Am Rande der spanischen Pyrenäen, wo die Provinzen Katalonien und Aragonien aufeinandertreffen, liegt die Mont-Rebei-Schlucht (Congost de Mont-Rebei). Hier führt ein schmaler, in den Fels gehauener Durchgang in 500 Metern Höhe durch die Schlucht.
In diesem Blogbeitrag nehmen wir euch mit auf eine Wanderung durch eine der spektakulärsten Schluchten Spaniens.
Dabei ihr euch besser in unserem Beitrag zurechtfindet, haben wir ein kleines Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken für euch erstellt:
Weiter unten im Beitrag haben wir euch die Wanderung auf komoot.de verlinkt.
Die beste Zeit für eine Wanderung durch die Mont-Rebei-Schlucht ist im Frühling oder Herbst, wenn das Wetter mild ist und die Hitze des Sommers vermieden wird. Im Sommer kann es in der Schlucht sehr heiß werden, und die schattigen Abschnitte des Weges sind begrenzt.
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Die Mont-Rebei-Schlucht: Überblick
Die Mont-Rebei-Schlucht wurde durch den Fluss Noguera Ribagorzana geformt, der sich über Jahrtausende tief in das Kalksteinmassiv eingeschnitten hat und dabei steile Felswände von über 500 Metern Höhe hinterlassen hat. Der Weg, der sich durch die Schlucht schlängelt, wurde in die Felswände gehauen und bietet einen Panoramablick auf den Fluss, der in smaragdgrünem Wasser tief unter einem fließt.
Anders als viele andere Schluchten oder Wanderwege in Europa gibt es in der Mont-Rebei-Schlucht keine durchgehende Absicherung wie Zäune oder Geländer. Hier ist daher Vorsicht geboten, besonders an schmalen Stellen. Die Wanderung ist zwar technisch nicht besonders anspruchsvoll, erfordert jedoch Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.
Ausgangspunkt der Wanderung durch die Mont-Rebei Schlucht
Offizieller Ausgangspunkt der Wanderung ist der gebührenpflichtige Wanderparkplatz „Aparcament de la Masieta“(Koordinaten auf Google Maps). Im Oktober 2023 betrugen die Parkgebühren 10 €.
Achtung: Der Parkplatz ist höhenbeschränkt (2,3 Meter). Wir haben daher mit unserem Camper etwas über einem Kilometer vor dem offiziellen Parkplatz auf einem kleinen Schotterplatz geparkt.
Das Parken entlang der Straße ist nicht gestattet. Diese ist zudem sehr schmal und während der Anfahrt muss man bei Gegenverkehr ggf. zurücksetzen.
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Unsere Wanderung durch die Schlucht von Mont-Rebei
Vom Wanderparkplatz aus führt der Weg zunächst sanft bergauf, vorbei an einigen Pinienbäumen. Nach kurzer Zeit öffnet sich der Blick auf die Schlucht und den Fluss.
Das Wasser im Fluss ist längst nicht mehr so hoch, wie es einmal war.
Bald wird der Weg enger und windet sich entlang der steilen Felswände. Es gibt Abschnitte, die gerade breit genug für einen Wanderer sind.
Nachdem man die Schlucht verlassen hat, kann man noch ein Stück weiterwandern bis zur Hängebrücke Congost del Seguer. Diese verbindet die katalanische Seite der Schlucht mit der aragonischen. Unweit der Hängebrücke befinden sich die Holzstege von Montfalcó. Hierbei handelt es sich um steile, in den Fels gehauene Holzstege, die fast senkrecht die Felswand hinauf gehen.
Auf dem rechten Bild erkennt man ganz leicht, wie sich Holzstege von Montfalcó die Felsenwand hinauf schlängeln.
Wir haben nach der Hängebrücke kehrt gemacht und sind wieder durch die beeindruckende Schlucht zurückgewandert.
Reiseplanung
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Die beste Zeit für eine Wanderung durch die Mont-Rebei-Schlucht ist im Frühling oder Herbst, wenn das Wetter mild ist und die Hitze des Sommers vermieden wird. Im Sommer kann es in der Schlucht sehr heiß werden, und die schattigen Abschnitte des Weges sind begrenzt.
Da es keine Geländer gibt, ist besonders an den schmalen Passagen Vorsicht geboten. Es ist keine Wanderung, die für mitkleinen Kindern empfehlen würden.
Nehmt genügend Wasser mit, da es unterwegs keine Versorgungsmöglichkeiten gibt, sowie Sonnencreme, eine Kopfbedeckung und Snacks für Pausen.
Die meisten Wanderer starten ihre Tour am Parkplatz von La Masieta. Der Parkplatz ist allerdings begrenzt, sodass ihr entweder früh ankommen oder auf alternative Parkmöglichkeiten ausweichen solltet.
Der Pfad ist teilweise sehr schmal, und es gibt nur wenige Möglichkeiten, auszuweichen. Seid achtsam gegenüber anderen Wanderern, die euch entgegenkommen und lasst schneller Gehende vorbeiziehen. An den engeren Stellen ist es besonders wichtig, gegenseitig Rücksicht zu nehmen.
Viel Spaß beim Erkunden der Mont-Rebei-Schlucht!
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Weitere Beiträge
Hier findet ihr den kompletten Roadtrip-Bericht unserer dreiwöchigen Reise durch Nord-Spanien:
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Eine Nord-Spanien Reise bietet die perfekte Mischung aus atemberaubenden Landschaften, kulturellen Highlights und einzigartigen Erlebnissen.
Wir berichten euch von unserem dreiwöchigem Roadtrip mit dem Camper durch Nord-Spanien, stellen euch unsere schönsten Ausflugsziele und Wanderungen vor und erzählen euch von unseren Erfahrungen mit dem Wohnmobil im Norden von Spanien.
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Anreise nach Nord-Spanien
Wir sind Anfang November mit unserem Camper durch das Val d’aran in den katalanischen Pyrenäen nach Nord-Spanien angereist. Hier erwarteten uns bunte Bäume, schneebedeckte Berge und unsere ersten Gänsegeier-Sichtungen.
Der Gänsegeier ist in den Bergen Nordspaniens, insbesondere in den Pyrenäen und den Picos de Europa, beheimatet. Er hat sich perfekt an die rauen, felsigen Landschaften der nordspanischen Gebirgszüge angepasst, wo er seine Nester in steilen Felswänden baut.
Dank intensiver Schutzmaßnahmen und Wiederansiedlungsprojekte hat sich der Bestand des Gänsegeiers in Nordspanien in den letzten Jahren stabilisiert, doch bleibt er weiterhin eine seltene und geschützte Art. Für uns war die Beobachtung der Gänsegeier in freier Wildbahn ein unvergessliches Erlebnis.
Es empfiehlt sich daher auf jeden Fall ein Fernglas auf eurer Reise durch Nord-Spanien dabei zu haben.
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Mont-Rebei-Schlucht
Unsere Spanienreise beginnt am Rande der Pyrenäen, im Serra del Montsec Gebirge.
Hier befindet sich die beeindruckende Mont-Rebei-Schlucht(Koordinaten auf Google Maps). Der spektakuläre Canyon, der durch den Noguera Ribagorçana-Fluss geformt wurde, bietet eine der aufregendsten Wanderungen in Nord-Spanien.
Mit schmalen Pfaden, die in die Felswände gehauen wurden, und schwindelerregenden Hängebrücken war dieser Ausflug ein sehr eindrucksvoller Start in unsere Spanienreise.
An dieser Stelle vielen Dank an @owlsons.abenteu.r.er, die uns den Tipp zu dieser und zur nächsten Wanderung gegeben haben.
Einen vollständigen Wanderbericht mit komoot-Karte findet ihr hier:
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Alquézar
Nach unserem adrenalinhaltigen Start ging es weiter in die Region Huesca nach Alquézar(Koordinaten auf Google Maps), einem der schönsten Dörfer Spaniens.
Dieses mittelalterliche Juwel thront auf einem Hügel über dem Río Vero und bietet neben seiner historischen Altstadt auch den spektakulären „Ruta de las Pasarelas“, einen Wanderweg über Holzstege entlang der Felswände und Wasserfälle.
Erdhügel von Valpalmas
Auf unserem Weg weiter in Richtung Norden machten wir einen Zwischenstopp bei den Erdhügeln von Valpalmas(Koordinaten auf Google Maps). Diese faszinierenden geologischen Formationen, die durch Erosion entstanden sind, erinnern an die Landschaften im amerikanischen Wilden Westen und bieten einen außergewöhnlichen Anblick inmitten der spanischen Steppe.
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Bardenas Reales
Weiter führte unsere Reise in die Bardenas Reales(Koordinaten auf Google Maps), eine der beeindruckendsten Halbwüsten Europas. Die bizarren Felsformationen und die weiten, kargen Landschaften machen diese Region einzigartig und bieten fantastische Möglichkeiten für Wanderungen und Fototouren.
Die Halbwüste Bardenas Reales ist ein 42.500 Hektar großer Naturpark, der von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt wurde.
Der Zugang erfolgt hauptsächlich von derStadt Arguedas aus. Dort gibt es einen kostenlosen Wohnmobilstellplatz (Koordinaten auf Google Maps). Direkt neben diesem kann man ehemalige Felsenwohnungen besichtigen.
Der Besuch der Bardenas Reales ist kostenlos. Die Besuchszeiten sind jedoch auf zwischen 8 Uhr bis eine Stunde vor Sonnenuntergang eingeschränkt. Zu Beginn des Naturparks gibt es ein Informationszentrum(Koordinaten auf Google Maps).
Wir folgten einer ca. 25 Kilometer langen Rundstrecke, die durch das Gebiet Bardena Blanca verläuft. Wir die Strecke haben wir mit Fotopausen ca. zwei Stunden gebraucht.
Nach den abenteuerlichen ersten Tagen wird es Zeit für Entspannung in den heißen Quellen bei Arnedillo(Koordinaten auf Google Maps) in La Rioja. Die natürlichen Thermalquellen, die direkt am Fluss liegen, sind perfekt, um die Seele baumeln zu lassen und die Batterien wieder aufzuladen.
Geparkt haben wir auf einem kostenpflichtigen Wohnmobilstellplatz(Koordinaten auf Google Maps) etwas oberhalb der Ortschaft, alle anderen Parkplätze sind höhenbeschränkt.
Mit dabei haben wir immer unsere INSTAX Mini 12*, um die besondersten Reisemomente einzufangen.
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Atlantikküste
Danach führte uns unsere Route an die Atlantikküste in die Provinz Kantabrien.
Das Wetter im November an der spanischen Atlantikküste ist oft wechselhaft und von milden Temperaturen geprägt. Die Temperaturen bewegen sich tagsüber meist zwischen 10 °C und 16 °C. Es ist jedoch die feuchteste Jahreszeit, in der es sehr häufig regnet. Windige Tage und dichte Wolkendecken sind typisch, doch es gibt auch sonnige Phasen, die die dramatische Küstenlandschaft in einem besonderen Licht erscheinen lassen.
Der Atlantische Ozean ist zu dieser Jahreszeit kühl und unruhig, was Badeaktivitäten weniger beliebt macht.
Aufgrund des Wetters entschieden wir das Baskenland, mit seinen bekannten Ausflugszielen der Stadt Bilbao und Gaztelugatxeko Doniene(Koordinaten auf Google Maps)auszulassen. Die Gaztelugatxeko Doniene ist eine spektakulär gelegene Insel an der baskischen Küste, die über eine lange, steile Treppe erreichbar ist und durch ihre beeindruckende Kapelle und die atemberaubenden Ausblicke auf den Atlantik begeistert.
Weitere Aktivitäten rund um Bilbao findet ihr auf GetYourGuide*:
Von der Küste geht es in die Berge, genauer gesagt in den Picos de Europa Nationalpark. Hier erwartet uns die berühmte Ruta del Cares(Koordinaten auf Google Maps), eine der bekanntesten Wanderungen in Nord-Spanien. Der Weg schlängelt sich durch eine enge Schlucht entlang des Río Cares und verbindet die beiden Orte Poncebos und Caín.
Der Weg ist in den Felsen gegraben und führt die meiste Zeit am Abgrund entlang. Hin- & zurück sind es ca. 23 Kilometer zurückzulegen.
In Poncebons befindet sich ein Wanderparkplatz (Koordinaten auf Google Maps). Wir empfehlen euch, diesen auch in der Nebensaison möglichst früh anzufahren.
In Las Arenas gibt es einen kostenlosen Wohnmobilstellplatz (Koordinaten auf Google Maps). Auf dem Wanderparkplatz ist das Parken über Nacht nicht erlaubt.
Mirador Playa de Peñadoria
Nach unserem Ausflug in den Picos de Europa Nationalpark haben wir drei Tage lang ein kleines Tierheim in Asturien unterstützt und konnten viel über den Tierschutz in Spanien erfahren.
Danach führte uns unsere Route wieder an die Atlantikküste zum Mirador Playa de Peñadoria(Koordinaten auf Google Maps), einem atemberaubenden Aussichtspunkt an der Küste Asturiens im Nordwesten Spaniens. Der Aussichtspunkt liegt oberhalb des Playa de Peñadoria, einem abgelegenen Strand, der von imposanten Klippen umrahmt wird.
Catedrais Beach
Unseren nächsten Abstecher machten wir zum berühmten Catedrais Beach (Koordinaten auf Google Maps) in der Provinz Galizien. Der Strand ist für seine spektakulären Felsbögen und Höhlen bekannt, die bei Ebbe sichtbar werden. Bei Flut steigt der Wasserpegel um drei Meter, deshalb solltet ihr euch vor eurem Besuch über die Gezeiten informieren.
Der Besuch ist kostenlos. Allerdings ist unserer Recherche nach in den Monaten Juli bis September und an Ostern eine vorherige Reservierung notwendig.
Santiago de Compostela
Santiago de Compostela ist eine der bedeutendsten Städte Spaniens und das Ziel des berühmten Jakobswegs, einer der ältesten und wichtigsten Pilgerrouten Europas. Die Stadt liegt in der Region Galicien im Nordwesten Spaniens und ist berühmt für ihre prächtige Kathedrale, die das Grab des Apostels Jakobus beherbergen soll. Mit ihrer beeindruckenden Architektur, verwinkelten Gassen und lebendigen Atmosphäre zieht Santiago jedes Jahr Tausende von Pilgern und Touristen an.
Aus Zeitgründen haben wir die Stadt jedoch ausgelassen.
Weitere Aktivitäten rund um Santiago de Compostela findet ihr auf GetYourGuide*:
Nach einem kurzen Zwischenstopp in dem charmanten Fischerdorf Porto de Espansante(Koordinaten auf Google Maps) geht es weiter nach Galicien, wo uns das nächste Highlight erwartet: die Römischen Thermen von Bande (Roman Cladaria) (Koordinaten auf Google Maps). Diese antiken, in das Seeufer integrierten Thermalquellen bieten ein einzigartiges Badeerlebnis in einem historischen Ambiente.
Porto de Espansante
Auch in der nahegelegenen Stadt Ourense (Koordinaten auf Google Maps) gibt es mehrere heiße Quellen entlang des Flusses.
Mit dem Besuch der heißen Quellen endete unsere dreiwöchige Reise durch Nord-Spanien. Von hier ging es nun weiter über die Grenze nach Portugal.
Wir freuen uns sehr, wenn wir euch bei eurer Reise inspirieren konnten. Verlinkt uns sehr gerne auf Instagram @linas_reisen – darüber freuen wir uns immer sehr!
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Fazit Reise durch Nord-Spanien
Unsere dreiwöchige Nord-Spanien Reise war voller unvergesslicher Erlebnisse. Von den wilden Schluchten der Pyrenäen über die beeindruckenden Landschaften der Bardenas Reales bis hin zu den erholsamen heißen Quellen von Arnedillo und Bande – Nord-Spanien bietet eine Fülle an Naturwundern und kulturellen Highlights.
Die spektakulären Küstenabschnitte am Atlantik, die beeindruckende Ruta del Cares und die herzlichen Begegnungen im Tierheim rundeten diese abwechslungsreiche Reise für uns ab.
Die Temperaturen waren angenehm, was in den Sommermonaten ganz anders ist, denn dort kann es bis 40 °C heiß werden. Jedoch hatten wir im November auch viele Regentage.
Mit dem Wohnmobil kamen wir in Nord-Spanien sehr gut zu recht. Über die App Park4Night haben wir viele kostenlose Wohnmobilstellplätze gefunden, die auch häufig über Ver- & Entsorgungsstationen verfügen. Auch die gebührenpflichtigen Stellplatze waren absolut bezahltbar.
Mit dem Camper oder Wohnmobil darf man grundsätzlich überall nächtigen, wo das Parken allgemein erlaubt ist. Was aber nicht bedeutet, dass man Außenbestuhlung aufbauen und draußen eine gemütliche Runde kochen kann. Freistehen ja, campen nein.
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