Norwegen ist bekannt für seine atemberaubenden Landschaften – Fjorde, Berge und vor allem Gletscher prägen die Szenerie. Allein auf dem norwegischen Festland gibt es 1600 Gletscher. Einer der beeindruckendsten und am leichtesten zugänglichen Gletscher ist der Nigardsbreen, ein Ausläufer des riesigen Jostedalsbreen.
In unserem Blogbeitrag erfahrt ihr alles, was ihr über die Wanderung zum Nigardsbreen Gletscher in Norwegen wissen müsst.


Eckdaten: Wanderung zum Nirgardsbreen Gletscher
| Ausgangspunkt | Nigardsbreen Parkplatz (Koordinaten auf Google Maps) |
| Länge | 5 Kilometer |
| Höhenmeter | 100 Meter |
| Wanderzeit | 2,5 Stunden |
| Schwierigkeitsgrad | mittelschwer |
Weiter unten im Beitrag haben wir euch die Wanderung auf komoot.de verlinkt.
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Ausgangspunkt der Wanderung zum Nigardsbreen Gletscher
Ausgangspunkt der Wanderung ist der Wanderparkplatz „Nigardsbreen parkeringsplassen“ (Koordinaten auf Google Maps). Hierbei handelt es sich um einen asphaltierten Parkplatz direkt am Gletschersee Nigardsbrevatn.

Den Parkplatz erreicht man über eine private Mautstraße. Die Gebühr beträgt 90 NOK und kann bei Abfahrt an einem Automaten oder innerhalb von 48 Stunden online über passpay.no bezahlt werden (Stand 2024).
Auf der Mautstraße, sowie auf dem Parkplatz, ist das Übernachten mit dem Fahrzeug verboten. Vor der Mautstelle gibt es einen Campingplatz (Koordinaten auf Google Maps). Von dort aus kann man ebenfalls mit der Wanderung starten.
Ein weiterer alternativer Startpunkt für die Wanderung ist der Parkplatz am Breheimsenteret (Koordinaten auf Google Maps). Hierbei handelt es sich um das Besucherzentrum des Jostedalsbreen und des Breheimen Nationalparks. Wenn ihr hier parkt, könnt ihr die Maut umgehen. Der Wanderweg verlängert sich dann allerdings um 7 Kilometer.

Unsere Wanderung zum Nigardsbreen
Der erste Kilometer vom Parkplatz aus führt über anspruchsvolleres Terrain. Hier durchquert man kleinere Bachläufe und es geht über viele Felsen und Steine. Der Weg ist zwar teilweise mit Seilen und Treppen ausgestattet, Trittsicherheit ist hier aber trotzdem gefragt.
Bei Nässe würden wir die Wanderung nicht empfehlen.




Es gibt die Möglichkeit, den ersten Kilometer mit einem Boot zu umgehen. Die Fahrt dauert etwa 10 Minuten und erspart euch den anspruchsvolleren Teil der Wanderung.
Das Boot verkehrt zwischen Juni und September. Das Anfangs- und Enddatum hängen vom Wasserstand des Sees ab. Plätze müssen keine reserviert werden, denn das Boot fährt den ganzen Tag. Hin- und Rückfährt kosten 75 NOK für eine erwachsene Person.
Weitere Informationen findet ihr hier: https://www.jostedal.com/de/der-brevegen-gletscherweg/

Nachdem man das Ende des Sees erreicht hat, wird der Wanderweg deutlich angenehmer. Der Weg führt zunächst noch ein kurzes Stück am Wasser entlang, dann geht es über raue Felsen und kleinere Geröllfelder, die durch den Rückzug des Gletschers freigelegt wurden.


Auch dieser Teil der Strecke ist zum Teil mit Treppen ausgestattet. Den tosenden Gletscherfluss überquert man über eine Brücke.


Die Wanderung ist nicht allzu schwierig, aber festes Schuhwerk und etwas Trittsicherheit sind erforderlich, da einige Abschnitte steil und uneben sind.


Eis kann auch Schmelzwasser aufstauen, sodass plötzliche Überschwemmungen auftreten oder Flussläufe sich verändern können.
Die Strecke ist mit hellblauen Markierungen gut ausgeschildert. Da der Gletscher immer in Bewegung ist und sich verändert, kann der Weg variieren. Folgt daher immer den Markierungen.
Einige Meter vor dem Gletscher befindet sich eine Absperrung mit einem Warnhinweis. Das Überqueren der Absperrung ist zwar nicht verboten, wird aber nicht empfohlen.
Generell sollte man niemals allein aufs Eis gehen, da Gletscher extrem gefährlich sein können. Erkundet Gletscher bitte nur auf einer geführten Tour mit der richtigen Sicherheitsausrüstung.


Bereits vor Überquerung der Brücke spürt man die Kälte des Gletschers. Es fühlt sich an, wie in der Tiefkühlabteilung im Supermarkt.
Es schadet nicht, etwas Warmes zum Überziehen dabei zuhaben.
So nah an einem Gletscher zu sein, ist wirklich ein ganz besonderes und eindrucksvolles Erlebnis!
Die Nahaufnahmen haben wir mit unserem 50-250 mm Objektiv* aufgenommen.


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Gletscherwanderung auf den Nigardsbreen
Wer eine noch intensivere Erfahrung sucht, kann an einer geführten Gletscherwanderung teilnehmen. Unter der Anleitung erfahrener Gletscherführer:innen könnt ihr mit Steigeisen, Gurten und Steilen das Eis betreten und das Labyrinth aus tiefen Spalten und blauen Höhlen erkunden.
Weitere Informationen über die angebotenen Gletschertouren könnt ihr hier finden: https://www.jostedal.com/de/aktivitaeten-im-jostedal/
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Fazit zur Wanderung zum Nigardsbreen Gletscher
Seit unserer ersten Wanderung zu einem Gletscher im letzten Jahr, haben uns die mächtigen, blauen Eiswände in ihren Bann gezogen. In diesem Jahr sind wir bereits fünf Mal in die Nähe eines Gletschers gewandert.
Wenn wir früher an Norwegen gedacht haben, kamen uns türkisblaue Fjorde, die endlosen Weiten der Hochebenen, die beeindruckende Tierwelt und die raue See in den Sinn. Aber an Gletscher haben wir nicht gedacht. Und dabei gibt es auf dem norwegischen Festland über 1600 Gletscher.
Die Wanderung zum Nigardsbreen Gletscher, war unsere erste Wanderung, bei dir wir einem Gletscher so nahe gekommen sind. Für uns persönlich ein ganz besonderes Erlebnis!
Besonders der erste Kilometer der Wanderstrecke hat Lea aufgrund ihrer Trittunsicherheit sehr gefordert. Da wir keine Eile hatten, haben wir uns Zeit gelassen und sind vorsichtig über die Felsen gewandert.

Tipps zur Wanderung zum Nigardsbreen Gletscher
- Der Nigardsbreen Gletscher befindet sich in einem Naturschutzgebiet. Hier ist es nicht erlaubt Steine zu bewegen, die Vegetation zu schädigen oder zu campen.
- Ein Campingplatz befindet sich vor der Mautstelle.
- Bitte geht niemals allein auf einen Gletscher, da diese extrem gefährlich sein können. Nehmt lieber an einer geführten Tour mit der richtigen Sicherheitsausrüstung teil.
- Haltet euch nicht in Bereichen auf, wo es zu Eisschlag, plötzlichen Flutwellen oder Steinschlag kommen kann.
- Die kahlen Felsen werden bei Nässe sehr glatt, geeignetes Schuhwerk* ist daher unerlässlich!
- Vor dem Gletscher ist es sehr kalt und es kann auch windig werden. Nehmt euch am besten etwas zum Überziehen mit.

Hier findet ihr unsere Wanderung auf komoot.de:
Die Strecke ist mit hellblauen Markierungen gut ausgeschildert. Da der Gletscher immer in Bewegung ist und sich verändert, kann der Weg variieren. Folgt daher immer den Markierungen.
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