Solartasche für das Wohnmobil

In diesem Artikel geht es um das Thema Solartasche für das Wohnmobil.

Lohnt sich eine mobile Solartasche für das Wohnmobil? Wie schließe ich eine Solartasche an meine Batterie an? Wie viel Watt soll die Solartasche haben?

Diese und weitere Fragen wollen wir euch in unserem Artikel beantworten.

Inhaltsverzeichnis


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Was ist eine Solartasche?

Der Name Solartasche ist unserer Meinung nach sehr passend. Im Grunde sind es mehrere Solarpanels, welche zu einer Art „Tasche“ zusammengefaltet werden können. Unter anderem auch bekannt als Solarkoffer oder mobiles Solarpanel.

250W Solartasche von Supervolt*

Eine Solartasche besteht meistens aus zwei bis vier zusammengeführten Solarpanels. Im zugeklappten Zustand lässt sich eine Solartasche dank der kompakten Bauweise problemlos transportieren und verstauen. Die meisten Solartaschen besitzen mehrere Ständer auf der Rückseite, um die Solarpanels im optimalen Winkel zur Sonne aufzustellen.

Im Gegensatz zu den starren Solarpanels wird auf Glas verzichtet. Die Solarpanels einer Solartasche werden durch eine wetterfeste Laminierung geschützt.


Vor- und Nachteile einer Solartasche

Neben vielen Vorteilen gibt es natürlich auch einige Nachteile bei Solartaschen. Wir erläutern euch die wichtigsten Vor- und Nachteile.

Vorteile einer Solartasche

Flexibel einsetzbar

Eine Solartasche lässt sich nach Belieben aufstellen. So könnt ihr das Solarpanel immer in Richtung Sonne stellen und über den Tag die Solartasche immer wieder neu zur Sonne ausrichten, um den maximalen Ertrag zu gewährleisten.

Auch praktisch: An heißen Tagen euer Wohnmobil einfach im Schatten parken und die Solarfalttasche mit Verlängerungskabel in die Sonne stellen.

Optimaler Winkel zur Sonne

Ein sehr entscheidender Vorteil bei Solartaschen ist der optimale Einstrahlungswinkel der Sonne auf die Solarpanels. Während festverbaute Solarpanels auf dem Dach eines Wohnmobils immer den gleichen senkrechten Winkel haben, lassen sich mobile Solartaschen in einem optimalen Winkel zur Sonne ausrichten.

Für ein besseres Verständnis haben wir eine kleine Grafik gebastelt:

Für uns hat sich dieser Vorteil besonders im Winter bemerkbar gemacht. Da im Winter die Sonne sehr tief steht, hat unser fest verbautes Solarpanel nur sehr wenig Strom generiert. Unsere Solarfalttasche hingegen hat dagegen meistens über 80 % der Nennleistung gezeigt. Für uns ein echter Game-Changer.

Keine feste Installation notwendig

Im Gegensatz zu einem festverbauten Solarpanel auf dem Dach ist bei einer Solartasche keine feste Installation notwendig. Die einzige Komponente, die ihr mehr oder weniger fest verbauen müsst, ist ein Solarladeregler. Der Solarladeregler ist jedoch sehr einfach zu installieren und nimmt kaum Platz ein.

Die Solartasche kann ganz einfach in der Heckgarage des Wohnmobils gelagert werden und bei Bedarf herausgeholt werden.


Nachteile einer Solartasche

Muss aufgestellt werden

Die Solartasche muss logischerweise jedes Mal draußen aufgestellt werden, damit Strom produziert werden kann. Auch ist eine Aufladung durch Solar, somit während der Fahrt nicht möglich. Ein festverbautes Solarpanel auf dem Dach hingegen liefert immer Strom, solange die Sonne scheint.

Möglichkeit des Diebstahls

Eine Solartasche würden wir persönlich nicht unbeaufsichtigt stehen lassen. Es wäre sehr einfach, diese zu stehlen. Fairerweise haben wir bereits mitbekommen, dass auch fest verbaute Solarpanels vom Dach geklaut werden.


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Unsere Solartasche: Supervolt SV-SUN250

Wir haben uns für eine Solartasche mit 250W von Supervolt* entschieden. Die Solartasche besteht aus insgesamt vier Panels und hat im eingeklappten Zustand sehr kompakte Maße.

Mit insgesamt 250W-Spitzenleistung erbringt die Solartasche bei schönem Sonnenwetter einen sehr hohen Solarertrag über den Tag.

Sehr praktisch ist das 5 Meter lange Kabel mit drei verschiedenen Anschlüssen. So hat man bereits verschiedene Anschlussoptionen am Solarpanel integriert. Das lange Kabel findet im integrierten Staufach des Solarpanels seinen Platz.

Die Solartasche ist dank ETFE+PCB-Laminierung wetterfest und langlebig. Somit kann die Solartasche bei kurzem, leichten Regen auch im Freien stehen bleiben.


Wie schließe ich die Solartasche an der Batterie an?

Wie bereits erwähnt, braucht man zwangsläufig einen Solarladeregler. Dieses Gerät sorgt dafür, dass der Stromfluss vom Solarpanel auf die richtige Spannung für die Batterie umgewandelt wird. Der Solarladeregler wird zwischen Batterie und Solarpanel angeschlossen.

Bei der Auswahl des Solarladereglers solltet ihr darauf achten, dass dieser auch mit eurer Solartasche kompatibel ist. Hierbei müsst ihr schauen, dass der Solarladeregler die Spitzenspannung (V) & Spitzenstrom (A) der Solartasche standhält.

Grundsätzlich könnt ihr euch zwischen zwei Arten von Solarladereglern entscheiden: mobiler Solarregler oder fest verbauter Solarregler.

Wir haben beide Arten von Solarladereglern ausprobiert.

links: MPPT Solarregler 20A*, rechts: PWM Solarregler 20A*


Mobiler Solarladeregler

Wir haben einen mobilen Solarladeregler von Supervolt* ausprobiert. Dieser kleine und praktische Solarladeregler wird mit allen nötigen Komponenten geliefert, sodass man direkt loslegen kann. Der mobile Solarladeregler von Supervolt lässt sich sehr easy mit den mitgelieferten Anderson-Steckern verbinden.

20A mobiler Solarladeregler von Supervolt*

Eines der mitgelieferten Adapter sind zwei Kabel (Plus und Minus) welche mit Ringkabelschuhen einfach an der Aufbaubatterie befestigt werden. Die Kabel sind am anderen Ende in einen Anderson-Stecker integriert. Dieser Anderson-Stecker sollte gut zugänglich sein, denn hier wird der mobile Solarladeregler angeschlossen.

Mit einem anderen Anderson-Stecker lässt sich die Solartasche mit dem Solarregler verbinden. Hierbei führen zwei Kabel (Plus und Minus) vom Anderson-Stecker in zwei MC4-Anschlüsse. Diese MC4-Anschlüsse sind der gängige Standard bei Solarpanels jeglicher Art.

Wir finden die Variante mit dem mobilen Solarladeregler extrem praktisch. Das Gerät kann dank der Anderson-Stecker bei Bedarf ganz einfach abgenommen werden. Der Solarladeregler kann dann bei Bedarf auch woanders gelagert werden – z.B. in der Tasche von der Solartasche.

Auf dem Display vom Supervolt PWM-Solarregler* lassen sich auch alle relevanten Daten ablesen, wie z.B.: erzeugter Solarstrom, Eingangsspannung, Eingangsstrom. Außerdem lässt sich der Solarladeregler nach Batterietyp einstellen. Somit wird die Aufbaubatterie mit der optimalen Ladespannung versorgt.

Hier zeigen wir euch ein paar Bilder, wie wir den Solarregler an unsere Aufbaubatterie unter dem Beifahrersitz angeschlossen haben.

Wie man auf dem letzten Bild erkennen kann, haben wir den Anderson Stecker so positioniert, dass man den Solarregler ganz einfach anschließen kann, ohne die Abdeckung öffnen zu müssen.

Wir finden die Variante mit dem mobilen Solarregler* sehr praktisch und einfach zu installieren.


Solarladeregler fest verbaut

Aber auch mit einem festverbauten Solarladeregler lässt sich die Aufbaubatterie mit der Solartasche aufladen. Hierfür empfiehlt sich ein besonders kleiner und kompakter Solarregler.

Wir haben einen 20A Solarladeregler von Supervolt* verbaut und getestet. Dieser Solarregler ist wirklich sehr kompakt und nimmt somit kaum Platz ein.

Das Anschließen des fest verbauten Solarregler funktioniert grundsätzlich genauso wie bei der mobilen Variante. Die einzigen Unterschiede hier sind, dass der Solarregler einen festen Platz im Wohnmobil bekommt und dass ihr euch selber um die Kabel kümmern müsst.

MPPT Solarregler 20A*

Zuerst wird ein Plus- und ein Minuskabel vom Solarregler direkt an die Aufbaubatterie angeschlossen. Hierfür eignen sich vorgefertigte Kabelsätze gut. Diese gibt es sogar mit integrierten Sicherungen. Bitte informiert euch vorher unbedingt nach dem richtigen Kabelquerschnitt. Wir verlinken euch hier exemplarisch ein möglich passendes Kabel.

Als nächstes schließt man zwei weitere Kabel an den Solarregler an. Diese werden dann mit der Solartasche verbunden. Da die meisten Solartaschen sogenannte MC4-Stecker besitzen, empfehlen wir euch, vorgefertigte Kabelsätze mit MC4-Steckern zu benutzen. Auch hier verlinken wir euch exemplarisch einen Kabelsatz. Im Einzelfall muss der richtige Kabelquerschnitt ermittelt werden.

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Das Kabel mit den MC-Steckern sollte gut zugänglich sein, damit ihr immer einfach eure Solartasche anschließen könnt.

Nachdem ihr also beide Kabelsätze mit der Aufbaubatterie und dem Solarregler verbunden habt, lässt sich auch schon die Solartasche an den MC4-Steckern anschließen.


Wie viel Watt braucht meine Solartasche?

Solartaschen gibt es in unterschiedlichen Größen. Grundsätzlich werden die verschiedenen Solartaschen durch ihre Nennleistung unterschieden. Die Nennleistung wird in Watt angegeben und gibt die maximale Leistung an, die die Solartasche bei optimalen Bedingungen erbringen kann. Dabei gilt: Je mehr Leistung die Solartasche erbringen soll, desto größer sind natürlich die Solarpanels.

Bei der Auswahl der Solartasche solltet ihr euch zwei Fragen stellen: „Wie viel Platz habe ich im Wohnmobil für die Solartasche?“ und „Wie viel Watt braucht meine Solartasche realistisch?“

Wenn ihr genug Platz im Wohnmobil habt, könnt ihr beruhigt zu einer größeren Solartasche greifen. Bei vielen Wohnmobilen und Campern ist meistens das Platzproblem präsent, besonders in kleinen Campern wie VW Bullis.

Achtet deshalb neben der Nennleistung der Solartasche auch auf die Packmaße im eingeklappten Zustand der Solartasche und schaut dann, ob ihr ein Plätzchen in eurem Wohnmobil dafür findet.


Unsere Erfahrungen

Inzwischen haben wir über einem halben Jahr eine Solartasche auf unserer Langzeitreise im Camper dabei. Wir finden es extrem praktisch, an sonnigen Tagen einfach die Solartasche auszupacken und unserer Batterie somit einen richtigen Schub geben zu können.

Besonders wenn wir mal länger an einem Ort stehen und viel an den Laptops arbeiten, macht sich die Solarfalttasche sehr bemerkbar. Unser Solarpanel auf dem Dach hat lediglich 120W und macht selbst an sonnigen Tagen nur wenig Strom. Mit einer großen Solartasche können wir unsere Batterie schön aufladen – selbst bei niedrig stehender Sonne.

Wir werden auch in Zukunft eine Solartasche mit auf unsere Reisen nehmen und können diese auch jedem empfehlen.

Eine Solartasche für das Wohnmobil lohnt sich für viele Camper. Besonders mit dem mobilen Solarregler von Supervolt ist es sehr einfach, die Solartasche an die Aufbaubatterie anzuschließen.


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