Norwegen & Schweden – Roadtrip mit dem Camper

Ende August und Anfang September sind wir drei Wochen lang in Norwegen und Schweden mit dem Camper unterwegs gewesen. In unserem Blogbeitrag berichten wir euch über unseren Roadtrip durch Norwegen und Schweden und von den besonderen und sehenswerten Orten, an welchen wir vorbeikamen.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und hoffen euch somit bei eurem Roadtrip inspirieren zu können und euch einige nützliche Tipps mit auf den Weg zu geben.

Damit ihr euch etwas leichter zurecht findet, haben wir ein Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken für euch erstellt:

Norwegen:

Schweden:

Unsere Kosten



Norwegen

Unsere Anreise nach Norwegen

2022 sind wir zum zweiten Mal mit unserem Camper nach Norwegen gefahren. Als wir 2018 mit Auto und Zelt nach Norwegen gereist sind, haben wir auf dem Hinweg die Fähre von Hirtshals (Dänemark) nach Kristiansand (Norwegen) genommen. Den Beitrag über unseren Roadtrip mit Auto und Zelt findest du hier:

Da uns die Fährenfahrt überhaupt nicht gut bekam, stand für uns schnell fest, dass wir zukünftig nur noch über den Landweg anreisen werden.

So sind wir in diesem Jahr über Dänemark und Schweden nach Norwegen hochgefahren.

In Dänemark befindet sich die gebührenpflichtige Storebaeltbrücke. Bezahlt wird an einem Automaten nachdem man die Brücke überquert hat.

Von Dänemark nach Schweden gelangt man über die Öresundbrücke.

Unser Tipp: Bei Hin- & Rückfahrt über die Öresundbrücke spart man mit dem BroPas-Jahresabonnement. Da wir kurz vor der Überfahrt das Jahresabo abgeschlossen haben, konnten wir an an der Mautstation einfach durchfahren. Eine Kamera scannte unser Nummernschild und die Gebühr wurde von unserem Konto abgebucht.

In Schweden lässt es sich wirklich angenehm fahren. Wir sind an der Westküste bis nach Falkenberg hochgefahren und haben dort die Nacht am Meer verbracht. 2021 haben wir einen Zwischenstopp in Smögen eingelegt. Einen Besuch in Smögen & Smögenbryggan können wir euch auf alle Fälle empfehlen!

Am nächsten Tag sind wir dann nach Norwegen aufgebrochen und erreichten am Nachmittag unser erstes Ziel: Einen tollen (freien) Stellplatz in der Region Valdres mit Blick auf den danebengelegenen Jotunheimen Nationalpark.


Region Valdres

Die Region Valdres grenzt an den Jotunheimen Nationalpark und ist eine ideale Gegend für Outdoor-Aktivitäten.

Schon im letzten Jahr verbrachten wir unsere Nacht auf einem freien Stellplatz in der Nähe von Beitostølen. Von hier hatten wir einen tollen Blick auf den Jotunheimen Nationalpark und der Sonnenuntergang war einfach traumhaft!

Am nächsten Morgen sind wir zur Gravolskampen Rundwanderung aufgebrochen. Eine wunderschöne Wanderung und der perfekte Start für unsere Norwegenreise.

Über unsere Wanderung haben wir einen eigenen Blogbeitrag veröffentlicht:


Rondane Nationalpark

Der Rondane Nationalpark ist Norwegens ältester Nationalpark. Der Süd-Westen des Nationalparks ist von den Ortschaften Mysusæter und Høvringen aus zugänglich. Während wir in den vergangenen Norwegenreisen die Nationalpark über Mysusæter aus angefahren haben, sind wir in diesem Jahr von Høvringen aus aufgebrochen.

Von dort sind wir zur Peer Gynt hytta und dem Wasserfall-Canyon gewandert.

Über unsere Wanderung und unseren Stellplatz erfahrt ihr mehr im nachfolgenden Blogbeitrag:

  • Wasserfall Canyon im Rondane Nationalpark
  • Rondane Nationalpark, Peer Gynt hytta
  • Wanderung im Rondane Nationalpark
  • Wandern im Rondane Nationalpark - Peer Gynt hytta
  • Wandern im Rondane Nationalpark - Peer Gynt hytta

Sognefjellsvegen

Sognefjellsvegen ist eine Passstraße in Norwegen und verbindet die beiden Orte Gaupne und Lom. Die Landschaftsroute führt durch eine atemberaubend schöne Gebirgslandschaft. Es gibt viele Gelegenheiten anzuhalten und die Aussicht zu genießen.

Unseren Tag starteten wir in Lom. Dort besichtigten wir die bekannte Stabkirche.

Stabkirche Lom
Stabkirche Lom

Den weiteren Verlauf des Tages hatten wir noch nicht geplant, so beschlossen wir ganz spontan die Passstraße Sognefjellsvegen (Koordinaten auf Google Maps) anzusteuern. Die Landschaft um den Sognefjellsvegen ist wirklich traumhaft, so legten wir recht oft einen Halt zum Fotografieren ein.

Sognefjellsvegen

Jotunheimen Nationalpark

Die Landschaftsroute Sognefjellsvegen führt am Jotunheimen Nationalpark vorbei.

Am Parkplatz an der Sognefjellshytta beschlossen wir kurzerhand wandern zu gehen. Eine lange Wanderung hatten wir eigentlich nicht geplant, da wir an den vorherigen Tagen bereits viel wandern gewesen sind. Die Landschaft war allerdings viel zu schön, um einfach nur daran vorbeizufahren.

Entlang der Passstraße Sognefjellsvegen gibt es ausreichend Möglichkeiten mit dem Camper die Nacht zu verbringen.

Hier geht es zu unserem Wanderbericht:

  • Sognefjellsvegen
  • Sognefjellshytta
  • Wanderung im Jotunheimen Nationalpark, Sognefjellsvegen
  • Jotunheimen Nationalpark Wanderung Sognefjellsvegen

Wanderung auf den Molden

Molden (1.1.16 m.ü.M.) ist ein Berg in der norwegischen Gemeinde Luster. Vom Gipfel hat man einen atemberaubenden Weitblick auf Berge und Fjorde! Ausgangspunkt unserer Wanderung ist ein Wanderparkplatz zwischen den Ortschaften Hafslo und Gaupne (Koordinaten auf Google Maps). Der Parkplatz ist am Nachmittag gut besucht, daher empfiehlt es sich am frühen Morgen oder am Abend anzureisen. Wir sind am Abend mit dem Wohnmobil angereist und haben dort die Nacht verbracht.

Hier gelangst du zu unserem Wanderbericht:

  • Wanderung auf den Molden, Berg Norwegen
  • Wanderung auf den Molden, Berg Norwegen
  • Wanderung auf den Molden, Berg Norwegen
  • Wanderung auf den Molden, Berg Norwegen
  • Wanderung auf den Molden, Berg Norwegen

Wanderung auf den Blåtinden

Von der Wanderung auf den Molden waren wir so angetan, dass wir uns für den nächsten Tag eine weitere Bergwanderung vorgenommen haben.

Wir entschieden uns kurzerhand für die Wanderung auf den Blåtinden, da dieser auf dem Weg zu unserem nächsten Ausflugsziel der Insel Runde liegt.

In der norwegischen Provinz Møre og Romsdal befindet sich die Insel Hareidlandet. Die Insel ist über den Eiksund-Tunnel, einem der tiefsten Straßentunnel der Welt, zu erreichen.

Der Blåtinden ist mit 697 m.ü.M. der höchste Gipfel auf Hareidlandet. Vom Gipfel des Blåtinden hat man einen atemberaubenden Weitblick auf Fjorde, Berge, Insellandschaft und Meer!

Zudem ist die Wanderung nicht besonders bekannt. Wir sind nur wenigen Einheimischen begegnet.

Einen ausführlichen Wanderbericht findest du hier:


Insel Runde

An der westnorwegischen Küste befindet sich die Insel Runde. Runde ist besonders bekannt für seine Brutkolonien für Seevögel. Papageientaucher, Basstölpel, Trottellummen und viele weitere Vögel brüten jedes Jahr auf der Insel.

Für uns ist die Insel Runde ein kleines Abbild von Schottland, denn die grüne Landschaft mit den beeindruckenden Klippen und den vielen Seevögeln hat uns stark an unsere Reise im Frühjahr erinnert.

Über unseren Ausflug auf Insel Runde haben wir einen eigenen Blogbeitrag verfasst:

  • Polarlichter auf Insel Runde
  • Insel Runde, Norwegen
  • Seeadler auf Runde
  • Insel Runde, Norwegen

Atlantikstraße

Die Atlantikstraße (Atlantic Ocean Bridge) ist ein Straßenabschnitt, welcher über mehrere Brücken und Inseln führt.

Ein landschaftlich absolut traumhafter Ort!

Entlang der Atlantikstraßen gibt es einige Möglichkeiten zu halten. Auf der kleinen Insel Eldhusøya könnt ihr sogar über einen kurzen, gut angelegten Wanderweg spazieren.

Ganz in der Nähe der Atlantikstraße befindet sich der schöne Sandstrand Farstadsanden (Koordinaten auf Google Maps). Auch hier lohnt sich ein kurzer Zwischenstopp.

Zu unseren Wanderungen nahe der Atlantikstraße erfahrt ihr gleich mehr.

Wir haben dieses Jahr zum zweiten Mal die Atlantikstraße überquert und zwei Nächte auf einem Parkplatz verbracht. Hier werdet ihr sicher bei Park4Night fündig.

In der ersten Nacht hatten wir nochmal das große Glück und konnten Polarlichter sehen, aber auch der Sonnenuntergang über dem atlantischen Ozean ist einfach spektakulär.


Wanderung auf die Berge Gulltanna & Meekknoken

In der norwegischen Gemeinde Averøy befinden sich die Berge Gulltanna (591 m.ü.M.) und Meekknoken (751 m.ü.M.). Vom Gipfel der beiden Berge hat man einen atemberaubenden Weitblick auf den Ozean, die Atlantikstraße, Berge und Fjorde!

Die Nacht vor und nach der Wanderung haben wir auf einem Parkplatz neben der Atlantikstraße verbracht, von hieraus ist der Startpunkt der Wanderung mit dem Auto schnell zu erreichen. Für uns war die Wanderung auf die beiden Berge ein Tagesausflug. Wer nicht so lange unterwegs sein möchte, kann auch nur auf den Berg Gulltanna wandern.

Hier gelangst du zu unserem Wanderbericht:

Eine weitere schöne Wanderung in der Nähe der Atlantikstraße ist die Wanderung auf den Sjurvarden.

Auf den Sjurvarden sind wir im letzten Jahr hochgewandert.


Dovrefjell Nationalpark

Nach unserem Aufenthalt an der Atlantikstraße machten wir uns auf den Weg in Richtung Dovrefjell Nationalpark. Einen Zwischenstopp legten wir am Gjevillvatnet (Koordinaten auf Google Maps) ein, einem See in den Bergen mit Sandstrand. Der Gjevillvatnet ist über eine Mautstraße zu erreichen.

Am nächsten Morgen ging es früh weiter zum Dovrefjell Nationalpark, einem unserer liebsten Nationalparks. 21 Kilometer sind wir im Dovrefjell umhergewandert. Ziel war es vor allem den wilden Moschusochsen zu begegnen.

Moschusochsen sind absolut beeindruckende Tiere. Obwohl der Name es vermuten lässt, gehört der Moschusochse nicht zu den Rindern, sondern zählt zu den Ziegenartigen. Mit einem Gewicht von 400kg und 1,5m Schulterhöhe wandern diese Lebewesen durch die arktischen Tundren unserer Erde. Mit nur ungefähr 300 Tieren ist die Population in Norwegen extrem klein. 

Im letzten Jahr sind wir schon einmal im Dovrefjell Nationalpark auf Moschusochsen-Safari gewesen.

Hierüber haben wir einen eigenen Blogbeitrag veröffentlicht:

In diesem Jahr sind wir mit unserer Wanderung von der Ortschaft Kongsvoll aus gestartet. Unsere Route führte uns zum selben Ort, an dem wir im letzten Jahr eine Herde Moschusochsen entdeckt haben. Dieses mal waren dort keine Moschusochsen, aber wir konnten von dort zwei kleinere Herden Moschusochsen in der Ferne erkennen und sind dann näher an diese herangewandert.

Ein absolut beeindruckendes Erlebnis!

  • Moschusochse im Dovrefjell Nationalpark
  • Moschusochsen Warnschild
  • Moschusochsen Mutter mit zwei Jungen

Gutulia Nationalpark

Im Osten Norwegens befindet sich der zweitkleinste Nationalpark Norwegens – der Gutulia Nationalpark. Der Nationalpark umfasst eine Größe von 23 km² und grenzt direkt an Schweden. Nur wenige Kilometer entfernt liegt der Femundsmarka Nationalpark.

In der Ortschaft Elgå befindet sich das kleine Besucherzentrum der Nationalparks Gutulia und Femundsmarka (Standort auf Google Maps).

Über die Fv654 fährt man den Gutulia Nationalpark an. Dabei handelt es sich um eine teils unbefestigte Straße. Vorsichtig fahren empfiehlt sich sowieso wegen der vielen Rentiere.  Hier befinden wir uns nämlich im Rentierweidedistrikt Elgå. Ein ganzjährig genutztes Weideland für Rentiere. Die halbdomestizierten Rentiere dürfen sich hier frei bewegen und sind zumeist in kleineren Gruppen unterwegs.

Von der Fv654 geht es dann nochmal ein kleines Stück über eine sehr schmale Straße in den Gutulia Nationalpark. Hier gibt es einen kleinen Besucherparkplatz und auch eine Feuerstelle ist vor Ort. Außerdem gibt es einen kleinen Parkbereich für Wohnmobile und eine kleine Fläche auf der es gestattet ist zu zelten.

Gutulia Nationalpark
Toilettenhäuschen im Gutulia Nationalpark
Gutulia Nationalpark
Gutulia Nationalpark

Vom Parkplatz aus führt ein ca. drei Kilometer langer Wanderpfad am See entlang. Entlang des Wegrandes sind Infotafel über den Gutulia Nationalpark angebracht. Man erfährt hier einiges über die alten Fichten, die Rentiere und andere Wildtiere, die dort heimisch sind.

  • Wandern im Gutulia Nationalpark
  • Wandern im Gutulia Nationalpark
  • Ameisenhaufen im Gutulia Nationalpark
  • Wandern im Gutulia Nationalpark

Am Ende des Wanderpfades befindet sich ein weiterer Zeltplatz mit Feuerstelle. Von dort aus kann man auch weiter in den Gutulia Nationalpark wandern, allerdings gibt es keine Wanderwege. Laut unserer Recherche ist es gestattet sich frei im Nationalpark umherzubewegen.

Wir waren nun schon zweimal an diesem schönen Ort, im September 2021 und im September 2022. Um diese Jahreszeit ist es schon spürbar Herbst, nachts wird es schon um die Null Grad kalt. Diese Jahreszeit hat jedoch auch etwas ganz magisches, denn alles leuchtet in vielen Farben.

2021 sind wir bei unserer kleinen Wanderung einem Rentier begegnet. 2022 haben wir einen Adler in der Ferne gehört und einige Waldlemminge zu Gesicht bekommen. Besonders beeindruckend sind auch die vielen riesigen Ameisenhaufen.


Hier gelangst du zu unserer Wanderung auf komoot.de


Weitere Bilder:


Wanderung im Femundsmarka Nationalpark

Der Femundsmarka Nationalpark befindet sich in den norwegischen Provinzen Innlandet und Trøndelag und grenzt an das benachbarte Schweden an. Der Park ist geprägt von seiner nahezu unberührten Wald- und Bergregion, von seinen Flüssen und von seinen vielen Seen.

Der Nationalpark hat zwei Besucherzentren. Eines der beiden befindet sich in Elgå. Hier wurde uns die Wanderung über den Djupsjøberget und Båthusberget als einer der schönsten Wanderungen in der Region empfohlen.

Unseren Beitrag über die wunderschöne Wanderung findest du hier!

  • Båthusberget Femundsmarka Wanderung
  • Båthusberget Femundsmarka Wanderung
  • Båthusberget Femundsmarka Wanderung
  • Båthusberget Femundsmarka Wanderung
  • Båthusberget Femundsmarka Wanderung

Schweden

Fulufjället Nationalpark

Der Fulufjället Nationalpark liegt im mittelschwedischen Westen, direkt an der Grenze zu Norwegen.

In unserem Blogbeitrag wollen wir euch einige Eindrücke unserer Wanderungen der letzten beiden Jahren zeigen.

2021 sind wir 19 Kilometer durch den Fulufjället Nationalpark gewandert. Hier lag unser Fokus zunächst auf den touristischen Hauptattraktionen. Diese kann man sich auch ansehen, ohne soweit wandern zu müssen. Wer jedoch gerne wandert, dem können wir die große Runde nur ans Herz legen. Der Nationalpark ist nämlich unglaublich schön.


Hier gelangst du zu unserem Spreadshirt-Shop:

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2022 sind wir 25 Kilometer im Fulufjället unterwegs gewesen. Dieses Mal zog es uns erst in die Weite des Nationalparks und auf dem Rückweg ging es für uns am Old Tjikko und am Njupeskär vorbei.

Hier gelangst du zu unserem Wanderbericht:


Tiveden Nationalpark

Der Tiveden Nationalpark ist einer der wildesten Wälder Schwedens und Heimat von Luchsen, Wölfen und vielen mehr.

Am Haupteingang des Nationalparks (Koordinaten auf Google Maps) gibt es Parkplätze, WCs und eine Touristeninformation. Hier beginnen die meisten Wanderwege. Die Wanderwege im Tiveden Nationalpark sind gut ausgezeichnet. Wir haben uns für den 6,7 km langen Rundweg „Oxögabergsrundan“ (blaue Fünf) entschieden. Der Weg ist hügelig und war bei uns auch teilweise rutschig, da es zuvor geregnet hat. Die Landschaft des Tivedens ist sehr märchenhaft. Wir kamen an glitzernden Seen vorbei, an moosbedeckten Waldstücken, an den typischen Auerhuhnwäldern und wanderten über große Felsbrocken.

Unsere Wanderung auf komoot.de.


Store Mosse Nationalpark

Der Store Mosse Nationalpark ist ein großes, weitgehend unberührtes Hochmoor in Schweden. Der Nationalpark beheimatet unter anderem Kraniche, Singschwäne, Birk- und Auerhühner. Auch Adler tauchen regelmäßig auf. Einem Elch und Rehbock sind wir auch schon begegnet.

Hier geht es zu unserem Wanderbericht:


Unsere Kosten

Drei Wochen waren wir insgesamt unterwegs. Zwei davon in Norwegen und eine halbe in Schweden.

Mit 1.670 € Gesamtkosten kamen wir recht günstig weg.

  • Tanken 1.211 €
  • Lebensmittel 226 €
  • Maut / Brücken 217 €
  • Stellplätze 10 €
  • Ver- & Entsorgung 3 €
  • Parkgebühren 2 €

Der Großteil der Kosten ist auf die Spritkosten entfallen. Bei zurückgelegten 5.250 Kilometern war das keine Überraschung.

Die Lebensmittel sind in Norwegen schon deutlich teurer. Für unsere Reise hatten wir Lebensmittel im Wert von ca. 80 € aus Deutschland mit dabei (in der Aufstellung mit eingerechnet). Mit dem Vorrat kamen wir gut zurecht.

In Skandinavien haben wir ausschließlich frei gestanden. In Deutschland haben wir auf der Durchreise 10 € für einen Stellplatz gezahlt.

Die Ver- & Entsorgung war in Skandinavien auch überwiegend kostenlos. Einmal haben wir 3 € gezahlt.
In Schottland war für diesen Service meistens eine Pauschale von 8-10 € angefallen.


Weitere Wander- & Reiseberichte aus Norwegen findest du hier!


Du magst unsere Arbeit? Gerne kannst du uns ein kleines Trinkgeld für die Reisekasse hinterlassen.


Weitere Blogbeiträge:


Unsere Kameraausrüstung:


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Roadtrip durch Schottland

Im Mai & Juni 2022 sind wir drei Wochen mit dem Camper durch Schottland gereist. In diesem Beitrag berichten wir dir von unseren Erfahrungen und zeigen dir die schönsten Orte, die wir besucht haben. Viel Spaß beim Durchstörbern.

Zur besseren Übersicht haben wir für euch ein Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken erstellt:

I. Unsere Anreise

II. Willkommen in Schottland

III. Wildlife Tour auf Insel Lunga (Puffins)

IV. Isle of Skye

V. North Coast 500

VI. Ostküste: Crovie & Troup Head

VII. Cairngorms Nationalpark

VIII. Unsere Kosten


Unsere Anreise

Anreise durch den Eurotunnel

Wir haben uns für unsere Anreise nach Großbritannien für eine Zugfahrt durch den Eurotunnel entschieden.

Der Eurotunnel ist ein ca. 50 km langer Eisenbahntunnel zwischen Calais (Frankreich) und Folkestone (England). Er ist die schnellste Verbindung vom europäischen Festland nach England. Die Überfahrt mit dem Zug dauert ca. 35 Minuten.

Die Fahrt durch den Unterwassertunnel ist zwar etwas teurer als eine Fährenverbindung, aber eine gute Alternative falls man zur Seekrankheit neigt.

Das Ticket haben wir bereits im Vorfeld online gebucht.

Vor Ort am Eurotunnel war alles gut organisiert. Als wir eingecheckt haben, erhielten wir die Möglichkeit ohne Aufpreis einen früheren Zug zu nehmen, das kam uns natürlich gelegen. Dann sind wir der Beschilderung gefolgt, sind durch die Grenzkontrollen gefahren und haben anschließend noch ein paar Minuten gewartet, bis wir mit unserem Camper in den Zug gelotst wurden. An den Grenzkontrollen verlief alles ganz reibungslos, wir mussten unsere Reisepässe vorzeigen (die Einreise ist nur mit Reisepass möglich) und dann wurde noch überprüft, ob unsere Gasflasche richtig verschlossen ist.

Während der Zugfahrt bleibt man im Fahrzeug. Im Zug sind öffentliche Toiletten vorhanden. Alles in Einem war es eine unkomplizierte und schnelle Überfahrt nach England und am Ende unseres Urlaubes auch wieder zurück nach Frankreich.


Linksverkehr

In England angekommen war der Übergang in den Linksverkehr garnicht so kompliziert. Wir sind einfach den Autos vor uns gefolgt. Man gewöhnt sich recht schnell daran. Da wir mit unserem Camper immer gemütlich unterwegs sind, sind wir die meiste Zeit auf der linken Spur unterwegs gewesen. Überholt wird von rechts.

Gewöhnungsbedürftig fanden wir allerdings die britischen Kreiselsysteme. Auf den Autobahnen gibt es sehr viele große Kreisel, hier muss man schauen, dass man sich auf der richtigen Spur einordnet. In den Ortschaften gab es oft anstelle von Kreuzungen kleine Kreisel, deren System wir um ehrlich zu sein, bis heute nicht ganz verstanden haben. Vorsichtig und aufmerksam fahren, sollte man ja sowieso immer. Nicht vergessen: In den Kreisel fährt man linksherum rein.

Am ersten Tag haben wir in England viel Strecke zurückgelegt. Wir sind in einem Zug bis zum Campingplatz Riverside Gardens in Retford gefahren (Park4Night) und hatten Glück, dass wir am Abend den Campingplatzbetreiber noch erreichen konnten und auf den Stellplatz gelassen wurden.

Wir empfehlen euch im Vorfeld einen Stellplatz für einen Zwischenstopp herauszusuchen, da das Angebot nahe der Autobahn nicht besonders groß ist.


Single Track Roads

Am nächsten Morgen ging es früh los, denn unser Ziel war es schnellstmöglich Schottland zu erreichen. Zum Vorteil für uns war hier, dass in den United Kingdom die Zeit eine Stunde zurückgeht.

In Schottland angekommen machten wir zum ersten mal Begegnung mit den schmalen Straßen und den Single Track Roads. Eine Single Track Road ist eine Straße, die nur für ein einziges Fahrzeug breit genug ist. Das heißt, dass bei Gegenverkehr ein Fahrzeug in eine Ausweichbucht ausweichen musst. Hier ist es wichtig vorausschauend zu fahren und am besten bei Zeit mit dem Gegenverkehr zu kommunizieren. Wir haben z.B. durch Lichthupe dem Gegenverkehr zu verstehen gegeben, dass wir in die Ausweichbucht fahren und der andere passieren kann. Das hat auch immer gut geklappt.

Wenn wir gemerkt haben, dass Einheimische hinter uns unterwegs waren und wir die Möglichkeit dazu hatten, diese vorbeizulassen, sind wir kurz zur Seite gefahren. Die Einheimischen kennen ihre Straßen und sind doch wesentlich schneller unterwegs. Es wurde immer sehr dankbar aufgenommen, wenn wir diesen die Möglichkeit zum Passieren einräumten. Auch wir hatten mehr davon, wenn vor uns jemand unterwegs ist, der die Straßen und eventuelle Hindernisse kennt.


Willkommen in Schottland

Am dritten Tag unserer Reise sind wir in Schottland angekommen. Für die erste Nacht machten wir Halt am Loch Lemond. Hier fanden wir einen kostenlosen Stellplatz. Diesen erreichten wir am Nachmittag . Der Loch-Lomond-and-the-Trossachs-Nationalpark ist mit Sicherheit eine wunderbare Gegend, in welcher es viel zu entdecken gibt, allerdings waren wir von der Fahrt sehr geschafft und es regnete. Wir machten somit nur einen kleinen Spaziergang am See und ruhten uns ein wenig aus. Für den nächsten Tag war nämlich einiges geplant.


Kilchurn Castle

Kilchurn Castle, Schottland
Kilchurn Castle

Unser erstes Ziel war die Ruine Kilchurn Castle. Vom Loch Lomond war es ungefähr eine Stunde Fahrt mit dem Camper.

Vor der Ruine auf der Halbinsel gibt es einen Parkplatz. Von hier aus kann man bis kurz vor die Burgruine wandern.

Den berühmten Ausblick auf die Ruine bekommt man allerdings von der südlichen Seite zu sehen. Entlang der A819 auf der Höhe der Burg sind am Straßenrand einige wenige Parkplätze. Von hier folgt man einem kleinen Wanderweg (ca. 200 Meter) und gelangt an das Ufer, von wo man den wunderschönen Blick auf Kilchurn Castle hat.

Wir empfehlen unbedingt wasserfestes Schuhwerk, da der Boden dort sehr matschig ist. Lasst euch von ein bisschen Regen nicht abschrecken, denn oft scheint nach fünf Minuten wieder die Sonne.

Früh da sein lohnt sich, wir hatten den Ausblick auf Kilchurn Castle ganz für uns allein.


Castle Stalker

Auf zur nächsten Burgruine. Nach einer weiteren Stunde Fahrt machten wir Halt am Café Castle Stalker View. Dort stärkten wir uns mit einem leckeren Stück Kuchen und einem warmen Getränk und warfen einen Blick auf die Burgruine Castle Stalker. Vom Aussichtspunkt führt ein schmaler und matschiger Weg nach unten an den See. Von dort konnten wir nochmal einen näheren Blick auf die Ruine werfen.


Glenfinnan Viaduct

Nachdem wir die zwei Burgruinen besucht haben, war es immer noch früh am Tag. Wir beschlossen daher, uns auf die Spuren von Harry Potter zu begeben. Also machten wir uns auf den Weg um den Hogwarts Express über das Glenfinnan Viaduct fahren zu sehen. Der Hogwarts Express heißt eigentlich Jacobite Steam Train und fährt um diese Jahreszeit (Juni) zwei Mal täglich zwischen Fort William und Malaig hin und her.

In vielen Reiseberichten heißt es, dass man eine gute Stunde bevor der Zug die Brücke überquert den Besucherparkplatz aufsuchen sollte, da dieser nicht sonderlich groß ist. Wir mussten jedoch feststellen, dass eine Stunde vorher gerade mit dem Wohnmobil zu knapp ist!

Es gibt einen PKW Parkplatz und eine Parkfläche für Wohnmobile. Diese war bereits voll, als wir am Parkplatz ankamen. In der Umgebung gibt es auch kaum Ausweichmöglichkeiten.

Von Montag bis Freitag überquert der Zug einmal gegen 10:55 Uhr und 15:00 Uhr das Viaduct (Stand Juni 2022).

Unter der Woche und am Wochenende gibt es verschiedene Abfahrtzeiten. Bitte beachtet bei eurer Recherche, dass die Angaben auf einigen Reiseblogs nicht mehr aktuell sein könnten. So dachten wir z.B. das der andere Zug kurz nach drei nochmal über das Viaduct fährt. Das wäre allerdings nur am Wochenende der Fall gewesen.

Am besten informiert ihr euch auf der Homepage der Bahn über die genauen Abfahrtzeiten.

Vom offiziellen Aussichtspunkt sieht man den Zug nachmittags nur von hinten. Man kann sich jedoch auch auf die andere Seite des Viaduktes stellen.

Vom Parkplatz aus waren es ca. 10 Minuten Fußweg zum Aussichtspunkt. Bitte denkt an festes Schuhwerk und wasserfeste Kleidung. Während unseres Aufenthaltes ist das Wetter alle fünf Minuten umgeschlagen.


Wildlife Tour auf Insel Lunga – Die Puffininsel

Kennt ihr diese Tage, die einem für immer in Erinnerung bleiben werden? Genau so einen Tag durften wir während unserer Schottlandreise erleben. Es war der zweite Tag nach unserer Ankunft in Schottland und es war einfach alles perfekt. Wir erkundeten an diesem Tag atemberaubende Küstenlandschaften, aber das absolute Highlight waren unsere tierischen Begegnungen.


Staffa and Treshnish Isles Wildlife Tour

Schon vor unserer Schottlandreise machten wir uns Gedanken darüber, welche Tiere wir gerne in freier Wildbahn erleben wollten. Puffins, auf deutsch der Papageientaucher, aber auch Delfine standen hier ganz oben auf unserer Liste. Und so kam es, dass wir während unseres ersten Tages in Schottland kurzfristig beschlossen, an der organisierten Staffa and Treshnish Isles Wildlife Tour von dem Tourenanbieter Staffa Tours teilzunehmen und uns hierfür zwei Tickets buchten.

In der ca. sechsstündigen Tour waren ein Stopp auf der Insel Staffa und ein Stopp auf Insel Lunga mit inbegriffen. Die Bootsfahrt an sich war bereits ein absolutes Ereignis, denn bereits nach 10 Minuten sind mehrere große Tümmler mit unserem Boot mitgeschwommen. Die Delfine spielten mit der Strömung, die das Boot erzeugte. Da wir uns während der Fahrt auf dem offenen Deck aufhielten, kamen wir den Tümmlern sehr nahe. Ein vielversprechender Beginn einer wunderbaren Tour.

Lunga, Scotland
Insel Lunga

Wir hatten natürlich viel Glück so vielen Tieren begegnet zu sein, eine Garantie gibt es dafür nämlich nicht. Auch das Wetter hat mitgespielt und ermöglichte uns, auf den beiden Inseln Halt zu machen. Am besten informiert ihr euch im Vorfeld eurer geplanten Tour ausreichend auf der Webseite des Tourenanbieters. Seit Mitte Juli 2022 wurden die Inselbesuche auf den Treshnish-Isles wegen der Gefahr der Vogelgrippe für den Rest der Saison ausgesetzt. Papageientaucher lassen sich daher nur noch vom Boot aus beobachten. Laut Anbieter findet die Anlandung auf der Insel Staffa weiterhin statt.

Für die Tour haben wir umgerechnet ca. 80 € pro Person bezahlt (Stand Juni 2022).


Unser Ausgangspunkt – Kilchoan

Staffa Tours startet seine Touren üblicherweise in Tobermory auf der Insel Mull und in Kilchoan ist ebenfalls ein Zustieg möglich. Da wir mit unserem Camper nicht auf die Insel Mull übersetzen wollten, beschlossen wir von Kilchoan aus die Tour zu beginnen. Diese startete am Mingary Pier, wo kostenlose Parkplätze zur Verfügung stehen. Die Parkplätze sind jedoch stark begrenzt, daher sollte man bei Zeit dort sein.

Die Nacht verbrachten wir auf einem kostenpflichtigen Stellplatz in Kilchoan. Der Stellplatz lag direkt am Meer und wir hatten eine unglaubliche Aussicht. Wir waren umgeben von Schafen und vielen Kaninchen.

Kilchoan ist ein kleines Dorf auf der schottischen Halbinsel Ardnamurchan. Laut unserer Recherche beläuft sich die Zahl der Einwohner auf ca. 150. Als wir am ersten Tag unserer Schottlandreise die Tour buchten, war uns jedoch nicht bewusst wie viel Mühe und Zeit die Fahrt nach Kilchoan beanspruchen würde.

Wir waren an diesem Tag bereits mehrere Stunden mit dem Camper unterwegs gewesen, hatten zwei Burgen und das Glenfinnan Viaduct besichtigt (Link zum Blogbeitrag) . Laut Google Maps sollte die Fahrt bis Kilchoan ca. 1:40 h beanspruchen. Weit verfehlt, denn die Hälfte der Strecke bestand aus einer Single Track Road. Und die hatte es echt in sich. Eine Kurve nach der anderen, ein Hügel nach dem anderen und eine Straße, die schon etwas in die Jahre gekommen zu sein schien.

Für uns als „Schottlandneulinge“ eine ziemlich nervenaufreibende Sache. Da wir wegen der vielen Kurven und Hügel immer nur maximal bis zur nächsten Ausweichbucht sehen konnten, wenn überhaupt, kamen wir nur im Schneckentempo voran. Zum Glück hatten wir nicht viel Gegenverkehr

Im Nachhinein sind wir aber wirklich froh diese Anstrengung auf uns genommen zu haben, denn Kilchoan ist ein wirklich schöner Ort und für die Wildlife Tour hat es sich ohnehin schon gelohnt!

Tankstelle in Kilchoan
Tankstelle in Kilchoan

Insel Staffa

Nachdem beeindruckenden Start der Tour war das nächste Ziel die Insel Staffa. Staffa ist eine Felseninsel, die zu den inneren Hebriden gehört. Sie ist bekannt als die „Insel der Säulen“ und besonders beliebt wegen ihrer Meereshöhle, der Fingal’s Cave.

Während des einstündigen Aufenthaltes auf Staffa hat man die Möglichkeit die Fingal’s Cave zu bestaunen und die Insel zu begehen. Die Stunde verging recht schnell. Da ich mich ein wenig von meiner Seekrankheit erholen musste, reichte die Zeit nicht mehr um die Höhle zu besichtigen. Auch ohne Besuch der Höhle hat uns die Insel landschaftlich sehr gut gefallen.


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Insel Lunga – Puffinspot

Nachdem Stopp auf der Insel Staffa ging es nach einer kurzen Bootsfahrt auf die Insel Lunga. Insgesamt zwei Stunden verbrachten wir auf Lunga. Einer der schönsten Tierbegegnungen unseres Lebens hat uns hier erwartet.

Die Insel Lunga ist ein besonderes Schutzgebiet für die Brutkolonien von Seevögeln, darunter Papageientaucher, Dreizehenmöwen, Sturmtaucher, Trottellummen und Tordalken.

Lunga, Scotland
Insel Lunga

Um ehrlich zu sein haben wir uns landschaftlich nicht besonders viel von Lunga angesehen. Wir kamen nicht sehr weit auf der Insel voran, denn wir waren so überwältigt von den vielen hunderten Papageientauchern, die bereits relativ am Anfang der Insel ihre Bruthöhlen bewohnten.

Als wir in die Nähe der Bruthöhlen kamen, sahen wir ziemlich schnell den ersten Papageientaucher. Wir waren überwältigt von der Schönheit dieses Tieres. Es kam aus seiner Hölle heraus, schaute uns an und lief langsam in unsere Richtung. Der Puffin war nur wenige Meter von uns entfernt!

Es dauerte nicht lang und und unser Besuch machte bei den Puffins die Runde. Nach und nach kamen immer mehr Papageientaucher aus ihren Bruthöhlen heraus. Wir waren sprachlos wie viele Papageientaucher sich auf einmal vor uns befanden.

Nur wenige Meter sind wir gelaufen, den wir hielten uns die ganzen zwei Stunden der Aufenthaltszeit in der Nähe der Bruthöhlen auf und beobachteten die bunten Meeresvögel bei ihren Aktivitäten. Inzwischen waren Hunderte der bunten Vögel auf kleinster Fläche zu beobachten. Sie hatten keinerlei Scheu vor dem Menschen.

Es macht unglaublich viel Spaß diese Tiere zu beobachten, wie durch das satte Grün der Wiese watschelten und miteinander agierten. Ab und an kam eine große Raubmöwe (Skua) angeflogen und die Papageientaucher sind wie auf Knopfdruck gemeinsam in Sicherheit geflogen. Wenige Sekunden danach beruhigte sich die Lage und sie landeten wieder über ihre Höhlen.

Neben den vielen Puffins tummelten sich auch einige Tordalken aus der gleichen Tierfamilie dazwischen. Unter anderem waren auch einige Eissturmvögel und Kormorane zu sehen.

Mehr Bilder von Lunga:

  • Razorbills auf Lunga
  • Papageientaucher auf Lunga
  • Lunga - Der Himmel voller Papageientaucher
  • Puffins auf Lunga
  • Insel Lunga - Staffa Tours


Unser Equipment

Die Puffin Aufnahmen haben wir mit unserer Nikon Z50* gemacht. Wir verwenden für die Nahaufnahmen das Objektiv Sigma 150-600mm*.

Mit dem Ergebnis der Aufnahmen sind wir mehr als zufrieden.

Was natürlich nicht fehlen durfte war unser Fernglas*. Da wir so nah an die Papageientaucher herankamen, konnte ich mit dem Fernglas wirklich jedes Detail an ihnen beobachten.


Video

Um noch einen besseren Eindruck unserer tierischen Begegnung auf Lunga zu bekommen, könnt ihr auch gerne unser YouTube Video über die Insel anschauen:


Isle of Skye

Während unserer Schottlandrundreise verbrachten wir einige Tage auf der Isle of Skye. Skye ist eine Insel vor der schottischen Westküste. Sie ist ca. 80 Kilometer lang und 40 Kilometer breit. Die Insel ist geprägt von einer atemberaubenden Landschaft.

Damit ihr euch in diesem Abschnitt besser zu Recht findet, fügen wir euch ein kurzes Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken über die Isle of Skye ein:

Anreise: Fähre oder Brücke?
Fairy Pools
Sligachan Old Bridge
Old Man of Storr
Dunvegan Castle und die Robbeninsel
Neist Point Lighthouse
Eilean Donan Castle
Fazit: Isle of Skye mit dem Camper


Anreise: Fähre oder Brücke?

Unser letzter Zwischenstopp vor der Isle of Skye war das kleine Dorf Kilchoan, von hier aus unternahmen wir die unglaubliche Staffa Wildlife Tour. Da wir Schottland im Uhrzeigersinn durchqueren wollten, war es für uns am sinnvollsten nach Mallaig zu fahren und von dort die Fähre auf die Insel Skye zu nehmen. Über die Skye Bridge sollte es dann zurück auf das schottische Festland gehen.

In Mallaig angekommen stellten wir leider fest, dass die Fähren für diesen Tag bereits komplett ausgebucht waren. Da es bis zur Skye Bridge ein Umweg von ca. vier Stunden Fahrt gewesen wäre, beschlossen wir die Nacht vor Ort zu verbringen und buchten uns direkt die erste Fährenfahrt für den nächsten Tag.

Die Nacht vor Ort zu verbringen war allerdings eine sehr kostspielige Angelegenheit. Denn das Halten über Nacht ist in Maillag und der Umgebung nicht gestattet bzw. nicht erwünscht. Ca. 10 Minuten entfernt von Mallaig befinden sich einige Campingplätze. Wir haben für unseren Stellplatz 35 Pfund (ca. 40 €) gezahlt, da wir auch nicht auf die Serviceleistungen angewiesen waren, war dieser Platz für uns definitiv zu teuer! Der Platz hatte immerhin eine schöne Lage direkt am Meer.

Die Überfahrt mit der Fähre hat uns ca. 11 Pfund gekostet und dauerte eine Dreiviertelstunde. Auf der Fähre kann man entweder im Auto sitzen bleiben, vom Deck auf die See schauen oder in einem Wartebereich verweilen. Wir entschieden uns für letzteres, da meine Seekrankheit dort am besten auszuhalten war.

Tipp: Unbedingt die Fähre im Voraus buchen und überprüfen, ob die Fähre aktuell überhaupt fährt! Die Webseite des Fährenanbieters findest du hier!


Fairy Pools

Die Fairy Pools sind ein wirklich magischer Ort! Als Fairy Pools bezeichnet werden die vielen kleinen Wasserbecken, welche durch einen Bach und schöne Wasserfälle miteinander verbunden sind.

Direkt gegenüber des Beginns der Wanderung gibt es einen kostenpflichtigen Parkplatz. Die Gebühr für ein Wohnmobil beträgt 8 Pfund (Stand Juni 2022), Übernachten ist hier verboten.

Glücklicherweise haben wir über die App park4night einen kostenlosen Waldparkplatz entdeckt, auf dem es auch gestattet ist die Nacht zu verbringen. Der Waldparkplatz ist ca. 600 Meter vom Hauptparkplatz entfernt. Wir hatten Glück und haben noch ein freies Plätzchen ergattern können. Die Fairy Pools sind ein beliebtes Ziel, dementsprechend ist hier auch einiges los.

Vom Parkplatz aus ging es für uns erstmal einen Hang hinunter bis wir den eigentlichen Startpunkt der Wanderung erreichten. Am Beginn des Pfades angekommen folgten wir dem Weg für zwei Kilometer. Hier kamen wir an unzähligen Wasserläufen vorbei. Einer schöner als der andere.

Die vielen Touristen haben uns nicht gestört. Nachdem es angefangen hat zu regnen, ergriffen die meisten Besucher die Flucht und machten sich auf dem Rückweg zum Auto. Ein bisschen Regen hielt uns natürlich nicht ab. Dafür waren wir gerüstet und nach fünf Minuten waren die Regenwolken bereits weitergezogen.

Am Ende der zwei Kilometer befindet sich das bekannte Postkartenmotiv. Es lohnt sich aufjedenfall bis hierhin zu gehen. Wer etwas länger wandern möchte, folgt einfach dem Wanderweg ein Stück nach hinten in Richtung Berge und schlägt dann links ein. Nach einer Weile geht es wieder nach links und man läuft parallel zum ursprünglichen Wanderweg zurück zum Ausgangspunkt. Der Rundweg ist ca. 8 Kilometer lang.

Wir entschieden uns entlang des Baches zurückzulaufen. So hatten wir die Möglichkeit noch ein paar Bilder zu machen.

Über den Wanderweg an sich lässt sich sagen, dass er etwas steinig und während unseres Aufenthaltes auch sehr matschig war. Für uns allerdings garkein Problem, wir fanden ihn trotzdem gut begehbar.

Alles in einem war es ein sehr schöner Ausflug und ein toller Start auf der Isle of Skye!


Was auf deiner Schottlandreise nicht fehlen sollte ist ein elektronischer Stichheiler*. Für uns ein echter Live-Safer!


Sligachan Old Bridge

Sligachan Old Bridge, Isle of Skye
Sligachan Old Bridge, Isle of Skye

Am nächsten Morgen ging es früh los, unser Ziel war der Old Man of Storr. Unterwegs machten wir allerdings noch Halt an der Sligachan Old Bridge, die wir bereits auf der Fahrt zu den Fairy Pools gesehen haben.

Die Sligachan Old Bridge ist eine schöne Steinbrücke, welche sich so ziemlich in der Mitte der Insel befindet. Die Brücke liegt nur wenige Meter neben der Hauptstraße und eignet sich hervorragend für einen kurzen Zwischenstopp.

Von der Brücke aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Black Cuillin Berge. Von hieraus starten auch viele Wanderrouten, für die wir hoffentlich eines Tages Zeit haben werden.


Old Man of Storr

Old Man of Storr, Isle of Skye
Old Man of Storr, Isle of Skye

Die Wanderung zum Old Man of Storr war für uns ein sehr eindrucksvolles Erlebnis. Das war vor allem dem Wetter geschuldet, aber hierzu gleich mehr.

Ausgangspunktkostenpflichtiger Parkplatz unterhalb des Beginn des Wanderweges
Länge4,5 Kilometer
Höhenmeter300 Meter
Wanderzeitca. eine Stunde
Schwierigkeitsgradmittelschwer

Der Old Man of Storr ist eine ca. 48 Meter hohe Felsnadel und ein beliebtes Ausflugsziel auf der Isle of Skye.

Wer sich die Bilder ansieht, erahnt schnell warum der Ort so beliebt ist. Die Landschaft ist einfach traumhaft schön!

Ausgangspunkt

Der Old Man of Storr Car Park ist für Wohnmobile aufgrund einer Höhenbeschränkung nicht befahrbar. Für Wohnmobile gibt es allerdings unterhalb des Car Parks entlang der A855 mehrere Parkplätze am Straßenrand. Die Parkgebühr beläuft sich für sechs Stunden auf 5 Pfund.

Die Wanderung

Wanderung Old Man of Storr, Isle of Skye

Der Wanderweg beginnt auf einem etwas breiterem Pfad, der langsam nach oben führt. Der Pfad führt durch mehrere Weidegatter hindurch. Nach einigen hundert Metern wird der Wanderweg etwas stufiger. Bei starkem Regen sollte man hier etwas vorsichtiger laufen, da es auf den Steinen schnell rutschig werden kann.

Nach ca. 1,5 Kilometern haben wir das Felsplateau erreicht, auf welchem sich die berühmte Felsformation befindet. Für uns ist der Weg hier jedoch noch nicht zu Ende, denn wir wollen weiter hoch zu einem Aussichtspunkt. Zum Aussichtspunkt hinauf führen mehrere Trampelpfade. Der Weg war hier, aufgrund des vielen Regens die Tage zuvor, besonders matschig.

Zur besonderen Herausforderung für uns wurde das Wetter. Ein bisschen Regen hat uns nichts ausgemacht, allerdings waren auf dem Aufstieg zum Aussichtspunkt starke Windböen zu Gange. Wir mussten echt aufpassen, dass uns der Wind nicht umwirft. Wir knipsten schnell ein paar Fotos und machten uns wieder auf den Weg zurück. Auf dem Rückweg regnete es dann noch ziemlich stark. Wir haben das ganze mit Humor genommen, denn so ist Schottland eben! Was wäre ein Schottlandurlaub ohne Wind und Regen?


Dunvegan Castle & die Robbeninsel

Nach unserer Wanderung nahmen wir Kurs in Richtung Dunvegan Castle. Das Schloss steuerten wir nicht nur an, um es von außen zu betrachten, sondern auch weil wir gelesen hatten, dass dort einige Robben im Loch zu sehen sind.

Wir fuhren am Dunvegan Castle vorbei und folgten einige Meter einer Single Track Road. Dann erreichten wir den auf Google Maps eingezeichneten Aussichtspunkt. Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass der Aussichtspunkt kein offizieller Halteplatz und schon gar kein Parkplatz ist. Es handelt sich hier um eine etwas größere Ausweich- / bzw. Wendebucht. Wenn man hier kurz hält und schnell ein paar Bilder macht, geht das sicherlich in Ordnung, da die Straße nicht sonderlich befahren ist.

Vom Aussichtspunkt haben wir einige Robben auf den kleinen Inseln im Loch entdeckt. Ohne Fernglas hätten wir kaum eine Chance gehabt, da die Robben auf den felsigen Inseln gut getarnt sind.

Es hat eigentlich keinen Tag auf unserer Schottlandreise gegeben, an dem ich nicht unser Fernglas* dabei hatte. Denn es gibt so vieles, nach dem es sich lohnt Ausschau zu halten, seien es Robben, Papageientaucher, Rotwild, Wale, Delfine und viele weitere Tiere.

Am Dunvegan Castle selbst gibt es einen Besucherparkplatz und ein Besucherzentrum. Der Dunvegan Castle und seine umliegenden Gärten können gegen eine Gebühr besichtigt werden. Auch soll es dort eine Bootstour geben, die die Besucher in die Nähe der Robbenkolonie bringt.

Aus Zeitgründen haben wir uns den Dunvegan Castle nur vom Aussichtspunkt aus der Ferne angesehen.


Neist Point Lighthouse

Neist Point Lighthouse, Isle of Skye

Nach unserem Zwischenstopp am Dunvegan Castle steuerten wir unseren Stellplatz für die Nacht an. Das uns dieser Stellplatz noch lange in Erinnerung bleiben wird, konnten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen. Bei unserem Stellplatz handelte es sich um den Besucherparkplatz am Neist Point Lighthouse, hier ist es gestattet mit dem Wohnmobil über Nacht zu parken (Stand Juni 2022).

Der Ausblick aus dem Camper auf das Meer und die beeindruckenden Küstenformation war einfach wunderschön! Und um uns herum waren ganz viele Schäfchen.

  • Wanderung am Neist Point Lighthouse, Isle of Skye
  • Landschaft am Neist Point Lighthouse

Noch schöner war allerdings die kleine Wanderung zum Neist Point Lighthouse und zu dessen Aussichtspunkten.

Vom Parkplatz aus ist es knapp ein Kilometer bis zum Leuchtturm. Es gehen ca. 60 Höhenmeter steil hinab und später wieder hinauf.

Auf halben Weg kann man einen Schlenker nach rechts machen und auf einen Hügel hinaufwandern. Hier befindet sich der erste Aussichtspunkt, von dem man einen wunderbaren Blick auf den Leuchtturm hat.

Einen weiteren Aussichtpunkt erreicht man, wenn man vom Parkplatz aus nach rechts entlang der Küste läuft.

In den Klippen leben viele Seevögel und mit ein wenig Glück kann man im Meer unterhalb der Klippen Wale und Delfine zu Gesicht bekommen.


Eilean Donan Castle

Nachdem wir am nächsten Morgen noch einen schönen Spaziergang an der Küste vor dem Neist Point Lighthouse machten, beschlossen wir die Isle of Skye zu verlassen um weitere Teile Schottlands zu erkunden.

In der Ortschaft Broadford machten wir einen Zwischenstopp am Camping Skye, um zu Duschen (4 Pfund p.P.) und für die Ver- und Entsorgung (7 Pfund). Danach ging es noch in den Co-op den Lebensmittelvorrat auffüllen und an der danebengelegen Tankstelle haben wir noch einmal vollgetankt. Direkt neben dem Co-op befinden sich ein paar süße Souvenir- und Secondhandläden.

Über die Skye Bridge verließen wir die schöne Insel und steuerten das 15 Kilometer entfernte Dornie an. Dort befindet sich der bekannte Eilean Donan Castle. Vor dem Schloss gibt es einen kostenpflichtigen Parkplatz. Eine Stunde kostet zwei Pfund.

Eilean Donan ist eine kleine Gezeiteninsel in den westlichen Highland. Leider war zum Zeitpunkt unseres Besuches Ebbe, und die Insel war nicht vollständig von Wasser umschlossen. Ein schöner Ausblick auf das Schloss bot sich uns trotzdem.

Vor dem Schloss befindet sich ein Besucherzentrum, hier gibt es einen kleinen Souvenirshop und ein Cafe.

Das Schloss ist aus unzähligen Filmen und Serien bekannt und kann gegen Eintrittspreis besichtigt werden.


Fazit: Isle of Skye mit dem Camper

Die Isle of Skye ist mit dem Camper genauso gut zu erreichen wie mit dem Auto. Entweder über die Skye Bridge oder mit der Fähre.

Über die gesamte Insel verteilt gibt es Campingplätze, aber auch genügend Plätze zum „Freistehen“. Hier war die App „Park4Night“ sehr nützlich. Wer einen Campingplatz aufsucht, um nur die Einrichtungen zu nutzen, muss verständlicherweise eine Gebühr bezahlen. Die Gebühren kamen uns allerdings etwas teuer vor, z.B. Duschen für 4 Pfund p.P. Wir wollen uns hier allerdings nicht beschweren, denn wir schätzen die Möglichkeit freistehen zu dürfen sehr!

Die Entsorgung der Chemie-Toilette ist nur auf Campingplätzen möglich. Am Besucherparkplatz am Man of Storr kann man allerdings auch den Inhalt der Toilette entsorgen, nur Wasser zum ausspülen ist dort keines vorhanden.

Auf Skye gibt es auch einige „Single track roads“, hier gilt wie überall auch, rücksichtsvoll und vorausschauend zu fahren. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Leute sehr zuvorkommend sind. Uns wurde sehr oft Platz gemacht, obwohl wir bereits im Vorfeld signalisiert haben, dass wir Platz machen werden. Die Anwohner waren auch immer dankbar, wenn wir sie vorbei gelassen haben.

Der Internetempfang ist hier, wie in den meisten Teilen Schottlands, teilweise sehr schlecht. Es empfiehlt sich daher eine Offline-Karte bei Google-Maps herunterzuladen.

Auf dem Co-op Supermarkt Parkplatz in Broadford fanden wir genügend Platz, um den Camper zu parken. Der Supermarkt ist hervorragend ausgestattet und man kann hier wunderbar seine Vorräte auffüllen.


North Coast 500

Die North Coast 500 ist eine Auto-Route, die durch den Norden von Schottland führt. Sie zählt zu den schönsten Roadtrips der Welt und das nicht ohne Grund. Die NC 500 führt über eine Strecke von 516 Meilen (839 Kilometern) durch die atemberaubende Landschaft von Schottland. Wir durchquerten die Highlands, kamen an wunderschönen Sandstränden vorbei und begegneten einer ganzen Menge interessanter Tiere.

Wir haben vor unserer Schottlandreise zwar schonmal von der NC 500 gehört, aber richtig beschäftigt hatten wir uns bei unserer Reiseplanung nicht damit. Für uns stand lediglich fest, dass wir Schottland im Uhrzeigersinn umrunden wollen. Und so kam es, dass wir uns kurz nachdem wir die Isle of Skye verlassen hatten, auf der bekannten Route befanden.

In unserem Beitrag berichten wir von unseren Zwischenstopps und Erlebnissen entlang der NC 500.

Zur besseren Übersicht für diesen Abschnitt haben wir ein Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken für euch erstellt:

Knockan Crag – Northwest Highlands

  • Knockan Crag - Northwest Highlands. Person wandert in den Highlands.
  • Wanderung in den Highlands

Nachdem wir die Isle of Skye erkundet hatten, machten wir uns auf den Weg in Richtung Norden. Ziel war das Besucherareal Knockan Crag, welches sich in den Northwest Highlands entlang der NC 500 befindet. Auf dem Besucherparkplatz ist es gestattet mit dem Camper über Nacht zu bleiben. Wir hatten eine schöne Aussicht auf den gegenübergelegenen See. Der Parkplatz war kostenlos, es gibt jedoch die Möglichkeit eine Spende zu entrichten.

Unser Plan war eigentlich am nächsten Morgen zum nahe gelegenen Berg Stac Pollaidh zu fahren, um dort zum ersten mal in den schottischen Highlands zu wandern. Das Wetter war allerdings nicht auf unserer Seite. Es waren kühle 13 Grad, leichte Windböen und es regnete. Im Internet lasen wir, dass die Wanderung auf den Berg nicht bei Regen zu empfehlen sei, da sich der Wanderweg in einen rutschigen Bachlauf verwandle.

Wir entschieden daher, erstmal den Lehrpfad am Besucherareal entlang zu wandern. Der Weg führte oberhalb der Felsen hinauf und von oben hatten wir einen wunderbaren Blick auf die Hügel von Coigach und Assynt. Genauso haben wir uns das Wandern in den Highlands vorgestellt. Der Rundweg dauerte ca. eine Stunde.

Wieder am Parkplatz angekommen, beschlossen wir auf der anderen Straßenseite vom Besucherareal ein wenig wandern zu gehen. Während wir den Lehrpfad entlang liefen, entdeckten wir den Wanderweg auf den Berg Cùl Mòr. Kurz vor dem Wanderweg gibt es auch einen kleinen Wanderparkplatz. Wir wanderten allerdings nur bis auf eine Erhöhung, da Regen und Wind uns immer mehr zusetzten. Unsere Wanderschuhe waren inzwischen auch völlig durchnässt.

Regenschutz für Rucksäcke*

Alles in allem war es jedoch ein wunderschöner Ausflug, denn bei Regen und Wind in den schottischen Highlands wandern zu gehen, gehört einfach zu einer Schottlandreise dazu.

Um das Erlebnis abzurunden, ging es danach noch in einen Tea-Room. Solche kommen recht häufig an der NC 500 vor und sind meist schon im Vorfeld ausgeschildert.


Stoer Lighthouse und Wanderung zum Old Man of Stoer

Stoer Lighthouse, Schottland
Stoer Lighthouse

Auf der Suche nach einem Stellplatz für die nächste Nacht, entdeckten wir das Stoer Lighthouse. Auf dem Parkplatz vor dem Leuchtturm kann man für 10 Pfund die Nacht verbringen. Tagsüber hält ein kleiner Imbisswagen auf dem Parkplatz, wer möchte kann sich hier eine kleine Mahlzeit oder ein warmes Getränk kaufen. Die öffentlichen Toiletten wurden leider gesperrt, wir vermuten als Folge von unrechtmäßiger Chemie-Toilettenentsorgung.

Vom Stoer Lighthouse aus, hat man eine wunderbare Sicht auf das Meer. Einer Infotafel entnahmen wir, dass man hier besonders gut Wale und Delfine beobachten kann. Während unseres Aufenthalts war die See jedoch sehr unruhig und der Blick mit dem Fernglas in die Ferne vergeblich.

Am nächsten Morgen wanderten wir zu einem Aussichtspunkt, von dem man einen guten Blick auf den Old Man of Stoer hat. Der Old Man of Stoerr ist eine Felsformation, die aus dem Meer ragt.

  • Old Man of Stoer, Schottland. Felsformation, die aus dem Meer ragt, umgeben von Klippen
  • Stoer Lighthouse, Schottland. Leuchtturm auf einer Klippe.
  • Landschaft beim Stoer Lighthouse, Schottland

Loch na Gainmhich und der Wailing Widow Falls

Der See Loch na Gainmhich und der spektakuläre Wasserfall Wailing Widow Falls liegen nahezu direkt an der NC 500. Den Wasserfall kann man sich von oben und von unten ansehen. Wir entschieden uns dafür den Wasserfall nur von oben anzusehen, da der Parkplatz unterhalb nur sehr klein und bereits voll war. Um ehrlich zu sein war die Aussicht von oben nicht sonderlich spektakulär. Für uns aber halb so schlimm, da unsere Drohne den Wasserfall vom aller schönsten Winkel eingefangen hat.

Loch na Gainmhich und Wailing Widow Falls
Loch na Gainmhich und der Wailing Widow Falls

Vom Parkplatz aus hatten wir in wenigen Minuten den See erreicht. Bis zum Wasserfall waren es vielleicht 10 Minuten. Der Weg war ziemlich sumpfig und wasserfeste Schuhe sind hier ein Muss. Selbstverständlich hat es auch geregnet. Für die Drohnenaufnahmen haben wir gewartet, bis die Regenwolken vorbeigezogen sind. Ganz typisch für Schottland ist das wechselhafte Wetter. Fünf Minuten Regen, fünf Minuten Sonne. Manchmal lohnt es sich einfach ein paar Minuten zu warten.

Die Aufnahmen haben wir mit unserer DJI Mini 2* gemacht.

DJI Mini 2*

Nachdem wir uns den tollen Wasserfall angesehen haben, machten wir uns auf den Weg zum Scourie Caravan Park. Der Stellplatz hat für eine Nacht 23 Pfund gekostet. Ca. fünf Minuten Fußweg entfernt, befindet sich ein kleiner Supermarkt, in dem abends sogar frische Brötchen geliefert wurden.


Handa Island

Klippen auf Handa Island

Nicht ohne Grund entschieden wir uns für den Campingplatz in Scourie. Nur wenige Minuten von Scourie entfernt befindet sich die kleine Ortschaft Tarbet, welche wir am nächsten morgen früh aufsuchen wollten. Denn von dort gelangt man mit Handa-Ferry auf die Insel Handa.

Von Montag bis Samstag von 9 bis 14 Uhr fährt der Fährenbetreiber bei gutem Wetter mit einem kleinen Motorboot zwischen Handa Island und Tarbet hin und her. Die Fahrt mit dem Boot dauert ca. 10 Minuten und kostet 20 Pfund pro Person. In den 20 Pfund ist auch eine Gebühr enthalten, welche dem Scottish Wildlife Trust zu Gute kommt, der sich um die Insel kümmert und einen Ranger stellt, welcher die Besucher zu Beginn ihrers Inselaufenthalts mit allen wichtigen Informationen versorgt.

Wenn ihr einen Besuch auf der Insel einplant, dann haltet die Wettervorhersage im Blick und informiert euch auf der Webseite des Fährenanbieters.

Über Handa Island führt ein ca. sieben Kilometer langer Rundweg. Besonders wichtig ist es auf den Wanderwegen zu bleiben, um keine Bodenbrüter zu stören. Für brütende Vögel ist Handa Island bekannt.

Auf den hochaufragenden Klippen der Insel sollen über zehntausende Seevögel leben. Vorallem Trottellummen, Tordalken und Raubmöwen bekommt man hier zu Gesicht. Mit ein wenig Glück entdeckt man auch den ein oder anderen Papageientaucher. Nachdem wir auf der Insel Lunga eine unvergessliche Begegnung mit dem kleinen Vogel hatten, freuten wir uns sehr als wir ihm auf Handa Island wieder begegneten.

  • Papageientaucher auf Handa Island
  • Eissturmvogel auf Handa Island
  • Tordalken auf Handa Island
  • Schottisches Moorschneehuhn auf Handa Island

Vor die Linse bekamen wir auch ein schottisches Moorschneehuhn und eine große Raubmöwe (Great Skua). Robben, Delfine, Wale und Otter bekamen wir leider nicht zu Gesicht, diese werden hier jedoch auch regelmäßig gesichtet.

Wir verbrachten den ganzen Tag auf Handa. Die Zeit verging wie im Flug. Landschaftlich ist die Insel schon wahnsinnig schön und für uns als Wildtierfotografen war es ein kleines Paradies.

Unsere Tipps: Früh da sein lohnt sich. Der Parkplatz in Tarbet ist tatsächlich nicht sonderlich groß und füllt sich bei gutem Wetter besonders schnell. Außerdem je früher ihr auf der Insel seid, desto mehr Zeit habt ihr.

Sorgt außerdem für ausreichend Verpflegung, auf der heute unbewohnten Insel gibt es logischerweise nichts zu kaufen. Bitte denkt daran euren Müll mitzunehmen und ordnungsgemäß zu entsorgen.

Wir sind Anfang Juni auf Handa gewesen. Auf der Insel selbst hatten wir keine Begegnung mit den kleinen, beißenden Mücken, die häufig in Schwärmen auftreten und Midges genannt werden. Allerdings machten wir unsere Begegnung in Tarbet, als wir für die Tickets anstanden. Aufeinmal hatten wir ganz viele der kleinen Beißer im Gesicht und es zwickte ganz schön. Zum Glück hatten wir unser Mückenschutzspray* dabei, denn nachdem wir uns damit eingerieben hatten, wurden wir in Ruhe gelassen.

Autan Multi Insect Pumpspray*


Sandwood Bay

Nach unserem Besuch auf Handa Island verbrachten wir die Nacht auf einer größeren Parkbucht nicht weit entfernt von der Ortschaft Blairmore, denn dort sollte es am nächsten Tag für uns hingehen.

In Blairmore befindet sich ein Wanderparkplatz, dieser war Ausgangspunkt unserer Wanderung zur Sandwood Bay. Die Sandwood Bay ist eine beeindruckende Bucht an der schottischen Nordwestküste. Sie ist bekannt für ihren ca. 1,6 Kilometer langen Traumstand und ein beliebtes Ziel zum Wildcampen.

Der Strand ist nur über einen sieben Kilometer langen Wanderweg zu erreichen. Wir haben die Wanderung als leicht empfunden, es gibt kaum Steigung und die Wanderwege waren ganz gut ausgebaut. Während der Wanderung hat man bereits einen schönen Ausblick auf die tolle Landschaft und kommt an einigen kleinen Seen vorbei.

Die Sandwood Bay hat uns sehr beeindruckt. Zunächst überquert man eine riesige Dünenlandschaft und dann ist da dieser endloslange, tolle Sandstrand, der zum Verweilen einlädt. Die Wanderung hat sich voll und ganz gelohnt!

Nach unserer Wanderung zur Sandwood Bay ging es weiter an die Nordküste. Dort fanden wir einen Stellplatz oberhalb des Ceannabeinne Beach. Dort setzten wir und mit einer Tasse Tee an den Strand, beobachteten wie die Sonne unterging und lauschten dem Meer. Ein perfekter Tag ging zu Ende.

  • Sandwood Bay, Schottland
  • Sandwood Bay, Schottland. Mit der Drohne von oben aufgenommen.

Smoo Cave

Auf der Fahrt zum Ceannabeinne Beach kamen wir am Besucherparkplatz der Smoo Cave vorbei. Nachdem wir den Ort gegoogelt haben, war schnell klar, dass wir hier noch einmal hinwollten. Also machten wir uns am nächsten Morgen auf den Weg und besichtigten die Meeres- und Süßwasserhöhle.

Der Zugang zur Höhle ist jederzeit geöffnet und kostenlos, wer möchte kann an einer kostenpflichtigen Tour teilnehmen und weiter ins Innere der Höhle vordringen.

Smoo Cave. Eine Meeres- und Süßwasserhöhle in Schottland.
Smoo Cave

Es war ein kurzer, aber schöner Zwischenstopp bevor wir die Weiterfahrt in Richtung Osten antraten. Wir sind in einem Zug die gesamte Nordküste entlang gefahren und waren mal wieder überwältigt von den endlosen Weiten, den vielen Seen und wenigen Dörfern.

Ganz anders sah es nämlich an der Ostküste aus, hier ist es deutlich besiedelter und hat uns landschaftlich auch das ein oder andere Mal an Deutschland erinnert.


Dunnet Head

  • Papageientaucher am Dunnet Head
  • Tordalk am Dunnet Head

Dunnet Head ist eine Halbinsel an der schottischen Nordostküste und der nördlichste Punkt des britischen Festlandes.

Alex ging davon aus, dass wir den Ort wegen seines großen weißen Leuchtturms ansteuerten, aber da hatte er bei Weitem falsch gedacht. Denn Dunnet Head stand vor allem wegen seiner atemberaubenden Meeresklippen und der dort nistenden Seevögel auf meiner To-Do-Liste.

Tordalke, Trottellummen, Eissturmvögel und unser beliebter Papageientaucher brüten hier. An klaren Tagen hat man einen wunderbaren Blick auf das weite Meer. Wer aufmerksam ist hat vielleicht sogar das Glück einen Orca zu entdecken.

Wir hatten hier eine nette Begegnung mit einer Einheimischen, die ebenfalls die Seevögel am beobachten war. Von dieser erhielten wir einen tollen Geheimtipp. Sie erzählte uns von einem nahegelegenen Ort, wo man wunderbar Robben beobachten konnte. Zum Schutz der Robben teilen wir keine näheren Angaben zum Ort.

Robben in Schottland

Auf dem Parkplatz am Dunnet Head kann man gegen eine Gebühr mit dem Camper übernachten.

Weiterhin bekannt für seine Seevögel ist der Duncansby Head, welcher etwas weiter östlich vom Dunnet Head liegt. Eigentlich hatten wir vor uns auch dort die Seevögel und die Duncansby Stacks anzusehen. Der Ort scheint jedoch etwas bekannter zu sein und so war der Parkplatz gegen Mittag komplett überfüllt gewesen. Da wir dann auch noch in eine prämisslichen Lage auf der Single track road gelangten, entschieden wir uns den Norden zu verlassen und weiter in den Süden zu fahren.


Castle Sinclair and Girnigoe

Beim Castle Sinclair and Girnigoe handelt es sich um ein Komplex aus Ruinen. Castle Girnigoe wurde um 1470 erbaut und im 17. Jahrhundert nach einigen Anbauten in Sinclair unbenannt. Das Burgenkomplex befindet sich auf einem riesigen Felsen an der Sinclair’s Bucht.

Wir haben auf einem kostenpflichtigen Wanderparkplatz geparkt. Der Preis pro Stunde belief sich auf einen Pfund und für 10 Pfund konnte man dort auch über Nacht stehen bleiben (Stand Juni 2022).

Vom Parkplatz sind es ca. 600 Meter Fußweg bis zur Burg. Am Beginn des Wanderweges befindet sich eine Spendenbox. Der Wanderweg ist gegen eine Gebühr von einem Pfund begehbar.

Nicht weit entfernt befindet sich auch ein Leuchtturm, zu welchem man spazieren kann.

Die Ruine war unser letzter Stopp auf der beliebten Touristenstraße North Coast 500 und unser erster Halt an der schottischen Ostküste.

Girnigoe and Sinclair Castle
Girnigoe and Sinclair Castle

Die schottische Ostküste: Troup Head & Crovie

Nachdem wir uns die Burgruine Sinlair & Girnigoe angesehen haben, ging es weiter entlang der schottischen Ostküste. Die Nacht verbrachten wir auf einem kostenlosen Stellplatz bei Portsoy.

Am nächsten Morgen ging es früh los, auf dem Plan standen nämlich das Naturreservat Troup Head und das ehemalige Fischerdorf Crovie.

Troup Head

Unser nächster Stopp an der schottischen Ostküste war RSPB Troup Head. Diesen Tipp erhielten wir von einer Einheimischen, die unsere Begeisterung für Seevögel teilt. Am RSPB Troup Head lebt nämlich Schottlands größte Basstölpelkolonie (auf dem Festland). Es gibt hier auch Tausende von Trottellummen, Tordalken und Dreizehemöwen. Papageientaucher haben hier anscheinend vor vielen vielen Jahren einmal gelebt.

Das Naturreservat Troup Head ist ein etwa vier Kilometer langes Schutzgebiet an der Küste. Vom kleinen Wanderparkplatz aus führt ein Wanderweg zu den Klippen.

Zu erreichen ist der Parkplatz über eine Single Track Road. Die Straße führt über einen Hof, das kam uns zunächst seltsam vor, es handelt sich hierbei jedoch um den offiziellen Weg.


Crovie

Unweit vom Naturreservat Troup Head befindet sich das kleine Küstendorf Crovie. Für Touristen gibt es einen kleinen Besucherparkplatz auf einer Anhöhe, von dort kann man zur Fuß in das Dorf wandern.

Das winzige Dorf war bis 1935 ein Fischerdorf. Nachdem ein Sturm einen Teil des Dorfes zerstörte zogen die Fischer in andere Dörfer. Heute werden die Häuser als Ferienunterkünfte genutzt.

Die Sehenswürdigkeit ist Crovie selbst. Außer den kleinen ehemaligen Fischerhäuschen gibt es dort keine weiteren touristischen Attraktionen. Ein Zwischenstopp lohnt sich aber auf alle Fälle!


Der Cairngorms National Park mit Rucksack und Zelt

Der Cairngorms National Park ist der größte Nationalpark Großbritanniens und befindet sich in Mitten der schottischen Highlands. Der ideale Ort für Naturliebhaber und Abenteurer.

So sehr wir unseren Camper zu schätzen wissen, vermissen wir es in einem Zelt aufzuwachen und direkt an der frischen Luft zu sein. Da wir auch gerne wandern und zukünftig auch längere Wanderungen machen möchten, haben wir uns mit Rücksäcken und Zelt ausgestattet.

Diesen Urlaub hat sich für uns die Möglichkeit ergeben im Cairngorms Nationalpark wandern und zelten zu gehen.

Für uns war es ein großartiges Erlebnis und wir freuen uns auf weitere Abenteuer mit Rucksack und Zelt.

Ausgangspunkt unserer Wanderung

Nachdem wir die kleine Ortschaft Crovie besichtigt haben, ging es für uns ins Landesinnere in den Cairngorms National Park.

Als Ausgangspunkt für unsere Wanderung haben wir uns für den Linn of Dee Car Park entschieden. Gegen eine Gebühr von sechs Pfund (Stand Juni 2022) kann man über Nacht auf dem Parkplatz stehen. Der Parkplatz ist ein beliebter Ausgangspunkt für Mehrtagestouren.

Am Tag der Anreise haben wir noch eine Nacht im Camper verbracht und am nächsten Morgen sind wir dann gut erholt gestartet

Bis heute weiß ich nicht, ob ich mitten in der Nacht von dem mystischen Ruf eines Waldkauzes geweckt wurde, oder ob ich das Ganze nur geträumt habe. Der Parkplatz befindet sich in einem Waldstück. Es spricht eigentlich alles dafür, dass es kein Traum war.

Wandern im Cairngorms National Park
Startpunkt der Wanderung im Cairngorms National Park


Die Wanderung

Wir sind losgewandert ohne eigentlich zu wissen wohin wir wollten. Unterwegs kamen uns viele Wanderer mit ihren Backpacks entgegen. Diese waren auf dem Rückweg zum Parkplatz. Das gab uns ein gutes Gefühl, denn nun wussten wir, dass es in der Richtung, in die wir wanderten, auch irgendwo die Möglichkeit geben musste ein Zelt aufzuschlagen.

Für uns ging es bei dieser Wanderung nicht darum möglichst viele Kilometer zurückzulegen. Wir wollten unsere neue Ausrüstung testen und einfach mal wieder mitten in der Natur sein. Da wir im gesamten Park keinen Handyempfang hatten, konnte uns auch nichts ablenken.

Nachdem es zuvor in Schottland immer sehr kalt und regnerisch war, hatten wir uns anscheinend den heißesten Tag unserer Reise für unsere Wanderung ausgesucht. Mit dem vielen Gepäck auf dem Rücken in der prallen Sonne, war es eine kleine Herausforderung für uns.

Bei unseren Rucksäcken handelt es sich um das Modell Trekkingrucksack Bergtrekking MT900* mit einem Volumen von 50 + 10 Liter von Decathlon und um das Modell Highland Trail 50* von Jack Wolfskin.

Nach ca. 4,5 Kilometern kamen wir an einigen Hütten vorbei. Diese befanden sich zwischen ein paar Bäumen versteckt. Direkt daneben ein glasklarer Fluss. Der Platz um die Hütten herum, dient wohl als Zeltplatz. Wir wollten jedoch noch ein bisschen weiter wandern, denn unsere Traumvorstellung war ein Hügel auf dem wir unseren Schlafplatz aufbauen konnten.

Neben der letzten Hütte, der Derry Lodge befindet sich eine Kreuzung, hier mussten wir uns nun für eine Richtung entscheiden.

Wir beschlossen ein Stück den Berg Carn Crom hinaufzuwandern. Von unten ließ sich schwer einschätzen, ob wir weiter oben einen geeigneten Zeltplatz finden würden, aber allein die Aussicht vom Berg aus reizte uns.

Auf ca. 600 m ü. NN erreichten wir eine wunderbare größere Fläche, von der man einen tollen Ausblick auf den Nationalpark hat. Wir wanderten noch ein Stück weiter den Berg hinauf, entschieden uns jedoch dazu einige Meter zurückzulaufen, um dort unser kleines Lager aufzubauen.

Wandern auf dem Carn Crom
Wandern im Cairngorms National Park
Ausblick vom Carn Crom

Unsere Route auf komoot.de:


Unser Lager

Wir waren weit und breit die einzigen Menschen. Außer dem Summen einiger Insekten und dem Rauschen des Windes war es absolut still.

Unser Abendessen bestand aus ein paar belegten Brötchen und einem Bulgursalat, den Proviant hatte ich bereits im Camper vorbereitet.

Die Zeit ist wie im Flug vergangen und gegen Abend wurde es immer kühler. Wir machten es uns im Zelt gemütlich.

Zelten im Cairngorms National Park
Zelten im Cairngorms National Park

Wir haben uns für das Trekkingzelt Trek MT900* von Decathlon entschieden. Ausschlaggebend für unsere Entscheidung war das Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit einem Gesamtgewicht von  1,95 kg ist das Zwei-Personen-Zelt leicht zu transportieren. Auch Auf- und Abbau des Zeltes sind sehr einfach. Das Zelt hat zwei separate Eingänge, zwei Apsiden für Rucksäcke, ist wind- & wasserfest.

Unbequem war unser Schlafplatz zwar nicht, aber als bequem würde ich ihn auch nicht bezeichnen. Besonders erholsam war die Nacht also nicht, was aber hauptsächlich daran lag, dass Alex starke Halsschmerzen bekam und es auf ca. sechs Grad Celsius abkühlte.

Zum Glück hatten wir uns für die dickeren Schlafsäcke* für Nächte bei Temperaturen ab 5 °C entschieden. Mit einem Gewicht von 1,2 kg gut zu transportieren. Die Schlafsäcke sind koppelbar mit den anderen Schlafsackmodellen der Reihe MT500 von Forclaz.

Unsere aufblasbaren Luftmatratzen* haben ein Gewicht von 510 Gramm und ließen sich ebenfalls problemlos in unseren Rücksäcken verstauen.

Am nächsten Morgen wurden wir von den warmen Sonnenstrahlen, die das Zelt aufheizten geweckt.

Mit unserem Gaskocher* erwärmten wir uns Wasser für Tee und Porridge. Unser kompatibles Kochset* war hierfür ideal.

Camping im Cairngorms National Park
Camping im Cairngorms National Park

Nachdem wir uns gestärkt hatten, bauten wir unser Lager wieder zusammen, prüften nochmal, dass wir auch keine Spuren hinterlassen haben und traten dann den Rückweg an. Unser Gepäck war nun deutlich leichter und so gelangten wir ziemlich schnell an den Ausgangspunkt unserer Wanderung zurück.

Es war ein wunderschöner Ausflug und für uns das erste Abenteuer dieser Art. Mit Sicherheit werden noch viele weitere Ausflüge mit Rucksack und Zelt folgen.

Weiter Bilder unseres Ausfluges:


Unsere Kosten

Insgesamt sind wir drei Wochen unterwegs gewesen. Davon sind wir ca. 2,5 Wochen durch Schottland gereist.

Wir sind in Deutschland gestartet, haben die erste Nacht auf der Durchreise in Belgien verbracht, die zweite in England und erreichten erst am dritten Tag Schottland.

Unsere Gesamtkosten für die drei Wochen belaufen sich auf 2.065 €.

Der größte Kostenfaktor war das Tanken. Für Diesel zahlten wir 927 €.

Für den Eurotunnel zahlten wir bei der Hinfahrt 269,00 € und bei der Rückfahrt 222,00 €. Bei der Rückfahrt haben wir uns für die Uhrzeit entschieden, bei der die Zugfahrt am günstigen war. Wir waren ca. drei Stunden früher am Zug und konnten dann ohne Aufpreis den nächsten Zug nutzen.

Die Kosten für Ausflüge beliefen sich auf 244 . Hierin zählen die Wildlife Tour, die Fährenfahrt auf Handa Island, Eintritt und Parkkosten.

Für Essen und Trinken haben wir 236 € bezahlt. Unseren Vorratseinkauf in Deutschland haben wir hier nicht mit eingerechnet. Wir haben uns überwiegend selbst versorgt und vielleicht zwei Mal ein kleines Fertiggericht gekauft.

An Maut haben wir 7,95 € gezahlt. Für Dartford Crossing (Dartford Tunnel auf dem Weg nach Schottland und Brücke auf dem Nachhauseweg).

An Kosten für Campingplätze und Serviceleistungen kommen 151 € zusammen. Die Entsorgung der Chemie-Toilette und von Grauwasser war in Großbritannien sehr schwierig! Dies war überwiegend nur auf Campingplätzen möglich. Für Service (Entsorgung, Versorgung und Duschen) wurde oft eine Gebühr von 15 € für zwei Personen berechnet. Auf der Durchreise in England hatten wir eine Nacht auf dem Campingplatz verbracht und in Schottland haben wir vier Nächte auf Camping-/ Stellplätzen verbracht. Wir haben überwiegend autark gestanden, es war jedoch nicht immer möglich, sodass wir ab und an auf einen offiziellen Platz aufweichen mussten.

Nach unserer Schottlandreise stand für uns schnell fest, dass eine Chemie-Toilette für uns keine Dauerlösung ist. Wir haben viel Zeit in die Recherche nach Entsorgungsmöglichkeiten gesteckt und einige Umwege in Kauf genommen. Um diesem Aufwand zu entgehen, haben wir uns für die Umrüstung zu einer Trockentrenntoilette entschieden. Hierüber haben wir bereits einen eigenen Blogbeitrag veröffentlicht. Wenn euch das Thema interessiert schaut gerne mal vorbei.


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Weitere Blogbeiträge:


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Mit dem Camper auf die Isle of Skye

Während unserer Schottlandrundreise verbrachten wir einige Tage auf der Isle of Skye. Skye ist eine Insel vor der schottischen Westküste. Sie ist ca. 80 Kilometer lang und 40 Kilometer breit. Die Insel ist geprägt von einer atemberaubenden Landschaft.

In unserem Beitrag berichten wir von unseren Zwischenstopps und Erlebnissen auf der Isle of Skye.


Anreise: Fähre oder Brücke?

Unser letzter Zwischenstopp vor der Isle of Skye war das kleine Dorf Kilchoan, von hier aus unternahmen wir die unglaubliche Staffa Wildlife Tour. Da wir Schottland im Uhrzeigersinn durchqueren wollten, war es für uns am sinnvollsten nach Mallaig zu fahren und von dort die Fähre auf die Insel Skye zu nehmen. Über die Skye Bridge sollte es dann zurück auf das schottische Festland gehen.

In Mallaig angekommen stellten wir leider fest, dass die Fähren für diesen Tag bereits komplett ausgebucht waren. Da es bis zur Skye Bridge ein Umweg von ca. vier Stunden Fahrt gewesen wäre, beschlossen wir die Nacht vor Ort zu verbringen und buchten uns direkt die erste Fährenfahrt für den nächsten Tag.

Die Nacht vor Ort zu verbringen war allerdings eine sehr kostspielige Angelegenheit. Denn das Halten über Nacht ist in Maillag und der Umgebung nicht gestattet bzw. nicht erwünscht. Ca. 10 Minuten entfernt von Mallaig befinden sich einige Campingplätze. Wir haben für unseren Stellplatz 35 Pfund (ca. 40 €) gezahlt, da wir auch nicht auf die Serviceleistungen angewiesen waren, war dieser Platz für uns definitiv zu teuer! Der Platz hatte immerhin eine schöne Lage direkt am Meer.

Die Überfahrt mit der Fähre hat uns ca. 11 Pfund gekostet und dauerte eine Dreiviertelstunde. Auf der Fähre kann man entweder im Auto sitzen bleiben, vom Deck auf die See schauen oder in einem Wartebereich verweilen. Wir entschieden uns für letzteres, da meine Seekrankheit dort am besten auszuhalten war.

Tipp: Unbedingt die Fähre im Voraus buchen und überprüfen, ob die Fähre aktuell überhaupt fährt! Die Webseite des Fährenanbieters findest du hier!


Fairy Pools

Die Fairy Pools sind ein wirklich magischer Ort! Als Fairy Pools bezeichnet werden die vielen kleinen Wasserbecken, welche durch einen Bach und schöne Wasserfälle miteinander verbunden sind.

Direkt gegenüber des Beginns der Wanderung gibt es einen kostenpflichtigen Parkplatz. Die Gebühr für ein Wohnmobil beträgt 8 Pfund (Stand Juni 2022), Übernachten ist hier verboten.

Glücklicherweise haben wir über die App park4night einen kostenlosen Waldparkplatz entdeckt, auf dem es auch gestattet ist die Nacht zu verbringen. Der Waldparkplatz ist ca. 600 Meter vom Hauptparkplatz entfernt. Wir hatten Glück und haben noch ein freies Plätzchen ergattern können. Die Fairy Pools sind ein beliebtes Ziel, dementsprechend ist hier auch einiges los.

Vom Parkplatz aus ging es für uns erstmal einen Hang hinunter bis wir den eigentlichen Startpunkt der Wanderung erreichten. Am Beginn des Pfades angekommen folgten wir dem Weg für zwei Kilometer. Hier kamen wir an unzähligen Wasserläufen vorbei. Einer schöner als der andere.

Die vielen Touristen haben uns nicht gestört. Nachdem es angefangen hat zu regnen, ergriffen die meisten Besucher die Flucht und machten sich auf dem Rückweg zum Auto. Ein bisschen Regen hielt uns natürlich nicht ab. Dafür waren wir gerüstet und nach fünf Minuten waren die Regenwolken bereits weitergezogen.

Am Ende der zwei Kilometer befindet sich das bekannte Postkartenmotiv. Es lohnt sich aufjedenfall bis hierhin zu gehen. Wer etwas länger wandern möchte, folgt einfach dem Wanderweg ein Stück nach hinten in Richtung Berge und schlägt dann links ein. Nach einer Weile geht es wieder nach links und man läuft parallel zum ursprünglichen Wanderweg zurück zum Ausgangspunkt. Der Rundweg ist ca. 8 Kilometer lang.

Wir entschieden uns entlang des Baches zurückzulaufen. So hatten wir die Möglichkeit noch ein paar Bilder zu machen.

Über den Wanderweg an sich lässt sich sagen, dass er etwas steinig und während unseres Aufenthaltes auch sehr matschig war. Für uns allerdings garkein Problem, wir fanden ihn trotzdem gut begehbar.

Alles in einem war es ein sehr schöner Ausflug und ein toller Start auf der Isle of Skye!


Was auf deiner Schottlandreise nicht fehlen sollte ist ein elektronischer Stichheiler*. Für uns ein echter Live-Safer!


Sligachan Old Bridge

Sligachan Old Bridge, Isle of Skye
Sligachan Old Bridge, Isle of Skye

Am nächsten Morgen ging es früh los, unser Ziel war der Old Man of Storr. Unterwegs machten wir allerdings noch Halt an der Sligachan Old Bridge, die wir bereits auf der Fahrt zu den Fairy Pools gesehen haben.

Die Sligachan Old Bridge ist eine schöne Steinbrücke, welche sich so ziemlich in der Mitte der Insel befindet. Die Brücke liegt nur wenige Meter neben der Hauptstraße und eignet sich hervorragend für einen kurzen Zwischenstopp.

Von der Brücke aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Black Cuillin Berge. Von hieraus starten auch viele Wanderrouten, für die wir hoffentlich eines Tages Zeit haben werden.


Old Man of Storr

Old Man of Storr, Isle of Skye
Old Man of Storr, Isle of Skye

Die Wanderung zum Old Man of Storr war für uns ein sehr eindrucksvolles Erlebnis. Das war vor allem dem Wetter geschuldet, aber hierzu gleich mehr.

Ausgangspunktkostenpflichtiger Parkplatz unterhalb des Beginn des Wanderweges
Länge4,5 Kilometer
Höhenmeter300 Meter
Wanderzeitca. eine Stunde
Schwierigkeitsgradmittelschwer

Der Old Man of Storr ist eine ca. 48 Meter hohe Felsnadel und ein beliebtes Ausflugsziel auf der Isle of Skye.

Wer sich die Bilder ansieht, erahnt schnell warum der Ort so beliebt ist. Die Landschaft ist einfach traumhaft schön!

Ausgangspunkt

Der Old Man of Storr Car Park ist für Wohnmobile aufgrund einer Höhenbeschränkung nicht befahrbar. Für Wohnmobile gibt es allerdings unterhalb des Car Parks entlang der A855 mehrere Parkplätze am Straßenrand. Die Parkgebühr beläuft sich für sechs Stunden auf 5 Pfund.

Die Wanderung

Wanderung Old Man of Storr, Isle of Skye

Der Wanderweg beginnt auf einem etwas breiterem Pfad, der langsam nach oben führt. Der Pfad führt durch mehrere Weidegatter hindurch. Nach einigen hundert Metern wird der Wanderweg etwas stufiger. Bei starkem Regen sollte man hier etwas vorsichtiger laufen, da es auf den Steinen schnell rutschig werden kann.

Nach ca. 1,5 Kilometern haben wir das Felsplateau erreicht, auf welchem sich die berühmte Felsformation befindet. Für uns ist der Weg hier jedoch noch nicht zu Ende, denn wir wollen weiter hoch zu einem Aussichtspunkt. Zum Aussichtspunkt hinauf führen mehrere Trampelpfade. Der Weg war hier, aufgrund des vielen Regens die Tage zuvor, besonders matschig.

Zur besonderen Herausforderung für uns wurde das Wetter. Ein bisschen Regen hat uns nichts ausgemacht, allerdings waren auf dem Aufstieg zum Aussichtspunkt starke Windböen zu Gange. Wir mussten echt aufpassen, dass uns der Wind nicht umwirft. Wir knipsten schnell ein paar Fotos und machten uns wieder auf den Weg zurück. Auf dem Rückweg regnete es dann noch ziemlich stark. Wir haben das ganze mit Humor genommen, denn so ist Schottland eben! Was wäre ein Schottlandurlaub ohne Wind und Regen?


Dunvegan Castle & die Robbeninsel

Nach unserer Wanderung nahmen wir Kurs in Richtung Dunvegan Castle. Das Schloss steuerten wir nicht nur an, um es von außen zu betrachten, sondern auch weil wir gelesen hatten, dass dort einige Robben im Loch zu sehen sind.

Wir fuhren am Dunvegan Castle vorbei und folgten einige Meter einer Single Track Road. Dann erreichten wir den auf Google Maps eingezeichneten Aussichtspunkt. Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass der Aussichtspunkt kein offizieller Halteplatz und schon gar kein Parkplatz ist. Es handelt sich hier um eine etwas größere Ausweich- / bzw. Wendebucht. Wenn man hier kurz hält und schnell ein paar Bilder macht, geht das sicherlich in Ordnung, da die Straße nicht sonderlich befahren ist.

Vom Aussichtspunkt haben wir einige Robben auf den kleinen Inseln im Loch entdeckt. Ohne Fernglas hätten wir kaum eine Chance gehabt, da die Robben auf den felsigen Inseln gut getarnt sind.

Es hat eigentlich keinen Tag auf unserer Schottlandreise gegeben, an dem ich nicht unser Fernglas* dabei hatte. Denn es gibt so vieles, nach dem es sich lohnt Ausschau zu halten, seien es Robben, Papageientaucher, Rotwild, Wale, Delfine und viele weitere Tiere.

Am Dunvegan Castle selbst gibt es einen Besucherparkplatz und ein Besucherzentrum. Der Dunvegan Castle und seine umliegenden Gärten können gegen eine Gebühr besichtigt werden. Auch soll es dort eine Bootstour geben, die die Besucher in die Nähe der Robbenkolonie bringt.

Aus Zeitgründen haben wir uns den Dunvegan Castle nur vom Aussichtspunkt aus der Ferne angesehen.


Neist Point Lighthouse

Neist Point Lighthouse, Isle of Skye

Nach unserem Zwischenstopp am Dunvegan Castle steuerten wir unseren Stellplatz für die Nacht an. Das uns dieser Stellplatz noch lange in Erinnerung bleiben wird, konnten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen. Bei unserem Stellplatz handelte es sich um den Besucherparkplatz am Neist Point Lighthouse, hier ist es gestattet mit dem Wohnmobil über Nacht zu parken (Stand Juni 2022).

Der Ausblick aus dem Camper auf das Meer und die beeindruckenden Küstenformation war einfach wunderschön! Und um uns herum waren ganz viele Schäfchen.

  • Wanderung am Neist Point Lighthouse, Isle of Skye
  • Landschaft am Neist Point Lighthouse

Noch schöner war allerdings die kleine Wanderung zum Neist Point Lighthouse und zu dessen Aussichtspunkten.

Vom Parkplatz aus ist es knapp ein Kilometer bis zum Leuchtturm. Es gehen ca. 60 Höhenmeter steil hinab und später wieder hinauf.

Auf halben Weg kann man einen Schlenker nach rechts machen und auf einen Hügel hinaufwandern. Hier befindet sich der erste Aussichtspunkt, von dem man einen wunderbaren Blick auf den Leuchtturm hat.

Einen weiteren Aussichtpunkt erreicht man, wenn man vom Parkplatz aus nach rechts entlang der Küste läuft.

In den Klippen leben viele Seevögel und mit ein wenig Glück kann man im Meer unterhalb der Klippen Wale und Delfine zu Gesicht bekommen.


Eilean Donan Castle

Nachdem wir am nächsten Morgen noch einen schönen Spaziergang an der Küste vor dem Neist Point Lighthouse machten, beschlossen wir die Isle of Skye zu verlassen um weitere Teile Schottlands zu erkunden.

In der Ortschaft Broadford machten wir einen Zwischenstopp am Camping Skye, um zu Duschen (4 Pfund p.P.) und für die Ver- und Entsorgung (7 Pfund). Danach ging es noch in den Co-op den Lebensmittelvorrat auffüllen und an der danebengelegen Tankstelle haben wir noch einmal vollgetankt. Direkt neben dem Co-op befinden sich ein paar süße Souvenir- und Secondhandläden.


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Über die Skye Bridge verließen wir die schöne Insel und steuerten das 15 Kilometer entfernte Dornie an. Dort befindet sich der bekannte Eilean Donan Castle. Vor dem Schloss gibt es einen kostenpflichtigen Parkplatz. Eine Stunde kostet zwei Pfund.

Eilean Donan ist eine kleine Gezeiteninsel in den westlichen Highland. Leider war zum Zeitpunkt unseres Besuches Ebbe, und die Insel war nicht vollständig von Wasser umschlossen. Ein schöner Ausblick auf das Schloss bot sich uns trotzdem.

Vor dem Schloss befindet sich ein Besucherzentrum, hier gibt es einen kleinen Souvenirshop und ein Cafe.

Das Schloss ist aus unzähligen Filmen und Serien bekannt und kann gegen Eintrittspreis besichtigt werden.


Fazit: Isle of Skye mit dem Camper

Die Isle of Skye ist mit dem Camper genauso gut zu erreichen wie mit dem Auto. Entweder über die Skye Bridge oder mit der Fähre.

Über die gesamte Insel verteilt gibt es Campingplätze, aber auch genügend Plätze zum „Freistehen“. Hier war die App „Park4Night“ sehr nützlich. Wer einen Campingplatz aufsucht, um nur die Einrichtungen zu nutzen, muss verständlicherweise eine Gebühr bezahlen. Die Gebühren kamen uns allerdings etwas teuer vor, z.B. Duschen für 4 Pfund p.P. Wir wollen uns hier allerdings nicht beschweren, denn wir schätzen die Möglichkeit freistehen zu dürfen sehr!

Die Entsorgung der Chemie-Toilette ist nur auf Campingplätzen möglich. Am Besucherparkplatz am Man of Storr kann man allerdings auch den Inhalt der Toilette entsorgen, nur Wasser zum ausspülen ist dort keines vorhanden.


Hier gelangst du zu unserem Beitrag über die Umrüstung zur Trockentrenntoilette:


Auf Skye gibt es auch einige „Single track roads“, hier gilt wie überall auch, rücksichtsvoll und vorausschauend zu fahren. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Leute sehr zuvorkommend sind. Uns wurde sehr oft Platz gemacht, obwohl wir bereits im Vorfeld signalisiert haben, dass wir Platz machen werden. Die Anwohner waren auch immer dankbar, wenn wir sie vorbei gelassen haben.

Der Internetempfang ist hier, wie in den meisten Teilen Schottlands, teilweise sehr schlecht. Es empfiehlt sich daher eine Offline-Karte bei Google-Maps herunterzuladen.

Auf dem Co-op Supermarkt Parkplatz in Broadford fanden wir genügend Platz, um den Camper zu parken. Der Supermarkt ist hervorragend ausgestattet und man kann hier wunderbar seine Vorräte auffüllen.


Unsere weitere Reise

Unsere Reise ist nach der Isle of Skye natürlich noch nicht vorbei. Als nächstes ging es für uns die Touristenstraße North Coast 500 entlang.

Hierüber haben wir einen eigenen Blogbeitrag veröffentlicht. Wir freuen uns, wenn du auch hier vorbeischaust!


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NC 500 Roadtrip – Unsere schönsten Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke

Die North Coast 500 ist eine Auto-Route, die durch den Norden von Schottland führt. Sie zählt zu den schönsten Roadtrips der Welt und das nicht ohne Grund. Die NC 500 führt über eine Strecke von 516 Meilen (839 Kilometern) durch die atemberaubende Landschaft von Schottland. Wir durchquerten die Highlands, kamen an wunderschönen Sandstränden vorbei und begegneten einer ganzen Menge interessanter Tiere.

Wir haben vor unserer Schottlandreise zwar schonmal von der NC 500 gehört, aber richtig beschäftigt hatten wir uns bei unserer Reiseplanung nicht damit. Für uns stand lediglich fest, dass wir Schottland im Uhrzeigersinn umrunden wollen. Und so kam es, dass wir uns kurz nachdem wir die Isle of Skye verlassen hatten, auf der bekannten Route befanden. Unseren Blogbeitrag über die Isle of Skye findet du hier.

In unserem Beitrag berichten wir von unseren Zwischenstopps und Erlebnissen entlang der NC 500.

Zur besseren Übersicht haben wir ein Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken für euch erstellt:


Knockan Crag – Northwest Highlands

  • Knockan Crag - Northwest Highlands. Person wandert in den Highlands.
  • Wanderung in den Highlands

Nachdem wir die Isle of Skye erkundet hatten, machten wir uns auf den Weg in Richtung Norden. Ziel war das Besucherareal Knockan Crag, welches sich in den Northwest Highlands entlang der NC 500 befindet. Auf dem Besucherparkplatz ist es gestattet mit dem Camper über Nacht zu bleiben. Wir hatten eine schöne Aussicht auf den gegenübergelegenen See. Der Parkplatz war kostenlos, es gibt jedoch die Möglichkeit eine Spende zu entrichten.

Unser Plan war eigentlich am nächsten Morgen zum nahe gelegenen Berg Stac Pollaidh zu fahren, um dort zum ersten mal in den schottischen Highlands zu wandern. Das Wetter war allerdings nicht auf unserer Seite. Es waren kühle 13 Grad, leichte Windböen und es regnete. Im Internet lasen wir, dass die Wanderung auf den Berg nicht bei Regen zu empfehlen sei, da sich der Wanderweg in einen rutschigen Bachlauf verwandle.

Wir entschieden daher, erstmal den Lehrpfad am Besucherareal entlang zu wandern. Der Weg führte oberhalb der Felsen hinauf und von oben hatten wir einen wunderbaren Blick auf die Hügel von Coigach und Assynt. Genauso haben wir uns das Wandern in den Highlands vorgestellt. Der Rundweg dauerte ca. eine Stunde.

Wieder am Parkplatz angekommen, beschlossen wir auf der anderen Straßenseite vom Besucherareal ein wenig wandern zu gehen. Während wir den Lehrpfad entlang liefen, entdeckten wir den Wanderweg auf den Berg Cùl Mòr. Kurz vor dem Wanderweg gibt es auch einen kleinen Wanderparkplatz. Wir wanderten allerdings nur bis auf eine Erhöhung, da Regen und Wind uns immer mehr zusetzten. Unsere Wanderschuhe waren inzwischen auch völlig durchnässt.

Regenschutz für Rucksäcke*

Alles in allem war es jedoch ein wunderschöner Ausflug, denn bei Regen und Wind in den schottischen Highlands wandern zu gehen, gehört einfach zu einer Schottlandreise dazu.

Um das Erlebnis abzurunden, ging es danach noch in einen Tea-Room. Solche kommen recht häufig an der NC 500 vor und sind meist schon im Vorfeld ausgeschildert.


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Stoer Lighthouse und Wanderung zum Old Man of Stoer

Stoer Lighthouse, Schottland
Stoer Lighthouse

Auf der Suche nach einem Stellplatz für die nächste Nacht, entdeckten wir das Stoer Lighthouse. Auf dem Parkplatz vor dem Leuchtturm kann man für 10 Pfund die Nacht verbringen. Tagsüber hält ein kleiner Imbisswagen auf dem Parkplatz, wer möchte kann sich hier eine kleine Mahlzeit oder ein warmes Getränk kaufen. Die öffentlichen Toiletten wurden leider gesperrt, wir vermuten als Folge von unrechtmäßiger Chemie-Toilettenentsorgung.

Vom Stoer Lighthouse aus, hat man eine wunderbare Sicht auf das Meer. Einer Infotafel entnahmen wir, dass man hier besonders gut Wale und Delfine beobachten kann. Während unseres Aufenthalts war die See jedoch sehr unruhig und der Blick mit dem Fernglas in die Ferne vergeblich.

Unser Fernglas*

Am nächsten Morgen wanderten wir zu einem Aussichtspunkt, von dem man einen guten Blick auf den Old Man of Stoer hat. Der Old Man of Stoerr ist eine Felsformation, die aus dem Meer ragt.

  • Old Man of Stoer, Schottland. Felsformation, die aus dem Meer ragt, umgeben von Klippen
  • Stoer Lighthouse, Schottland. Leuchtturm auf einer Klippe.
  • Landschaft beim Stoer Lighthouse, Schottland

Loch na Gainmhich und der Wailing Widow Falls

Der See Loch na Gainmhich und der spektakuläre Wasserfall Wailing Widow Falls liegen nahezu direkt an der NC 500. Den Wasserfall kann man sich von oben und von unten ansehen. Wir entschieden uns dafür den Wasserfall nur von oben anzusehen, da der Parkplatz unterhalb nur sehr klein und bereits voll war. Um ehrlich zu sein war die Aussicht von oben nicht sonderlich spektakulär. Für uns aber halb so schlimm, da unsere Drohne den Wasserfall vom aller schönsten Winkel eingefangen hat.

Loch na Gainmhich und Wailing Widow Falls
Loch na Gainmhich und der Wailing Widow Falls

Vom Parkplatz aus hatten wir in wenigen Minuten den See erreicht. Bis zum Wasserfall waren es vielleicht 10 Minuten. Der Weg war ziemlich sumpfig und wasserfeste Schuhe sind hier ein Muss. Selbstverständlich hat es auch geregnet. Für die Drohnenaufnahmen haben wir gewartet, bis die Regenwolken vorbeigezogen sind. Ganz typisch für Schottland ist das wechselhafte Wetter. Fünf Minuten Regen, fünf Minuten Sonne. Manchmal lohnt es sich einfach ein paar Minuten zu warten.

Die Aufnahmen haben wir mit unserer DJI Mini 2* gemacht.

DJI Mini 2*

Nachdem wir uns den tollen Wasserfall angesehen haben, machten wir uns auf den Weg zum Scourie Caravan Park. Der Stellplatz hat für eine Nacht 23 Pfund gekostet. Ca. fünf Minuten Fußweg entfernt, befindet sich ein kleiner Supermarkt, in dem abends sogar frische Brötchen geliefert wurden.


Handa Island

Klippen auf Handa Island

Nicht ohne Grund entschieden wir uns für den Campingplatz in Scourie. Nur wenige Minuten von Scourie entfernt befindet sich die kleine Ortschaft Tarbet, welche wir am nächsten morgen früh aufsuchen wollten. Denn von dort gelangt man mit Handa-Ferry auf die Insel Handa.

Von Montag bis Samstag von 9 bis 14 Uhr fährt der Fährenbetreiber bei gutem Wetter mit einem kleinen Motorboot zwischen Handa Island und Tarbet hin und her. Die Fahrt mit dem Boot dauert ca. 10 Minuten und kostet 20 Pfund pro Person. In den 20 Pfund ist auch eine Gebühr enthalten, welche dem Scottish Wildlife Trust zu Gute kommt, der sich um die Insel kümmert und einen Ranger stellt, welcher die Besucher zu Beginn ihrers Inselaufenthalts mit allen wichtigen Informationen versorgt.

Wenn ihr einen Besuch auf der Insel einplant, dann haltet die Wettervorhersage im Blick und informiert euch auf der Webseite des Fährenanbieters.

Über Handa Island führt ein ca. sieben Kilometer langer Rundweg. Besonders wichtig ist es auf den Wanderwegen zu bleiben, um keine Bodenbrüter zu stören. Für brütende Vögel ist Handa Island bekannt.

Auf den hochaufragenden Klippen der Insel sollen über zehntausende Seevögel leben. Vorallem Trottellummen, Tordalken und Raubmöwen bekommt man hier zu Gesicht. Mit ein wenig Glück entdeckt man auch den ein oder anderen Papageientaucher. Nachdem wir auf der Insel Lunga eine unvergessliche Begegnung mit dem kleinen Vogel hatten, freuten wir uns sehr als wir ihm auf Handa Island wieder begegneten.

  • Papageientaucher auf Handa Island
  • Eissturmvogel auf Handa Island
  • Tordalken auf Handa Island
  • Schottisches Moorschneehuhn auf Handa Island

Vor die Linse bekamen wir auch ein schottisches Moorschneehuhn und eine große Raubmöwe (Great Skua). Robben, Delfine, Wale und Otter bekamen wir leider nicht zu Gesicht, diese werden hier jedoch auch regelmäßig gesichtet.

Wir verbrachten den ganzen Tag auf Handa. Die Zeit verging wie im Flug. Landschaftlich ist die Insel schon wahnsinnig schön und für uns als Wildtierfotografen war es ein kleines Paradies.

Unsere Tipps: Früh da sein lohnt sich. Der Parkplatz in Tarbet ist tatsächlich nicht sonderlich groß und füllt sich bei gutem Wetter besonders schnell. Außerdem je früher ihr auf der Insel seid, desto mehr Zeit habt ihr.

Sorgt außerdem für ausreichend Verpflegung, auf der heute unbewohnten Insel gibt es logischerweise nichts zu kaufen. Bitte denkt daran euren Müll mitzunehmen und ordnungsgemäß zu entsorgen.

Wir sind Anfang Juni auf Handa gewesen. Auf der Insel selbst hatten wir keine Begegnung mit den kleinen, beißenden Mücken, die häufig in Schwärmen auftreten und Midges genannt werden. Allerdings machten wir unsere Begegnung in Tarbet, als wir für die Tickets anstanden. Aufeinmal hatten wir ganz viele der kleinen Beißer im Gesicht und es zwickte ganz schön. Zum Glück hatten wir unser Mückenschutzspray* dabei, denn nachdem wir uns damit eingerieben hatten, wurden wir in Ruhe gelassen.

Autan Multi Insect Pumpspray*


Sandwood Bay

Nach unserem Besuch auf Handa Island verbrachten wir die Nacht auf einer größeren Parkbucht nicht weit entfernt von der Ortschaft Blairmore, denn dort sollte es am nächsten Tag für uns hingehen.

In Blairmore befindet sich ein Wanderparkplatz, dieser war Ausgangspunkt unserer Wanderung zur Sandwood Bay. Die Sandwood Bay ist eine beeindruckende Bucht an der schottischen Nordwestküste. Sie ist bekannt für ihren ca. 1,6 Kilometer langen Traumstand und ein beliebtes Ziel zum Wildcampen.

Der Strand ist nur über einen sieben Kilometer langen Wanderweg zu erreichen. Wir haben die Wanderung als leicht empfunden, es gibt kaum Steigung und die Wanderwege waren ganz gut ausgebaut. Während der Wanderung hat man bereits einen schönen Ausblick auf die tolle Landschaft und kommt an einigen kleinen Seen vorbei.

Die Sandwood Bay hat uns sehr beeindruckt. Zunächst überquert man eine riesige Dünenlandschaft und dann ist da dieser endloslange, tolle Sandstrand, der zum Verweilen einlädt. Die Wanderung hat sich voll und ganz gelohnt!

Nach unserer Wanderung zur Sandwood Bay ging es weiter an die Nordküste. Dort fanden wir einen Stellplatz oberhalb des Ceannabeinne Beach. Dort setzten wir und mit einer Tasse Tee an den Strand, beobachteten wie die Sonne unterging und lauschten dem Meer. Ein perfekter Tag ging zu Ende.

  • Sandwood Bay, Schottland
  • Sandwood Bay, Schottland. Mit der Drohne von oben aufgenommen.

Smoo Cave

Auf der Fahrt zum Ceannabeinne Beach kamen wir am Besucherparkplatz der Smoo Cave vorbei. Nachdem wir den Ort gegoogelt haben, war schnell klar, dass wir hier noch einmal hinwollten. Also machten wir uns am nächsten Morgen auf den Weg und besichtigten die Meeres- und Süßwasserhöhle.

Der Zugang zur Höhle ist jederzeit geöffnet und kostenlos, wer möchte kann an einer kostenpflichtigen Tour teilnehmen und weiter ins Innere der Höhle vordringen.

Smoo Cave. Eine Meeres- und Süßwasserhöhle in Schottland.
Smoo Cave

Es war ein kurzer, aber schöner Zwischenstopp bevor wir die Weiterfahrt in Richtung Osten antraten. Wir sind in einem Zug die gesamte Nordküste entlang gefahren und waren mal wieder überwältigt von den endlosen Weiten, den vielen Seen und wenigen Dörfern.

Ganz anders sah es nämlich an der Ostküste aus, hier ist es deutlich besiedelter und hat uns landschaftlich auch das ein oder andere Mal an Deutschland erinnert.


Dunnet Head

  • Papageientaucher am Dunnet Head
  • Tordalk am Dunnet Head

Dunnet Head ist eine Halbinsel an der schottischen Nordostküste und der nördlichste Punkt des britischen Festlandes.

Alex ging davon aus, dass wir den Ort wegen seines großen weißen Leuchtturms ansteuerten, aber da hatte er bei Weitem verfehlt. Denn Dunnet Head stand vor allem wegen seiner atemberaubenden Meeresklippen und der dort nistenden Seevögel auf meiner Must-See-Liste.

Tordalke, Trottellummen, Eissturmvögel und unser beliebter Papageientaucher brüten hier. An klaren Tagen hat man einen wunderbaren Blick auf das weite Meer. Wer aufmerksam ist hat vielleicht sogar das Glück einen Orca zu entdecken.

Wir hatten hier eine nette Begegnung mit einer Einheimischen, die ebenfalls die Seevögel am beobachten war. Von dieser erhielten wir einen tollen Geheimtipp. Sie erzählte uns von einem nahegelegenen Ort, wo man wunderbar Robben beobachten konnte. Zum Schutz der Robben teilen wir keine näheren Angaben zum Ort.

Robben in Schottland

Auf dem Parkplatz am Dunnet Head kann man gegen eine Gebühr mit dem Camper übernachten.

Weiterhin bekannt für seine Seevögel ist der Duncansby Head, welcher etwas weiter östlich vom Dunnet Head liegt. Eigentlich hatten wir vor uns auch dort die Seevögel und die Duncansby Stacks anzusehen. Der Ort scheint jedoch etwas bekannter zu sein und so war der Parkplatz gegen Mittag komplett überfüllt gewesen. Da wir dann auch noch in eine prämisslichen Lage auf der Single track road gelangten, entschieden wir uns den Norden zu verlassen und weiter in den Süden zu fahren.


Girnigoe and Sinclair Castle

Unser letzter Stopp entlang der NC 500, allerdings nicht der letzte Stopp unserer Schottlandreise, waren die Burgruinen Girnigoe and Sinclair, die sich auf einem großen Felsen befinden. Von dem kostenpflichtigen Parkplatz gelangt man nach ca. einem Kilometer an die Ruinen. Hier sind einige Infotafeln vorhanden und man kann ein wenig über die Geschichte der Burgen erfahren.

Girnigoe and Sinclair Castle
Girnigoe and Sinclair Castle

Unser Fazit

Die NC 500 war der Teil unserer Schottlandreise, der uns am besten gefallen hat. Wir können jedem der Schottland erkunden will und die entsprechende Zeit hat nahe legen diese wunderschöne Route entlang zu fahren. Neben den Orten an denen wir einen Halt eingelegt haben gibt es noch unzählige weitere Orte, die man sich ansehen kann.


Weitere Eindrücke unserer Schottlandreise findest du auch auf unserer Instagram-Seite.


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Norwegen Roadtrip – mit Auto und Zelt

Im Sommer 2018 sind wir drei Wochen lang in Norwegen mit dem Auto und Zelt unterwegs gewesen. In unserem Blogbeitrag berichten wir euch von den besonderen und sehenswerten Orten, an welchen wir vorbeikamen.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und hoffen euch somit bei eurem Roadtrip inspirieren zu können und euch einige nützliche Tipps mit auf den Weg zu geben.

Damit ihr euch etwas leichter zurecht findet, haben wir ein Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken für euch erstellt:


Für euren Roadtrip können wir euch ein Wurfzelt* empfehlen. Hier spart ihr beim Auf- und Abbau viel Zeit und Nerven, insbesondere dann, wenn ihr jeden Tag auf einem anderen Campingplatz steht.

Wurfzelt von Quechua*


Hier gelangst du zu unserem Bericht über unseren Roadtrip durch Norwegen und Schweden mit dem Camper:


Unsere Campingplätze

Auf insgesamt zwölf Campingplätzen in Norwegen und einem Campingplatz in Dänemark haben wir unsere Nächte verbracht.

Die Campingplätze, welche wir während unserer Rundreise durch Norwegen aufgesucht haben, stellen wir euch im folgendem Beitrag vor.

Wir haben von dem „Jedermanns-Recht“ keinen Gebrauch gemacht, da wir dafür nicht ausgestattet waren. Vielmehr waren wir auf die Sanitäranlagen auf den Campingplätzen angewiesen. Die Campingplätze waren (Stand 2018) auch ziemlich günstig für zwei Personen mit Auto und Zelt.


Von Hirtshals nach Kristiansand

Den ersten Tag unserer Reise sind wir bis in den Norden von Deutschland durchgefahren. Am nächsten Tag ging es früh weiter bis nach Hirtshals in Dänemark, denn von dort setzten wir mit der Fähre über nach Kristiansand.

Mit welchem Fährenanbieter wir die Überfahrt gemacht haben, weiß ich nicht mehr. Wir haben die Erlebnisse an die Fährenfahrt so gut es ging verdrängt. Woran ich mich jedoch noch erinnere ist, dass wir die schnellste Fährverbindung zwischen den zwei Städten gewählt haben. Das Auto wurde im Inneren der Fähre geparkt und für die Passagiere ging es in einen separaten Bereich. Wir suchten uns einen Platz im Innenbereich der Fähre. Noch ahnten wir nicht was die zweistündige Fährenfahrt für uns bereit hielt. Kurz zusammengefasst: Es waren zwei absolut furchtbare Stunden, die wir nicht noch einmal erleben möchten. Bis zu diesem Tag war uns nicht bewusst, was es bedeutet seekrank zu sein.

Das Fährenticket für die Rückfahrt war bereits gebucht & bezahlt und nicht stornierbar, dennoch stand für uns direkt fest, dass wir für die Rückfahrt lieber einen tausend Kilometer langen Umweg über Schweden in Kauf nehmen, als nochmal einen Fuß auf eine Fähre zu setzen.

Unser Tipp an euch, wenn ihr seekrank seid oder nicht ausschließen könnt, dass ihr es nicht seid, dann nehmt direkt den Landweg über Schweden. Auch Schweden ist ein wunderschönes Land, was tolle Zwischenstopps bereithält.

In Norwegen angekommen steuerten wird direkt den ersten Campingplatz an, den wir finden konnten.

Ziemlich endkräftigt von der Fahrt bauten wir unser Zelt auf dem Åros Feriesenter in Søgne auf.


Wanderung zum Preikestolen

Unser erstes großes Ziel war die Wanderung auf den Preikestolen. Nachdem wir uns von der fürchterlichen Fährenfahrt erholt hatten, steuerten wir am nächsten Morgen den Campingplatz „Preikestolen Camping“ an. Dort schlugen wir unser Lager auf und erkundeten anschließend die Gegend. Am nächsten Morgen sind wir dann sehr früh gestartet, um auf den Preikestolen zu wandern.

Unseren Beitrag zur Wanderung verlinken wir euch hier:

Der Preikestolen ist ein 25 x 25 Meter großer Felsplateau in der norwegischen Provinz Rogaland. 604 Meter oberhalb des Lysefjords liegt der beliebte Touristenort. Die Wanderung belohnt euch mit einem unvergesslichem Ausblick und zählt deshalb zu den beliebtesten Wanderungen in Norwegen.


Hier gelangst du zu unserem T-Shirt Shop:

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Wasserfälle: Tvindefossen, Vøringsfossen & Låtefossen

In Norwegen gibt es Wasserfälle ohne Ende. Einige davon sind mit dem Auto zu erreichen. So steuerten wir an unserem dritten Tag in Norwegen gleich drei atemberaubend schöne Wasserfälle an!

Zu erst kamen wir am Tvindefossen vorbei. Einem breiten beeindruckendem Kaskadenwasserfall. Ein kurzer Stopp lohnt sich hier sicherlich.

Danach ging es weiter zum Vøringsfossen. Einem der bekanntesten Wasserfällen Norwegens.

Neben dem Fossil Hotel befindet sich eine tolle Aussichtsplattform. Inzwischen soll es auch eine Treppenbrücke über dem Wasserfall geben.

Zu guter Letzt haben wir uns den Låtefossen angeschaut. Der Zwillingswasserfall zieht wie die anderen beiden Wasserfälle ebenfalls viele Touristen an.

  • Vøringsfossen: Wasserfall in Norwegen
  • Tvindefossen: Kaskadenwasserfall in Norwegen
  • Latefossen ein Zwillingswasserfall

Bryggen, Bergen

Vom Campingplatz „Lone Camping“ starten wir am nächsten Tag in Richtung Bergen. Nach einer ca. 30 minütigen Autofahrt erreichten wir das Hanseviertel Bryggen.

Geparkt haben wir mit unserem Auto in einem engen und kostspieligen Parkhaus.

Als allererstes besichtigten wir die bekannten Holzhäuser. Anschließend sind wir ein bisschen den Berg Fløyen hochspaziert.

Mit der Standseilbahn kann man auch bis ganz nach oben fahren. Aufgrund der hohen Parkgebühren, wollten wir uns hierfür jedoch keine Zeit nehmen.

Unser Aufenthalt in Bergen war somit recht kurz. Städte interessieren uns auch einfach nicht besonders.

Bryggen, Begen
Bryggen, Bergen

Rimstigen Wanderung – Nærøyfjord

Nachdem wir Bergen verlassen haben, sind wir lange umhergeirrt bis wir einen passenden Campingplatz gefunden haben. Das lange Suchen hat sich gelohnt, denn wir sind auf dem schönen Campingplatz „Gudvangen Camping“ gelandet. Der Rundumblick vom Campingplatz war einfach atemberaubend. Die hohen, steilen Felswände mit ihren unzähligen Wasserfällen haben uns stark an Lauterbrunnen erinnert.

Der Campingplatz ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen. Sehr zu empfehlen ist der Aufstieg Rimstigen mit Blick auf den Nærøyfjord.

Diesen Tipp bekamen wir von den Inhabern des Campingplatzes. Der Aufstieg Rimstigen entpuppte sich als eine unserer schönsten Wanderungen, aber auch als unsere anstrengendste.

Die Wanderung startet in Bakka, einem kleinen idyllischen Dorf. Unseren Erfahrungsbericht zur Wanderung findet ihr hier:

  • Ausblick von Rimstigen
  • Briefkasten mit Tourbuch auf dem Rimstigen
  • Wanderung Rimstigen
  • Kirche in Bakka, Norwegen - von 1859

Wanderung zum Vettisfossen im Utladalen

Der Wasserfall Vettisfossen liegt im Landschaftsschutzgebiet Utladalen am Rande des Jotunheimen-Gebirges. Er ist mit einem freien Fall von 275 Metern einer der höchsten Wasserfällen Europas.

Einen ausführlichen Wanderbericht findet ihr hier:


Lovatnet

Der Lovatnet ist ein norwegischer See mit strahlend türkisblauen Wasser und ein bekanntes Instagram-Motiv.

Zuerst steuerten wir den Campingplatz nahe der Stadt Loen an. Dieser war jedoch bereits ausgebucht. Zum Glück, denn so landeten wir auf dem weiter entfernten Helset Camping. Einem Stellplatz direkt am See. Auch wenn die sanitären Einrichtungen nur klein und veraltet waren, haben wir uns hier doch sehr wohl gefühlt. Wir haben uns ein altes Ruderboot ausgeliehen und sind über den See gerudert, haben den Ausblick und die Sonne genossen. Ein Ort, den wir garantiert wieder besuchen wollen!


Geirangerfjord

Die Fahrt nach Geiranger war schon etwas Besonderes. Auf der Hochebene kurz vor Geiranger, lag teilweise noch etwas Eis. Ein wahrer Mückenmagnet. Wir machten hier kurz Stopp, um ein paar Fotos zu schießen und mussten dann schnell feststellen, dass wir uns in einem Mückenschwarm befanden. In Norwegen sind viele Mücken unterwegs, wir haben mehrere Dutzend Mückenstiche gezählt. Ein Stichheiler* ist hier echt Gold wert.

In Geiranger gibt es unzählig viele Campingplätze. Wir entschieden uns für Vinje Camping, einem Campingplatz mit Blick auf den Geirangerfjord. Der Campingplatz liegt an einem kleinen Wasserfall. 

  • Auf dem Weg zum Geirangerfjord

Am Tag darauf wanderten wir zur Aussichtplattform Vesteråsfjellet. Auch von hier hat man einen schönen Blick auf den Fjord.

Über unsere Wanderung haben wir einen eigenen Beitrag veröffentlicht:


Dalsnibba

Südlich von Geiranger befindet sich der Berggipfel Dalsnibba. Aufgrund der schönen Aussicht auf den Geirangerfjord ist dieser ein beliebtes Ausflugsziel.

Die Straße, welche hoch auf den Dalsnibba führt, ist gebührenpflichtig und besteht aus vielen Kurven. Ein Abenteuer für sich.

  • Ausblick vom Dalsnibba
  • Ausblick vom Dalsnibba

Rondane-Nationalpark

Da wir uns entschieden haben über Schweden und nicht mit der Fähre nach Deutschland zurückzufahren, war der Geirangerfjord der nördlichste Punkt unserer Reise. Für uns ging es nun in Richtung Osten, um der schwedischen Grenze näher zu kommen.

Unser nächst größeres Ziel war Oslo. Auf dem Weg legten wir jedoch noch einen Zwischenstopp in Otta ein.

Nicht weit entfernt von Otta befindet sich der  Rondane-Nationalpark, der ältesten Nationalpark Norwegens. Wenn ich an den Rondane-Nationalpark denke, komme ich aus dem Schwärmen nicht mehr raus. Unendliche Weite und eine atemberaubende Landschaft. Hier werden wir sicherlich noch viele weitere Male hinreisen.

Mehr zu unserem Ausflug im Rondane Nationalpark und unserer kurzen Wanderung zum Storulfossen könnt ihr hier lesen:

  • Storulfossen (Wasserfall) im Rondane Nationalpark
  • Rondane Nationalpark
  • Storulfossen Rondane
  • Rodane Nationalpark

Ringebu Stabkirche

Vor unserer Norwegenreise haben wir uns eigentlich nie wirklich mit Stabkirchen beschäftigt, bzw. waren uns deren Existenz eigentlich garnicht bewusst. Unser Interesse an Kirchen ist auch nicht besonders groß, aber die hölzernen Kirchen, die hauptsächlich in Skandinavien vorkommen, sollte man sich auf einer Norwegenreise nicht entgehen lassen.

Die Ringebu Stabkirche liegt ca. eine Stunde vom Rondane Nationalpark entfernt auf dem Weg nach Oslo, unserem nächsten und letzten Ziel in Norwegen.


Oslo

Unseren Tagesflug nach Oslo starteten wir von einem etwas außerhalb gelegenen Parkplatz. Von dort sind wir mit der U-Bahn in die Stadt reingefahren. Leider können wir uns nicht mehr an den Standort des Parkplatzes erinnern.

In Oslo haben wir uns von außen das Königliche Schloss und das Opernhaus angesehen. Wir sind ein bisschen durch die Stadt passiert und haben das Geschichtsmuseum Kulturhistorik-Museum besucht.


Heimreise & Fazit

Unsere letzte Nacht in Norwegen verbrachten wir Nahe der Grenze zu Schweden am großen Oslofjord. Hier war es nicht mehr so einfach einen Campingplatz zu finden, denn die meisten Plätze waren nur für Dauercamper und ohne Rezeption.

Auf dem Platz „Larkrollen Camping“ sind wir dann fündig geworden und konnten einen wunderschönen Sonnenuntergang über dem Oslofjord bestaunen. Hier war es nachts auch wieder dunkel. Ab Preikestolen aufwärts waren die Nächte hell.

Da wir sehr enttäuscht waren keine Elche in Norwegen gesehen zu haben, sind wir am darauffolgenden Tag zu einem Elchpark gefahren. Jedoch möchte ich dies hier nicht weiter thematisieren, da sich inzwischen meine Meinung zu Tierparks sehr verändert hat.

Wir waren 2021 wieder in Norwegen und haben dieses mal sehr viele freilebende Elche zu Gesicht bekommen. Sogar Moschusochsen sind wir begegnet. Hierüber haben wir auch einen Beitrag veröffentlicht.

Über Dänemark ging es dann weiter nach Deutschland. Die Heimreise hat sich für uns echt schwer angefühlt, da wir uns Hals über Kopf in dieses wunderschöne Land verliebt haben. Jeder der schon einmal in Norwegen gewesen ist, weiß was ich meine. Seitdem wir 2018 durch Norwegen gereist sind, kommen wir aus dem schwärmen nicht mehr raus. Das Fernweh begleitet uns jeden Tag und für uns ist klar, dass wir noch viele viele Male nach Norwegen reisen werden.

Wir hoffen, dass wir euch mit unserem Reisebericht einige gute Inspirationen für euren anstehenden Norwegen Urlaub geben konnten und wünschen euch viel Spaß beim Reisen!



Weitere Wander- & Reiseberichte aus Norwegen findest du hier!


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Weitere Blogbeiträge:


Unsere Kameraausrüstung:


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Campingtour durch Italien & Frankreich

Im Sommer 2017 sind wir zum ersten Mal mit dem Auto und Zelt unterwegs gewesen. In 2,5 Wochen ging es für uns durch Österreich, Italien, Frankreich, Monaco und die Schweiz. Diese Reise war für uns der Beginn einer großen Leidenschaft: Dem Camping Urlaub. Wir sind an so vielen wunderschönen Orten vorbeigekommen und möchten diese abwechslungsreiche Reise mit euch teilen.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und hoffen euch somit bei eurem Roadtrip inspirieren zu können und euch einige nützliche Tipps mit auf den Weg zu geben.

Damit ihr euch etwas leichter zurecht findet, haben wir ein Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken für euch erstellt:



Für euren Roadtrip können wir euch ein Wurfzelt* empfehlen. Hier spart ihr beim Auf- und Abbau viel Zeit und Nerven, insbesondere dann, wenn ihr jeden Tag auf einem anderen Campingplatz steht.

Wurfzelt von Quechua*



1. Stopp: Innsbruck – Nordkette

Von Deutschland aus startet unsere Reise in Richtung Österreich. Wir fahren durch bis nach Innsbruck und suchen uns einen Campingplatz.

Die erste Nacht im Zelt war ziemlich aufregend. Denn es hat durchgehend geregnet. Die Ohrstöpsel*, die wir dabei hatten, haben sich direkt bezahlt gemacht.

Da wir zum ersten Mal in Innsbruck sind, sehen wir uns die Stadt an und entscheiden spontan mit den Innsbrucker Nordkettenbahnen auf den 2.334m hohen Hafelekar zu fahren. Trotz des vielen Nebels bietet sich uns ein atemberaubender Ausblick.


2. Stopp: Monte Grappa

Für uns geht es weiter nach Italien. Vorbei an den Dolomiten steuern wir auf den Monte Grappa zu. Dort wollen wir uns das Sacrario militare del Monte Grappa ansehen. Dabei handelt es sich um ein monumentales Denkmal für die dort im Ersten Weltkrieg Gefallenen.

Ein Parkplatz befindet sich etwas unterhalb des Gipfels. Die Autofahrt nach oben war aufgrund der vielen Serpentinen etwas anspruchsvoller, hat sich jedoch auf jeden Fall gelohnt, denn das Denkmal und auch die Gebirgslandschaft waren sehr beeindruckend!

  • Sacrario militare del Monte Grappa
  • Monte Grappa, Italien
  • Monte Grappa, Italien

3. Stopp: Venedig

Während unser Campingtour durch Italien und Frankreich haben wir einige Tage in Venedig verbracht. In unserem Blogbeitrag berichten wir von unseren Erfahrungen in der Stadt auf dem Wasser.


4. Stopp: Sirmione, Gardasee

Sirmione liegt am südlichen Ende des Gardasees auf einer Halbinsel.

Wir haben uns auf dem Campingplatz „Camping Sirmione“ eingerichtet. Der Campingplatz befindet sich direkt am Gardasee und von dort haben wir Zugang zu einem Badestrand. Wir sind überrascht wie warm das Wasser im Gardasee ist. Wir haben ein aufblasbares Boot* dabei und verbringen den Tag auf dem Wasser.

Am Abend machen wir uns zu Fuß auf den Weg nach Sirmione. Eine Busanbindung gibt es auch.

Wir betreten Sirmione durch das Tor einer Burg. Castello di Sirmione ist eine wunderschöne und gut erhaltene Wasserburg. Allein hierfür hat sich der Besuch gelohnt!

Wir besichtigen die Burg und spazieren durch das idyllische Dorf.

Wenn ihr in Sirmione seid, solltet ihr euch unbedingt die Eisdielen ansehen. Eine endlos riesige Auswahl an Eissorten. Da konnten wir zu einem Eis nicht nein sagen.

  • Castello di Sirmione
  • Sirmione, Gardasee
  • Castello di Sirmione
  • Sirmione, Gardasee

5. Stopp: Mailand

In Mailand haben wir uns kurzfristig ein Hotelzimmer gemietet und unser Auto im hoteleigenen Parkhaus untergestellt.

Im Stadtzentrum haben wir uns den Mailänder Dom angesehen, das Mailänder Schloss Castello Sforzesco und die berühmte Viktor-Emanuel-Passage. Und danach hatten wir ehrlich gesagt genug von Mailand. Großstädte sind einfach nicht unser Ding.


6. Stopp: Riomaggiore

Riomaggiore ist eines der fünf Dörfer der Cinque Terre. In 2018 hatten wir uns ehrlich gesagt, nicht besonders gut mit der Anreise beschäftigt und sind einfach drauf los gefahren. Über La Spezia haben wir Riomaggiore angesteuert. Leider mussten wir feststellen, dass die Parksituation vor Ort sehr bescheiden ist. Wir haben lange gewartet, bis im kleinen Parkhaus ein Platz frei geworden ist. Aufgrund der hohen Parkgebühren war unser Besuch in Riomaggiore eher gehetzt.

Inzwischen wissen wir es besser, denn in 2021 haben wir alle fünf Dörfer besucht. Es empfiehlt sich mit dem Auto oder Camper die größeren Städte La Spezia oder Levanto anzusteuern und von dort aus mit dem Zug die Cinque Terre zu besuchen. Die „Cinque Terre Card“ macht es einem leicht beliebig oft mit dem Zug zwischen den Dörfern hin- und herzufahren.

Hierüber haben wir einen eigenen Blogbeitrag veröffentlicht. Wenn ihr euch für einen Ausflug zu den bunten Fischerdörfern interessiert, dann schaut dort unbedingt vorbei!


7. Stopp: Portofino

Unseren letzten Tag in Italien verbringen wir in Portofino. Das italienische Fischerdorf liegt an der Riviera und ist bekannt für seine pastellfarbenen Häuser. Nicht nur Touristen zieht es hier her, sondern auch die Super-Yachten legen am Hafen an.

Der längste rote Teppich der Welt endet in Portofino. Über den 8 Kilometer langen Weg kann man vom Castello in Rapallo bis an den Hafen von Portofino spazieren.

Geparkt haben wir in einem teurem und engem Parkhaus. Wer mit dem Camper unterwegs ist, sollte sich am besten bei Rapallo einen Stellplatz suchen.


8. Stopp: Monaco

Als nächstes geht es für uns in den kleinen Stadtstaat Monaco. Wir spazieren durch die Stadt und betrachten die gehobenen Restaurants und Hotels von außen. Wie werfen einen Blick auf das Casino Monte-Carlo. Da man uns dort wahrscheinlich nicht reinlässt, gehen wir ins Casino Café de Paris und sind beeindruckt von den vielen Spielautomaten.

Monaco kann man sich durchaus mal ansehen, aber wer nicht unbedingt auf Luxus steht und ein Vermögen für etwas zu Essen ausgeben möchte, der kann sich einen Abstecher nach Monaco auch sparen.


9. Stopp: Nizza, Cannes und St. Tropez (Côte d’Azur)

Die französischen Städte Nizza und Cannes besichtigen wir an einem Tag.

Zunächst spazieren wir in Nizza an der Promenade entlang und bestaunen das leuchtend türkisblaue Meer. Wer länger in Nizza verweilen möchte, der sollte einen Strandtag einplanen.

Danach besichtigen wir die Fontaine du Soleil, eine berühmte Bronzestatue des Gottes Apollo.

Nach einem kurzen Zwischenstopp zum Essen geht es weiter nach Cannes. Dort parken wir am Hafen. Nicht weit entfernt befindet sich das berühmte Festspiel- und Kongresshaus. Das malerische Cannes gefällt uns gut. Wir spazieren am Strand entlang und danach geht es durch die vielen kleinen Gässchen der Altstadt “Le Suquet”.

  • Cannes
  • Cannes
  • Cannes

Am nächsten Tag geht es für uns erstmal an den Strand. Zwischen Cannes und St. Tropez befinden sich unzählige Bademöglichkeiten.

Das Wetter spielt nicht lange mit und wir entscheiden uns für die Weiterfahrt nach St. Tropez. Wir haben schon viel von St. Tropez gehört, aber eigentlich keine Vorstellung was uns dort erwartet. Wir parken etwas oberhalb in der Stadt und laufen runter zum Hafen. Wir kommen an einigen schönen Häuschen vorbei. Aber letztendlich finden wir St. Tropez nicht sonderlich spektakulär. Unseren Ausflug an die Côte d’Azur bereuen wir zwar nicht, aber nochmal zieht es uns dort nicht hin.

  • Saint-Tropez, Balkon mit Blumenverzierung
  • Saint-Tropez

10. Stopp: Marseille (Calanque de Sugiton)

Einen Tag vor meinem Geburtstag steuern wir Marseille an. Hier haben wir wieder spontan eine Nacht im Hotel gebucht. Als wir in die Großstadt hineinfahren überkommt uns ein mulmiges Gefühl. Wir fahren an vielen demolierten Fahrzeugen vorbei und die Umgebung, in welcher sich unser Hotel befindet, sieht nicht besonders einladend aus.

Das Hotel bietet keine Parkmöglichkeiten und so sind wir gezwungen unser Auto am Straßenrand abzustellen. Wenigstens haben wir es von unserem Hotelfenster aus im Blick. Für uns steht fest, hier wollen wir nicht meinen Geburtstag verbringen. Bestimmt hat Marseille auch sehr schöne Seiten, also lasst euch von uns bitte nicht abschrecken.

Wie der Zufall es wollte, stießen wir im Internet auf einen Wanderbericht zur traumhaften Bucht Calanque de Sugiton.

Geparkt haben wir in dem kleinen Ort Redon. Zum damaligen Zeitpunkt konnten wir kostenlos vor dem Universitätsgelände Luminy parken.

Von dort sind es nur wenige Meter bis zum Nationalpark Calanques. Am besten informiert ihr euch im Vorfeld eures Ausfluges auf der offiziellen Webseite des Parks, ob eine Waldbrandgefahr besteht.

Am Rand des Nationalparks haben zwei Ranger darauf geachtet, dass die Besucher des Parks ausreichend zu Trinken dabei haben und festes Schuhwerk tragen.

Die Wanderung bis zur Bucht beträgt ca. 50 Minuten. Einen Großteil der Strecke läuft man in der prallen Sonne, daher unbedingt gut eincremen!

Bevor es für uns runter an Meer ging, haben wir einen Abstecher zum Aussichtspunkt Belvédère de Sugiton gemacht. Einem Aussichtpunkt von dem man einen wunderbaren Blick auf den Nationalpark hat.

  • Ausblick vom Belvédère de Sugiton
  • Calanque de Sugiton, Parc national des Calanques, Frankreich
  • Calanque de Sugiton, Parc national des Calanques, Frankreich
  • Calanque de Sugiton, Parc national des Calanques, Frankreich
  • Calanque de Sugiton, Parc national des Calanques, Frankreich

11. Stopp: Verdonschlucht

Gorges du Verdon – durch die Verdonschlucht fließt ein türkisblauer Fluss. Der bekannte Touristenspot zieht auch uns an.

Wir suchen uns beim Lac de Sainte-Croix (See) einen Campingplatz. Es hat drei Anläufe gebraucht, bis wir einen freien Platz gefunden haben. Aber macht euch keine Sorgen, rund um die Verdonschlucht gibt es unzählige Campingplätze. Wir können euch den Platz Camping Les Ruisses empfehlen.

Allgemein sei hier kurz erwähnt, dass die bekannte Urlaubsregion nicht gerade günstig ist. Also deckt euch am besten vorher mit Lebensmitteln ein.

Wenn ihr schonmal bei der Verdonschlucht seid, dann solltet ihr unbedingt ein Tretboot ausleihen. Trotz der vielen anderen Touristen, war es ein tolles Erlebnis. Was ihr beim Tretboot fahren auf garkeinen Fall unterschätzen solltet, ist die Sonne! Ich habe nach der zwei stündigen Tretbootfahrt einen unschönen Sonnenbrand auf dem Rücken gehabt. Also immer daran denken: Schön eincremen*!

Tipp: Ganz früh am Morgen hat man einen freien Blick auf die Verdonschlucht.


12. Stopp: Lavendelfelder Valensole

Nicht weit entfernt von der Verdonschlucht befinden sich die berühmten Lavendelfelder von Valensole. Riesige Felder voller lila-leuchtendem Lavendel. Hier begegnen wir vielen Fotografen*innen.


13. Stopp: Annecy

Wie so oft wissen wir nicht, was unser nächstes Ziel ist. Spontan entscheiden wir uns für eine Weiterfahrt nach Annecy. Annecy ist eine idyllische und absolut traumhafte Kleinstadt in Frankreich. Durch Zufall landen wir auf dem Campingplatz Camping Le Panoramic lac d’annecy . Von dort haben wir eine wunderschöne Aufsicht auf den See und das dahinterliegende Bergpanorama.

Camping Le Panoramic lac d'annecy
Camping Le Panoramic lac d’annecy

Beim Auspacken unseres Zeltes, haben wir bemerkt, dass wir einen Reisegefährten dabei hatten – die mit Abstand größte Spinne, die wir je gesehen haben! Eigentlich haben wir keine Angst vor Spinnen, aber den Schock mussten wir erstmal verarbeiten.

Ein neuer Tag: Wir spazieren durch die Stadt, entspannen am See und besuchen die kostenpflichtige Flussschlucht „Gorges du Fier“.

Gorges du Fier
„Gorges du Fier“

14. Stopp: Lauterbrunnen

Es wird Zeit in Richtung Heimat aufzubrechen. Bei einer Rückreise durch Frankreich erwarten uns hohe Mautgebühren, daher entscheiden wir uns für eine Heimreise durch die Schweiz, denn hier können wir eine Vignette erwerben, welche für ein Jahr gültig ist und uns somit einen späteren Ausflug in die Schweiz ermöglicht.

Wir entscheiden einen letzten Stopp in Lauterbrunnen zu machen, dem Ort mit den 72 Wasserfällen.

Hier können wir euch den Campingplatz Breithorn empfehlen. Von dort kann man in einer halben Stunde gemütlich nach Lauterbrunnen laufen.

Außerdem können wir euch einen Besuch der Trümmelbachfälle empfehlen. Die Trümmelbachfälle sind die größten unterirdischen Wasserfälle Europas.


Wir hoffen, dass wir euch mit unserem Reisebericht einige gute Inspirationen für euren anstehenden Urlaub geben konnten und wünschen euch viel Spaß beim Reisen!

Weitere Reiseberichte findet ihr hier!


*Hinweis: Wir verwenden in unserem Beitrag Affiliate-Links. Das bedeutet, wir bekommen eine kleine Provision, wenn du über den Sternchen-Link (*) etwas kaufst. Der Preis bleibt für dich natürlich immer derselbe und wir erhalten auch keine Daten oder Namen. Wenn du Interesse an den hier vorgestellten Produkten hast und unsere Arbeit unterstützen möchtest, würden wir uns sehr freuen, wenn du über den Produktlink auf Amazon einkaufst.

Camping-Tour Italien & Schweiz

Im Sommer 2020 sind wir zwei Wochen lang mit Auto und Zelt in der Schweiz und in Italien unterwegs gewesen. Wir sind an so vielen verschieden Orten vorbeigekommen und möchten diese abwechslungsreiche Reise mit euch teilen.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und hoffen euch somit bei eurem Roadtrip inspirieren zu können und euch einige nützliche Tipps mit auf den Weg zu geben.

Damit ihr euch etwas leichter zurecht findet, haben wir ein Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken für euch erstellt:

Auch 2021 sind wir in Italien und in der Schweiz unterwegs gewesen, schaut auch gerne hier vorbei.


Für euren Roadtrip können wir euch ein Wurfzelt* empfehlen. Hier spart ihr beim Auf- und Abbau viel Zeit und Nerven, insbesondere dann, wenn ihr jeden Tag auf einem anderen Campingplatz steht.

Wurfzelt von Quechua*


Brienzersee

Den ersten Halt machten wir am Brienzersee. Leider waren die Campingplätze direkt am See komplett belegt. Aber kein Grund zur Sorge, denn ca. 10 Minuten entfernt haben wir auf dem  Camping-Platz: Camping-Seebucht einen schönen Platz bekommen.

Am Brienzersee gibt es einen großen Parkplatz für Badegäste, diesen haben wir mehrmals täglich angesteuert, um in den erfrischenden See zu springen.

Rund um den Brienzersee gibt es ein großes Angebot an Aktivitäten und viele tolle Wanderwege.


Wanderung Sonnenweg Hasliberg

Der Sonnenweg ist ein Höhenwanderweg auf dem Hasliberg. Das Haslital liegt zwischen Interlaken und Luzern im östlichen Berner Oberland inmitten der Schweiz. Vom Aussichtspunkt Planplatten hat man einen tollen Rundblick auf die Berner Hochalpen.

  • Hasliberg - Sonnenweg - Planplatten
  • Sonnenweg - Hasliberg

Wanderung zur Triftbrücke

Die Triftbrücke ist eine 170 m lange Hängebrücke im Gadmertal. Sie ist 100 m hoch und führt über den gleichnamigen Wildfluss Triftwasser, der aus dem Triftgletscher entspringt.


Lago Maggiore

Aufgrund des Wetters verlassen wir die Schweiz über den Sustenpass nach Italien. Wir steuern den ersten Campingplatz am Lago di Maggiore an und haben Glück, denn es ist noch ein Platz frei. Die erste Nacht verbringen wir bei der Camping Residenz Campagna in Cannobio.

Nicht weit vom Campingplatz entfernt befindet sich ein schöner Badestrand und die schöne Altstadt von Cannobio.

  • Lago Maggiore - Cannobio, kleiner Hafen
  • Promenade in Cannobio
  • Lago-Maggiore - Cannobio. Blick auf den See von der Promenade.

Orta San Giulio

Nicht weit vom Lago Maggiore entfernt befindet sich der etwas kleinere See Lago d’Orta. Ohne zu wissen was uns erwartet, steuern wir einen Campingplatz in Orta an. Der Campingplatz „Camping Cusio“ war für uns persönlich viel zu teuer. Jedoch aufgrund seiner Nähe zur Altstadt Orta San Giulio optimal. Die Altstadt ist sehr idyllisch und absolut sehenswert. Highlight ist der Blick auf die kleine bebaute Insel Isola San Giulio.

  • Orta San Giulio, Altstadt. Blick auf bunte alte Häuser.
  • Orta San Giulio, Altstadt

Ausflug nach Chiavenna

Wir fahren weiter und machen einen kurzen Zwischenstopp in der Stadt Como. Da uns Städte einfach nicht glücklich machen, halten wir uns hier nicht lange auf.

Am Lago di Como, vorbei an wunderschönen kleinen Dörfern, suchen wir uns einen freien Parkplatz um an einen Badestrand zu gehen. Nach einer kurzen Erfrischung machen wir uns auf in Richtung Chiavenna. Die kleine italienische Gemeinde ist bekannt für ihren historischen Stadtkern.

Nicht weit entfernt befindet sich der Campingplatz Aquafraggia. Wir machen einen Abendspaziergang zum Aquafraggia-Wasserfall und kommen gerade rechtzeitig zurück, denn ein Gewitter zieht auf.

Chiavenna, Blick auf den Fluss der durch den Ort läuft.
Chiavenna

Wanderung zum Muottas Muragl

Von Chiavenna aus geht es für einen kurzen Abstecher wieder in die Schweiz. Vorbei an St. Moritz fahren wir zum Campingplatz Chapella, auf dem wir unseren ersten Edelweiß entdecken.

Am Tag darauf machen wir uns auf den Weg zum Parkplatz an der Talstation Punt Muragl. Mit der Bergbahn geht es hinauf auf den Muottas Muragl. Oben angekommen genießen wir die Aussicht auf das Engadiner Seenplateau.

Im nachfolgenden Beitrag berichten wir euch von unserer Wanderung vorbei an vielen Murmeltieren zum kristallklaren Bergsee – dem Muottas Muragl.


Graun im Vinschgau

Eine lange Autofahrt liegt vor uns, denn wir wollen in die Dolomiten. Durch Zufall führt unsere Route am Reschensee vorbei. Wer die Netflix-Serie „Curon“ gesehen hat, dem wird der Kirchturm von Altgraun bekannt vorkommen.

Wir halten hier jedoch nur sehr kurz. Denn das Fotomotiv ist sehr beliebt und es ist sehr viel los.

Kirchturm von Altgraun. Turmspitze ragt aus dem Reschensee.
Kirchturm von Altgraun

Ein Kirchturm ragt mitten aus dem Reschensee. Die Geschichte dahinter: Im Jahr 1950 wurde das Dorf Graun und ein Teil des Dorfen Reschen in den Fluten eines Stausees versenkt.


Rundwanderweg Drei Zinnen

Lange haben wir von einem Ausflug in die Dolomiten geträumt. Endlich ist es soweit. Wir quartieren uns auf dem Campingplatz Wildberg ein und starten am nächsten Tag in aller Frühe in Richtung der Drei Zinnen.

  • Drei Zinnen Panoramablick
  • Die berühmten Drei Zinnen
  • Laghi dei piani

Seceda – Wanderung

Von St. Ullrich aus geht es mit mit der Kabinenbahn und anschließend der Steilbahn hoch auf den Berg Seceda. Es führt auch ein Wanderweg nach oben, aber dafür waren wir zu erschöpft.

Auf der offiziellen Webseite der Seilbahnen-Gesellschaft findest du alle nötigen Informationen über Fahrplan und Kosten: Klicke hier, um auf die Webseite zu gelangen.

Oben angekommen, folgst du den Schildern zum Instagram-Hotspot. Von dort lässt sich dieses beliebte Fotomotiv aufnehmen.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist dsc_0631.jpg

Seceda hat aber noch viel mehr zu bieten, es gibt viele Wanderrouten. Wir sind die Almenrunde gelaufen. Aber ehrlich gesagt, waren wir ehrleichtert als wir wieder unten waren, denn auf Seceda ist es sehr touristisch und wir mögen es ja eher ruhig.


Hier gelangst du zu unserem T-Shirt Shop:

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Innsbruck

Auf dem Rückweg machen wir für zwei Nächte Halt in einer Pension nahe Leutasch, Österreich. Zum Ausklingen unserer Reise besuchen wir die ErlebnisWelt Alpendbad Leutasch und machen einen kurzen Städtetrip nach Innsbruck. Ein Besuch in unserem Lieblings-Burgerrestaurant Ludwig darf natürlich nicht fehlen.


Fazit

Zwei wundervolle und abwechslungsreiche Wochen gehen zu Ende. So viele verschiedene Eindrücke hatte unsere Reise für uns bereit! Unser Campingtrip hat uns so gut gefallen, dass wir im Jahr darauf direkt wieder nach Italien und in die Schweiz sind.

Wir hoffen, dass wir euch mit unserem Reisebericht einige gute Inspirationen für euren anstehenden Urlaub geben konnten und wünschen euch viel Spaß beim Reisen!


Mehr Inspiration für Italien und die Schweiz findet ihr im folgenden Beitrag:


Ihr plant einen Roadtrip mit Auto und Zelt und wollt sichergehen, dass ihr alles Wichtige dabei habt, dann schaut euch gerne unseren Beitrag zur Packliste an!



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Roadtrip Italien & Schweiz

Im Juni 2021 sind wir zwei Wochen lang mit dem Camper in der Schweiz und in Italien unterwegs gewesen. Wir sind an so vielen verschieden Orten vorbeigekommen und möchten diese abwechslungsreiche Reise mit euch teilen.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und hoffen euch somit bei eurem Roadtrip inspirieren zu können und euch einige nützliche Tipps mit auf den Weg zu geben.

Auch in 2020 sind wir für zwei Wochen mit Auto und Zelt in der Schweiz und in Italien unterwegs gewesen. Den Beitrag findest du hier.

Damit ihr euch etwas leichter zurecht findet, haben wir ein Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken für euch erstellt:


1. Stopp: Brienzersee

Von Deutschland aus ging es für die erste Nacht zum Brienzersee. Ein Sprung in den eiskalten See. Für uns der perfekte Start in den Urlaub.

Rund um den Brienzersee gibt es zahlreiche Campingplätze. Generell gibt es dort ein großes Angebot an Aktivitäten und viele tolle Wanderwege.

Empfehlen können wir euch den Camping-Platz: Camping-Seebucht (direkt am Brienzersee, mit Badestrand) und den Campingplatz Balmweid (10 Minuten Fahrt vom Brienzersee entfernt, dafür etwas günstiger und auch im Sommer sind noch freie Plätze verfügbar).

Auch in 2020 sind wir mit unserer Rundreise am Brienzersee gestartet. Und können euch daher folgende Wanderungen empfehlen:


Triftbrücke

  • Überquerung der Triftbrücke
  • Hängebrücke über dem Triftsee

Sonnenweg Hasliberg


Lauterbrunnen / Bachalpsee

Nicht weit entfernt vom Brienzersee liegt die malerische Ortschaft Lauterbrunnen. Auf dem Rückweg unserer Reise haben wir ebenfalls am Brienzersee Halt gemacht und haben uns für eine weitere Nacht in Lauterbrunnen einquartiert. Hier können wir euch den Campingplatz Breithorn empfehlen.

Um die Ecke liegt auch der berühmte Bachalpsee. Im Juni war dieser leider noch zugefroren, so dass wir beschlossen haben den malerischen Bergsee ein anderes Mal zu besichtigen.


2. Stopp: Lago di Morasco

Auf Grund einer Unwetterwarnung in der Schweiz ging es für uns zunächst über den Grimsel- und Simplonpass nach Italien. Wer über den Grimselpass nach Italien fährt, dem können wir empfehlen eine Nacht am Hotel Alpenrösli zu verbringen. Die Parkgebühr beträgt ca. 10 CHF. Von dort hat man eine atemberaubende Aussicht.

Am Simplonpass lohnt es sich an der Statue „Simplon Adler“ einen Zwischenstopp einzulegen.

Wir überqueren die Grenze nach Italien und machen uns auf den Weg in Richtung Norden. Unser nächstes Ziel ist der Lago di Morasco. Dort bietet sich uns ein unglaubliches Landschaftsbild. In Mitten dieser beeindruckenden Berglandschaft, umgeben von etlichen Murmeltieren kann man auf einem gebührenpflichtigen Parkplatz mit dem Wohnmobil nächtigen. Es handelt sich hier um keine besonders touristische Umgebung und wir fühlen uns direkt wohl.

  • Lago di Morasco
  • Murmeltier im Formazza-Tal
  • Formazza-Tal
  • Lago di Morasco

Da wir zunächst nicht gewusst haben, dass man es am Lago di Morasco einen Stellplatz gibt, haben wir die Nacht auf dem Campingplatz ALESTE verbracht.

Mehr über unseren Ausflug zum Lago di Morasco haben wir euch hier zusammengestellt:


3. Stopp: Cinque Terre

Die Cinque Terre ist ein Nationalpark an der italienischen Riviera und ist bekannt durch seine fünf malerischen Küstendörfer mit ihren bunten Fassaden. Dabei ist ein Dorf schöner als das andere. Verbunden sind die fünf Fischerdörfer durch einen Wanderweg und eine Bahnstrecke.

In diesem Artikel verraten wir euch, wie ihr an einem Tag alle fünf Ortschaften am besten besuchen könnt. Denn nicht nur die Dörfer selber sind einen Besuch wert, sondern auch die Landschaft der Ligurischen Küste, die Ihr am besten bei einer kleinen Wanderung von Dorf zu Dorf genießen könnt.

Hier können wir euch den Camping-Platz „Camping Albero D’Oro“ in Levanto empfehlen. 

  • Manarola - Cinque Terre
  • Vernazza – Cinque Terre
  • Corniglia - Cinque Terre
  • Riomaggiore
  • Corniglia
  • Monterosso al Mare

4. Stopp: Insel Elba

Wir fahren durch die Toskana in Richtung Süden. Unser nächstes Ziel ist Elba. Mit der Fähre geht es für uns und unseren Camper auf die Insel.

Was ihr bei einem Besuch auf der Insel Elba mit dem Wohnmobil beachten solltet und welche Ausflüge wir unternommen haben, erzählen wir euch in diesem Beitrag:

  • Spiaggia di Sansone, Elba
  • Spiaggia della Sorgente, Elba
  • Cala Chiara (Bucht), Elba
  • Capo d'Enfola, Elba
  • Sonnenuntergang, Spiaggia di Acquaviva
  • Insel Elba, Stellplatz Lacona

5. Stopp: Lavertezzo

Die erste Woche unserer Reise ist nun vorbei und wir beschließen wieder in die Schweiz zu fahren. Wir machen uns auf den Weg ins Tessin. Und wieder sind wir begeistert, wie viel dieses kleine Land zu bieten hat.

Die Wanderung von Lavertezzo nach Sonogno war für mich eine der schönsten dieser Reise. Seht selbst:

  • Wasserfall im Verzascatal
  • Wandern im Verzascatal

6. Stopp: Oeschinensee

Der türkisblaue Bergsee ist eines der beliebtesten Ausflugsziele in der Schweiz. Warum auch du einen Zwischenstopp am Oeschinensee einlegen solltest, zeigen wir dir hier:


7. Stopp: Wanderung um die Gastlosen

Nachdem es am Oeschinensee sehr touristisch war, ging es an den Gastlosen eher sehr ruhig zu. Die Umwanderung der Gastlosen ist ein echtes Wanderhighlight in den Freiburger Voralpen. Schon nach einem Kilometer hat man die markanten Kalkfelsen vor sich und sieht sie während der ganzen Umwanderung aus verschiedenen Blickwinkeln. Durch die imposante Form der Gastlosen werden diese auch oft als „Saanenländer Dolomiten“ betitelt.

  • Gastlosen Tour
  • Gastlosen Tour
  • Gastlosen Umwanderung
  • Gastlosen Tour

8. Stopp: Erlebnisweg Grimmimutz (Blauseeli)

Die zwei Wochen sind nun fast vorbei und wir machen uns auf den Weg in Richtung Heimat. Auf dem Heimweg haben wir einen Zwischenstopp am Naturpark Diemtigtal eingelegt. Das Highlight dort ist der Blauseeli. Ein glasklarer See, dem man bis tief auf den Grund sehen kann. Nicht zu verwechseln mit dem kostenpflichtigen Blausee.

Der Elebnisweg Grimmimutz ist eine leichter und familienfreundlicher Rundweg von 5,5 km Länge und war ein schöner Abschluss-Spaziergang für unsere Reise.


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9. Unsere Kosten

Insgesamt sind wir 16 Tage unterwegs gewesen. Unsere Gesamtkosten beliefen sich auf 1.350 € (für zwei Personen und einen Camper).

Campingplätze (15 Nächte, zwei Mal frei gestanden) 352 €
Tanken (Diesel)380 €
Maut131 €
Lebensmittel200 €
Sonstiges (Bus, Bergbahn…)287 €

Fazit

Zwei wundervolle und abwechslungsreiche Wochen gehen zu Ende. Wir haben viel gesehen. Berge und Seen & Strand und Meer.

Wir hoffen, dass wir euch mit unserem Reisebericht einige gute Inspirationen für euren anstehenden Urlaub geben konnten und wünschen euch viel Spaß beim Reisen!


UNSERE CAMPING-TOUR 2020:



*Hinweis: Wir verwenden in unserem Beitrag Affiliate-Links. Das bedeutet, wir bekommen eine kleine Provision, wenn du über den Sternchen-Link (*) etwas kaufst. Der Preis bleibt für dich natürlich immer derselbe und wir erhalten auch keine Daten oder Namen. Wenn du Interesse an den hier vorgestellten Produkten hast und unsere Arbeit unterstützen möchtest, würden wir uns sehr freuen, wenn du über den Produktlink auf Amazon einkaufst.

Mit dem Camper auf Elba

Mit dem Camper ging es während unseres Italien-Schweiz-Roadtrips für drei Nächte auf die Insel Elba.

Was ihr bei einem Besuch auf der Insel Elba mit dem Wohnmobil beachten solltet und welche Ausflüge wir unternommen haben, erzählen wir euch in diesem Beitrag.

Insel Elba

Elba ist eine kleine italienische Insel im Thyrrenischen Meer. Die Insel Elba ist vor allem für ihre wunderschönen Strände und Buchten bekannt. 1814–1815 war sie Napoleons Verbannungsort.

Wie gelangt man mit dem Camper auf die Insel Elba?

Vom Hafen in Piombino (Festland) aus gelangt man mit der Fähre entweder nach Rio Marina oder Portoferraio. Die Fähre lässt sich z.B. über die Webseite von Mobylines buchen. Wir waren im Juni dort und konnten die Fähre sehr kurzfristig buchen. Die Fähre braucht ca. 45 – 60 Minuten pro Fahrt. Bezahlt haben wir für Hin- und Rückfahrt für zwei Personen und einen Camper ca. 160 €.

Am Hafen in Piombino ging es sehr chaotisch zu. Uns wurden von fünf verschiedenen Mitarbeitern fünf verschiedene Abfahrtorte genannt. Wir waren sehr froh, als wir endlich in der richtigen Warteschlange standen. Aber richtig entspannen konnten wir erst als wir auf der Fähre waren, denn wir mussten mit dem Camper noch rückwärts auf der Fähre einparken.

Wir sind mit der Fähre nach Rio Marina gefahren, da der Hafen dort jedoch nur sehr klein und nur über eine sehr schmale Straße zu erreichen ist, haben wir uns entschieden von Portoferraio aus mit der Fähre zurückzufahren.

Die Rückreise von Portoferraio war unproblematisch. Hier konnten wir zum Glück auch vorwärts auf die Fähre fahren.


Campingplätze

Laut unseren Recherchen ist Wildcampen auf Elba nicht erlaubt. Was aber auch überhaupt kein Problem ist, da es weit über 30 Campingplätze auf der Insel gibt.

Wir haben über die App Park4Night unsere Stellplätze gefunden. Die Plätze auf Elba sind nicht gerade günstig, umso mehr Glück hatten wir mit unserem ersten Stellplatz. Dort hat es uns so gut gefallen, dass wir direkt für zwei Nächte geblieben sind.

Wir haben uns in der Low-Budget-Area des nahegelegenen „Camping Orti di Mare“ einquartiert. Eine Nacht kostet vom 16.06. bis zum 15.07. 10 € zzgl. 2,50 € Kurtaxe pro Person. Es handelt sich hierbei um einen kleinen Platz, mit der Möglichkeit Abwasser zu entsorgen, die Chemietoilette zu entleeren und Frischwasser (zum Trinken eher nicht geeignet) aufzufüllen. Gegen einen Aufpreis kann man auch Strom beziehen.


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Sanitäre Einrichtungen gibt es hier jedoch keine. Es gibt eine offene Dusche im Outdoor-Bereich, die für uns auch völlig ausreichend war. Wenn ihr mit eurem Wohnmobil autark gut zurecht kommt und keine sanitären Anlagen benötigt, können wir euch diesen Stellplatz wärmstens empfehlen!

Der Strand von Lacona ist von diesem Stellplatz aus in 5 Minuten zu erreichen.

Der Stellplatz ist ein wunderbarer Ausgangspunkt für eine Wanderung auf der Landzunge von Lacona. Hierzu erzählen wir euch weiter unten im Beitrag mehr.

Die dritte Nacht haben wir auf dem Campingplatz „Aquaviva Village“ verbracht. Der Campingplatz verfügt über einen eigenen kleinen Strand, liegt jedoch auch direkt neben den zwei großen Stränden „Spiaggia della Sorgente“ und „Spiaggia di Sansone“. Der Hafen von Portoferraio ist von hier aus mit dem Camper in 10 Minuten zu erreichen.


Unsere Bilder aus der Vogelperspektive haben wir mit unserer Drohne von DJI* aufgenommen:

DJI Mini 3 Pro*


Wanderung auf der Landzunge Lacona

Ausgangspunkt der Wanderung war unser Stellplatz bei Lacona (siehe oben). Von dort aus sind wir bis zum Hotel Capo Di Stella gelaufen. Oberhalb des Hotels beginnt der auf Google Maps grün eingezeichnete Pfad.

Wir sind entlang der Küste die vier Buchten abgewandert. Unseren ersten Stopp machten wir an der Bucht Cala Chiara. Die anderen drei Buchten haben leider keinen Namen. Dort wo die grünen Pfade auf Google Maps am Meer enden, befinden sich die Buchten.

Die Buchten sind alle sehr unterschiedlich, mal steinig, felsig und sandig.

Hier schadet es nicht seine Badesachen dabei zuhaben.


Wanderung auf der Landzunge Capo d’Enfola

Ausgangspunkt dieser Wanderung war unser Stellplatz bei Aquaviva (siehe oben).

Wer mit dem Auto auf Elba ist, sollte für diese Wanderung am besten auf dem Parkplatz „Parcheggio Enfola“ unterhalb des Wanderweges parken. Der Parkplatz ist der Höhe nach begrenzt, so dass Wohnmobile dort nicht parken können. Für uns hieß es deshalb, die drei Kilometer Landstraße per Fuß zurückzulegen. Seid hier bitte sehr vorsichtig, da ihr am Straßenrand laufen müsst.

Vom Parkplatz aus folgt ihr dem ca. 2,5 km langem Weg bis zur Spitze der Landzunge. Unterwegs kommt ihr an schönen Aussichtspunkten und Bunkern aus dem 2. Weltkrieg vorbei.


Weitere Tipps

  • Einige Straßen auf Elba sind sehr schmal. Bitte achtet auf die Beschilderung, denn diese Straßen sind nur für eine bestimmte Fahrzeugbreite zugelassen.
  • Wenn ihr auf dem Festland nochmal einkaufen geht, können wir euch den Penny-Markt in Piombino empfehlen. Dieser liegt direkt auf dem Weg zur Fähre und ist groß genug, um mit dem Camper drauf zu parken.
  • Wir haben unsere Stellplätze mit Park4Night gefunden. Ruft vorher am besten auf dem Campingplatz an, da die meisten Plätze bereits im Juni voll waren.
  • Denkt unbedingt an ausreichend Trinken, Sonnenschutz* und eine Kopfbedeckung. Die Sonne auf Elba ist sehr stark.

Habt ihr noch Fragen? Dann schreibt uns gerne an.


Ihr interessiert euch für das Thema Wohnmobil? – Dann schaut auch hier vorbei:


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Roadtrip Kroatien & Slowenien

Steinstrände, Adriatisches Meer, Ćevapčići, Dubrovnik – Das sind vielleicht die ersten Sachen, die einem einfallen, wenn man an Kroatien denkt. Doch das berühmte Urlaubsland auf der Balkanhalbinsel hat noch sehr viel mehr zu bieten als das.

Und mit welchem nützlichen Utensil schafft man es in kürzester Zeit so viel wie möglich von einem Land zu sehen? Natürlich – mit dem Auto.

Und dabei ist es egal, ob ihr mit einem Wohnmobil, Auto mit Wohnwagen oder Auto und Zelt unterwegs seid. Hauptsache ihr seid flexibel und nicht an einen Ort gebunden.

In dem nachfolgendem Bericht erzählen wir euch, wie wir in zwei Wochen an der kroatischen Küste entlang bis nach Dubrovnik gefahren sind und welche besonderen und sehenswerte Orte auf dem Weg liegen.

Der Beitrag ist in verschiedene chronologische Etappen eingeteilt. Da man bei diesem Roadtrip am Ende der Reise (Dubrovnik) so ziemlich den gleichen Weg wieder zurückfährt, kann man natürlich auch einige Orte auf dem Rückweg besuchen und erkunden.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und hoffen euch somit bei eurem Roadtrip inspirieren zu können und euch einige nützliche Tipps mit auf den Weg zu geben.

Damit ihr euch etwas leichter zurecht findet, haben wir ein Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken für euch erstellt:


Du bist dir unsicher welche Sachen du für den Camping-Urlaub einpacken sollst? Keine Sorge wir haben eine Packliste für den Camping-Urlaub geschrieben:


Für euren Roadtrip können wir euch ein Wurfzelt* empfehlen. Hier spart ihr beim Auf- und Abbau viel Zeit und Nerven, insbesondere dann, wenn ihr jeden Tag auf einem anderen Campingplatz steht.

Wurfzelt von Quechua*


Slowenien

Auf dem Weg von Deutschland nach Kroatien fährt man durch zwei Länder: Österreich und Slowenien. Je nachdem wo in Deutschland eure Tour anfängt, lohnt es sich in einen von beiden Ländern einen Zwischenstopp zu machen.

In unserem Falle haben wir einen Stopp in Slowenien eingelegt. Genauer gesagt an der Stadt Bled. Das Besondere an dieser Stadt ist der Bleder See. Inmitten des Sees steht auf einer kleinen Insel die Marienkirche.

Über einen kleinen aber steinigen Aufstieg gelangt man zu einem wunderbaren Aussichtspunkt auf die Marienkirche.

Aufstieg Ojstrica mit Aussicht auf den Bleder See

Wanderung zum Aussichtspunkt Ojstrica

Startpunkt: Oberhalb des Velika Zaka (Strand) an der Westküste des Sees, befindet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Wegweiser. Von dort aus geht in es 20 Minuten durch einen kleinen Wald zum Aussichtspunkt Ojstrica. Der Weg ist teilweise steinig und wurzelig. Man folgt die meiste Zeit dem Waldweg. Nach ca. 15 Minuten geht es nach rechts auf die Erhöhung des Aussichtspunkts Ojstrica. Wir sind zunächst an der Abzweigung vorbeigelaufen. Im besten Fall folgt man einfach den Touristen vor einem.

Wer noch nicht genug hat, folgt dem Weg vor der Abzweigung zu Ojstrica weiter hinauf. Nach ca. 10 Minuten teilt sich der Weg. Hier haltet ihr euch links um an den Aussichtspunkt Mala Osojnica zu gelangen. Entscheidet ihr euch für rechts, geht es weiter zum höheren Aussichtspunk Velika Osojnica.

Vom Aussichtpunkt Mala Osojnica nimmt man entweder den selben Weg zurück oder man geht den Hang entlang hinunter und gelangt so wieder auf die Straße, welche zum Ausgangspunkt führt.

Das Schöne: die Aussichtpunkte sind nur einige Meter von einem Campingplatz (Camping Bled) entfernt an dem ihr wunderbar nächtigen könnt.

Nationalpark Triglav

Benannt nach dem höchsten slowenischen Gipfel, dem Triglav, ist dieser Nationalpark ein echter Naturschatz in Slowenien. Der Park liegt im Nordwesten des Landes und hat eine Größe von ca. 800 km². In diesem Park kann man mehrere Tage verbringen, da er wirklich viel zu bieten hat.

Vintgarklamm

  • Vintgar-Klamm
  • Vintgar-Klamm
  • Vintgar-Klamm
  • Vintgar-Klamm
  • Vintgar-Klamm
  • Vintgar-Klamm

Der Vintgarklamm liegt nur 4 km von Bled entfernt und befindet sich am Anfang des Nationalparks Triglav.

Auf ca. 1.600 m führt hier ein Wanderweg über verschiede Holzstege und Brücken direkt zum 13 m hohen Wasserfall Šum. Der gebührenpflichtige Lehrpfad über dem türkisblauen Radvona-Fluss zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen in ganz Slowenien.

Mehr Informationen findet ihr auf der offiziellen Webseite: https://vintgar.si/?lang=de.

Naturreservat Zelenci

Naturreservat Zelenci

Am Rande des Triglav Parks liegt der kleine glasklare See Zelenci. Dieser beheimatet viele interessante Tier- und Pflanzenarten.

Das Naturreservat ist schnell mit dem Auto zu erreichen. Am Rande der Landstraße zwischen Rateče und Kranjska Gora gibt es einen Wanderparkplatz, von welchem man in ca. 10 Minuten sein Ziel erreicht hat. Im Naturreservat selbst gibt es einen kleinen Steg, der zu einem Aussichtsturm führt.

Bekannt wurde der schöne Ort durch Instagram. Um den vielen Instagram-Touristen zuvor zu kommen, empfiehlt es sich den See am frühen Morgen zu besuchen.

Postojna Cave

Wer Slowenien mal von einer anderen Seite sehen will, der sollte unbedingt die Höhlen Postojna Cave besichtigen. Dieses Höhlenkomplex ist die zweitgrößte Tropfsteinhöhle der Welt, die für Touristen erschlossen ist. Was als Ausweichplan bei schlechtem Wetter gedacht war, entpuppte sich als echtes Highlight unseres Slowenienaufenthaltes. Insgesamt ist die Tropfsteinhöhle 24 Kilometer lang. Der für Touristen geöffnete Teil umfasst dabei 5 km. 3,5 km davon fährt man vom Höhleneingang bis zum Exkursionsort mit der Höhlenbahn. Die Höhle lässt sich nur mit einer geführten Exkursion besichtigen. Schon während der Fahrt mit der Bahn kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Wo man auch hinsieht, verzieren die Stalaktiten und Stalagmiten die unterirdische Welt Sloweniens.

Höhlen von Postonja

Mehr Informationen findet Ihr auf der Webseite: https://www.postojnska-jama.eu/de/erkunden-sie-den-park/.

Kroatien

Unser erster Aufenthalt in Kroatien war die größte und zugleich schönste Insel in Kroatien: Krk. Zu erreichen ist die kroatische Urlaubsinsel direkt über das Festland mithilfe der Krk-Brücke. Die Überquerung der Brücke ist mautpflichtig und kostet mit dem PKW 5 Euro.

Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten auf Krk

Auf Krk gibt es eine Menge zu erleben. Hier solltet ihr mindestens 2 oder besser 3 Tage bleiben.

Städte erkunden

Der Besuch der Hafenstädte und Hafendörfer auf Krk ist ein absolutes Muss. Dabei ist die gleichnamige Stadt Krk an der Westküste der Insel unserer Meinung nach die sehenswerteste Stadt auf Krk. Zu erkundigen gibt es eine wunderschöne Altstadt mit süßen Lädchen und einen wunderschönen Hafen. Auch sehr interessant sind die Ortschaften Malinska, Punat und Baška.

Die Stadtmauern von Krk
Die Stadtmauern von Krk

Quad fahren

  • Quad fahren auf Krk
  • Quad fahren auf Krk

Weitläufige Landschaft, lange Schotterwege und so gut wie kein Verkehr auf den Landstaßen – Krk’s Landschaft ist wie geschaffen um mit dem Quad die Gegend zu erkunden. In der Inselstadt Krk gibt es einen Quad-Verleih von dem ihr wunderbar verschiedene Regionen der Insel erkundschaften könnt. Besonders empfehlenswert sind dabei die Wildstrände der Insel, die mit dem Auto sonst nur sehr mühselig erreicht. Eine mögliche Tour vom Quadverleih in Krk zu einem Wildstrand zeige ich euch hier:

Zipline

Mit 80km/h von Baum zu Baum über die Gebirge von Krk – Kein Problem bei Zipline Edison in der Nähe von Baška. Einer unserer adrenalinreichsten Erfahrungen auf Krk war ohne Frage die 2-Stündige Zipline Tour bei Zipline Edison. Hier geht es über 8 Lines auf über 2000 m Gesamtstrecke von Baum zu Baum und das in bis zu 80 km/h. Bei euerer Zipline-Tour erblickt Ihr dabei die Insel aus einer ganz anderen Perspektive.

Zipline Edison - Krk
Zipline Edison – Krk

Bootstour

In den Hafenstädten von Krk gibt es unzählige Anbieter verschiedenster Bootstouren. Für einen überschaulichen Preis kann man hier hier entweder zu den nahegelegenen Inseln fahren oder die Unterwasserwelt mit ihren einzigartigen Meeresbewohnern beobachten.

Kanjon Zrmanje

Kanjon Zrmanje
Kanjon Zrmanje

Auf eurem Weg weiter in den Süden des Landes kommt ihr am Kanjon Zrmanje vorbei. Der Canyon am Fluss Zrmanja ist aufjedenfall einen Besuch wert. Mit dem Auto kommt ihr an einen Parkplatz, der ca. 20 Minuten vom berühmten Aussichtspunkt auf den Fluss entfernt ist. Unter anderem ist dieser spektakuläre Ort bekannt aus der berühmten Filmreihe Winnetou.

Krka Nationalpark

Benannt nach dem Fluss Krka, ist dieser Nationalpark wohl einer der schönsten Flecken in Kroatien. Der Krka Nationalpark bietet eine einzigartige Flora und Fauna, die man gemütlich über kleine Wege erkunden kann. Das Wasser ist sehr klar und man kann wunderbar die dortigen Fische beobachten.

Das spektakulärste am Krka Nationalpark sind natürlich die Wasserfälle. Insgesamt 7 Wasserfälle hier zu entdecken. Am Ende der Rundtour seht ihr den schönsten und längsten Wasserfall des Parks: Skradinski Buk. Dieser Wasserfall verläuft über 17 Stufen und hat eine Gesamtlänge von ca. 800 m – ein wahres Naturspektakel.

Wer gegen Ende der Tagestour noch eine Erfrischung sucht, kann am Fuße des Wasserfalls ein Bad nehmen. Hierzu dürft ihr natürlich eure Badesachen nicht vergessen!

Mehr Informationen findet ihr auf der offiziellen Webseite des Krka Nationalparks: http://www.nationalpark-krka.de/.

  • Aussichtspunkt auf den Roški Slap
  • Baden am Roški Slap im Krka Nationalpark
  • Gewässer im Krka Nationalpark
  • Kleine Steinbrücke im Krka Nationalpark

Omiš

Die Altstadt von Omiš
Die Altstadt von Omiš

Die Stadt Omiš liegt direkt an der Mündung des Flusses Cetina in das adriatische Meer. Eine wunderschöne Stadt, die einiges zu bieten hat.

Tagsüber kann man sich hier an den Stadt-Strand legen und entspannen. Dieser ist sehr lang und flach.

Sucht ihr etwas mehr Action, könnt ihr beim örtlichen Zipline Veranstalter vorbeischauen und euch von Berg zu Berg schwingen.

Von der wunderschönen Altstadt könnt ihr auf die alte Piratenfestung Mirabella Peovica steigen. Auf dem Turm der Festung habt ihr einen einzigartigen Ausblick auf ganz Omiš – ein absolutes Muss in Omiš!

Aussicht auf Omiš von Mirabella Peovica
Aussicht auf Omiš von Mirabella Peovica

Nachts verwandelt sich die Altstadt von Omiš in einen beliebten und viel besuchten kulinarischen Treffpunkt. Die Altstadt erstrahlt in einem vollkommen anderen Licht.

Die Altstadt von Omiš bei Nacht
Die Altstadt von Omiš bei Nacht

Beach Orašac

Bevor es nach Dubrovnik geht, empfehlen wir euch ca. 20 Minuten vor der berühmten Hafenstadt einen Halt zu machen. Hier liegt nämlich unserer Meinung nach ein echter Geheimtipp.

Die Rede ist vom Beach Orašac – einem kleinen aber sehr schönen Steinstrand. Zu erreichen ist Orašac über den Campingplatz namens Camp Pod Maslinom. Übrigens haben wir auf diesem Campingplatz auch unser Nachtquartier aufgeschlagen. Der Strand ist wirklich klein, dafür sind hier aber aber für gewöhnlich sehr wenige Leute aufzufinden. Das Wasser ist sehr klar und der kleine Strand extrem schön.

Beach Orašac
Beach Orašac

Direkt am Stand gibt es ein kleines Restaurant, dass euch mit Essen und Getränken versorgt. Hier kann man bei einem kühlen Cocktail wunderbar das adriatische Meer genießen und die Seele baumeln lassen.

Bistro Hawai am Beach Orašac
Bistro Hawai am Beach Orašac

Dubrovnik

Die wohl berühmteste Stadt Kroatiens – Dubrovnik – ist für uns der Wendepunkt unserer zweiwöchigen Reise. Dubrovnik ist mit seiner großen und einzigartigen Altstadt ein wahres Juwel in Kroatien und gilt als einer der schönsten Städte an der Adria.

Der Verkehr in Dubrovnik ist ziemlich turbulent. Die Parkplätze nahe der Altstadt sind rar und teuer. Deshalb empfehlen wir euch mit dem Bus in die Innenstadt zu fahren. Erkundigt euch einfach bei eurer Unterkunft nach der passenden Busverbindung. Vom Campingplatz Camp Pod Maslinom fährt ein Bus in 20 Minuten für weniger als 5 € pro Person nach Dubrovnik.

In der Altstadt von Dubrovnik gibt es viel zu sehen. Besonders Fans der berühmten Fantasy-Serie Game of Thrones kommen hier auf ihre Kosten. Ein großer Teil der HBO-Serie wurde nämlich in Dubrovnik und Umgebung gedreht. Zu sehen gibt es hier unter anderem die berühmte Treppe des „Walk of Shame“ von Cersei.

Natürlich gibt es in der Altstadt noch viel mehr zu entdecken. Zum Beispiel könnt ihr über den Markt gehen und die dort angeboten Waren begutachten. Jede Ecke und Gasse ist interessant und man bekommt einfach Lust jede Straße der Altstadt zu erkunden.

Für ein paar Kuna kann man auch auf die Stadtmauern aufsteigen und dort einen kleinen Spaziergang tätigen. So hat man die Stadt nochmal aus einem ganz anderen Blickwinkel gesehen.

Vom Stadthafen aus kann man sogar Tagetouren auf die nahe gelegenen Inseln unternehmen.

  • Dubrovnik Festung
  • Gasse in Dubrovnik
  • Gasse in Dubrovnik
  • Wochenmarkt Dubrovnik
  • Dubrovnik Bucht mit Festung

Insgesamt ist Dubrovnik auf jeden Fall einen Besuch wert! Ihr solltet euch am Besten einen ganzen Tag für diese besondere Stadt einplanen.

Von Dubrovnik aus geht es für uns wieder zurück in Richtung Norden.

Nationalpark Plitvicer Seen

Wenn wir sagen, dass der schönste National Park Kroatiens die Plitvicer Seen sind, dann wird uns wahrscheinlich keiner widersprechen. Dieser Nationalpark ist ein absolutes Muss für jede Reiseroute durch Kroatien, besonders für Naturliebhaber.

Das Besondere an diesem Park sind die 16 kaskadenförmigen Seen die durch unzählige Wasserfälle miteinander verbunden sind. Unterteilt sind diese in 4 untere Seen und 12 obere Seen. Mithilfe einer Fähre gelangt man während der Wanderung von den unteren zu den oberen Seen.

Während der ganzen Durchwanderung des Parks gibt es viel zu sehen. Wir empfehlen euch unbedingt die längste Wanderroute zu nehmen – es lohnt sich! An einigen Stellen kann man auch mit einem kostenlosen Bus zurückfahren.

Da dieser Park weltberühmt ist solltet ihr unbedingt so früh wie möglich anreisen! Je nach Reisesession sind hier sehr viele Menschen zur Mittagszeit unterwegs.

  • Wasserfälle Nationalpark Plitvicer Seen
  • Untere Seen Nationalpark Plitvicer Seen
  • Wasserfälle Nationalpark Plitvicer Seen
  • Nationalpark Plitvicer Seen - Untere Seen
  • Nationalpark Plitvicer Seen - Obere Seen

Bärenrefugium von Kuterevo

Bärenrefugium von Kuterevo

Da wir auf dem Rückweg noch Zeitpuffer hatten, wollten wir unbedingt noch zum Bärenrefugium von Kuterevo. In dieser privaten Bärenkinder-Rettungsstation befinden sich viele junge Braunbären, die durch äußerliche Umstände von ihrer Mutter getrennt worden sind und ohne Hilfe nicht in der Wildnis überlebt hätten. Die große Bären Auffangstation ist privat finanziert und auf jeden Fall einen Besuch wert!

Fazit

Wie bereits am Anfang des Beitrags erwähnt, muss man die Orte nicht zwingend in dieser Reihenfolge abfahren und spiegeln nur unsere persönliche Reiseroute wieder.

Wir hoffen, dass wir euch mit unserem Reisebericht einige gute Inspirationen für euren anstehenden Kroatien Urlaub geben konnten und wünschen euch viel Spaß beim Reisen!


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