Moschusochsen im Dovrefjell Nationalpark

Seitdem wir eine Netflix-Doku über die wilde Tierwelt Norwegens gesehen haben, entwickelte sich bei uns eine Faszination für Moschusochsen.

Auf unserer letzten Reise durch Norwegen ergab sich die Chance wilde Moschusochsen im Dovrefjell Nationalpark zu sehen.

Wo wir gestartet sind und welchen Weg wir durch den Nationalpark genommen haben, um den wilden Moschusochsen zu begegnen, erzählen wir euch in diesem Artikel.

Allgemeines zum Moschusochsen

Moschusochsen sind absolut beeindruckende Tiere. Obwohl der Name es vermuten lässt, gehört der Moschusochse nicht zu den Rindern, sondern zählt zu den Ziegenartigen. Mit einem Gewicht von 400kg und 1,5m Schulterhöhe wandern diese Lebewesen durch die arktischen Tundren unserer Erde.

Mit nur ungefähr 300 Tieren ist die Population in Norwegen extrem klein. Die größte Population hat Kanada mit über 120.000 Tieren. Auf der ganzen Welt schätzt man den Bestand auf ca. 145.000 Tiere.

Sein imposantes Auftreten hat der Paarhufer seinen Hörnern zu verdanken. Diese kräftigen Hörner wachsen von der Hornbase an der Stirn nach unten und richten sich dann in einem Halbkreis mit der Spitze nach oben.

Startpunkt der Tour

Der Anfang unserer Entdeckungstour war ein Rastplatz am südöstlichen Ende des Nationalparks.

Hier gibt es reichlich Platz zum Parken.

Achtung: Camping ist an genau diesem Platz ausdrücklich verboten. Es gibt aber genug andere Plätze zum Campen nur ein paar Minuten entfernt.

Vom Parkplatz aus geht ihr über die Straße und folgt ihr ein kleines Stück Richtung Nordosten, bis zur Brücke. Nach der Brücke geht ihr ein paar Minuten den Weg entlang, bis ihr eine Unterführung erreicht – hier fängt nun offiziell der Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark an.

An der Unterführung ist dieses schöne Warnschild angebracht:

Moschusochsen Warnschild
Moschusochsen Warnschild

Der Weg durch den Nationalpark zu den Moschusochsen

Eine Sache vorab: Wir können euch keine Garantie geben Moschusochsen zu sehen. Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit Moschusochsen auf dem beschriebenen Weg zu sehen relativ gut. Es gehört natürlich immer eine gewisse Portion Glück dazu. Die Herdentiere sind ziemlich bewegungsfaul und wandern innerhalb eine Tages nur etwa zwei Kilometer.

Theoretisch könnten sich die Tiere bereits ganz am Anfang des Nationalparks befinden, also: immer die Augen offen halten!

Jeder Felsen in der Ferne könnte sich als Moschusochse entpuppen. Mit bloßem Auge kann man den Unterschied nur schwer erkennen – aus diesem Grund dürft ihr auf keinen Fall euer Fernglas vergessen!

Wir können euch dieses Fernglas empfehlen, das wir selber dabei gehabt haben. Super scharf, robust und nicht zu teuer!

Wir haben euch unsere genaue Laufstrecke auf Komoot zusammengestellt. Der Weg führt vom Parkplatz bis zu einer wildgelegenen, verlassenen Ranch.

Der Weg hin und zurück beträgt etwa 14 Kilometer. Die Höhenmeter sind kaum erwähnenswert. Nach dem ersten Viertel überquert man den Fluss „Stropla“ und läuft diesen dann den Rest der Strecke entlang.

Überquerung des Flusses „Stropla“

Begegnung mit dem Moschusochsen

Ständig schauten wir in die Ferne und analysierten jeden Felsen, der auch nur annähernd nach einem Moschusochsen aussah – nach genauerem Betrachten blieben es nur Felsen.

Der ersten Sichtkontakt hatten wir dann nach einem Drittel der Strecke, ein Stück nach der Flussüberquerung. Eine Familie die uns zuvor überholt hatte, blieb vor uns stehen und schaute in die Ferne. Sie haben wohl ein einzelnes Tier in der Ferne entdeckt, waren sich aber noch nicht ganz sicher ob es wirklich eins war. Wir packten unser Teleobjektiv* aus dem Rucksack und machten ein Foto mit unserer Kamera. Und tatsächlich, nach dem Heranzoomen sah man ihn, den Moschusochsen. Unsere Freude war groß.

Unser Teleobjektiv:

Das Tier war geschätzte 2km entfernt, dementsprechend war es unmöglich ein anständiges Foto von ihm zu machen. Mit dem positiven Gefühl unserer Entdeckung , ging es für uns weiter den Fluss entlang. Ständig schauten wir auch zum Fluss, denn es könnten sich auch Tiere bei Ihrer Trinkstelle aufhalten.

Mit dem Fluss hatten wir zwar keinen Erfolg, jedoch zeigte sich ein Kilometer vor der verlassenen Ranch ein stattlicher Moschusochse aus nicht allzu weiter Entfernung zu unserer Rechten. Wir haben ihn klar und deutlich auf seiner Anhöhe beobachten können, wie er sich die Umgebung anschaut. Wir wurden schlagartig sehr aufgeregt – wir machten die ersten Fotos mit dem Teleobjektiv, um den Moment einzufangen.

Moschusochse

Unsere Freude war riesig! Dieses wunderschöne Tier aus der Nähe zu sehen und das in seinem natürlichen, wilden Lebensraum.

Langsam bewegte sich der Paarhufer parallel zum Weg weg von uns. Wir gingen mit sicherem Abstand auf dem Weg hinterher.

Mehrmals blieb der Ochse stehen, um sich die Umgebung anzuschauen und um direkt wieder weiterzulaufen. Er legte einen entspannten Gang hin, wir liefen immer nach und versuchten noch mehr Fotos zu schießen.

Nach einigen Minuten sahen wir in der Ferne zwei kleine Häuschen mit einem umzäunten Bereich. Wir konnten unseren Augen kaum glauben was sich direkt hintendran befand: eine ganze Herde Moschusochsen!

Moschusochsen Herde im Dovrefjell-Nationalpark

Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Was für ein Glück direkt einer ganzen Herde Moschusochsen zu begegnen. In der Herde befanden sich auch mehrere kleinere Ochsen – super niedlich.

Junger Moschusochse

Wir gingen weiter in Richtung Herde und sahen, dass sich in der Nähe der Hütten noch ein paar Leute befanden und die Ochsen beobachteten.

Mit sicherem Abstand beobachteten wir die Herde und nahmen Bilder und Videos auf. Der Wind war leider extrem stark an diesem Tag, sodass wir nur verwackelte Videos aufnehmen konnten. Hinter einem größeren Felsen in der Nähe versteckten wir uns, um uns zu stärken.

Nach unserer kleinen Pause trauten wir uns ein kleines Stück näher und machten weiter fleißig Aufnahmen aus sicherer Entfernung. Diese altertümlichen Tiere in ihrem natürlichen Habitat zu sehen hat uns wirklich beeindruckt. Besonders toll fanden wir die kleinsten Herdentiere mit ihren kaum ersichtlichen Hörnen und relativ kleinen Köpfen.

Moschusochsen fotografieren
Moschusochsen fotografieren

Plötzlich endete die friedliche Atmosphäre – zwei Herdentiere fingen an sich gegenseitig zu attackieren. Wir haben es zuerst gar nicht bemerkt aber eine etwas panisch entgegenkommende Wanderin machte uns aufmerksam. Die Tiere jagten sich gegenseitig wobei beide Moschusochsen ohne Probleme den mehr als ein Meter Hohen Zaun übersprungen haben. Sie kamen immer näher in unsere Richtung.

Uns wurde das Ganze zu heikel und beschlossen so schnell wie möglich Abstand zu den beiden Moschusochsen zu gewinnen. Wir gingen in die Richtung aus der wir auch gekommen sind und merkten, dass die zwei angriffslustigen Tiere so schnell nicht aufhören würden. Sie standen bereits auf dem Wanderweg. Wir entschieden uns zurück zum Parkplatz zu laufen und es nicht darauf anzulegen diese zwei Rabauken zu stören.

Auf dem Weg zurück sahen wir dann noch eine weitere Herde, diesmal von weitem. Die Herde lief von einem tiefliegenden Fluss auf einen Hügel. Wahrscheinlich haben sich die Tiere eine Erfrischung gegönnt.

Moschusochsen Herde

Fazit

Die Begegnungen mit den wilden Moschusochsen im Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark war bis dato unsere beeindruckendste Wildtier-Begegnung. Diese beeindruckenden und altertümlichen Lebewesen aus nächster Nähe beobachten zu können war für uns ein unvergessliches Erlebnis.

Die Chance einen oder mehrere Moschusochsen in diesem Areal des Nationalparks zu treffen empfinden wir als relativ groß. Natürlich benötigt es auch eine gewisse Portion Glück. In diesem Gebiet werden auch geführte Moschusochsen Touren mit Garantie einer Sichtung angeboten.

Abgesehen von den wilden Moschusochsen, hat uns auch der Nationalpark an sich gefallen. Die halbkahle Landschaft und die schier unendliche Weite mögen wir sehr.

Weitere Bilder

Camping-Tour Italien & Schweiz

Im Sommer 2020 sind wir zwei Wochen lang mit Auto und Zelt in der Schweiz und in Italien unterwegs gewesen. Wir sind an so vielen verschieden Orten vorbeigekommen und möchten diese abwechslungsreiche Reise mit euch teilen.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und hoffen euch somit bei eurem Roadtrip inspirieren zu können und euch einige nützliche Tipps mit auf den Weg zu geben.

Damit ihr euch etwas leichter zurecht findet, haben wir ein Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken für euch erstellt:

Auch 2021 sind wir in Italien und in der Schweiz unterwegs gewesen, schaut auch gerne hier vorbei.


Für euren Roadtrip können wir euch ein Wurfzelt* empfehlen. Hier spart ihr beim Auf- und Abbau viel Zeit und Nerven, insbesondere dann, wenn ihr jeden Tag auf einem anderen Campingplatz steht.

Wurfzelt von Quechua*


Brienzersee

Den ersten Halt machten wir am Brienzersee. Leider waren die Campingplätze direkt am See komplett belegt. Aber kein Grund zur Sorge, denn ca. 10 Minuten entfernt haben wir auf dem  Camping-Platz: Camping-Seebucht einen schönen Platz bekommen.

Am Brienzersee gibt es einen großen Parkplatz für Badegäste, diesen haben wir mehrmals täglich angesteuert, um in den erfrischenden See zu springen.

Rund um den Brienzersee gibt es ein großes Angebot an Aktivitäten und viele tolle Wanderwege.

Wanderung Sonnenweg Hasliberg

Der Sonnenweg ist ein Höhenwanderweg auf dem Hasliberg. Das Haslital liegt zwischen Interlaken und Luzern im östlichen Berner Oberland inmitten der Schweiz. Vom Aussichtspunkt Planplatten hat man einen tollen Rundblick auf die Berner Hochalpen.

  • Hasliberg - Sonnenweg - Planplatten
  • Sonnenweg - Hasliberg

Wanderung zur Triftbrücke

Die Triftbrücke ist eine 170 m lange Hängebrücke im Gadmertal. Sie ist 100 m hoch und führt über den gleichnamigen Wildfluss Triftwasser, der aus dem Triftgletscher entspringt.

Lago Maggiore

Aufgrund des Wetters verlassen wir die Schweiz über den Sustenpass nach Italien. Wir steuern den ersten Campingplatz am Lago di Maggiore an und haben Glück, denn es ist noch ein Platz frei. Die erste Nacht verbringen wir bei der Camping Residenz Campagna in Cannobio.

Nicht weit vom Campingplatz entfernt befindet sich ein schöner Badestrand und die schöne Altstadt von Cannobio.

  • Lago Maggiore - Cannobio, kleiner Hafen
  • Promenade in Cannobio
  • Lago-Maggiore - Cannobio. Blick auf den See von der Promenade.

Orta San Giulio

Nicht weit vom Lago Maggiore entfernt befindet sich der etwas kleinere See Lago d’Orta. Ohne zu wissen was uns erwartet, steuern wir einen Campingplatz in Orta an. Der Campingplatz „Camping Cusio“ war für uns persönlich viel zu teuer. Jedoch aufgrund seiner Nähe zur Altstadt Orta San Giulio optimal. Die Altstadt ist sehr idyllisch und absolut sehenswert. Highlight ist der Blick auf die kleine bebaute Insel Isola San Giulio.

  • Orta San Giulio, Altstadt. Blick auf bunte alte Häuser.
  • Orta San Giulio, Altstadt

Ausflug nach Chiavenna

Wir fahren weiter und machen einen kurzen Zwischenstopp in der Stadt Como. Da uns Städte einfach nicht glücklich machen, halten wir uns hier nicht lange auf.

Am Lago di Como, vorbei an wunderschönen kleinen Dörfern, suchen wir uns einen freien Parkplatz um an einen Badestrand zu gehen. Nach einer kurzen Erfrischung machen wir uns auf in Richtung Chiavenna. Die kleine italienische Gemeinde ist bekannt für ihren historischen Stadtkern.

Nicht weit entfernt befindet sich der Campingplatz Aquafraggia. Wir machen einen Abendspaziergang zum Aquafraggia-Wasserfall und kommen gerade rechtzeitig zurück, denn ein Gewitter zieht auf.

Chiavenna, Blick auf den Fluss der durch den Ort läuft.
Chiavenna

Wanderung zum Muottas Muragl

Von Chiavenna aus geht es für einen kurzen Abstecher wieder in die Schweiz. Vorbei an St. Moritz fahren wir zum Campingplatz Chapella, auf dem wir unseren ersten Edelweiß entdecken.

Am Tag darauf machen wir uns auf den Weg zum Parkplatz an der Talstation Punt Muragl. Mit der Bergbahn geht es hinauf auf den Muottas Muragl. Oben angekommen genießen wir die Aussicht auf das Engadiner Seenplateau.

Im nachfolgenden Beitrag berichten wir euch von unserer Wanderung vorbei an vielen Murmeltieren zum kristallklaren Bergsee – dem Muottas Muragl.

Graun im Vinschgau

Eine lange Autofahrt liegt vor uns, denn wir wollen in die Dolomiten. Durch Zufall führt unsere Route am Reschensee vorbei. Wer die Netflix-Serie „Curon“ gesehen hat, dem wird der Kirchturm von Altgraun bekannt vorkommen.

Wir halten hier jedoch nur sehr kurz. Denn das Fotomotiv ist sehr beliebt und es ist sehr viel los.

Kirchturm von Altgraun. Turmspitze ragt aus dem Reschensee.
Kirchturm von Altgraun

Ein Kirchturm ragt mitten aus dem Reschensee. Die Geschichte dahinter: Im Jahr 1950 wurde das Dorf Graun und ein Teil des Dorfen Reschen in den Fluten eines Stausees versenkt.

Rundwanderweg Drei Zinnen

Lange haben wir von einem Ausflug in die Dolomiten geträumt. Endlich ist es soweit. Wir quartieren uns auf dem Campingplatz Wildberg ein und starten am nächsten Tag in aller Frühe in Richtung der Drei Zinnen.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist dsc_0631.jpg
  • Drei Zinnen Panoramablick
  • Die berühmten Drei Zinnen
  • Laghi dei piani

Seceda – Wanderung

Von St. Ullrich aus geht es mit mit der Kabinenbahn und anschließend der Steilbahn hoch auf den Berg Seceda. Es führt auch ein Wanderweg nach oben, aber dafür waren wir zu erschöpft.

Auf der offiziellen Webseite der Seilbahnen-Gesellschaft findest du alle nötigen Informationen über Fahrplan und Kosten: Klicke hier, um auf die Webseite zu gelangen.

Oben angekommen, folgst du den Schildern zum Instagram-Hotspot. Von dort lässt sich dieses beliebte Fotomotiv aufnehmen.

Seceda

Seceda hat aber noch viel mehr zu bieten, es gibt viele Wanderrouten. Wir sind die Almenrunde gelaufen. Aber ehrlich gesagt, waren wir ehrleichtert als wir wieder unten waren, denn auf Seceda ist es sehr touristisch und wir mögen es ja eher ruhig.

Innsbruck

Auf dem Rückweg machen wir für zwei Nächte Halt in einer Pension nahe Leutasch, Österreich. Zum Ausklingen unserer Reise besuchen wir die ErlebnisWelt Alpendbad Leutasch und machen einen kurzen Städtetrip nach Innsbruck. Ein Besuch in unserem Lieblings-Burgerrestaurant Ludwig darf natürlich nicht fehlen.

Fazit

Zwei wundervolle und abwechslungsreiche Wochen gehen zu Ende. So viele verschiedene Eindrücke hatte unsere Reise für uns bereit! Unser Campingtrip hat uns so gut gefallen, dass wir im Jahr darauf direkt wieder nach Italien und in die Schweiz sind.

Wir hoffen, dass wir euch mit unserem Reisebericht einige gute Inspirationen für euren anstehenden Urlaub geben konnten und wünschen euch viel Spaß beim Reisen!

Mehr Inspiration für Italien und die Schweiz findet ihr im folgenden Beitrag:

Ihr plant einen Roadtrip mit Auto und Zelt und wollt sichergehen, dass ihr alles Wichtige dabei habt, dann schaut euch gerne unseren Beitrag zur Packliste an!


*Hinweis: Wir verwenden in unserem Beitrag Affiliate-Links. Das bedeutet, wir bekommen eine kleine Provision, wenn du über den Sternchen-Link (*) etwas kaufst. Der Preis bleibt für dich natürlich immer derselbe und wir erhalten auch keine Daten oder Namen. Wenn du Interesse an den hier vorgestellten Produkten hast und unsere Arbeit unterstützen möchtest, würden wir uns sehr freuen, wenn du über den Produktlink auf Amazon einkaufst.

Ausflug zu den Cinque Terre

An einem Tag durch die schönsten Fischerdörfer Italiens

Die Cinque Terre ist ein Nationalpark an der italienischen Riviera und ist bekannt durch seine fünf malerischen Küstendörfer mit ihren bunten Fassaden. Dabei ist ein Dorf schöner als das andere. Verbunden sind die fünf Fischerdörfer durch einen Wanderweg und eine Bahnstrecke.

In diesem Artikel verraten wir euch, wie ihr an einem Tag alle fünf Ortschaften am besten besuchen könnt. Denn nicht nur die Dörfer selber sind einen Besuch wert, sondern auch die Landschaft der Ligurischen Küste, die Ihr am besten bei einer kleinen Wanderung von Dorf zu Dorf genießen könnt.

Startpunkt

Unser Startpunkt der Tagestour war der Bahnhof in Levanto. Wenn ihr, so wie wir, mit einem Camper unterwegs seid, können wir euch den Camping-Platz „Camping Albero D’Oro“ in Levanto empfehlen. Vom Platz aus sind es nur 10 Minuten Fußweg zum Bahnhof. Außerdem gibt es in Levanto einen Badestrand und die Möglichkeit zum Einkaufen.

Die Cinque Terre Card

Um so schnell und effizient wie möglich zu den Cinque Terre zu kommen, benötigt ihr die „Cinque Terre Card“. Mit dieser Karte könnt ihr den Zug zwischen den fünf Dörfern und die Wanderwege frei nutzen! Jeder der Orte besitzt einen Bahnhof. Die Cinque Terre Card könnt ihr direkt an den Bahnhöfen oder an den Cinque Terre Infobüros kaufen.

Einige Wanderabschnitte zwischen den Dörfen können wegen Restaurationsarbeiten vorübergehend gesperrt sein.

Alle weiteren Infos über die Cinque Terre Card, den gültigen Zugfahrplan und die Verfügbarkeit der Wanderwege findet ihr auf der offiziellen Seite: https://www.cinqueterre.eu.com/de/cinque-terre-card

Wir haben unsere Karte direkt am Bahnhof in Lavento bekommen.

Tipp: Kauft euch die Cinque Terre Card am besten einen Tag vor eurer Reise. So könnt ihr euch am nächsten Tag so früh wie möglich auf die Socken machen.

Cinque Terre

Die Dörfer der Cinque Terre sind ein echter Touristenmagnet. Daher empfehlen wir euch bereits den ersten Zug zu nehmen.

Die fünf Dörfer der Cinque Terre sind: Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore. In allen Dörfern findet ihr ein reiches kulinarisches Angebot der heimischen Küche. Ob zum Mitnehmen oder zum Verzehr vor Ort, hier ist für jeden was dabei.

1. Vernazza

Wir empfehlen euch zuerst Vernazza anzusteuern. Von Levanto seid ihr mit dem Zug in nur wenigen Minuten da. Da wir den aller ersten Zug genommen haben, hatten wir diesen wunderschönen Ort so gut wie für uns alleine. Nur einige Dorfbewohner begegneten uns.

Geht Ihr einen Teil der Wanderstrecke Richtung Nordwesten, erreicht ihr in ca. 10 Minuten einen genialen Aussichtspunkt vom dem ihr das wahrscheinlich berühmteste Motiv der Cinque Terre bewundern dürft.

Achtung: Fliegen mit der Foto-Drohne ist in allen Dörfern ausdrücklich verboten.

Vernazza – Cinque Terre
Vernazza – Cinque Terre

Einem weiterem instagramreifen Aussichtspunkt auf Vernazza begegnet ihr am Anfang des Wanderweges in Richtung Corniglia.

2. Corniglia

Von Vernazza führt ein wunderschöner Weg zum nächsten Dorf: Corniglia. Diesen Abschnitt des Wanderweges in Cinque Terre können wir euch sehr ans Herz legen. Der Abschnitt ist 3,5km lang und hat nur wenige Höhenmeter.

Auf dem Weg südöstlich nach Corniglia hat man stets das Meer zu seiner Rechten.

Etwa einen Kilometer vor Corniglia hat man bereits einen guten Ausblick auf das bunte Fischerdorf.

Corniglia - Cinque Terre
Corniglia – Cinque Terre

3. Manarola & Riomaggiore

Nach unserer Erkundung in Corniglia nahmen wir wieder den Zug. Da Corniglia auf einer Erhöhung liegt, muss man etliche Stufen runter zum Bahnhof laufen. Alternativ kann man auch den Bus nehmen.

Wegtechnisch macht es am meisten Sinn zuerst Manarola und im Anschluss Riomaggiore zu erkunden.

Manarola - Cinque Terre
Manarola – Cinque Terre

4. Monterosso

Als letzte Station stand für uns noch Monterosso offen. Da wir noch ein bisschen laufen wollten, entschieden wir uns für die Wanderstrecke nach Moneterosso ab Vernazza. So sind wir also nochmal mit dem Zug von Riomaggiore nach Vernazza gefahren.

Dieser Wanderabschnitt dauert ca. 1,5 Stunden bei 4,5 km und entspanntem Tempo. Auch diese Strecke ist sehr schön und empfehlenswert. Außerhalb sieht man viel von der Schönheit Liguriens.

Für uns persönlich war Monterosso am unspektakulärsten, aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

Fazit

Der Nationalpark Cinque Terre ist ein einzigartiges Erlebnis. Die malerischen Fischerdörfchen übertreffen sich gegenseitig in Ihrer Schönheit. Mit dem Zug sind die Dörflein super einfach und günstig zu erreichen. Auch für Wanderfreunde ist dank der Wegverbindung der 5 Dörfer gesorgt.

Da der Nationalpark und seine Dörfer sehr beliebt sind, wird es bereits gegen Mittag ziemlich voll.

Tipps

  • So früh wie möglich aufbrechen! Es lohnt sich.

  • Cinque Terre Card ein Tag vor Reise erwerben.

  • In einigen Dörfern wird eine Bootstour angeboten.

  • Die Sonne kann sehr tückisch sein. Der UV-Index ist oft sehr hoch und auch bei bewölktem Himmel ein Sonnenbrand möglich. Unbedingt mit Sonnencreme eincremen.

  • Bitte sorgt für genug Trinken.

  • Festes Schuhwerk für die Wanderabschnitte sind sehr ratsam. Flip Flops können sogar gefährlich sein!

Weitere schönes Wanderungen in Italien findest du hier!

Weitere Bilder von Cinque Terre

  • Wanderstrecke Cinque Terre
  • Wanderstrecke Cinque Terre
  • Monterosso al Mare
  • Corniglia
  • Riomaggiore

Panoramaweg Oeschinensee

Eckdaten: Wanderung am Oeschinensee

Der Oeschinensee im Berner Oberland ist einer der beliebtesten Bergseen in der Schweiz. Der türkisfarbene See ist umgeben von einer imposanten Berglandschaft und die Panorama-Rundwanderung bietet unzählige spektakuläre Aussichten auf den Oeschinensee.

Ausgangspunkt: kostenpflichtiger Parkplatz an der Talstation Oeschinen in Kandersteg. Alternativ der Camping-Platz Rendez-vous.

Länge: ca. 8 km

Höhenmeter : ca. 550 Meter

Wanderzeit: drei Stunden

Schwierigkeitsgrad: mittelschwer

Beste Wanderzeit: Juni – Oktober

Ausgangspunkt der Wanderung zum Oeschinensee

Ausgangspunkt der Wanderung zum Oeschinensee ist die Bergstation Oeschinen. Wer mit dem Auto oder Wohnmobil anreist, kann auf dem Parkplatz an der Talstation Oeschinen in Kandersteg parken. Wir haben uns direkt neben der Gondelbahn auf dem Campingplatz für zwei Nächte einquartiert. Als Besucher des Campingplatzes haben wir einen Rabatt für die Gondelbahn erhalten. Ein Retour-Ticket kostet normal 30 CHF pro Person (nur Kartenzahlung oder Online-Kauf).

Die erste Gondelbahn startet im Sommer um 8:30 Uhr. Die letzte Talfahrt geht um 17/17:30 Uhr.

Wanderung auf dem Panoramaweg am Oeschinensee

Nachdem es mit der Gondel zur Bergstation hinauf ging, folgt man dem Wanderweg in Richtung Läger / Oeschinensee. Nach einer viertel Stunde folgt man der Wegzweigung in Richtung Heuberg.

Als Nächstes folgt ein steilerer Aufstieg. Hier ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Die Anstrengung lohnt sich, denn nach ca. 45 Minuten erreicht man den beeindruckenden Aussichtpunkt Heuberg.

Kurz nach dem Aussichtpunkt Heuberg, erreicht man den höchsten Punkt der Rundwanderung. Der Blick auf den Oeschinensee und der dahinterliegenden Bergwelt ist unglaublich beeindruckend.

Der Wanderweg flacht ab und es geht weiter bis zur Alp Oberbergli. Unterwegs bietet sich ein fantastischer Ausblick auf grüne Wiesen, interessante Felsformationen und viele Wasserfälle.

  • Wanderung Oeschinensee
  • Ausblick auf den Oeschinensee vom Panoramaweg
  • Grüne Gebirgslandschaft rund um den Oeschinensee
  • Abstieg zum Oeschinensee

Der Abstieg zum Unterbergli ist sehr steil, aber gut gesichert. Unten angekommen, machen wir es uns erstmal auf einem Stein gemütlich.

Nun geht es gemütlich weiter zum Ufer des Oeschinensees. Der blaue See und die umliegende Landschaft beeindruckt uns sehr.

Am See gibt es zwei Restaurants, Imbisse und einen Ruderbootverleih.

Oeschinensee Wanderung – unser Fazit!

  • Wir haben den Aufstieg zu Beginn der Wanderung als anstrengend empfunden. Die traumhaft schönen Ausblicke sind jedoch jede Mühe wert!

  • Am besten startet ihr mit der Wanderung so früh wie möglich. Da der Oeschinensee ein echter Instagram-Hotspot ist, ist dementsprechend auch viel los. Auf dem Rundweg sind wir gegen Mittag vielen Menschen begegnet. Besonders voll war es am Seeufer.

  • Wir waren im Juni dort und können daher nur empfehlen, die Wanderung außerhalb der Sommerferien anzutreten.

  • Sonnencreme und ausreichend Trinken dürfen nicht fehlen.

  • Festes Schuhwerk (keine Sneaker). Sollte eigentlich selbstverständlich sein.

  • Trittsicherheit ist erforderlich. Es gibt einige exponierte Stellen und Bäche müssen überquert werden.

Weitere Bilder unserer Wanderung:

  • Ausblick auf die Gletscherfront hinter dem Oeschinensee
  • Boot auf dem Oeschinensee
  • Oeschinensee

Weitere schöne Wanderungen in der Schweiz findest du hier!

Wandern in der Eifel – Premiumwanderweg Römerpfad

Eckdaten zum Premiumwanderweg Römerpfad

Der Römerpfad ist ein wunderschöner Rundwanderweg in der Südeifel. Das deutsche Wanderinstitut zeichnete den Römerpfad sogar als Premiumwanderweg aus.

AusgangspunktWanderparkplatz Römerpfad – Ramsteiner Weg
Länge 9,7 km
Gesamtaufstieg 465 Höhenmeter
Wanderzeit ca. 4 Stunden
Schwierigkeitsgrad leicht

Ausgangspunkt der Wanderung

Los geht es am Parkplatz Ramsteiner Weg am kleinen Örtchen Butzweiler. Da dieser Parkplatz ziemlich klein ist, empfehlen wir euch möglichst früh aufzubrechen, da die Parksituation gegen Mittag problematisch werden kann.

Der Premiumwanderweg Römerpfad

Entlang des Wanderweges gibt es wirklich viel zu sehen und es wird einem keineswegs langweilig. Es gibt viele Highlights die den Weg sehr abwechslungsreich gestalten. Welche Streckenabschnitte uns am besten gefallen haben zeigen wir euch jetzt in chronologischer Reihenfolge

Genovahöhle

Die Genovahöhle ist eine 15 Meter breite und 10 Meter Hohe Sandsteinhöhle. Dieses Naturspektakel muss man gesehen haben, wenn man in der Pfalz unterwegs ist. Die Dimension der Höhle lässt einen sehr klein wirken. Mithilfe einer in den Sandstein eingeschlagenen Treppe, kommt man bis zu einem Aussichtspunkt am Rande der Höhle.

Genovahöhle - Eifel
Genovahöhle – Eifel

Klausenhöhle

In dieser Höhle lebte ein Emerit im 18 Jahrhundert in völliger Abstinenz. Durch das abgeschiedene Leben zur restlichen Zivilisation wollte der Emerit so Gott und dem ewigen Heil näher kommen. In der ganzen Höhle kann man viele Spuren erkennen und sich ungefähr ein Bild davon machen wie es mal ausgesehen haben könnte.

Klausenhöhle - Römerpfad
Klausenhöhle – Römerpfad

Die Höhle wurde durch den Emeriten zweistöckig aufgebaut. Mithilfe einer Leiter gelangt man auf den zweiten Stock, von wo man sogar aus einem Fenster schauen kann.

  • Klausenhöhle - Römerpfad
  • Klausenhöhle - Römerpfad

Burg Ramstein

Die Festung wurde im 14. Jahrhundert auf einem 182 Meter hohen Buntsandsteinfelsen errichtetet. Im pfälzischen Erbfolgekrieg wurde die Anlage von französischen Soldaten gesprengt und erhielt so ihr jetziges Aussehen.

Die jetzige Burgruine ist seit fünfter Generation in Privatbesitz. Die Eigentümer betreiben einen Gastronomiebetrieb im angebauten Hofhaus.

Burg Ramstein - Eifel
Burg Ramstein – Eifel

Die 7 Butzweiler Wasserfälle

Nach der Burg Ramstein folgt man dem Butzerbach zum Ausgangspunkt der Wanderung. Der Butzerbach entzückt hier mit mehreren Wasserfällen samt tropischem Feeling. Für uns persönlich waren diese Wasserfälle das Highlight des Römerpfads.

  • Butzweiler Wasserfälle
  • Butzweiler Wasserfälle

Gegen Ende der Wanderung gibt es sogar noch Hängebrücken die über den Butzerbach führen.

Fazit zur Wanderung – Römerpfad

Wir sind zwar erst gerade dabei die Eifel für uns zu entdecken, jedoch können wir schon jetzt mit gutem Gewissen sagen, dass der Römerpfad einer unserer Lieblingswanderungen in der Eifel ist. Den Titel „Premiumwanderweg“ hat der Römerpfad unserer Meinung nach absolut verdient. Die vielen Highlights auf dem Weg machen diese Wanderung zu einem „Must-Hike„.

Hier findest du weitere Wanderberichte zu Wanderwegen in Deutschland

Weitere Bilder zum Wanderweg Römerpfad

  • Premiumwanderweg Römerpfad
  • Butzweiler Wasserfälle
  • Putzlöcher - Römerpfad
  • Premiumwanderweg Römerpfad
  • Premiumwanderweg Römerpfad
  • Klausenhöhle - Römerpfad

Wanderung zur Kebema Panoramabrücke

Eckdaten: Wanderung zur Zillertaler Hängebrücke

Ausgangspunkt: kostenloser Parkplatz am Schlegeisspeicher (Stausee) im Zillertal.

Länge: 7 Kilometer (hin- & zurück)

Höhenmeter : ca. 650 Meter

Wanderzeit: 120 – 180 Minuten jeweils für den Auf- & Abstieg.

Schwierigkeitsgrad: mittelschwer (Kategorie T2 lt. SAC-Wanderskala)

Die Kebema Panoramabrücke liegt auf einer Höhe von 2.389 Metern oberhalb der Olpererhütte. Sie bietet einen atemberaubenden Ausblick auf den türkisblauen Schlegeisspeicher und die Zillertaler Alpen. Was man zunächst für einen Geheimtipp am Ende des Zillertals halten könnte, ist mittlerweile ein beliebter Instagram-Hotspot. Doch zur richtigen Zeit ist die Wanderung zur Zillertaler Hängebrücke ein echtes Highlight.

Ausgangspunkt der Wanderung zur berühmten Kebema Panoramabrücke

Ausgangspunkt der Wanderung zur Hängebrücke ist der Parkplatz am Schlegeisspeicher, welcher sich am Ende des Zillertals befindet.

Von Mayrhofen aus fährt man mit dem Auto vorbei am Ort Ginzling bis zur Mautstelle. Ab hier beginnt die mautpflichtige Schlegeis Alpenstraße. Hierbei handelt es sich um eine einspurige Straße mit einer Länge von ca. 7 km. Ein Ampelsystem regelt die einwandfreie Durchfahrt. Hier ist jedoch mit einer Wartezeit von bis zu 15 Minuten zu rechnen. Bezahlt wird die Maut direkt am Startpunkt der Mautstraße. Hierzu kommt ein Mitarbeiter direkt ans Auto.

Mit dem PKW kostet die Maut 14 € (Stand August 2020). Hier ist nur Barzahlung möglich. Wer früh morgens kommt, sollte das Geld am besten passend haben.

Im Juli und August ist die Mautstation von 6 – 18 Uhr geöffnet. Außerhalb der Hauptsaison von 7 – 18 Uhr. Zwischen November und April ist die Straße je nach Schneelage geschlossen.

Achtung: Laut der Homepage der Verbund AG ist eine Sperrung der Straße zwischen  11 und 14 Uhr aufgrund von Überlastung der Parkflächen möglich.  Die Auffahrt mit Campingbussen ist ggf. nicht möglich. (Stand August 2020).

Ab Mayrhofen oder Ginzling ist der Schlegeisspeicher auch mit dem Bus zu erreichen.

Aktuelle Informationen findet man auf der Homepage der Verbund AG: https://www.verbund.com/de-at/ueber-verbund/besucherzentren/schlegeis

Wanderung zur Kebema Panoramabrücke

Vom Parkplatz aus wandert man zunächst ca. 100 Meter durch einen Waldabschnitt. Die meiste Zeit geht der Weg steil und in Serpentinen bergauf. Größere Steinstufen prägen den Weg. Den Großteil der Stecke läuft man bei schönem Wetter in der prallen Sonne. Daher sollte man unbedingt Sonnencreme dabeihaben.

  • Aufstieg zur Olpererhütte
  • Aufstieg zur Olpererhütte, im Hintergrund ein Gletscherfluss

 

Verlaufen kann man sich eigentlich nicht, denn es geht immer geradeaus. Zwischendurch gibt es einige Bänke auf denen man sich für eine Verschnaufpause kurz niederlassen kann. Der Ausblick ist schon während der Wanderung genial, denn schnell hat man eine tolle Aussicht auf den Schlegeisspeicher.

Ausblick auf den Schlegeisspeicher während der Wanderung zur Kebema Panoramabrücke
Ausblick auf den Schlegeisspeicher während der Wanderung zur Kebema Panoramabrücke


Für den steinigen Wanderweg können wir euch Trekkingstöcke* empfehlen!


Hat man die Olpererhütte erreicht, ist man so gut wie am Ziel. Oberhalb der Hütte befindet sich die Hängebrücke.

Die Olpererhütte liegt am Fernwanderweg von München nach Venedig (Berliner Höhenweg) und ist ein beliebter Zwischenstopp für viele Wanderer. Auch wir haben uns hier kurz mit einem Tee aufgewärmt.

Blick auf die Blick auf die Olpererhütte, im Hintergrund der Schlegeisspeicher
Blick auf die Olpererhütte, im Hintergrund der Schlegeisspeicher

Lange Wartezeiten an der Hängebrücke

Im Internet liest man immer wieder von Wartezeiten an der Brücke von bis zu zwei Stunden. Geschuldet sei dies der zahlreichen Fotosessions von Instagram-Bloggern.

Diese Erfahrung können wir (zum Glück) nicht teilen. Wahrscheinlich kam es uns zu Gute, dass wir unter der Woche, vor Beginn der Sommerferien und bereits vor 10 Uhr am Vormittag dort waren. Jedoch sollte man sich von der negativen Erfahrungen anderer nicht all zu sehr abschrecken lassen.

Die Wanderung mit ihrem atemberaubenden Ausblick auf die Zillertaler Alpen und den Schlegeisspeicher bleibt einzigartig und auf jeden Fall empfehlenswert.

Instagram Hot-Spot: Kebema Panoramabrücke im Zillertal
Instagram Hot-Spot: Kebema Panoramabrücke im Zillertal

Unsere Tipps für die Kebema Panoramabrücke

  • Am besten startet ihr mit der Wanderung so früh wie möglich. Da die Kebema Panoramabrücke inzwischen ein echter Instagram-Hotspot ist, ist dementsprechend auch viel los.
  • Wir waren im Juni dort und können daher nur empfehlen, die Wanderung außerhalb der Sommerferien anzutreten.
  • Sonnencreme* und ausreichend Trinken dürfen nicht fehlen.
  • Windfeste Kleidung (ggf. auch Wechselkleidung)
  • Festes Schuhwerk* (keine Sneaker). Sollte eigentlich selbstverständlich sein.

Weitere Fotos unserer Wanderung

  • Staudamm Schlegeisspeicher
  • Wanderstrecke zur Olpererhütte
  • Tal unterhalb der Olpererhütte

Weitere schöne Ausflüge in Österreich findest du hier!



*Hinweis: Wir verwenden in unserem Beitrag Affiliate-Links. Das bedeutet, wir bekommen eine kleine Provision, wenn du über den Sternchen-Link (*) etwas kaufst. Der Preis bleibt für dich natürlich immer derselbe und wir erhalten auch keine Daten oder Namen. Wenn du Interesse an den hier vorgestellten Produkten hast und unsere Arbeit unterstützen möchtest, würden wir uns sehr freuen, wenn du über den Produktlink auf Amazon einkaufst.



Wanderung zur Rofanspitze

Eckdaten: Wanderung zur Rofanspitze

Ausganspunkt: Rofan Seilbahn – Achensee Str. 10, 6212 Maurach, Österreich

Länge: ca. 4 km einfache Strecke

Wanderzeit: 3 – 4 Stunden mit einigen Pausen (hin & zurück)

Höhenmeter: ca. 450 m

Schwierigkeitsgrad: mittelschwer

Die Rofanspitze liegt 2259 m über Normalnull und befindet sich im gleichnamigen Rofangebirge.

Ausgangspunkt der Wanderung zur Rofanspitze

Ausgangspunkt der Wanderung zur Rofanspitze ist die Rofan Seilbahn am Achensee. Von dort aus fährt man mit einer sehr schnellen Seilbahn in nur wenigen Minuten auf ca. 1830 m Höhe. Auf dieser Höhe hat man einen unbeschreiblich schönen Ausblick auf den Achensee. Ab der Erfurter Hütte folgt Ihr nun dem Wanderweg E4.

Wanderweg zur Rofanspitze

Die Wanderung zur Rofanspitze ist eine der beliebtesten Wanderungen im Rofangebirge. Der zunächst flache und unbeschwerliche Weg wird nach einigen hundert Metern zu einem steinigen und steileren Aufstieg.

Der folgende steile Abschnitt dauert ca 15 Minuten und bedarf guter Trittsicherheit. Dieser Weg besteht aus Felsen und Steinen unterschiedlichster Größe. Geht mit dem Tempo lieber etwas runter und achtet auf eure Schritte. Feste Wanderschuhe werden hier empfohlen. Eine Wanderung mit Sneakern oder ähnlichen Schuhen können wir hier nicht empfehlen, da die weiche Sohle keinen stabilen Halt auf diesem Weg garantiert.

Steiler und steiniger Wegesabschnitt zur Rofanspitze

Nach dem steilen Abschnitt erwartet euch ein wunderschönes Tal mit einer einzigartigen Landschaft. Vorbei geht es an einem Teil des Rofan Klettersteigs (5-Gipfel Klettersteig), wofür das Rofangebirge sehr bekannt ist.

Im Sommer begegnen euch im Tal eine Vielzahl an bunten Blüten. Die Farben der Blüten sind überwältigend. Es macht Spaß nach den verschiedenen Talblumen Ausschau zu halten.

  • Blumenvielfalt im Rofangebirge
  • Blumenvielfalt im Rofangebirge
  • Blumenvielfalt im Rofangebirge
  • Blumenvielfalt im Rofangebirge
  • Blumenvielfalt im Rofangebirge
  • Blumenvielfalt im Rofangebirge
  • Blumenvielfalt im Rofangebirge
  • Blumenvielfalt im Rofangebirge
  • Blumenvielfalt im Rofangebirge
  • Blumenvielfalt im Rofangebirge
  • Blumenvielfalt im Rofangebirge
  • Blumenvielfalt im Rofangebirge

Nach dem längeren Weg im Tal geht es nochmal kurz nach oben, bevor ihr die Rofanspitze zum ersten Mal sehen könnt. Gleichzeitig könnt ihr auch noch von oben einen Blick ins Tal werfen.

Talblick auf dem Weg zur Rofanspitze

Nun geht es einen schmalen Trampelpfad am Hang entlang. Auf der rechten Seite hat man einen tollen Ausblick auf den Gruber See. Schaut man nach vorne, sieht man bereits die Rofanspitze. Der Trampelpfad führt hinter den Berg.

Hinter der Rofanspitze liegen im Sommer meistens noch einige größere Gletscher. Von hier aus führt auch eine weiterführende Wanderung zum Zireiner See. Jedoch sollte man wirklich sehr trittsicher und schwindelfrei sein, bevor man zum Zireiner See wandert, da der Weg dorthin ziemlich anspruchsvoll ist. In unserem Falle war der Anfang des Weges sogar von einem Gletscher komplett eingeschlossen, somit eine Begehung unmöglich.

Der letzte Wegesabschnitt führt direkt zur Rofanspitze. Direkt über den Kamm läuft man hier mit einer atemberaubenden Aussicht in alle Himmelsrichtungen. Auch im Sommer kann es hier ziemlich windig werden, deshalb empfehlen wir trotz hohen Temperaturen sicherheitshalber eine Windjacke mitzunehmen.

Die Rofanspitze

Das Gipfelkreuz steht auf einem größeren Felsen. Um zum Gipfelkreuz zu gelangen muss man mit Armen und Beinen hochklettern. Keine Sorge, die Klettereinheit ist relativ leicht und der Felsen nicht hoch. Am Gipfelkreuz selber hat man den besten Blick auf das Rofangebirge, den man sich überhaupt vorstellen kann.

Blick von der Rofanspitze mit Gipfelkreuz

Direkt unter den Gipfelkreuz befindet sich eine größere Wiese im Abhang auf der man wunderbar ein längeres Picknick zur Stärkung tätigen kann. Hier werden euch wahrscheinlich einige hungrige Amseln begegnen, die einen Teil eures Proviants abhaben wollen. Von der Wiese hat man einen guten Blick auf den zuvor gesehenen Gruber See.

Amseln an der Rofanspitze
Amseln an der Rofanspitze

Jetzt könnt Ihr euch entweder einer weiterführenden Wanderung durch das wunderschöne Rofangebirge anschließen oder wieder auf den Rückweg zur Seilbahn machen.

Fazit: Wanderung zur Rofanspitze

Diese Wanderung war bis jetzt eine unserer schönsten Wanderungen. Auch wenn die die Strecke hin und zurück nur 3 – 4 Stunden dauert, sieht man in dieser Zeit unbeschreiblich viel des Rofangebirges. Besonders beeindruckt hat uns die farbenfrohe Vegetation. Am Wegesrand sieht man zahlreiche bunte Blüten in den unterschiedlichsten Farben und Formen.

Genau so beeindruckend ist die Aussicht der Wanderung. Sei es auf der Rofanspitze selber oder auf dem Weg dorthin. Auf dem ganzen Weg zum Gipfel entdeckt man neue, tolle Aussichten auf das Rofangebirge.

Wer sich also nicht vor einigen Höhenmetern scheut und in kürzester Zeit viel vom Rofangebirge sehen will, sollte unbedingt diese Wanderstrecke angehen. Wir wünschen euch viel Spaß auf dieser einzigartigen und wunderschönen Strecke.


Weitere schöne Ausflugsziele und Wanderungen in Österreich findest du hier!