Wanderung zur Kebema Panoramabrücke

Eckdaten: Wanderung zur Zillertaler Hängebrücke

Ausgangspunkt: kostenloser Parkplatz am Schlegeisspeicher (Stausee) im Zillertal.

Länge: 7 Kilometer (hin- & zurück)

Höhenmeter : ca. 650 Meter

Wanderzeit: 120 – 180 Minuten jeweils für den Auf- & Abstieg.

Schwierigkeitsgrad: mittelschwer (Kategorie T2 lt. SAC-Wanderskala)

Die Kebema Panoramabrücke liegt auf einer Höhe von 2.389 Metern oberhalb der Olpererhütte. Sie bietet einen atemberaubenden Ausblick auf den türkisblauen Schlegeisspeicher und die Zillertaler Alpen. Was man zunächst für einen Geheimtipp am Ende des Zillertals halten könnte, ist mittlerweile ein beliebter Instagram-Hotspot. Doch zur richtigen Zeit ist die Wanderung zur Zillertaler Hängebrücke ein echtes Highlight.

Ausgangspunkt der Wanderung zur berühmten Kebema Panoramabrücke

Ausgangspunkt der Wanderung zur Hängebrücke ist der Parkplatz am Schlegeisspeicher, welcher sich am Ende des Zillertals befindet.

Von Mayrhofen aus fährt man mit dem Auto vorbei am Ort Ginzling bis zur Mautstelle. Ab hier beginnt die mautpflichtige Schlegeis Alpenstraße. Hierbei handelt es sich um eine einspurige Straße mit einer Länge von ca. 7 km. Ein Ampelsystem regelt die einwandfreie Durchfahrt. Hier ist jedoch mit einer Wartezeit von bis zu 15 Minuten zu rechnen. Bezahlt wird die Maut direkt am Startpunkt der Mautstraße. Hierzu kommt ein Mitarbeiter direkt ans Auto.

Mit dem PKW kostet die Maut 14 € (Stand August 2020). Hier ist nur Barzahlung möglich. Wer früh morgens kommt, sollte das Geld am besten passend haben.

Im Juli und August ist die Mautstation von 6 – 18 Uhr geöffnet. Außerhalb der Hauptsaison von 7 – 18 Uhr. Zwischen November und April ist die Straße je nach Schneelage geschlossen.

Achtung: Laut der Homepage der Verbund AG ist eine Sperrung der Straße zwischen  11 und 14 Uhr aufgrund von Überlastung der Parkflächen möglich.  Die Auffahrt mit Campingbussen ist ggf. nicht möglich. (Stand August 2020).

Ab Mayrhofen oder Ginzling ist der Schlegeisspeicher auch mit dem Bus zu erreichen.

Aktuelle Informationen findet man auf der Homepage der Verbund AG: https://www.verbund.com/de-at/ueber-verbund/besucherzentren/schlegeis

Wanderung zur Kebema Panoramabrücke

Vom Parkplatz aus wandert man zunächst ca. 100 Meter durch einen Waldabschnitt. Die meiste Zeit geht der Weg steil und in Serpentinen bergauf. Größere Steinstufen prägen den Weg. Den Großteil der Stecke läuft man bei schönem Wetter in der prallen Sonne. Daher sollte man unbedingt Sonnencreme dabeihaben.

  • Aufstieg zur Olpererhütte
  • Aufstieg zur Olpererhütte, im Hintergrund ein Gletscherfluss

 

Verlaufen kann man sich eigentlich nicht, denn es geht immer geradeaus. Zwischendurch gibt es einige Bänke auf denen man sich für eine Verschnaufpause kurz niederlassen kann. Der Ausblick ist schon während der Wanderung genial, denn schnell hat man eine tolle Aussicht auf den Schlegeisspeicher.

Ausblick auf den Schlegeisspeicher während der Wanderung zur Kebema Panoramabrücke
Ausblick auf den Schlegeisspeicher während der Wanderung zur Kebema Panoramabrücke

Hat man die Olpererhütte erreicht, ist man so gut wie am Ziel. Oberhalb der Hütte befindet sich die Hängebrücke.

Die Olpererhütte liegt am Fernwanderweg von München nach Venedig (Berliner Höhenweg) und ist ein beliebter Zwischenstopp für viele Wanderer. Auch wir haben uns hier kurz mit einem Tee aufgewärmt.

Blick auf die Blick auf die Olpererhütte, im Hintergrund der Schlegeisspeicher
Blick auf die Olpererhütte, im Hintergrund der Schlegeisspeicher

Lange Wartezeiten an der Hängebrücke

Im Internet liest man immer wieder von Wartezeiten an der Brücke von bis zu zwei Stunden. Geschuldet sei dies der zahlreichen Fotosessions von Instagram-Bloggern.

Diese Erfahrung können wir (zum Glück) nicht teilen. Wahrscheinlich kam es uns zu Gute, dass wir unter der Woche, vor Beginn der Sommerferien und bereits vor 10 Uhr am Vormittag dort waren. Jedoch sollte man sich von der negativen Erfahrungen anderer nicht all zu sehr abschrecken lassen.

Die Wanderung mit ihrem atemberaubenden Ausblick auf die Zillertaler Alpen und den Schlegeisspeicher bleibt einzigartig und auf jeden Fall empfehlenswert.

Instagram Hot-Spot: Kebema Panoramabrücke im Zillertal
Instagram Hot-Spot: Kebema Panoramabrücke im Zillertal

Unsere Tipps für die Kebema Panoramabrücke

  • Am besten startet ihr mit der Wanderung so früh wie möglich. Da die Kebema Panoramabrücke inzwischen ein echter Instagram-Hotspot ist, ist dementsprechend auch viel los.
  • Wir waren im Juni dort und können daher nur empfehlen, die Wanderung außerhalb der Sommerferien anzutreten.
  • Sonnencreme und ausreichend Trinken dürfen nicht fehlen.
  • Windfeste Kleidung (ggf. auch Wechselkleidung)
  • Festes Schuhwerk (keine Sneaker). Sollte eigentlich selbstverständlich sein.

Weitere Fotos unserer Wanderung

  • Staudamm Schlegeisspeicher
  • Wanderstrecke zur Olpererhütte
  • Tal unterhalb der Olpererhütte

Weitere schöne Ausflüge in Österreich findest du hier!

Radtour Gaistal: Mit dem Fahrrad durch das Almenparadies Gaistal

Eckdaten: Radtour Gaistal

Ausgangspunkt: Parkplatz Salzbach, Klamm 1, 6105 Leutasch, Österreich

Ziel: Seebensee (Optional: Coburger Hütte)

Länge der Radstrecke: ca. 30 km (hin & zurück)

Höhenmeter: 422 m

Dauer der Radtour: 2 – 2,5 Stunden Fahrzeit mit mit dem E-Bike. Ohne E-Bike entsprechend dem Fitnesslevel

Die Fahrradtour führt quer durch das idylische Gaistal inmitten von Tirol und endet am berühmten Seebensee. Beim Seebensee kann man entweder zurück zum Ausgangspunkt radeln oder noch schnell zur Coburger Hütte hochlaufen, von der man einen spektakulären Blick auf den Seebensee hat.

Mit dem Fahrrad zum Seebensee
Mit dem Fahrrad zum Seebensee

Die Radtour durch das Gaistal zum Seebensee

Am Parkplatz Salzbach fängt die Fahrradtour an. Falls ihr mit dem Auto anreist befinden sich auf dem Weg dorthin noch mehrere Parkplätze die ihr benutzen könnt.

Direkt am Parkplatz folgt ihr der Ausschilderung in Richtung Coburger Hütte. Fast den ganzen Weg über hält man sich gerade aus. Ein Großteil des Weges besteht aus Schotter. Daher ist es ratsam diese Strecke mit entsprechenden Mountainbikes zu befahren.

Fahrradweg durch das Gaistal
Fahrradweg durch das Gaistal

Das Gaistal zeichnet sich besonders durch die idylische und ruhige Lage aus. Man fährt durch ein wunderschönes und imposantes Tal, umgeben von hohen Bergen. Auf dem Weg zum Seebensee werden euch einige grasende Kühe über den Weg laufen.

grasende Kühe im Gaistal
grasende Kühe im Gaistal

Solltet ihr auf der Tour Hunger oder Durst verspüren, können mehrere Almen auf dem Weg Abhilfe schaffen. Die Seebenalm und Gaistalalm sind direkt an der Fahrradstrecke und versorgen euch mit Speis und Trank.

Die ganze Strecke zum Seebensee beträgt ca. 14 km und die Wege bis dahin sind durchgehend gut befahrbar. Einige steilere Abschnitte sind vorhanden, die aber mit einem E-Bike ziemlich gut zu bewältigen sind.


Angekommen am Seebensee könnt ihr erstmal den einzigartigen Anblick genießen. Um den See herum stehen genug Bänke um sich kurz auszuruhen. Der Seebensee ist wirklich einer der schönsten Seen in Österreich. Bei richtigen Lichtbedingungen spiegeln sich die gegenüberliegen Gebirge im Wasser und bieten so ein unbeschreibliches Bild.

Der Seebensee mit gespiegeltem Gebirge
Der Seebensee mit gespiegeltem Gebirge

Nun habt ihr die Wahl: Mit dem Fahrrad zurück zum Ausgangspunkt oder eine weiterführende Wanderung zur Coburger Hütte, von der man einen schönen Blick auf den Seebensee hat. Zudem erwartet euch oben noch der kleinere Drachensee.

Die Rückfahrt ist dank der zurückgelegten Höhenmetern ziemlich einfach. Den größten Teil der Fahrt braucht man nicht mal in die Pedale zu treten.

Weiterführende Wanderung zur Coburger Hütte

Falls ihr euch entscheidet noch zur Coburger Hütte zu laufen, könnt ihr euer Fahrrad knapp hinter dem Seebensee abstellen. Hier gibt es mehre Möglichkeiten um euer Fahrrad sicher abzustellen.

Der Aufstieg zur Coburger Hütte führt ca 250 Höhenmeter hinauf. Der Weg ist steinig und größtenteils aus Schotter. In ca. 35 Minuten seid ihr an der Coburger Hütte angekommen.

Aufstieg zur Coburger Hütte
Aufstieg zur Coburger Hütte

Die Coburger Hütte bietet euch eine gute warme Küche sowie kalte Getränke um den Durst zu löschen. Vor der Hütte stehen genügend Bänke und Tische zur Verfügung. Außerdem befindet sich direkt an der Hütte auch der Drachensee, den ihr bei einem kalten Durstlöscher bewundern könnt.

Ausblick von der Coburger Hütte auf den Seebensee.
Ausblick von der Coburger Hütte auf den Seebensee. Im Hintergrund ist die Zugspitze zu sehen.

Fazit: Radtour Gaistal

Die Radtour durch das Gaistal mit anschließender Wanderung zur Coburger Hütte ist ein absolutes Muss wenn man sich in Tirol und Umgebung befindet. Der Seebensee ist wirklich ein Ort, den man gesehen haben muss. Die einzigartige Lage inmitten der Tiroler Berge macht ihn nicht umsonst zu einem der meistfotografiertesten Seen Österreichs.

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Wanderung zur Rofanspitze

Eckdaten: Wanderung zur Rofanspitze

Ausganspunkt: Rofan Seilbahn – Achensee Str. 10, 6212 Maurach, Österreich

Länge: ca. 4 km einfache Strecke

Wanderzeit: 3 – 4 Stunden mit einigen Pausen (hin & zurück)

Höhenmeter: ca. 450 m

Schwierigkeitsgrad: mittelschwer

Die Rofanspitze liegt 2259 m über Normalnull und befindet sich im gleichnamigen Rofangebirge.

Ausgangspunkt der Wanderung zur Rofanspitze

Ausgangspunkt der Wanderung zur Rofanspitze ist die Rofan Seilbahn am Achensee. Von dort aus fährt man mit einer sehr schnellen Seilbahn in nur wenigen Minuten auf ca. 1830 m Höhe. Auf dieser Höhe hat man einen unbeschreiblich schönen Ausblick auf den Achensee. Ab der Erfurter Hütte folgt Ihr nun dem Wanderweg E4.

Wanderweg zur Rofanspitze

Die Wanderung zur Rofanspitze ist eine der beliebtesten Wanderungen im Rofangebirge. Der zunächst flache und unbeschwerliche Weg wird nach einigen hundert Metern zu einem steinigen und steileren Aufstieg.

Der folgende steile Abschnitt dauert ca 15 Minuten und bedarf guter Trittsicherheit. Dieser Weg besteht aus Felsen und Steinen unterschiedlichster Größe. Geht mit dem Tempo lieber etwas runter und achtet auf eure Schritte. Feste Wanderschuhe werden hier empfohlen. Eine Wanderung mit Sneakern oder ähnlichen Schuhen können wir hier nicht empfehlen, da die weiche Sohle keinen stabilen Halt auf diesem Weg garantiert.

Steiler und steiniger Wegesabschnitt zur Rofanspitze

Nach dem steilen Abschnitt erwartet euch ein wunderschönes Tal mit einer einzigartigen Landschaft. Vorbei geht es an einem Teil des Rofan Klettersteigs (5-Gipfel Klettersteig), wofür das Rofangebirge sehr bekannt ist.

Im Sommer begegnen euch im Tal eine Vielzahl an bunten Blüten. Die Farben der Blüten sind überwältigend. Es macht Spaß nach den verschiedenen Talblumen Ausschau zu halten.

Nach dem längeren Weg im Tal geht es nochmal kurz nach oben, bevor ihr die Rofanspitze zum ersten Mal sehen könnt. Gleichzeitig könnt ihr auch noch von oben einen Blick ins Tal werfen.

Talblick auf dem Weg zur Rofanspitze

Nun geht es einen schmalen Trampelpfad am Hang entlang. Auf der rechten Seite hat man einen tollen Ausblick auf den Gruber See. Schaut man nach vorne, sieht man bereits die Rofanspitze. Der Trampelpfad führt hinter den Berg.

Hinter der Rofanspitze liegen im Sommer meistens noch einige größere Gletscher. Von hier aus führt auch eine weiterführende Wanderung zum Zireiner See. Jedoch sollte man wirklich sehr trittsicher und schwindelfrei sein, bevor man zum Zireiner See wandert, da der Weg dorthin ziemlich anspruchsvoll ist. In unserem Falle war der Anfang des Weges sogar von einem Gletscher komplett eingeschlossen, somit eine Begehung unmöglich.

Der letzte Wegesabschnitt führt direkt zur Rofanspitze. Direkt über den Kamm läuft man hier mit einer atemberaubenden Aussicht in alle Himmelsrichtungen. Auch im Sommer kann es hier ziemlich windig werden, deshalb empfehlen wir trotz hohen Temperaturen sicherheitshalber eine Windjacke mitzunehmen.

Das Gipfelkreuz steht auf einem größeren Felsen. Um zum Gipfelkreuz zu gelangen muss man mit Armen und Beinen hochklettern. Keine Sorge, die Klettereinheit ist relativ leicht und der Felsen nicht hoch. Am Gipfelkreuz selber hat man den besten Blick auf das Rofangebirge, den man sich überhaupt vorstellen kann.

Blick von der Rofanspitze mit Gipfelkreuz

Direkt unter den Gipfelkreuz befindet sich eine größere Wiese im Abhang auf der man wunderbar ein längeres Picknick zur Stärkung tätigen kann. Hier werden euch wahrscheinlich einige hungrige Amseln begegnen, die einen Teil eures Proviants abhaben wollen. Von der Wiese hat man einen guten Blick auf den zuvor gesehenen Gruber See.

Amseln an der Rofanspitze

Jetzt könnt Ihr euch entweder einer weiterführenden Wanderung durch das wunderschöne Rofangebirge anschließen oder wieder auf den Rückweg zur Seilbahn machen.

Fazit: Wanderung zur Rofanspitze

Diese Wanderung war bis jetzt eine unserer schönsten Wanderungen. Auch wenn die die Strecke hin und zurück nur 3 – 4 Stunden dauert, sieht man in dieser Zeit unbeschreiblich viel des Rofangebirges. Besonders beeindruckt hat uns die farbenfrohe Vegetation. Am Wegesrand sieht man zahlreiche bunte Blüten in den unterschiedlichsten Farben und Formen.

Genau so beeindruckend ist die Aussicht der Wanderung. Sei es auf der Rofanspitze selber oder auf dem Weg dorthin. Auf dem ganzen Weg zum Gipfel entdeckt man neue, tolle Aussichten auf das Rofangebirge.

Wer sich also nicht vor einigen Höhenmetern scheut und in kürzester Zeit viel vom Rofangebirge sehen will, sollte unbedingt diese Wanderstrecke angehen. Wir wünschen euch viel Spaß auf dieser einzigartigen und wunderschönen Strecke.


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