Der Nationalpark Skuleskogen liegt an der wunderschönen schwedischen Ostküste.
Mit einer einzigartigen Landschaft aus dichten Wäldern, tiefen Schluchten und malerischen Seen bietet der Park die perfekte Kulisse für unvergessliche Wanderungen. Besonders bekannt ist er für seine dramatischen Felsformationen und seine Lage entlang der Höga Kusten, der „Hohen Küste“, die als UNESCO-Weltnaturerbe ausgezeichnet wurde.

Damit ihr euch in unserem Beitrag besser zurechtfindet, haben wir ein Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken erstellt.
Inhaltsverzeichnis
- Der Höga Kustenleden – Wandern mit Meerblick
- Das Highlight: Die Felsspalte Slåttdalsskrevan
- Unsere Wanderung im Skuleskogen Nationalpark
- Der Rückweg über den Slåttdalsberget
- Unser Ausflug zum West-Eingang
- Weitere Beiträge
Der Höga Kustenleden – Wandern mit Meerblick
Einer der bekanntesten Wanderwege im Nationalpark ist der Höga Kustenleden, ein Fernwanderweg, der sich über 129 Kilometer entlang der Küste erstreckt. Die Strecke bietet eine Mischung aus spektakulären Meerblicken, steilen Klippen und idyllischen Buchten – eine beeindruckende Kombination aus Wildnis und Küstenlandschaft.
Auch wer nicht die gesamte Strecke wandern möchte, kann Teiletappen erkunden und so einige der schönsten Abschnitte des Nationalparks entdecken.
Das Highlight: Die Felsspalte Slåttdalsskrevan
Ein absolutes Highlight des Skuleskogen Nationalparks ist die Slåttdalsskrevan – eine gigantische Felsspalte, die sich über 200 Meter erstreckt und fast 30 Meter tief ist.
Die beeindruckende Schlucht entstand durch tektonische Bewegungen und Erosion über Jahrtausende hinweg. Die gewaltigen Felswände ragen steil nach oben und sorgen für ein spektakuläres Panorama. Kein Wunder, dass dieser Ort zu den beliebtesten Fotomotiven in der Region gehört!
Tipp: Zur Hauptsaison im Sommer kann es hier sehr voll werden. Eine frühe Anreise wird empfohlen, da die Parkplätze schnell belegt sind.
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Bist du für deine Wanderung gut ausgerüstet? Hier teilen wir unsere persönlichen Empfehlungen für die perfekte Wanderausrüstung.
Eingänge des Nationalparks
Der Nationalpark Skuleskogen hat drei verschiedene Zugänge, die jeweils unterschiedliche Wandererlebnisse und landschaftliche Highlights bieten. Hier ein Überblick:
Süd-Eingang:
Der Eingang befindet sich am südlichen Ende des Parks und ist ideal, um den beeindruckenden Berg Skuleberget mit der Felsspalte Slåttdalsskreva zu erkunden.
Hier erwartet einen eine gut markierte Route, die zum Aussichtspunkt auf dem Gipfel führt. Die Aussicht von oben ist einfach spektakulär und bietet einen Panoramablick auf den Nationalpark und das umliegende Meer.


Am Süd-Eingang führt auch der Höga Kustenleden (Höhenküstenweg) vorbei. Vom Parkplatz aus kann man auch einen Abstecher hinunter zum Sandstrand an der Bucht Kälsviken machen.
Wir starteten unsere Wanderung am Süd-Eingang Mitte Mai. In diesem Teil des Nationalparks lag bis auf in der Schlucht kein Schnee mehr.
West-Eingang:
Dieser Eingang ist gut zugänglich und bietet ebenfalls verschiedene Wanderwege.
Vom Eingang führt ein rollstuhlgerechter Pfad mit einer Länge von 800 Metern zu einem Aussichtspunkt am südöstlichen Hang des Berges Nylandsrute.
Långtjärnhällorna ist ein weiterer Aussichtspunkt und nach 1,2 Kilometern zu erreichen. Der Weg verläuft größtenteils über felsiges Gelände und auf Holzstegen.
Vom West-Eingang ist auch eine Wanderung zur Felsspalte möglich. Die einfache Entfernung beträgt hier allerdings sechs Kilometer und ist somit länger als von den anderen Park-Eingängen.
Zum Zeitpunkt unseres Besuches Mitte Mai waren der West-Eingang und die Wanderwege teilweise noch voller Schnee.
Nord-Eingang:
Dieser Eingang befindet sich im Norden des Nationalparks. Von hier aus kann man entlang der Höga Küste wandern und die atemberaubenden Ausblicke auf das Meer und die Klippen genießen. Der Weg führt dich durch dichte Kiefernwälder und vorbei an idyllischen Buchten.
3,5 km vom Nordeingang entfernt befinden sich die Tärnättholmarna, zwei Inseln, die über eine Sandbrücke mit dem Festland verbunden sind.
Auch von hier aus kannst man zur bekannten Felsspalte wandern.
Unsere Wanderung im Skuleskogen Nationalpark
| Ausgangspunkt | Wanderparkplatz am Süd-Eingang (Koordinaten auf Google Maps) |
| Länge | 8 Kilometer (Rundweg) |
| Höhenmeter | ca. 270 Meter |
| Wanderzeit | 1,5 Stunden |
| Schwierigkeitsgrad | mittel |
Weiter unten haben wir dir unsere Wanderung auf komoot.de verlinkt.

Wir starteten am Süd-Eingang und folgten den orangefarbenen Markierungen des Höga Kustenleden. Ziel unserer Wanderung war der berühmte Berg Slåttdalsberget mit der Felsspalte Slåttdalsskreva.
Wir haben uns für die Wanderung vom Süd-Eingang entschieden, denn die Wanderwege, die vom West-Eingang ausgehen, waren zu diesem Zeitpunkt (Mitte Mai) teilweise noch verschneit.
Die ersten zwei Kilometer führten durch einen dichten Fichtenwald, bis sich der Weg teilte:
➡ Rechts: Direkt auf den Slåttdalsberget
➡ Geradeaus: Durch das Slåttdalen-Tal – unsere Wahl
Hier erwarteten uns Holzstege, felsige Abschnitte und schmale Pfade, die mit Wurzeln und Steinen durchsetzt waren.


„Troll-Tor“ – Ein verstecktes Naturphänomen
Kurz vor der Felsspalte erreichten wir das „Troll-Tor“, eine enge Felsformation, durch die der Wanderweg führte. Besonders spannend: Einige Abschnitte waren noch mit Schnee bedeckt, sodass wir genau auf die Spuren vorheriger Wanderer achten mussten.

Nach der Schneepassage teilte sich der Weg erneut:
- Rechts: Ein kurzer Klettersteig auf den Slåttdalsberget
- Geradeaus: Zur Felsspalte Slåttdalsskrevan
Wir entschieden uns, erst die Felsspalte zu erkunden und auf dem Rückweg über den Berg zu wandern.
Felsspalte Slåttdalsskrevan
Bis zur bekannten Felsspalte waren es nur wenige Meter. Wir standen sozusagen am oberen Ende der Schlucht.
Normalerweise kann man durch die Spalte hindurchwandern, doch zu unserem Besuch lag dort Meter hoher Schnee, sodass eine Durchquerung zu gefährlich gewesen wäre. Stattdessen genossen wir den fantastischen Aussichtspunkt auf der Nordseite

Der Rückweg über den Slåttdalsberget
Nach einer kurzen Pause machten wir uns auf den Rückweg über den Slåttdalsberget. Von hier aus hatten wir nochmals spektakuläre Ausblicke über den Nationalpark. Der Abstieg erstreckte sich über eine längere Fläche und war daher weniger anspruchsvoll als der Aufstieg.
Unten angekommen, nahmen wir noch einen kleinen Umweg zum Strand von Kälsviken – ein wunderschöner Ort mit Sitzgelegenheiten und Übernachtungshütten.

Unsere Wanderung auf komoot.de:
Unser Ausflug zum West-Eingang
Am Abend machten wir noch einen Abstecher zum West-Eingang. Wir waren überrascht, denn hier erwartete uns eine Menge Schnee.
Wir schlenderten zum 800 Meter entfernten Aussichtspunkt am südöstlichen Hang des Berges Nylandsrute und konnten sogar einen Siberian Jay bei der Futtersuche beobachten.


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