewohnten Insel gibt es logischerweise nichts zu kaufen. Bitte denkt daran euren Müll mitzunehmen und ordnungsgemäß zu entsorgen.

Wir sind Anfang Juni auf Handa gewesen. Auf der Insel selbst hatten wir keine Begegnung mit den kleinen, beißenden Mücken, die häufig in Schwärmen auftreten und Midges genannt werden. Allerdings machten wir unsere Begegnung in Tarbet, als wir für die Tickets anstanden. Aufeinmal hatten wir ganz viele der kleinen Beißer im Gesicht und es zwickte ganz schön. Zum Glück hatten wir unser Mückenschutzspray* dabei, denn nachdem wir uns damit eingerieben hatten, wurden wir in Ruhe gelassen.

Autan Multi Insect Pumpspray*


Sandwood Bay

Nach unserem Besuch auf Handa Island verbrachten wir die Nacht auf einer größeren Parkbucht nicht weit entfernt von der Ortschaft Blairmore, denn dort sollte es am nächsten Tag für uns hingehen.

In Blairmore befindet sich ein Wanderparkplatz, dieser war Ausgangspunkt unserer Wanderung zur Sandwood Bay. Die Sandwood Bay ist eine beeindruckende Bucht an der schottischen Nordwestküste. Sie ist bekannt für ihren ca. 1,6 Kilometer langen Traumstand und ein beliebtes Ziel zum Wildcampen.

Der Strand ist nur über einen sieben Kilometer langen Wanderweg zu erreichen. Wir haben die Wanderung als leicht empfunden, es gibt kaum Steigung und die Wanderwege waren ganz gut ausgebaut. Während der Wanderung hat man bereits einen schönen Ausblick auf die tolle Landschaft und kommt an einigen kleinen Seen vorbei.

Die Sandwood Bay hat uns sehr beeindruckt. Zunächst überquert man eine riesige Dünenlandschaft und dann ist da dieser endloslange, tolle Sandstrand, der zum Verweilen einlädt. Die Wanderung hat sich voll und ganz gelohnt!

Nach unserer Wanderung zur Sandwood Bay ging es weiter an die Nordküste. Dort fanden wir einen Stellplatz oberhalb des Ceannabeinne Beach. Dort setzten wir und mit einer Tasse Tee an den Strand, beobachteten wie die Sonne unterging und lauschten dem Meer. Ein perfekter Tag ging zu Ende.

  • Sandwood Bay, Schottland
  • Sandwood Bay, Schottland. Mit der Drohne von oben aufgenommen.

Smoo Cave

Auf der Fahrt zum Ceannabeinne Beach kamen wir am Besucherparkplatz der Smoo Cave vorbei. Nachdem wir den Ort gegoogelt haben, war schnell klar, dass wir hier noch einmal hinwollten. Also machten wir uns am nächsten Morgen auf den Weg und besichtigten die Meeres- und Süßwasserhöhle.

Der Zugang zur Höhle ist jederzeit geöffnet und kostenlos, wer möchte kann an einer kostenpflichtigen Tour teilnehmen und weiter ins Innere der Höhle vordringen.

Smoo Cave. Eine Meeres- und Süßwasserhöhle in Schottland.
Smoo Cave

Es war ein kurzer, aber schöner Zwischenstopp bevor wir die Weiterfahrt in Richtung Osten antraten. Wir sind in einem Zug die gesamte Nordküste entlang gefahren und waren mal wieder überwältigt von den endlosen Weiten, den vielen Seen und wenigen Dörfern.

Ganz anders sah es nämlich an der Ostküste aus, hier ist es deutlich besiedelter und hat uns landschaftlich auch das ein oder andere Mal an Deutschland erinnert.


Dunnet Head

  • Papageientaucher am Dunnet Head
  • Tordalk am Dunnet Head

Dunnet Head ist eine Halbinsel an der schottischen Nordostküste und der nördlichste Punkt des britischen Festlandes.

Alex ging davon aus, dass wir den Ort wegen seines großen weißen Leuchtturms ansteuerten, aber da hatte er bei Weitem falsch gedacht. Denn Dunnet Head stand vor allem wegen seiner atemberaubenden Meeresklippen und der dort nistenden Seevögel auf meiner To-Do-Liste.

Tordalke, Trottellummen, Eissturmvögel und unser beliebter Papageientaucher brüten hier. An klaren Tagen hat man einen wunderbaren Blick auf das weite Meer. Wer aufmerksam ist hat vielleicht sogar das Glück einen Orca zu entdecken.

Wir hatten hier eine nette Begegnung mit einer Einheimischen, die ebenfalls die Seevögel am beobachten war. Von dieser erhielten wir einen tollen Geheimtipp. Sie erzählte uns von einem nahegelegenen Ort, wo man wunderbar Robben beobachten konnte. Zum Schutz der Robben teilen wir keine näheren Angaben zum Ort.

Robben in Schottland

Auf dem Parkplatz am Dunnet Head kann man gegen eine Gebühr mit dem Camper übernachten.

Weiterhin bekannt für seine Seevögel ist der Duncansby Head, welcher etwas weiter östlich vom Dunnet Head liegt. Eigentlich hatten wir vor uns auch dort die Seevögel und die Duncansby Stacks anzusehen. Der Ort scheint jedoch etwas bekannter zu sein und so war der Parkplatz gegen Mittag komplett überfüllt gewesen. Da wir dann auch noch in eine prämisslichen Lage auf der Single track road gelangten, entschieden wir uns den Norden zu verlassen und weiter in den Süden zu fahren.


Castle Sinclair and Girnigoe

Beim Castle Sinclair and Girnigoe handelt es sich um ein Komplex aus Ruinen. Castle Girnigoe wurde um 1470 erbaut und im 17. Jahrhundert nach einigen Anbauten in Sinclair unbenannt. Das Burgenkomplex befindet sich auf einem riesigen Felsen an der Sinclair’s Bucht.

Wir haben auf einem kostenpflichtigen Wanderparkplatz geparkt. Der Preis pro Stunde belief sich auf einen Pfund und für 10 Pfund konnte man dort auch über Nacht stehen bleiben (Stand Juni 2022).

Vom Parkplatz sind es ca. 600 Meter Fußweg bis zur Burg. Am Beginn des Wanderweges befindet sich eine Spendenbox. Der Wanderweg ist gegen eine Gebühr von einem Pfund begehbar.

Nicht weit entfernt befindet sich auch ein Leuchtturm, zu welchem man spazieren kann.

Die Ruine war unser letzter Stopp auf der beliebten Touristenstraße North Coast 500 und unser erster Halt an der schottischen Ostküste.

Girnigoe and Sinclair Castle
Girnigoe and Sinclair Castle

Die schottische Ostküste: Troup Head & Crovie

Nachdem wir uns die Burgruine Sinlair & Girnigoe angesehen haben, ging es weiter entlang der schottischen Ostküste. Die Nacht verbrachten wir auf einem kostenlosen Stellplatz bei Portsoy.

Am nächsten Morgen ging es früh los, auf dem Plan standen nämlich das Naturreservat Troup Head und das ehemalige Fischerdorf Crovie.

Troup Head

Unser nächster Stopp an der schottischen Ostküste war RSPB Troup Head. Diesen Tipp erhielten wir von einer Einheimischen, die unsere Begeisterung für Seevögel teilt. Am RSPB Troup Head lebt nämlich Schottlands größte Basstölpelkolonie (auf dem Festland). Es gibt hier auch Tausende von Trottellummen, Tordalken und Dreizehemöwen. Papageientaucher haben hier anscheinend vor vielen vielen Jahren einmal gelebt.

Das Naturreservat Troup Head ist ein etwa vier Kilometer langes Schutzgebiet an der Küste. Vom kleinen Wanderparkplatz aus führt ein Wanderweg zu den Klippen.

Zu erreichen ist der Parkplatz über eine Single Track Road. Die Straße führt über einen Hof, das kam uns zunächst seltsam vor, es handelt sich hierbei jedoch um den offiziellen Weg.


Crovie

Unweit vom Naturreservat Troup Head befindet sich das kleine Küstendorf Crovie. Für Touristen gibt es einen kleinen Besucherparkplatz auf einer Anhöhe, von dort kann man zur Fuß in das Dorf wandern.

Das winzige Dorf war bis 1935 ein Fischerdorf. Nachdem ein Sturm einen Teil des Dorfes zerstörte zogen die Fischer in andere Dörfer. Heute werden die Häuser als Ferienunterkünfte genutzt.

Die Sehenswürdigkeit ist Crovie selbst. Außer den kleinen ehemaligen Fischerhäuschen gibt es dort keine weiteren touristischen Attraktionen. Ein Zwischenstopp lohnt sich aber auf alle Fälle!


Der Cairngorms National Park mit Rucksack und Zelt

Der Cairngorms National Park ist der größte Nationalpark Großbritanniens und befindet sich in Mitten der schottischen Highlands. Der ideale Ort für Naturliebhaber und Abenteurer.

So sehr wir unseren Camper zu schätzen wissen, vermissen wir es in einem Zelt aufzuwachen und direkt an der frischen Luft zu sein. Da wir auch gerne wandern und zukünftig auch längere Wanderungen machen möchten, haben wir uns mit Rücksäcken und Zelt ausgestattet.

Diesen Urlaub hat sich für uns die Möglichkeit ergeben im Cairngorms Nationalpark wandern und zelten zu gehen.

Für uns war es ein großartiges Erlebnis und wir freuen uns auf weitere Abenteuer mit Rucksack und Zelt.

Ausgangspunkt unserer Wanderung

Nachdem wir die kleine Ortschaft Crovie besichtigt haben, ging es für uns ins Landesinnere in den Cairngorms National Park.

Als Ausgangspunkt für unsere Wanderung haben wir uns für den Linn of Dee Car Park entschieden. Gegen eine Gebühr von sechs Pfund (Stand Juni 2022) kann man über Nacht auf dem Parkplatz stehen. Der Parkplatz ist ein beliebter Ausgangspunkt für Mehrtagestouren.

Am Tag der Anreise haben wir noch eine Nacht im Camper verbracht und am nächsten Morgen sind wir dann gut erholt gestartet

Bis heute weiß ich nicht, ob ich mitten in der Nacht von dem mystischen Ruf eines Waldkauzes geweckt wurde, oder ob ich das Ganze nur geträumt habe. Der Parkplatz befindet sich in einem Waldstück. Es spricht eigentlich alles dafür, dass es kein Traum war.

Wandern im Cairngorms National Park
Startpunkt der Wanderung im Cairngorms National Park


Die Wanderung

Wir sind losgewandert ohne eigentlich zu wissen wohin wir wollten. Unterwegs kamen uns viele Wanderer mit ihren Backpacks entgegen. Diese waren auf dem Rückweg zum Parkplatz. Das gab uns ein gutes Gefühl, denn nun wussten wir, dass es in der Richtung, in die wir wanderten, auch irgendwo die Möglichkeit geben musste ein Zelt aufzuschlagen.

Für uns ging es bei dieser Wanderung nicht darum möglichst viele Kilometer zurückzulegen. Wir wollten unsere neue Ausrüstung testen und einfach mal wieder mitten in der Natur sein. Da wir im gesamten Park keinen Handyempfang hatten, konnte uns auch nichts ablenken.

Nachdem es zuvor in Schottland immer sehr kalt und regnerisch war, hatten wir uns anscheinend den heißesten Tag unserer Reise für unsere Wanderung ausgesucht. Mit dem vielen Gepäck auf dem Rücken in der prallen Sonne, war es eine kleine Herausforderung für uns.

Bei unseren Rucksäcken handelt es sich um das Modell Trekkingrucksack Bergtrekking MT900* mit einem Volumen von 50 + 10 Liter von Decathlon und um das Modell Highland Trail 50* von Jack Wolfskin.

Nach ca. 4,5 Kilometern kamen wir an einigen Hütten vorbei. Diese befanden sich zwischen ein paar Bäumen versteckt. Direkt daneben ein glasklarer Fluss. Der Platz um die Hütten herum, dient wohl als Zeltplatz. Wir wollten jedoch noch ein bisschen weiter wandern, denn unsere Traumvorstellung war ein Hügel auf dem wir unseren Schlafplatz aufbauen konnten.

Neben der letzten Hütte, der Derry Lodge befindet sich eine Kreuzung, hier mussten wir uns nun für eine Richtung entscheiden.

Wir beschlossen ein Stück den Berg Carn Crom hinaufzuwandern. Von unten ließ sich schwer einschätzen, ob wir weiter oben einen geeigneten Zeltplatz finden würden, aber allein die Aussicht vom Berg aus reizte uns.

Auf ca. 600 m ü. NN erreichten wir eine wunderbare größere Fläche, von der man einen tollen Ausblick auf den Nationalpark hat. Wir wanderten noch ein Stück weiter den Berg hinauf, entschieden uns jedoch dazu einige Meter zurückzulaufen, um dort unser kleines Lager aufzubauen.

Wandern auf dem Carn Crom
Wandern im Cairngorms National Park
Ausblick vom Carn Crom

Unsere Route auf komoot.de:


Unser Lager

Wir waren weit und breit die einzigen Menschen. Außer dem Summen einiger Insekten und dem Rauschen des Windes war es absolut still.

Unser Abendessen bestand aus ein paar belegten Brötchen und einem Bulgursalat, den Proviant hatte ich bereits im Camper vorbereitet.

Die Zeit ist wie im Flug vergangen und gegen Abend wurde es immer kühler. Wir machten es uns im Zelt gemütlich.

Zelten im Cairngorms National Park
Zelten im Cairngorms National Park

Wir haben uns für das Trekkingzelt Trek MT900* von Decathlon entschieden. Ausschlaggebend für unsere Entscheidung war das Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit einem Gesamtgewicht von  1,95 kg ist das Zwei-Personen-Zelt leicht zu transportieren. Auch Auf- und Abbau des Zeltes sind sehr einfach. Das Zelt hat zwei separate Eingänge, zwei Apsiden für Rucksäcke, ist wind- & wasserfest.

Unbequem war unser Schlafplatz zwar nicht, aber als bequem würde ich ihn auch nicht bezeichnen. Besonders erholsam war die Nacht also nicht, was aber hauptsächlich daran lag, dass Alex starke Halsschmerzen bekam und es auf ca. sechs Grad Celsius abkühlte.

Zum Glück hatten wir uns für die dickeren Schlafsäcke* für Nächte bei Temperaturen ab 5 °C entschieden. Mit einem Gewicht von 1,2 kg gut zu transportieren. Die Schlafsäcke sind koppelbar mit den anderen Schlafsackmodellen der Reihe MT500 von Forclaz.

Unsere aufblasbaren Luftmatratzen* haben ein Gewicht von 510 Gramm und ließen sich ebenfalls problemlos in unseren Rücksäcken verstauen.

Am nächsten Morgen wurden wir von den warmen Sonnenstrahlen, die das Zelt aufheizten geweckt.

Mit unserem Gaskocher* erwärmten wir uns Wasser für Tee und Porridge. Unser kompatibles Kochset* war hierfür ideal.

Camping im Cairngorms National Park
Camping im Cairngorms National Park

Nachdem wir uns gestärkt hatten, bauten wir unser Lager wieder zusammen, prüften nochmal, dass wir auch keine Spuren hinterlassen haben und traten dann den Rückweg an. Unser Gepäck war nun deutlich leichter und so gelangten wir ziemlich schnell an den Ausgangspunkt unserer Wanderung zurück.

Es war ein wunderschöner Ausflug und für uns das erste Abenteuer dieser Art. Mit Sicherheit werden noch viele weitere Ausflüge mit Rucksack und Zelt folgen.

Weiter Bilder unseres Ausfluges:


Unsere Kosten

Insgesamt sind wir drei Wochen unterwegs gewesen. Davon sind wir ca. 2,5 Wochen durch Schottland gereist.

Wir sind in Deutschland gestartet, haben die erste Nacht auf der Durchreise in Belgien verbracht, die zweite in England und erreichten erst am dritten Tag Schottland.

Unsere Gesamtkosten für die drei Wochen belaufen sich auf 2.065 €.

Der größte Kostenfaktor war das Tanken. Für Diesel zahlten wir 927 €.

Für den Eurotunnel zahlten wir bei der Hinfahrt 269,00 € und bei der Rückfahrt 222,00 €. Bei der Rückfahrt haben wir uns für die Uhrzeit entschieden, bei der die Zugfahrt am günstigen war. Wir waren ca. drei Stunden früher am Zug und konnten dann ohne Aufpreis den nächsten Zug nutzen.

Die Kosten für Ausflüge beliefen sich auf 244 . Hierin zählen die Wildlife Tour, die Fährenfahrt auf Handa Island, Eintritt und Parkkosten.

Für Essen und Trinken haben wir 236 € bezahlt. Unseren Vorratseinkauf in Deutschland haben wir hier nicht mit eingerechnet. Wir haben uns überwiegend selbst versorgt und vielleicht zwei Mal ein kleines Fertiggericht gekauft.

An Maut haben wir 7,95 € gezahlt. Für Dartford Crossing (Dartford Tunnel auf dem Weg nach Schottland und Brücke auf dem Nachhauseweg).

An Kosten für Campingplätze und Serviceleistungen kommen 151 € zusammen. Die Entsorgung der Chemie-Toilette und von Grauwasser war in Großbritannien sehr schwierig! Dies war überwiegend nur auf Campingplätzen möglich. Für Service (Entsorgung, Versorgung und Duschen) wurde oft eine Gebühr von 15 € für zwei Personen berechnet. Auf der Durchreise in England hatten wir eine Nacht auf dem Campingplatz verbracht und in Schottland haben wir vier Nächte auf Camping-/ Stellplätzen verbracht. Wir haben überwiegend autark gestanden, es war jedoch nicht immer möglich, sodass wir ab und an auf einen offiziellen Platz aufweichen mussten.

Nach unserer Schottlandreise stand für uns schnell fest, dass eine Chemie-Toilette für uns keine Dauerlösung ist. Wir haben viel Zeit in die Recherche nach Entsorgungsmöglichkeiten gesteckt und einige Umwege in Kauf genommen. Um diesem Aufwand zu entgehen, haben wir uns für die Umrüstung zu einer Trockentrenntoilette entschieden. Hierüber haben wir bereits einen eigenen Blogbeitrag veröffentlicht. Wenn euch das Thema interessiert schaut gerne mal vorbei.


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Weitere Blogbeiträge:


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Mit Rucksack und Zelt im Cairngorms National Park

Der Cairngorms National Park ist der größte Nationalpark Großbritanniens und befindet sich in Mitten der schottischen Highlands. Der ideale Ort für Naturliebhaber und Abenteurer.

So sehr wir unseren Camper zu schätzen wissen, vermissen wir es in einem Zelt aufzuwachen und direkt an der frischen Luft zu sein. Da wir auch gerne wandern und zukünftig auch längere Wanderungen machen möchten, haben wir uns mit Rücksäcken und Zelt ausgestattet.

Diesen Urlaub hat sich für uns die Möglichkeit ergeben im Cairngorms Nationalpark wandern und zelten zu gehen.

Für uns war es ein großartiges Erlebnis und wir freuen uns auf weitere Abenteuer mit Rucksack und Zelt.

Ausgangspunkt unserer Wanderung

Nachdem wir die kleine Ortschaft Crovie besichtigt haben, ging es für uns ins Landesinnere in den Cairngorms National Park.

Als Ausgangspunkt für unsere Wanderung haben wir uns für den Linn of Dee Car Park entschieden. Gegen eine Gebühr von sechs Pfund (Stand Juni 2022) kann man über Nacht auf dem Parkplatz stehen. Der Parkplatz ist ein beliebter Ausgangspunkt für Mehrtagestouren.

Am Tag der Anreise haben wir noch eine Nacht im Camper verbracht und am nächsten Morgen sind wir dann gut erholt gestartet

Bis heute weiß ich nicht, ob ich mitten in der Nacht von dem mystischen Ruf eines Waldkauzes geweckt wurde, oder ob ich das Ganze nur geträumt habe. Der Parkplatz befindet sich in einem Waldstück. Es spricht eigentlich alles dafür, dass es kein Traum war.

Wandern im Cairngorms National Park
Startpunkt der Wanderung im Cairngorms National Park


Die Wanderung

Wir sind losgewandert ohne eigentlich zu wissen wohin wir wollten. Unterwegs kamen uns viele Wanderer mit ihren Backpacks entgegen. Diese waren auf dem Rückweg zum Parkplatz. Das gab uns ein gutes Gefühl, denn nun wussten wir, dass es in der Richtung, in die wir wanderten, auch irgendwo die Möglichkeit geben musste ein Zelt aufzuschlagen.

Für uns ging es bei dieser Wanderung nicht darum möglichst viele Kilometer zurückzulegen. Wir wollten unsere neue Ausrüstung testen und einfach mal wieder mitten in der Natur sein. Da wir im gesamten Park keinen Handyempfang hatten, konnte uns auch nichts ablenken.

Nachdem es zuvor in Schottland immer sehr kalt und regnerisch war, hatten wir uns anscheinend den heißesten Tag unserer Reise für unsere Wanderung ausgesucht. Mit dem vielen Gepäck auf dem Rücken in der prallen Sonne, war es eine kleine Herausforderung für uns.

Bei unseren Rucksäcken handelt es sich um das Modell Trekkingrucksack Bergtrekking MT900* mit einem Volumen von 50 + 10 Liter von Decathlon und um das Modell Highland Trail 50* von Jack Wolfskin.

Nach ca. 4,5 Kilometern kamen wir an einigen Hütten vorbei. Diese befanden sich zwischen ein paar Bäumen versteckt. Direkt daneben ein glasklarer Fluss. Der Platz um die Hütten herum, dient wohl als Zeltplatz. Wir wollten jedoch noch ein bisschen weiter wandern, denn unsere Traumvorstellung war ein Hügel auf dem wir unseren Schlafplatz aufbauen konnten.

Neben der letzten Hütte, der Derry Lodge befindet sich eine Kreuzung, hier mussten wir uns nun für eine Richtung entscheiden.

Wir beschlossen ein Stück den Berg Carn Crom hinaufzuwandern. Von unten ließ sich schwer einschätzen, ob wir weiter oben einen geeigneten Zeltplatz finden würden, aber allein die Aussicht vom Berg aus reizte uns.

Auf ca. 600 m ü. NN erreichten wir eine wunderbare größere Fläche, von der man einen tollen Ausblick auf den Nationalpark hat. Wir wanderten noch ein Stück weiter den Berg hinauf, entschieden uns jedoch dazu einige Meter zurückzulaufen, um dort unser kleines Lager aufzubauen.

Wandern auf dem Carn Crom
Wandern im Cairngorms National Park
Ausblick vom Carn Crom

Unsere Route auf komoot.de:


Unser Lager

Wir waren weit und breit die einzigen Menschen. Außer dem Summen einiger Insekten und dem Rauschen des Windes war es absolut still.

Unser Abendessen bestand aus ein paar belegten Brötchen und einem Bulgursalat, den Proviant hatte ich bereits im Camper vorbereitet.

Die Zeit ist wie im Flug vergangen und gegen Abend wurde es immer kühler. Wir machten es uns im Zelt gemütlich.

Zelten im Cairngorms National Park
Zelten im Cairngorms National Park

Wir haben uns für das Trekkingzelt Trek MT900* von Decathlon entschieden. Ausschlaggebend für unsere Entscheidung war das Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit einem Gesamtgewicht von  1,95 kg ist das Zwei-Personen-Zelt leicht zu transportieren. Auch Auf- und Abbau des Zeltes sind sehr einfach. Das Zelt hat zwei separate Eingänge, zwei Apsiden für Rucksäcke, ist wind- & wasserfest.

Unbequem war unser Schlafplatz zwar nicht, aber als bequem würde ich ihn auch nicht bezeichnen. Besonders erholsam war die Nacht also nicht, was aber hauptsächlich daran lag, dass Alex starke Halsschmerzen bekam und es auf ca. sechs Grad Celsius abkühlte.

Zum Glück hatten wir uns für die dickeren Schlafsäcke* für Nächte bei Temperaturen ab 5 °C entschieden. Mit einem Gewicht von 1,2 kg gut zu transportieren. Die Schlafsäcke sind koppelbar mit den anderen Schlafsackmodellen der Reihe MT500 von Forclaz.

Unsere aufblasbaren Luftmatratzen* haben ein Gewicht von 510 Gramm und ließen sich ebenfalls problemlos in unseren Rücksäcken verstauen.

Am nächsten Morgen wurden wir von den warmen Sonnenstrahlen, die das Zelt aufheizten geweckt.

Mit unserem Gaskocher* erwärmten wir uns Wasser für Tee und Porridge. Unser kompatibles Kochset* war hierfür ideal.

Camping im Cairngorms National Park
Camping im Cairngorms National Park

Nachdem wir uns gestärkt hatten, bauten wir unser Lager wieder zusammen, prüften nochmal, dass wir auch keine Spuren hinterlassen haben und traten dann den Rückweg an. Unser Gepäck war nun deutlich leichter und so gelangten wir ziemlich schnell an den Ausgangspunkt unserer Wanderung zurück.

Es war ein wunderschöner Ausflug und für uns das erste Abenteuer dieser Art. Mit Sicherheit werden noch viele weitere Ausflüge mit Rucksack und Zelt folgen.

Weiter Bilder unseres Ausfluges:


Weitere Beiträge über unsere Schottlandreise findet ihr hier!


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