AGM auf Lithium-Batterie im Wohnmobil umrüsten

In diesem Blogbeitrag verraten wir euch, warum es sich lohnt in einem Wohnmobil die Aufbaubatterie von einer AGM-Batterie auf eine Lithium-Batterie (LiFePO4) umzurüsten.

Neben der eigentlichen Umrüstung der Batterie, gehen wir auch auf die einzelnen Vorteile einer Lithium-Batterie im Wohnmobil ein. Wir erklären euch Schritt für Schritt, was ihr bei einer eigenen Umrüstung beachten solltet und welche Lithium-Batterie wir euch empfehlen können.

Damit ihr euch besser in unserem Artikel zurechtfindet, haben wir für euch ein Inhaltsverzeichnis erstellt.

Inhaltsverzeichnis


Unsere Ausgangssituation

Bereits seit drei Jahren reisen wir in einem fertig ausgebauten Adria Twin 600. Unser Camper hatte ab Werk 2 x 100 Ah AGM-Batterien unter dem Beifahrersitz verbaut.

Anfangs waren wir mit unserer Batterie-Kapazität auch zufrieden, bis sich auf unserer Langzeitreise im Camper der Leistungsverlust der Batterien bemerkbar machte. Nach drei Jahren mit unserem Camper machten die AGM-Batterien einfach schlapp. Selbst nach stundenlangem Fahren konnte unser Ladebooster* die Batterien nicht mehr voll bekommen. Wir hatten ständig Sorge, dass unser Kühlschrank ausgeht und wir nicht mal mehr unsere Laptops zum Arbeiten aufladen können.

Besonders kritisch war es bei uns an regnerischen Tagen, an denen wir eigentlich nicht fahren wollten und auch keine Sonne für unsere Solaranlage durchkam.

Wir wollten kein Risiko eingehen und weiterhin mit Batterien, die nicht mehr die volle Leistung erbrachten, unterwegs sein. Daher machten wir uns schlau über eine mögliche Lösung. Schnell wurden wir auf die Lithium-Batterien aufmerksam.


Werbung: Es handelt sich hierbei um Werbung für die “LifePO4 150 Ah 12.8V Lithium-Batterie“* von Supervolt. Warum wir uns für diese Lithium-Batterie entschieden haben und weshalb wir sie weiterempfehlen können, erfahrt ihr im nachfolgenden Text.

*Hinweis: Wir verwenden in unserem Beitrag Affiliate-Links. Das bedeutet, wir bekommen eine kleine Provision, wenn ihr über den Sternchen-Link (*) etwas kauft. Der Preis bleibt für euch natürlich immer derselbe und wir erhalten auch keine Daten oder Namen.


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Warum eine Lithium-Batterie für das Wohnmobil?

Sehr schnell haben wir uns dafür entschieden unsere 2 x 100 Ah AGM-Batterien durch eine Lithium-Batterie zu ersetzen. Doch was genau macht die sogenannte LiFePO4-Batterie besser als gewöhnliche AGM-Batterien?

Auf die für uns wichtigsten Kriterien gehen wir im Folgenden ein:

Nutzbare Kapazität

Die nutzbare Kapazität von gewöhnlichen AGM- oder Blei-Säure Batterien beträgt ca. 50-60 %.
Moderne Lithium-Batterien hingegen haben eine nutzbare Kapazität von 100 %!


Weniger Gewicht

Dank der vollen nutzbaren Kapazität und der effizienteren Batterien-Technologie wiegt eine Lithium-Batterie bei gleicher Energieausbeute deutlich weniger!

Hier ein Vergleich unserer AGM-Batterien mit einer modernen Lithium-Batterie von Supervolt:

BatterieNennkapazitätNutzbare KapazitätGewichtkg pro Ah
AGM200 Ah100 Ah (50 %)52,0 kg0,520
Lithium100 Ah100 Ah (100 %)10,8 kg0,108
Gewichtsvergleich

Die AGM-Batterie wiegt das 5-fache bei gleicher nutzbarer Kapazität! Die Gewichtsersparnis ist enorm.


Höhere Lebensdauer

Dies ist ein Punkt, der für uns besonders ausschlaggebend war. Die Lebensdauer einer Batterie wird in Zyklen angegeben – Ein Zyklus besteht aus 1x Aufladen und 1x Entladen.

Lebensdauer AGM-Batterien

AGM-Batterien mögen es überhaupt nicht, wenn man sie wenig entlädt und sofort wieder auflädt. Das verkürzt die Lebensdauer enorm.

Herkömmliche AGM-Batterien schaffen ca. 500 Zyklen bei nur 50 % Entladungstiefe. Je nachdem wie oft man mit seinem Wohnmobil unterwegs ist, sind diese relativ schnell erreicht.

Lebensdauer Lithium-Batterien (LiFePO4)

Bei einer modernen Lithium-Batterie hingegen sind über 3.000 Zyklen bei 90 % Entladungstiefe gar kein Problem. Die Lebensdauer einer solchen Batterie ist um ein Vielfaches höher.

Dies ist auch der Grund, warum es sich langfristig lohnt, auf eine Lithium-Batterie umzurüsten, anstelle wieder eine günstigere AGM-Batterie einzubauen.


Keine Zusatzgeräte

Bei einer Umrüstung auf eine Lithium-Batterie braucht man in den allermeisten Fällen keine zusätzlichen oder neuen Ladegeräte. Das heißt: Ihr müsst nichts an eurem bisherigen Strom Setup ändern, sondern lediglich die Batterie austauschen.

Was ihr trotzdem bei euren vorhandenen Ladegeräten beachten solltet, verraten wir euch weiter unten im Text.


Welche Lithium-Batterie?

Der Markt für Lithium-Batterien ist inzwischen relativ groß und so machten wir uns auf die Suche nach der passenden Batterie.

Auf Amazon und Co. findet man inzwischen relativ preiswerte Lithium-Batterien, die auf den ersten Blick sehr verlockend klingen, jedoch haben wir bei solchen “Schnäppchen” immer unsere Bedenken. Wir recherchierten also weiter und stießen auf die Lithium-Batterien von Supervolt*.

Sehr schnell hat uns Supervolt* mit seinen Leistungen überzeugt. Die wichtigsten Vorteile als Kunde bei Supervolt zählen wir euch hier auf:

  • 5 Jahre Herstellergarantie – Das gibt einen hohen Vertrauensbonus.
  • Technischer Support – kompetente Hilfe per Telefon und Mail, sollte es Probleme geben.
  • Supervolt App – Überwachung von Ladezustand, Stromfluss und mehr.
  • DIN-Standardmaße – Die Batterien passen perfekt unter die Fahrersitze vom Fiat Ducato.
  • Netzwerk-Schnittstellen – Möglichkeit zum Ausschalten der Batterie sowie Software-Update.

Letztendlich haben wir uns für ein kleines Upgrade entschieden und die LifePO4 150 Ah 12.8V Lithium-Batterie* bestellt.

Unsere Erfahrungen mit der Supervolt Lithium-Batterie teilen wir am Ende des Beitrags.



Umrüstung von AGM auf Lithium

Kommen wir zur eigentlichen Umrüstung der Batterie.

Eins vorab: Wir sind beide ziemliche “Elektrik-Laien” und hatten vorher so gut wie keine Ahnung von dem Thema.

Der Umtausch der Batterien hat sich zum Glück als viel einfacher herausgestellt als es vielleicht im Vorfeld klingen mag. Man muss lediglich ein paar sehr simple Sachen beachten.

Wir zeigen euch hier, wie man in ein paar einfachen Schritten seine Wohnraumbatterien wechseln kann und worauf man achten sollte, wenn man den Batterietyp innerhalb eines bestehenden Elektrik-Systems ändert.

Für den Einbau haben wir folgende Werkzeuge benötigt:


Sitz ausbauen

Beginnen wir mit dem ersten Schritt. Dieser ist natürlich nur notwendig, sollten sich eure Batterien (wie bei uns) unterhalb des Fahrer- oder des Beifahrersitzes befinden.

Der Sitz lässt sich grundsätzlich ziemlich einfach lösen und zusammen mit der Drehkonsole ausbauen.

Insgesamt gibt es sechs Schrauben zu lösen. Fünf davon lassen sich einfach mit einem Torx 40 lösen.

Achtung: Nehmt unbedingt einen gut passenden T40-Bit*. Da ansonsten die Gefahr besteht, dass sich die Schrauben “rund drehen”.

Die letzte Schraube ist die “Arretierungsschraube“, womit sich der Drehsitz in Position einrastet. Diese ließ sich bei uns per Hand herausdrehen.

Dafür müsst ihr den Sitz in die richtige Position drehen, sodass ein passendes Loch über der Schraube ist. Nur so kommt man an die Schraube ran.

Habt ihr alle sechs Schrauben entfernt, müsst ihr noch das Airbag-Kabel trennen.

Achtung: Trennt das Airbag-Kabel nur bei ausgeschaltetem Motor und zündet den Motor erst wieder, wenn das Kabel wieder angeschlossen ist. Ansonsten wird eine Fehlermeldung im Bord-Computer auftauchen, die man erst wieder in der Werkstatt zurücksetzen kann.

Jetzt kann der Sitz vorsichtig entfernt werden. Der Sitz inklusive Drehkonsole ist unglaublich schwer und sollte im besten Falle nicht alleine entfernt werden.

Passt auf, dass ihr den Sitz nicht auf empfindliche Böden stellt. Die Schrauben unter dem Sitz können euch einiges kaputt machen. Am besten auf etwas Weiches stellen.


AGM-Batterien ausbauen

Nachdem ihr eure Batterie zugänglich gemacht habt, könnt ihr sie nun ausbauen. In unserem Falle waren es 2x 100 Ah AGM-Batterien in Parallelschaltung.

Achtung: Bevor ihr mit dem Ausbau der Batterie beginnt, müsst ihr unbedingt vorher alle Verbraucher sowie möglichen Stromeingänge (Solarladeregler, Ladegerät etc.), die mit der Batterie verbunden sind, ausstellen!

In unserem Fall: EBL per Knopfdruck ausstellen und Batterie-Trennschalter auf “Off” stellen.

Jetzt gilt der Grundsatz: Erst alle Kabel vom Minuspol (schwarz) trennen, danach die Kabel vom Pluspol (rot). So lässt sich ein möglicher Kurzschluss vermeiden. Zum Entfernen der Pol-Schrauben eignet sich wunderbar ein M8 Steckschlüssel*.

Achtet darauf, dass ihr nicht aus Versehen mit den Kabelschuhen an die Metallteile der Sitzkonstruktion kommt, auch hier droht die Gefahr eines Kurzschlusses. Wir haben deshalb die offenen Kabelschuhe einfach in kleine Plastiktüten gewickelt.

Da wir zwei Batterien parallel geschaltet hatten und jetzt durch lediglich eine Batterie ersetzen, mussten wir noch die überflüssigen Kabelbrücken entfernen.

Nachdem alle Kabel entfernt sind, müsst ihr nur noch die Batterie-Befestigungen lösen. Unsere Batterien waren mit zwei Winkeln befestigt, die nur mit einem langen Verbindungsstück zu entfernen waren.

Sind alle Befestigungen ab, könnt ihr endlich die Batterien herausnehmen. Beim Herausheben, haben wir uns wirklich erschreckt, wie schwer doch die AGM-Batterien sind.


Lithium-Batterie einbauen

Nachdem die alten Batterien aus der Untersitzkonstruktion raus waren, konnten wir uns endlich an den besten Teil der Umrüstung machen.: Den Einbau der Lithium-Batterie. Es ist wirklich erstaunlich, wie viel leichter die neue Batterie ist.

Die neue Lithium-Batterie von Supervolt musste jetzt noch in der Untersitzkonstruktion sicher befestigt werden. Leider konnten wir die Batterie nicht exakt so einbauen wie die alten, da sie ca. 1 cm länger ist.

Wir entschieden uns, die Lithium-Batterie quer zu befestigen. So hat sie perfekt hineingepasst. Hierfür haben wir zunächst passende Löcher für die Nietmuttern gebohrt. Zum Befestigten nahmen wir die gleichen Winkel, mussten lediglich zwei neue Nietmuttern* in die vorhandene Bodenplatte aus Kunststoff einsetzen.

Nachdem ihr die neue Batterie befestigt habt, kann es an das Befestigen der zuvor gelösten Kabeln gehen.

Wir empfehlen euch die Kabel mit Batteriepolklemmen* anzuschließen. Man kann die Kabel auch mit einer einfachen M8 Schraube befestigen, jedoch würde es nur noch sehr knapp unter den Fahrersitz passen. Auch die mitgelieferten Plastikabdeckungen könnte man nicht mehr auflegen.

Beim Befestigen der Kabel gilt: erst alle Pluskabel (rot) dann alle Minuskabel (schwarz) anbringen. Achtet auch hier darauf, dass ihr mit den Kabelschuhen nicht an Metallteile kommt.


Lade-Einstellungen

Grundsätzlich funktionieren Lithium-Batterien mit smartem BMS (Battery-Management-System), wie die von Supervolt, per “Plug & Play“. Das heißt einfach anschließen und loslegen.

Jedoch haben die meisten Ladegeräte für Batterien Einstellungen für verschiedene Batterietypen. Moderne Ladegeräte weisen auch eine eigenständige Lade-Einstellung für LiFePO4 bzw. Lithium auf. Sollte es keine eigenständige Lade-Einstellung für Lithium-Batterien geben, wird zumeist die Einstellung für Blei/Gel-Batterien empfohlen, da diese der Lithium-Ladekurve am nächsten kommt.

Mögliche Ladegeräte mit Einstellungen wären zum Beispiel:

  • Aufladegeräte (z.B. EBL)
  • Solarladeregler
  • Ladebooster

Schaut unbedingt in die Bedienungsanleitungen eurer Ladegeräte, welche die optimale Einstellung für die neue Lithium-Batterie ist.

In unserem Falle haben wir unseren EBL 211 von “AGM” auf “Lead-Gel” eingestellt, da keine eigenständige Einstellung für Lithium vorhanden war.

Unseren Ladebooster und Solarladeregler konnten wir hingegen auf eine Lithium-Ladekurve umstellen.


Testlauf

Wenn ihr alle Kabel wieder angeschlossen habt und die Einstellungen eurer Ladegeräte umgestellt habt, solltet ihr einen Testlauf durchführen.

Schaltet dafür nach und nach eure Verbraucher ein und eure möglichen Stromeingänge.

Wir haben unseren angeschlossenen EBL eingeschaltet und alle möglichen Verbraucher getestet. Licht, Wasserpumpe, USB-Anschlüsse – alles hat wunderbar funktioniert.

Dank der App von Supervolt konnten wir auch die Ladevorgänge der neuen Lithium-Batterie prüfen, da diese den Stromfluss anzeigt. Aufladen per Solaranlage und Landstrom haben sofort funktioniert. Den Ladebooster konnten wir erst später testen, da wir aufgrund des abgeklemmten Airbag-Kabels das Auto nicht starten durften.

Nach erfolgreichem Testlauf haben wir den Sitz wieder eingebaut.


Fazit zur Umrüstung

Die eigentliche Umrüstung von AGM auf Lithium-Batterie in unserem Camper verlief sehr viel einfacher als wir es uns zuerst vorgestellt haben. Der schwierigste Part war eigentlich der Aus- und Wiedereinbau des Sitzes.

Wir sind super froh, endlich eine zuverlässige Batterie an Bord zu haben und haben keine Angst mehr, dass uns “der Saft” ausgeht. Zusätzlich zur enormen Gewichtseinsparung von fast 40 kg (!) haben wir noch 50 Ah mehr effektiven Energiespeicher – eine Echte Win-win-Situation. Außerdem ist unter dem Beifahrersitz Platz frei geworden, den man zum Beispiel für einen Wechselrichter* nutzen könnte.

Ehrlich gesagt hätten wir die Umrüstung schon viel früher durchführen sollen. So hätten wir uns schon viel Ärger wegen zu geringer Batterieladung sparen können.

Wir können nur jeden dazu ermutigen, seine alten AGM oder Bleibatterien im Wohnmobil auf Lithium umzurüsten. Auch wenn eine Lithium-Batterie zuerst von den Investitionskosten etwas höher ist, so kommt man über ein paar Jahre trotzdem günstiger weg, da sie deutlich länger hält.


Unsere Erfahrung mit der Supervolt Batterie

Bei der Auswahl der Lithium-Batterie haben wir alles richtig gemacht.

Unsere neue 150 Ah Lithium-Batterie von Supervolt* macht einen grandiosen Job. Wir konnten die Batterie bereits mehrere Wochen ausgiebig testen und sind begeistert.


Supervolt App

Sehr gut gefällt uns die hauseigene App von Supervolt. Mit der haben wir immer den Ladezustand im Blick und können sehen, wie viel Strom einfließt oder ausfließt.


RJ45 Schnittstellen

Auch sehr praktisch finden wir die zwei Netzwerkschnittstellen an der Batterie. An der linken Schnittstelle kann man den mitgelieferten An-/Ausschalter anschließen und somit die Batterie vor einer Tiefenentladung schützen. So spart man sich den Anschluss eines Batterietrennschalters. Zum Ausschalten der Batterie drückt man einfach oben auf den Knopf, schon trennt sich die Stromverbindung zu allen Anschlüssen. Perfekt, um die Batterie für längere Standzeiten vorzubereiten.

Zusätzlich lassen sich an den RJ45-Schnittstellen Geräte wie Bildschirme und LTE-Module anschließen, sowie Softwareupdates für das BMS durchführen.


DIN-Maße

Dank der standardisierten DIN-Maße passen die Batterien perfekt unter den Drehsitz der meisten Wohnmobile. Bei unserem Citroen Jumper würden auch zwei Batterien hineinpassen. Also ist noch Platz für ein Upgrade.


Temperaturschutz

Die Batterien von Supervolt haben einen integrierten Temperatursensor am Gehäuse. Der Sensor ist nötigt, damit das BMS den Ladevorgang bei unter 0° C abbrechen kann. Das schützt die Lithium-Zellen und erhöht die Lebensdauer.

Eine Entladung der Batterie ist weiterhin möglich, und zwar bis -20 °C!

Solltet ihr eine trotzdem eine Batterie benötigen, die auch unter 0 °C Außentemperatur aufgeladen werden kann, müsst ihr euch eine Lithium-Batterie mit integrierter Heizplatte kaufen.

Supervolt hat extra hierfür die “Polar“-Serie entwickelt. Die integrierten Heizplatten zwischen den Lithium-Zellen aktivieren sich, sobald die Außentemperatur 0 °C erreicht und heizen die Batterie bis 10 °C auf. Dieser Vorgang geschieht vollkommen automatisch!

Die Batterien der Polar-Serie machen für jeden Sinn der bei extremen Temperaturen unterwegs ist oder der seine Batterien nicht im Innenraum des Wohnmobils verbaut hat.


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In diesem Blogbeitrag begleiten wir den Einbau eines Wasserfilters in unserem Camper.

Wir berichten euch, wie wir den Wasserfilter in unserem Adria Twin 600 SP Camper angebracht haben und warum wir uns für einen festverbauten Wasserfilter unter der Spüle entschieden haben. Außerdem zählen wir euch die Vorteile auf, die man mit einem Wasserfilter im Camper hat.

Damit ihr euch besser in unserem Artikel zurechtfindet, haben wir für euch ein Inhaltsverzeichnis erstellt.

Inhaltsverzeichnis


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Die Vorteile eines Wasserfilters im Camper

Warum haben wir uns für einen Wasserfilter entschieden und welche Vorteile haben wir damit?
Im Nachfolgenden stellen wir euch die für uns entscheidenden Kriterien vor.

Wasserqualität

Der ausschlaggebende Grund, einen Wasserfilter im Camper einzubauen, war für uns ganz klar die Wasserqualität. Wir sind mit unserem Camper viel unterwegs und wissen nie, welche Wasserqualität uns vor Ort erwartet. Mit einem Wasserfilter können wir auf Nummer sichergehen, denn dieser filtert unter anderem feine Partikel (z.B. Kalkflocken, Schmutz), Chlor, organische Schadstoffe, medikamentöse Rückstände und weitere Substanzen aus dem Trinkwasser.


Kostenersparnis

Bevor wir einen Wasserfilter im Camper eingebaut haben, haben wir häufig unser Wasser in Flaschen oder Kanistern gekauft. In vielen Ländern gibt es die Möglichkeit kostenlos Wasser im Camper aufzutanken oder für wenige Euro den 100-Liter-Tank aufzufüllen. Das ist natürlich deutlich günstiger als immer wieder Geld im Supermarkt ausgeben zu müssen. Filtert man das zumeist kostenlose Wasser selbst, haben sich die Kosten für den Wasserfilter schnell amortisiert.


Plastikreduzierung

Zusätzlich trägt man zur Plastikreduzierung bei, wenn man sein Wasser selber filtert und keine Wasserflaschen mehr kaufen muss. In den Ländern, in denen es Pfandsysteme gibt, war es für uns auch immer aufwendig, die Pfandflaschen zurückzubringen. Die leeren Pfandflaschen an Board haben auch eine Menge Platz eingenommen.


Festverbauter oder portabler Wasserfilter?

Es gibt portable Wasserfilter und festverbaute Wasserfilter, die für den Camper geeignet sind. Im Nachfolgenden stellen wir euch beide Systeme einmal kurz vor:

Portabler Wasserfilter

Bei einem portablen Wasserfilter wird der Filter beim Tankvorgang mit dem Wasserschlauch verbunden. Hierdurch wird das Wasser gefiltert, bevor es in den Wassertank gelangt.

Ein Vorteil des portablen Wasserfilters ist, dass im Wassertank nur gefiltertes Wasser landet, wodurch der Tank leichter zu reinigen ist. Außerdem ist dieser schnell einsatzbereit und bedarf keiner aufwendigeren Installation.

Ein Nachteil eines portablen Wasserfilter ist, dass man bei schlechtem Wasserdruck wesentlich länger braucht, bis der Wassertank beladen ist. Schwierig wird es auch, wenn man keinen Wasserschlauch an den Wasserhahn anschließen kann und mit einem Kanister oder eine Gießkanne den Wassertank auffüllen muss.


Festverbauter Wasserfilter

Bei einem festverbauten Wasserfilter wird das Wasser zwischen Wassertank und Wasserhahn gefiltert. Hier ist es also egal, mit welchem Wasserdruck der Wassertank befüllt wird. Ein festverbauter Wasserfilter ist natürlich eine Frage des Platzes. Zusätzlich muss auch die Wasserpumpe im Camper ausreichend Stärke haben (2,1 bar), damit weiterhin ein guter Wasserdurchfluss gewährleistet werden kann.

Wir haben uns für einen festverbauten Wasserfilter entschieden, da wir häufig in Gebieten unterwegs sind, wo man auch mal mit einem Kanister Wasser auffüllen muss.

Unsere Kaufentscheidung fiel auf den Alb Filter Travel ACTIVE* mit Vorfiltermodul*. Es gibt bei Alb Filter aber auch noch zwei weitere Filter, nämlich den Travel NANO*, dessen Kartusche filtert auch Bakterien und Viren und den Travel FUSION*, dieser enthält die NANO und die ACTIVE Kartusche.


Portabler und festverbauter Wasserfilter

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich natürlich für eine Kombination aus beiden Filtern entscheiden. Alb Filter bietet hier sogar ein Set mit portablem und festverbauten Wasserfilter an.


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Der Einbau des Wasserfilters im Camper

Den festverbauten Wasserfilter haben wir in unserem Adria Twin 600 SP unter dem Spülbecken montiert und an den Kaltwasser-Anschluss angeschlossen. Das heißt, wenn wir unseren Wasserhahn auf “kalt” einstellen, erhalten wir gefiltertes Wasser und wenn wir ihn auf “warm” einstellen, wird das Wasser nicht gefiltert. Aufgewärmtes Wasser kommt nur aus dem Hahn, wenn der Boiler angestellt ist.

Wir zeigen euch nun Schritt für Schritt, wie wir den Wasserfilter im Camper eingebaut haben.

Vorbereitung

Zunächst haben wir überlegt, welche Utensilien wir für den Einbau des Wasserfilters im Camper brauchen. Diese führen wir euch in der nachfolgenden Übersicht auf.



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Einbauort finden

Da wir einen bereits ausgebauten Adria Twin 600 SP haben, waren die Wahlmöglichkeiten für einen geeigneten Platz des Wasserfilters sehr beschränkt. Wir haben uns dafür entschieden, den Wasserfilter links neben dem Spülbecken an der Wand anzubringen. Hierbei mussten wir beachten, dass der Filter der oberen Schublade nicht in die Quere kommt. Dies konnten wir vermeiden, in dem wir den Filter auf der Höhe des Spülbeckens angebracht haben. Für den später installierten Wasserschlauch ist hinter den Schubladen noch genug Platz.

Zum Austesten einer geeigneten Stelle haben wir den Wasserfilter gemäß der Bedienungsanleitung zusammengesteckt und in die Wandhalterung eingelegt.


Wandhalterung anbringen

Damit der Wasserfilter während der Fahrt gut gesichert ist, haben wir eine Wandhalterung* angebracht. Diese wird mithilfe von zwei Schrauben befestigt. Um das Wasserfiltergehäuse nicht zu beschädigen, haben wir das Gehäuse für den Bohrvorgang entnommen.

Für den weiteren Einbau haben wir das Wasserfiltergehäuse provisorisch in die Wandhalterung eingesetzt. Die Filterkartusche haben wir erst ganz am Ende eingesetzt.

Durch den Schraubverschluss an der Wandhalterung lässt sich der Wasserfilter jederzeit leicht entnehmen.


Kaltwasserverbindung trennen

Im nächsten Schritt haben wir den Kaltwasserschlauch, welcher zum Wasserhahn führt, aus dem vorhandenen UniQuick Verbinder gezogen.

Den Schlauch haben wir nun nach links in Richtung Wasserfilter verlegt. An das offene Schlauchende wird der gekaufte UniQuick Gerader Tüllenverbinder* angesteckt.


Wassereinlauf an den Filter anschließen

Zu Beginn hatten wir den Kaltwasserschlauch aus dem vorhandenen UniQuick Verbinder gezogen. In diesen Verbinder soll die gekaufte UniQuick Schlauchstecktülle* gesteckt werden.

Zunächst haben wir jedoch, die Schlauchstecktülle mit einer Schlauchklemme* am Wasserschlauch befestigt. Den Wasserschlauch* haben wir mit einem Cuttermesser so zugeschnitten, dass er von dem vorhandenen UniQuick Verbinder bis zum Wasserfilter reicht.

Am anderen Schlauchende haben wir den mitgelieferten GEKA-Schlauchverbinder mit einer Schlauchklemme befestigt.

Nachdem wir die Schlauchstecktülle und den GEKA-Schlauchverbinder am Wasserschlauch angebracht haben, haben wir die Schlauchsteckhülle in den vorhandenen UniQuick Verbinder gesteckt und den GEKA-Schlauchverbinder mit dem GEKA-Hahnstecker am Wasserfilter verbunden.

Hierüber gelangt später das Wasser in den Wasserfilter.


Wasserauslauf

Damit das Wasser nach dem Filtervorgang auch aus dem Wasserhahn fließen kann, haben wir ein weiteres Schlauchstück angebracht. Dieses kommt zwischen den Filterausgang und den zu Beginn nach links gelegten Kaltwasserschlauch, an den wir den UniQuick Tüllenverbinder*gesteckt haben.

Wir haben das Schlauchstück wieder mithilfe eines Cutters passend zugeschnitten. Danach haben wir den UniQuick Tüllenverbinder vom Kaltwasserschlauch und den GEKA-Schlauchverbinder vom Wasserfilter nochmal abgemacht, um die beiden Teile mit jeweils einer Klemme am Wasserschlauch zu befestigen.

Den GEKA-Schlauchverbinder haben wir nun wieder mit dem GEKA-Hahnstecker am ALB-Filter verbunden und den UniQuick Tüllenverbinder mit der Kaltwasserleitung.

Nun kann das gefilterte Wasser zum Wasserhahn gelangen.


Testlauf

Bevor wir die die eigentliche Filterkartusche in das Filtergehäuse eingesetzt haben, haben wir zunächst einen Testlauf gemacht. Pumpe an und Wasser marsch.

Alles war dicht und das Wasser ist, wie normal aus dem Hahn geflossen.


Filterkartusche einsetzen

Da wir jetzt wussten, dass alles funktioniert, haben wir die Active-Filterkartusche eingesetzt. Hierzu mussten wir den unteren Verschlussdeckel des Filtergehäuses abschrauben. Die Filterkartusche wird mit leichten Drehbewegungen in die Aufnahme des unteren Verschlussdeckels gedreht. Danach kann der Verschlussdeckel wieder auf das Filtergehäuse geschraubt werden.


Unsere Erfahrungen und wichtige Hinweise

Wasserpumpe

Laut Empfehlung sollte die Wasserpumpe beim Festeinbau der Active-Kartusche* einen Druck von mindestens 2,1 bar. Für einen guten Durchfluss wird sogar ein Druck von 2,3 bis 2,6 bar empfohlen. Der benötigte Druck nimmt mit der Nutzungsdauer zu.

Wir haben uns zwar vorsorglich eine Wasserpumpe mit einem Druck von 2,1 bar gekauft, aber aktuell kommen wir noch ganz gut mit unserer bereits vorhandene Wasserpumpe mit einem Druck von 1,1 bar zurecht.


Der Wasserdurchfluss ist zwar etwas langsamer, was uns aber nicht stört. Zum Spülen stellen wir den Wasserhahn auf den Warmwasseranschluss um. Da dieser nicht mit dem Wasserfilter verbunden ist, fließt das ungefilterte Wasser normal schnell.


Kartuschenwechsel

Spätestens nach vier Monaten sollte die Nano-Kartusche laut Hersteller gewechselt werden.

Da wir einen Vorfilter* verbaut haben, kann dieser die Lebensdauer der Kartusche erhöhen. Der Vorfilter sollte alle 3-6 Monate gewechselt werden.

Da der Vorfilter weiß ist, lässt sich gut erkennen, wann es an der Zeit für einen Wechsel ist. Alb Filter bietet die Wechselpads im 3er Pack* an.


Lagerung

Solltet ihr den Wasserfilter für längere Zeit (1-2 Wochen) einmal nicht nutzen, so ist es ratsam, die Kartusche aus dem Gehäuse zu entnehmen, diese gut trocknen zu lassen und dann trocken zu lagern.

Die Kartusche sollte niemals im Kühlschrank oder luftdicht gelagert werden (Schimmelgefahr). Es wird auch nicht empfohlen, die Kartusche in Reis zu legen.


Unser Fazit

Dank des Wasserfilters müssen wir uns auf unseren Reisen keine Gedanken mehr, um die Wasserqualität machen. Dadurch, dass wir keine Trinkwasserflaschen im Supermarkt kaufen, sparen wir Geld und eine Menge Platz im Van.

Die Installation des Alb Filters war super einfach und wir sind sehr zufrieden damit, den Wasserfilter unter der Spüle verbaut zu haben.


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Diesel-Standheizung im Camper nachrüsten: Autoterm Air 2d

In diesem Artikel begleiten wir unseren Selbsteinbau einer zusätzlichen Diesel-Standheizung in unserem Camper.

Wir berichten euch über unseren eigenen Einbau im vorausgebauten Citroen Jumper (baugleich Fiat Ducato) und geben euch wertvolle Tipps für den eigenen Einbau mit. Außerdem zählen wir euch die Vorteile auf, die man mit einer zusätzlichen Diesel-Standheizung im Wohnmobil hat.

Eine Sache können wir vorab schon sagen: Eine Diesel-Standheizung wie z.B. die Autoterm Air 2d* (Werbung) kann sich sehr lohnen und der Selbsteinbau ist mit etwas handwerklichem Geschick auch gut zu bewältigen.

Damit ihr euch besser in dem Artikel zurechtfindet, haben wir euch ein Inhaltsverzeichnis erstellt.

Inhaltsverzeichnis


Unsere Ausgangssituation

Wir fahren bereits seit drei Jahren einen Adria Twin 600 SP. In unserem Camper ist ab Werk eine Truma Combi 4 Gasheizung eingebaut. Diese Heizung ist grundsätzlich auch gut und macht seine Arbeit ordentlich. Um die Heizung zu betreiben können wir maximal 2 x 11kg Gasflaschen mitnehmen.


Warum eine zusätzliche Diesel-Standheizung?

Obwohl wir bereits eine Heizung haben, wollten wir zusätzlich eine Diesel-Standheizung im Camper nachrüsten – aber warum eigentlich?

Wir nennen euch unsere persönlichen Beweggründe und weitere Vorteile, die ihr mit zwei Heizungen habt.

Verfügbarkeit von Diesel

Da wir mit unserem Camper auch zu kälteren Jahreszeiten unterwegs sind, benutzen wir unsere Heizung dementsprechend öfters. Das größte Problem, welches wir mit unserer Gasheizung haben, ist die Verfügbarkeit von Gas. Oft sind wir in Regionen unterwegs, in denen das Angebot, Gasflaschen aufzufüllen, extrem dürftig ist. Teilweise mussten wir im Norden von Skandinavien mehrere hundert Kilometer weiterfahren, nur um unsere Gasflasche aufzufüllen, damit wir die Heizung weiter benutzen konnten. Das führte auch dazu, dass wir nur sehr sparsam heizten und oft im Kalten saßen.

Mit einer Standheizung, welche mit Diesel funktioniert, ist dies anders. Diesel bekommt man an jeder Tankstelle und somit entfällt Beschaffungs-Problematik.

Dies ist für uns der größte Vorteil gegenüber einer Gasheizung und weshalb wir letztendlich den Entschluss gefasst haben, die Autoterm Air 2D* einzubauen.

Ausfallsicherheit

Ein weiterer Vorteil einer zweiten Heizung ist die Ausfallsicherheit. Sollte tatsächlich mal eine Heizung ausfallen, so hat man noch eine zweite als Back-Up.

Besonders in eher entlegeneren und kälteren Gebieten kann das ein sehr beruhigender Gedanke sein.


Warum die Autoterm Air 2D?

Nachdem wir uns dazu entschieden haben, eine Diesel-Standheizung im Camper nachzurüsten, mussten wir uns noch entscheiden welche genau es sein sollte.

Im Internet und besonders auf Amazon gibt es unzählige preiswerte “China-Standheizungen“, die preislich zwischen 100€ – 200€ liegen. Gleichzeitig gibt es Standheizungen von “Premium-Herstellern“, die preislich weit über 1.000€ liegen.

Die Autoterm Air 2D schafft hier sozusagen den Spagat. Sie ist nicht so teuer wie die Standheizungen der Premium-Herstellermacht, macht aber keine Abstriche bei Qualität und Leistung.

Die wichtigsten Vorteile der Autoterm Air 2D zählen wir euch hier auf:

E-Prüfzeichen

Dank des sogenannten E-Prüfzeichens kann die Autoterm Air 2D auch privat eingebaut werden. Eine Eintragung oder erneute Vorführung beim TÜV ist somit nicht notwendig.

Eingebautes Höhenkit

Mit dem bereits integrierten “Höhenkit” lässt sich die Autoterm Air 2D auch auf großer Höhe bedienen. Ohne ein Höhenkit wäre dies nicht möglich, da die Standheizung sonst nicht mit der geringeren Sauerstoffzufuhr zurechtkommen würde.

Verbrauch

Je nach Heizstufe, verbraucht die Autoterm Air 2D zwischen 0,1 l und 0,24 l Diesel pro Stunde bei einer Heizleistung von 0,8 kW bis 2 kW. Der Stromverbrauch beweget sich zwischen 10 W bis 29 W. Wir finden den Diesel- und Stromverbrauch gering.


Werbung: Es handelt sich hierbei um Werbung für das “99% Camper-Kit – Heizungs-Komplettset mit 2kW Leistung“* von tigerexped. Warum wir uns für das 99% Camper-Kit entschieden haben und weshalb wir es weiterempfehlen können, erfahrt ihr im nachfolgenden Text.

*Hinweis: Wir verwenden in unserem Beitrag Affiliate-Links. Das bedeutet, wir bekommen eine kleine Provision, wenn ihr über den Sternchen-Link (*) etwas kauft. Der Preis bleibt für euch natürlich immer derselbe und wir erhalten auch keine Daten oder Namen. Wenn ihr Interesse an den hier vorgestellten Produkten habt und unsere Arbeit unterstützen möchtet, würden wir uns sehr freuen, wenn ihr über unseren Produktlink einkauft.


Warum bei tigerexped kaufen?

Nachdem wir beschlossen hatten, dass es die Autoterm Air 2D werden soll, waren wir auch schon nach der Suche nach dem passenden Händler. Sehr schnell sind wir auf tigerexped* gestoßen. Die Vorteile, die man bei tigerexped als Kunde hat, haben es uns sehr einfach gemacht. Welche dies sind, zählen wir euch auf:

99% Camper-Kit

tigerexped bietet mit dem 99% Camper-Kit* ein Heizungs-Komplettset, das für Selbsteinbauer grundsätzlich keine Wünsche offen lässt. Zusätzlich zum Standard Einbauset der Autoterm Air 2D kommen hier noch relevante Einbauartikel hinzu, damit ihr nichts mehr zusätzlich bestellen müsst – So spart ihr euch Zeit und Nerven.

99% Camper-Kit Lieferumfang

Autoterm Air 2D Kit

  • Autoterm Air 2D Heizgerät
  • Autoterm-Dieselpumpe
  • Gummihalter für Dieselpumpe
  • Abgasrohr (1m)
  • Abgasschalldämpfer
  • Ansaugluftschlauch mit Schalldämpfer
  • Hitzeschutzschlauch
  • Kabelbaum für Dieselpumpe
  • Kabelbaum für Heizgerät
  • Tankansaugrohr
  • Diesel-Kraftstoffleitung (5,5m)
  • Verbindungsstücke für Kraftstoffleitung
  • Schrauben, Muttern, Schellen, Kabelbinder

Zusätzlich im 99% Kit

  • Bedienteil nach Wahl
  • Einbauflansch (48 oder 83 mm tief)
  • Kraftstofffilter
  • 60mm Warmluftrohr (3m)
  • Y-Stück für Warmluftrohr
  • Endstücke für Warmluftausgang

Support

Solltet ihr bei eurem Selbsteinbau Hilfe brauchen, steht der Support von tigerexped telefonisch und per Mail zur Verfügung. Wir finden, das ist nicht selbstverständlich und besonders bei so einem Produkt goldwert.


Der Einbau

Kommen wir nun zum wichtigsten Punkt des Beitrages: dem Einbau der Diesel-Standheizung.

Wir erklären euch, wie wir den Einbau bewältigt haben, und worauf ihr achten solltet, wenn ihr die Heizung auch selbst einbauen wollt.

Für den Einbau haben wir folgendes Werkzeug und Utensilien gebraucht:


Einbauort finden

Bevor man mit dem eigentlichen Einbau beginnen kann, muss der richtige Einbauort für die Diesel-Standheizung im Camper ausfindig gemacht machen. Dabei gibt es einige wichtige Punkte zu beachten.

Da die Standheizung mithilfe des mitgelieferten Einbauflansches installiert wird, muss auf der Unterseite des Fahrzeuges logischerweise genug Platz für den Flansch sein.

Hierfür haben wir uns ein Rechteck aus Pappe, in der Größe des Flansches ausgeschnitten, um damit unter dem Fahrzeug eine geeignete Position zu finden. Beachtet unbedingt, dass beim Einbau auf keinen Fall durch tragende Metallteile gesägt werden darf. Bedenkt zusätzlich, dass später noch der Frischluftschlauch und das Abgasrohr am Einbauflansch montiert werden.

Im Innenraum an gleicher Stelle wird die Standheizung auf den Flansch befestigt. Hier sollte natürlich genug Platz für die Heizung sein.

Achtet hier auf den Mindestabstand der Heizung zu den Wänden. Die Mindestabstände stehen in der Bedienungsanleitung.

Den richtigen Einbauort zu finden, gestaltete sich bei uns etwas schwierig. Da wir einen fertigen Camper von Adria haben, war bei uns bereits sehr viel unter dem Fahrzeug installiert, sodass für uns nur eine mögliche Option zur Verfügung stand.


Loch sägen

Nachdem ihr euch für einen Einbauort entschieden habt, kommt wohl der schwierigste Part der Installation. Für den Einbauflansch muss nun ein passendes Loch gesägt werden

Tipp: Um nicht einfach “blind” darauf los zusägen, bohrt euch zuerst ein kleines Loch von der Unterseite des Fahrzeuges durch. Zieht für diesen Schritt unbedingt eine Schutzbrille* auf, da sonst Eisenspäne ins Auge fliegen könnten!

Nun könnt ihr euch anhand des Bohrloches perfekt orientieren. Messt mithilfe des Bohrloches aus, wo die Kanten des Loches verlaufen sollen und setzt dann im Innenraum den Einbauflansch an die endgültige Einbaustelle. Mithilfe eines Bleistiftes könnt ihr jetzt das Loch skizzieren.

Bevor es mit dem eigentlichen Sägen losgeht, haben wir in jeder Ecke ein Loch durchgebohrt. Damit das Sägeblatt einer Stichsäge* durchpasst, benötigt es einen 10-mm-Bohrer*. Es empfiehlt sich, die Löcher in mehreren Schritten zu bohren. Z.B.: 3 mm – 7 mm -10 mm.

Jetzt kann es mit dem Sägen losgehen. Mit einem längeren Metall-Sägeblatt* kann man sehr gut durch den Metallboden des Fahrzeuges sägen. Arbeitet euch von Seite zu Seite und haltet die eingezeichnete Linie beim Sägen ein.

Nachdem ihr alle Seiten gesägt habt, sollte sich das Bodenstück eigentlich von alleine lösen und ihr müsst es nur noch herausdrücken. Probiert jetzt aus, ob der Einbauflansch hineinpasst. Falls nicht, könnt ihr vorsichtig mit der Stichsäge etwas nachbessern.

Nach dem Entgraten mit einer Metallfeile* solltet ihr unbedingt das blanke Metall mit einem Rostschutzlack* behandeln.


Dieselentnehmer einbauen

Als Nächstes geht es daran, den Dieselentnehmer zu installieren. Der Dieselentnehmer reicht in den Kraftstofftank, woraus die Dieselpumpe den Kraftstoff zur Heizung transportiert.

Grundsätzlich gibt es zwei Varianten, woher die Heizung ihren Diesel bekommen kann:

  1. Diesel kommt aus dem Fahrzeugtank
  2. Diesel kommt aus einem separaten Kraftstofftank (z.B. Kanister)

Wir haben uns für die erste Variante entschieden, sodass wir nicht zusätzliche Kanister mit uns führen müssen. So befördert die mitgelieferte Dieselpumpe ganz einfach den Diesel über den Fahrzeugtank zur Heizung.

⇨ Achtung: Wir berichten euch über den Einbau in einem Citroen Jumper (Baugleich Fiat Ducato & Peugeot Boxer). Wie der Tankentnehmer am besten in eurem Fahrzeug eingebaut werden soll, können wir euch nicht sagen.

Um den Tankentnehmer im Fahrzeugtank des Fiat Ducatos zu befestigen, gibt es eine sehr einfache Vorgehensweise. Dafür müsst ihr ein Loch in den Entlüftungsschlauch des Fahrzeugtanks bohren. Durch dieses Loch könnt ihr dann den Tankentnehmer führen und oben befestigen.

Der Entlüftungsschlauch befindet sich am inneren Tankdeckel. Dieser ist sehr einfach durch die Serviceklappe zu erreichen, welche sich zwischen den Fahrersitzen befindet. Mit einem passenden Steckschlüssel lässt sich der Schlauch lösen und dann abziehen.

Das Loch sollte mindestens 8 mm breit sein, damit der Tankentnehmer auch durchpasst.

⇨ Bevor ihr mit dem Bohren loslegt: Arbeitet euch auch hier mit kleineren Bohrern vor. Fangt am besten mit einem 3-mm-Bohrer an.

Der mitgelieferte Tankentnehmer wird definitiv zu lang sein, deshalb muss er gekürzt werden. Um die richtige Länge zu ermitteln, kann euch ein starrer Draht behilflich sein. Den Draht einfach durch die Öffnung des Entlüftungsschlauchs führen, bis ihr den Boden des Tanks erreicht. Achtet dabei, dass ihr den Draht an der Tankarmatur vorbeiführt (nicht hinein).

Markiert euch die Länge des Drahtes und kürzt diese, um mindestens 2 bis 3 cm. So könnt ihr sichergehen, dass die Heizung später nicht auf eure Reserve zugreift.

Jetzt könnt ihr den Tankentnehmer auf die richtige Länge zuschneiden. Das Ende des Entnehmers solltet ihr mit einer Metallfeile wieder schräg anfeilen.

Biegt jetzt das obere Teil des Entnehmers etwas gerade und führt es von unten durch das bereits gebohrte Loch im Entlüftungsschlauch. Jetzt könnt ihr es wieder zurechtbiegen. Biegt die Unterlegscheibe noch etwas zurecht, damit sich diese auf den Entlüftungsschlauch legt.

Achtet darauf, dass der Tankentnehmer außerhalb der Tankarmatur liegen muss, wenn ihr den Entlüftungsschlauch wieder einbaut.


Dieselpumpe befestigen

Damit der Diesel überhaupt vom Tank zur Heizung gelangen kann, bedarf es einer Dieselpumpe.

Die Dieselpumpe wird unter dem Fahrzeug montiert und darf laut Bedienungsanleitung maximal 1 Meter vom Anfang des Tankentnehmers entfernt sein.

Sucht euch also einen Ort an der Unterseite des Fahrzeuges, an dem ihr die Dieselpumpe befestigen könnt.

Tipp: Bei dem Fiat Ducato gibt es an der Fahrzeugunterseite sehr viele Löcher, in denen man wunderbar M6-Nietmuttern* einsetzen kann. So haben wir in der Nähe des Auspuffs eine Nietmutter in ein Loch eingesetzt und daran später die Dieselpumpe befestigt.

Im 99% Camper-Kit* von tigerexped ist zusätzlich ein Kraftstofffilter dabei. Der Filter wird mithilfe der Schlauchverbindungsstücke vor die Pumpe montiert. Die Schlauchverbindungstücke werden zusätzlich mit Klemmen gesichert. Achtet dabei auf die Laufrichtung der Pumpe. Danach muss noch jeweils ein Schlauchverbindungsstück an den Anfang des Filters sowie an das Ende der Pumpe angebracht werden.

Stülpt jetzt den Gummihalter auf die Dieselpumpe. Dieser wird das typische “Klicken” der Pumpe im Betrieb etwas abdämpfen.

Mit der Öse des Gummihalters kann die Dieselpumpe mit dem Kraftstofffilter an der Fahrzeugunterseite befestigt werden.

Wir haben mit einer M6 Schraube den Gummihalter direkt an die von uns zuvor befestigte Nietmutter geschraubt. Zusätzlich haben wir die Konstruktion mit Kabelbindern an einen parallel liegenden Fahrzeugschlauch angebunden.

Die Dieselpumpe muss mit einem Winkel von ca. 5-15° nach oben ausgerichtet und befestigt werden.


Dieselleitung verlegen

Jetzt geht es an die eigentliche Verbindung zwischen Kraftstofftank, Dieselpumpe und Heizgerät. Die mitgelieferte Kraftstoffleitung ist 5,5 Meter lang und sollte für alle Fahrzeugtypen ausreichen.

Als Erstes verbindet ihr die Kraftstoffleitung mit einem Verbindungsstück und zwei Klemmschellen am Eingang des zuvor befestigten Tankentnehmers.

Die Kraftstoffleitung muss jetzt zur Dieselpumpe gezogen werden.

⇨ Tipp: Bei dem Fiat Ducato lässt sich die Kraftstoffleitung sehr einfach zur Fahrzeugunterseite ziehen. Dafür schiebt ihr die Leitung einfach unter der Serviceklappe nach hinten.

Zieht die Dieselleitung bis zum Kraftstofffilter und schaut dabei, wo ihr die Leitung befestigen könnt.

⇨ Tipp: Wir haben uns, die bereits da gewesenen Kabelstränge zunutze gemacht. Hier konnten wir sehr einfach die Dieselleitung in die Kabelhalter dazu fügen. Teilweise haben wir die Leitung zusätzlich mithilfe von Kabelbindern befestigt.

Nachdem ihr die Kraftstoffleitung bis zum Kraftstofffilter verlegt habt, kann diese mit einem Cuttermesser auf die richtige Länge zugeschnitten werden. Befestigt danach die Leitung mithilfe eines Schlauchverbindungsstücks und Klemmschellen mit der Dieselpumpe/Kraftstofffilter.

Befestigt am Ausgang der Dieselpumpe nun den Rest der Dieselleitung. Die Leitung muss jetzt bis zum bereits gesägten Loch für den Einbauflansch verlegt werden. Dort wird die Leitung später mit dem Heizgerät verbunden.

Auch hier machten wir uns die bereits unzähligen Kabelstränge auf der Fahrzeugunterseite zunutze und befestigten die Leitung mit Hilfe der vorhandenen Kabelhaltern.


Einbauflansch montieren

Bevor ihr den Einbauflansch fest mit dem Fahrzeug montiert, empfehlen wir euch Abgasrohr, Frischluftrohr und Dieselleitung bereits vorher mit dem Heizgerät zu verbinden.

Andernfalls müsstet ihr diese Arbeitsschritte an der Fahrzeugunterseite ausführen. Da es sich um eine eher fummelige Arbeit handelt, würde dies ohne Hebebühne von unten deutlich schwieriger werden.

Im ersten Schritt stülpt ihr das Heizgerät über den Einbauflansch. Achtet dabei auf die richtige Ausrichtung des Luftauslasses.

Frischluftrohr

Als nächstes bringt ihr das Frischluftrohr an. Dieses ist wirklich schnell angebracht. Nehmt eine große Klemmschelle aus dem Lieferumfang und befestigt sie an dem Heizgerät.

Dieselleitung

Die zuvor verlegte Dieselleitung kann jetzt auch an das Heizgerät angeschlossen werden. Zieht dafür die Leitung bis zum Einbauflansch und schneidet die Leitung auf die richtige Länge zu. Nehmt wieder ein Schlauchverbindungsstück und zwei kleine Schellen um die Leitung mit dem Heizgerät zu verbinden.

Abgasrohr

Bevor ihr das Abgasrohr an der Heizung befestigen könnt, ist etwas Vorarbeit notwendig. Befestigt das Abgasrohr provisorisch am Flansch und setzt diesen in das Loch ein. Schaut jetzt, wo genau das Abgasrohr entlang verlaufen soll. Beachtet dabei, dass noch kurz vor dem Ende des Abgasrohres der Abgas-Schalldämpfer angebracht werden muss.

Wenn ihr die richtige Position für das Abgasrohr gefunden habt, markiert euch die Stelle, an der ihr den Schalldämpfer anbringen wollt. Dieser sollte sich kurz vor dem Ende des Rohres befinden.

Tipp: Den Schalldämpfer haben wir später mithilfe einer Nietmutter befestigt. Dazuhaben wir einen Metallwinkel (mitgeliefert) mit einer Schraube an der Nietmutter befestigt. Am Metallwinkel haben wir dann den Schalldämpfer befestigt.

Sägt das markierte Stück mit einer Metallsäge* ab und setzt dann den Schalldämpfer dazwischen. Dieser lässt sich mit den großen Schellen einfach anbringen.

Zieht den mitgelieferten Hitzeschutzschlauch über das Abgasrohr, bevor ihr dieses am Heizgerät fest macht. Der Hitzeschutzschlauch schützt z.B. das Frischluftrohr und die Dieselleitung in der Nähe vor Erwärmung durch die Abgase.

Nachdem ihr provisorisch die Position des Abgasrohres festgelegt habt, montiert ihr es nun mit einer Klemmschelle am Einbauflansch.

Frischluft- & Abgasrohr an der Fahrzeugunterseite befestigen

Habt ihr alles am Heizgerät befestigt, könnt ihr den Einbauflansch in Position bringen.

Auf der Fahrzeugunterseite muss jetzt das Abgasrohr mit dem Schalldämpfer sowie das Frischluftrohr befestigt werden. Dafür sind genug Befestigungschellen und Kabelbinder im Lieferumfang dabei.

Da wir den Einbauflansch direkt neben unserem Reserverad eingebaut haben, mussten wir das Frischluftrohr “hinter” dem Reserverad befestigen. Da das Firschluftrohr leicht ist, reichten dafür ein paar Kabelbinder, um es an einem Kabelstrang zu befestigen.


Kabel verlegen

Ist der Einbauflansch mit den beiden Rohren und der Dieselleitung eingesetzt, könnt ihr bereits mit dem Verlegen der Kabel beginnen.

Es gibt drei Kabel zu verlegen:

  1. Hauptstromkabel – Verbindung zwischen Batterie und Heizgerät
  2. Stromkabel für Dieselpumpe – Verbindung zwischen Heizgerät und Dieselpumpe
  3. Stromkabel für Bedienelement – Verbindung zwischen Heizgerät und Bedienelement

Hauptstromkabel

Das Hauptstromkabel wird mit Ringkabelschuhen direkt am Plus- und Minuspol euerer Batterie befestigt. Es ist eine integrierte Sicherung eingebaut, die in der Nähe der Batterie befestigt werden kann.

Da wir einen bereits ausgebauten Van haben, war das Verlegen der Kabel etwas schwierig. Wir haben uns mit einem Forstnerbohrer* Löcher durch die Holzverkleidungen gebohrt, um das Kabel zu verlegen. Das Kabel haben wir sogar am Frostwächter vorbeigeführt.


Stromkabel – Dieselpumpe

Um die Dieselpumpe mit dem Heizgerät zu verbinden, muss ein kleines Loch in der Breite des Kabelstrangs in den Boden gebohrt werden. Das Loch kann direkt neben der Standheizung sein. Hierdurch führt ihr nun das Kabel.

An der Unterseite des Fahrzeuges zieht ihr jetzt das Kabel bis zur Dieselpumpe. Befestigt den Kabelstrang an der Unterseite des Fahrzeuges. Der Kabelstrang kann sich den Weg mit der bereits verlegten Dieselleitung teilen.

Das “überschüssige” Kabel haben wir an einer geeigneten Stelle unter dem Fahrzeug aufgerollt und befestigt. Natürlich kann das Kabel auch gekürzt werden.

Das Kabel wird mit einer Art “Adapter” direkt an der Dieselpumpe befestigt.


Stromkabel – Bedienelement

Das Anschließen des Bedienelements ist denkbar einfach. Schließt das dazugehörige Kabel (mit dem breiten Stecker) an das Heizgerät an. An das andere Kabelende wird das Bedienelement angeschlossen.

Wenn ihr das gemacht habt, sollte normalerweise auch schon das Display aufleuchten. Falls nicht, bekommt das Heizgerät keine Stromzufuhr und ihr müsstet euch auf Fehlersuche begeben.


Testlauf

Es fehlt theoretisch noch ein Arbeitsschritt (Abdichten und befestigen des Einbauflansches), trotzdem könnt ihr jetzt schon einen Testlauf mit der Heizung starten.

Wir empfehlen euch auf jeden Fall jetzt schon die Diesel-Standheizung zu starten und einen Testlauf zu machen. Sollte diese aus irgendeinem Grund nicht funktionierten, könnt ihr noch sehr einfach auf Fehlersuche gehen, solange die Heizung nicht endgültig befestigt ist.

Für einen Testlauf könnt ihr die Diesel-Standheizung in einer beliebigen Einstellung starten. Die Autoterm Air 2D startet und im Normalfall solltet ihr nach einiger Zeit das typische “Klicken” der Dieselpumpe hören. Jetzt versucht die Dieselpumpe Kraftstoff durch die leere Leitung in Richtung Heizgerät zu befördern.

Achtung: Die Dieselheizung wird mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht beim ersten Anlauf starten. Nach einiger Zeit bekommt ihr eine Fehlermeldung auf dem Bedienpanel angezeigt. Die Fehlermeldung taucht auf, weil das Heizgerät keinen Diesel bekommt. Ignoriert die Fehlermeldung und startet die Heizung mehrmals erneut.

Wir haben mehrere Anläufe gebraucht (mehr als 10) bis die Dieselpumpe den ersten Kraftstoff bis zur Dieselheizung durch gepumpt hat.

Ihr merkt sofort, dass das Heizgerät funktioniert, wenn die Luft warm wird. Falls am Anfang ein unangenehmer Geruch entsteht oder etwas Rauch aus dem Abgasrohr entweicht, ist das grundsätzlich normal. Der Geruch und Rauch verschwinden sehr schnell wieder.

Die Standheizung sollte unbedingt für einen längeren Zeitraum (ca. 2 Stunden) auf höchster Stufe laufen. So könnt ihr sicher sein, dass auch wirklich alles damit stimmt.


Abdichten

Nach dem erfolgreichen Testlauf muss der Einbauflansch nur noch befestigt und abgedichtet werden.

Unserer Meinung nach reicht es vollkommen aus lediglich den Einbauflansch von der Fahrzeugunterseite aus abzudichten. Dadurch wird der Flansch bereits wunderbar fixiert und eine Befestigung von der Fahrzeuginnenseite erübrigt sich.

Für das Abdichten solltet ihr unbedingt einen hochwertigen Karosseriedichtstoff verwenden – z.B. SikaFlex* oder Liquimate*.

Da wir keine Hebebühne haben und es sehr eng unter dem Auto ist, konnten wir nicht mit einer gewöhnlichen Kartuschenpistole arbeiten. Stattdessen haben wir uns Abhilfe geschaffen, indem wir den Dichtstoff in eine Spritze* hineingedrückt haben. Mit der Spritze konnten wir sehr gut an die Kanten des Einbauflansches herankommen.

Tipp: Zieht euch beim Abdichten unbedingt Handschuhe* an, die ihr unter Umständen danach wegwerfen könnt. Das Zeug ist ziemlich zäh und hartnäckig abzuwaschen. Zudem könnt ihr mit einem Handschuh gegebenenfalls die Dichtmasse mit den Fingern an schwierigen Stellen verteilen.


Warmluftverteilung

Die Warmluftverteilung könnt ihr dank des mitgelieferten Warmluftrohres nach Belieben selbst gestalten. Es ist auch ein Y-Stück vorhanden, womit ihr die Luftverteilung in zwei Richtungen lenken könnt. Das Warmluftrohr lässt sich sehr einfach mit einem Cuttermesser kürzen.

Den Anfang des Rohres befestigt ihr ganz einfach am Luftausgang der Standheizung. Das Ende wird mit einem der beiliegenden Endstücke am gewünschten Ort montiert.

Dafür müsst ihr an der beliebigen Position ein Loch in der Größe des Ausströmers sägen. Dieses wird von außen mit drei Schrauben befestigt. Von innen wird das Rohr angesteckt. Jetzt nur noch die Kappe anstecken und fertig.


Erfahrungsbericht

Wir konnten unsere selbst eingebaute Autoterm Air 2D* bereits in der Praxis testen.

Unseren ersten Einsatz der Diesel-Standheizung hatten wir im spanischen Spätherbst. Tagsüber stellten wir die Heizung auf die kleinste Leistungsstufe. Dies reicht bereits aus, um unseren 6m-Van auf ca. 20 °C gemütliche Innenraumraumtemperatur zu beheizen. Die Außentemperatur betrug ungefähr 10 °C ohne Sonneneinstrahlung.

Das Beste an der Heizung ist, dass man sie ohne Probleme einfach durchlaufen lassen kann. Auch mehrere Tage sind in der Praxis kein Problem.


Bedienelement “Comfort Control”

Zur Nacht hin stellten wir unsere Heizung immer aus, wählten aber den “Thermostat-Modus”. Hier kam unser gewähltes “Comfort Control”-Bedienelement zum Einsatz, welches ein integrierten Temperaturfühler hat.

Den Thermostat-Modus kann man auf eine beliebige Temperatur stellen. Der Thermostat-Modus sorgt dafür, dass sich die Standheizung automatisch einschaltet, wenn die Temperatur auf 2 °C unter der eingestellten Temperatur fällt. Die Standheizung heizt dann so lange, bis die gewünschte Raumtemperatur + 1 °C erreicht ist und schaltet sich wieder aus.

Meistens stellen wir unseren Thermostat-Modus auf um die 15 °C ein, damit der Camper nicht zu stark abkühlt.

Zusätzlich kann man mit dem “Comfort Control”-Bedienelement* Timer einstellen. Meistens stellen wir uns einen Timer ein, wenn wir früh loswollen und die Heizung 20 Minuten vor dem Aufstehen bereits den Innenraum auf eine hohe Temperatur bringen soll.

Man kann insgesamt drei verschiedene Timer gleichzeitig aktivieren und sogar nach Wochentagen konfigurieren.


Heizleistung

Die 2 kW maximale Heizleistung der Autoterm Air 2D ist genau richtig für unseren 6m-Van. Eine gewisse Grunddämmung ist natürlich vorausgesetzt.

Stellt man die Standheizung auf maximale Heizleistung, so wird der Innenraum extrem schnell beheizt und nach einiger Zeit gleicht der Innenraum einer Sauna.

Meistens haben wir die Standheizung auf der kleinsten Leistungsstufe laufen und erreichen somit eine super angenehme Wohnraumtemperatur.

Die volle Heizleistung stellen wir morgens beim Aufstehen an, damit der Van nach einer kalten Nacht schnell wieder aufwärmt.

Eine 4 kW Standheizung, wie es einige Camper mit einem ähnlichen Van verbaut haben, wäre für unsere Bedürfnisse zu überdimensioniert.


Verbrauch

Wir sind überaus überrascht, wie wenig die Autoterm Air 2D verbraucht. Wir wussten zwar vorher, dass die Heizung zwischen 0,1 l und 0,24 l Diesel pro Stunde benötigt, jedoch fühlt sich das in der Praxis fast nach “nichts” an.

Lediglich in Sachen Tanken sind wir jetzt etwas vorsichtiger geworden. Wir tanken jetzt lieber etwas zu früh als zu spät, damit wir nicht aus Versehen zu wenig Diesel für die Standheizung an Board haben.

Auch der Stromverbrauch ist sehr gering. Einen relevanten Mehrverbrauch haben wir nicht bemerkt. Der Verbrauch liegt zwischen 10 W und 29 W. Rechnerisch würde es heißen, dass man bei 10 Stunden Dauerbetrieb auf kleinster Stufe 100 Wh verbraucht.


Fazit

Der Einbau der Autoterm Air 2D hat sich für uns voll und ganz gelohnt. Ehrlich gesagt, hätten wir schon viel früher unseren Camper mit einer Diesel-Standheizung aufrüsten sollen.

Unser Komfort im Camper hat sich bei kühlen Außentemperaturen extrem erhöht. Mit unserer alten Gasheizung von Truma waren wir auf längeren Reisen immer sparsam, weil wir nicht plötzlich mit dem Gas leerlaufen wollten.

Jetzt lassen wir unsere Standheizung beruhigt den halben Tag oder sogar länger laufen, wenn wir mal nicht aus dem Camper kommen.

Und das Beste ist: kein lästiges Suchen nach der nächsten Gasfüllstation. Das hat uns besonders im Norden von Skandinavien enorm gestresst.


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