Unsere Umbauten & Upgrades am Camper

Wir zeigen euch welche Umbauten wir an unserem fertig ausgebauten Camper vorgenommen haben und erklären euch warum.

In unserem fertig ausgebauten Adria Twin 600, haben wir über die Jahre einige Umbauten und Upgrades vorgenommen. In diesem Beitrag führen wir euch alle Umbauten auf. Zusätzlich erklären wir euch, warum wir das gemacht haben.

Viel Spaß beim Lesen!

Inhaltsverzeichnis


Einbau einer Trockentrenntoilette

Einer der ersten Umbauten, die wir an unserem Campervan vorgenommen haben, ist der Einbau einer Trockentrenntoilette*. Schon sehr schnell hat sich für uns herausgestellt, dass eine Chemietoilette* nichts für uns ist.

Der Tank einer Chemietoilette hat bei uns allerhöchstens 3 Tage lang gehalten. So mussten wir unsere Route ständig nach möglichen Entleerungsstationen oder Campingplätzen anpassen. Da wir aber gerne viel autarker unterwegs sein wollten, haben wir uns entschlossen, die Chemietoilette aus dem Camper zu schmeißen und stattdessen eine Trockentrenntoilette von Trelino* einzubauen.

Es war auf jeden Fall einer der sinnvollsten Upgrades in unserem Camper. Der Ausbau der Chemietoilette und die Integration einer Trockentrenntoilette von Trelino* hat sich als nicht sonderlich schwierig herausgestellt.

Wenn du mehr zu unserem Toilettenumbau erfahren willst, dann schau hier vorbei:


MAXXFAN – Austausch des Mini-Heki

Um an heißen Tag für mehr Frischluft und Durchzug zu sorgen haben wir uns entschieden unser kleines Mini-Heki* über dem Bett durch einen MAXXFAN* zu ersetzen.

Da das Mini-Heki und der MAXXFAN die gleichen Abmessungen als Dachöffnung benötigen (40x40cm), konnten wir einfach das Mini-Heki ausbauen und den MAXXFAN auf den bereits verkleben Dachrahmenadapter* neu einkleben.

Der MAXXFAN-Ventilator ist für uns an heißen Tagen zum echten Gamechanger geworden. So können wir mit einem offenen Fenster, uns eingeschaltetem MAXXFAN*für einen angenehmen Durchzug sorgen. Für uns hat sich der Umbau sehr gelohnt.


Wasserfilter: ALB Filter Einbau

Schon lange haben wir mit einem integrierten Wasserfilter* geliebäugelt. Letztendlich haben wir vor unserer Langzeit-Reise in die südeuropäischen Länder für einen Wasserfilter von ALB-Filter* entschieden und auch eingebaut.

Der Filter befindet sich direkt unter unserer Küchenspüle und ist in der Kaltwasserleitung integriert. Das heißt: Jedes Mal, wenn wir den Wasserhahn auf kalt stellen, bekommen wir gefiltertes Wasser. Stellen wir den Wasserhahn auf Warmwasser, kommt normales ungefiltertes Wasser.

Zusätzlich zum integrierten Wasserfilter unter dem Spülbecken haben wir einen externen Wasserfilter, welchen wir direkt an unseren Wasserbefüllschlauch* anbringen können. Diesen benutzen wir an Orten, an denen wir von der Wasserqualität nicht überzeugt sind. Durch das doppelte Filterstufensystem* können wir so beruhigt Wasser aus dem Wasserhahn trinken.

Unsere Erfahrungen mit dem ALB-Filter System* und den Einbau unter dem Spülbecken kannst du in den folgenden Beiträgen nachlesen:


Zusätzliche Dieselstandheizung

In unserem Camper war bereits eine Truma-Combi Heizung* eingebaut (Warmluft & Wasser). Die Truma-Heizung* funktioniert mit Gas und macht ihren Dienst grundsätzlich auch gut.

Für uns hat sich aber herausgestellt, dass wir an kalten Tagen, zu sehr auf den Gasverbrauch achten mussten. Stellt man die Gasheizung für mehrere Stunden am Tag ein und das für mehrere Tage hintereinander, kann man sich sicher sein, dass die Gasflasche bald leer ist.

So haben wir unser Heizverhalten stark heruntergeschraubt und teilweise ziemlich niedrige Temperaturen hingenommen, nur damit wir nicht zur nächsten Gas-Auffüllstation fahren mussten – Diese sind z.B. im Norden von Skandinavien ziemlich rar.

Nach unserer Erfahrung im Norden von Skandinavien haben wir beschlossen, dass wir keine Lust mehr auf einen kalten Camper hatten. Die Lösung war für uns der Einbau einer zusätzlichen Diesel-Standheizung*.

Die Vorteile sind:

  • Diesel gibt es an jeder Tankstelle
  • Niedriger Verbrauch
  • Zusätzliche Heizung dient als Back-Up
  • Deutlich höhere Autarkie im Winter

Wir sind super happy mit der Diesel-Standheizung* und müssen uns jetzt keine Gedanken mehr über unseren Gasverbrauch machen.

Für welche Standheizung wir uns entschieden haben und wie wir den Einbau gemeistert haben, erfährst du in diesem Beitrag:


Austausch der AGM-Batterien durch Lithium-Batterien

Da wir in unserem Camper dauerhaft leben und auch arbeiten ist es uns extrem wichtig immer genug Strom zu haben. Unsere alten 2 x 100Ah AGM-Batterien* haben nach nur 3 Jahren ziemlich schnell schlapp gemacht.

Wir haben das zum Anlass genommen, um auf eine 150Ah Lithium-Batterie (LiFePO4) aufzurüsten. Dabei haben wir uns für eine 150Ah Lithium-Batterie von Supervolt* entschieden.

Die Vorteile sind enorm:

  • 100 % verfügbare Kapazität
  • 70 % weniger Gewicht.
  • > 3.000 Ladezyklen bei 90 % Entladetiefe
  • Platzersparnis bei gleicher Kapazität
  • Plug & Play – einfaches Austauschen mit der alten Batterie

Weitere Infos über unser Lithium-Upgrade bekommst du in diesem Artikel:


Neue Reifen: BF Goodrich All Terrain T/A KO2

Da wir mit unserem Camper auch viel außerhalb von befestigten Straßen fahren (Kies, Erde, Schotter etc.), hatten wir uns überlegt, unsere alten „Standard“-Reifen durch All Terrain Reifen zu tauschen. Dabei haben wir uns für die BF Goodrich All Terrain T/A KO2 (225/75 R16) entschieden.

BF Goodrich 225/75 R16 115S Ganzjahresreifen Allwetter Offroad M+S 3PMSF Reifen*
  • BF Goodrich Reifen
  • Fahrzeugreifen, Autoreifen: kompatibel mit VW Transporter V Bus (7HB, 7HJ, 7EB, 7EJ, 7EF, 7EG, 7HF, 7EC), kompatibel mit FIAT Ducato Kastenwagen (250, 290), kompatibel mit MERCEDES-BENZ SPRINTER 3,5-t Kasten (906), kompatibel mit CITROËN JUMPER Kasten, kompatibel mit PEUGEOT BOXER Kasten, kompatibel mit MERCEDES-BENZ M-Klasse (W163), kompatibel mit MERCEDES-BENZ SPRINTER 3,5-t Bus (906), kompatibel mit VW CRAFTER 30-50 Kasten (2E)
  • Wählen Sie bitte Ihr Fahrzeug in der Auswahlliste, um die Kompatibilität mit dem Produkt zu überprüfen.

Wir sind inzwischen über 40.000 km mit unseren neuen All Terrain Reifen von BF Goodrich gefahren und finden sie super. Auf Schotter- oder Kiesstrecken merkt man einen deutlichen Gewinn an Fahrstabilität. Auch lassen sich diese Reifen bei Bedarf mit wenig Luftdruck fahren – das erhöht zusätzlich die Traktion.

Wenn du wissen willst, ob man für diese Reifen eine zusätzliche Eintragung benötigt und wie unser Gesamturteil ist, dann schau in diesem Beitrag vorbei:


Dachgepäckträger aus Alu-Profilen

Um mehr Stauraum im Camper zu bekommen, haben wir uns dazu entschieden einen Dachträger auf dem Camper zu montieren. Auf dem Dachträger kann man verschieden Sachen befestigen und transportieren.

Wir haben unseren Dachträger aus Aluminium-Konstruktionsprofilen* selber gebaut. Am Dachgepäckträger haben wir eine große Dachtasche* befestigt, in die sehr viele Sachen hineinpassen. So haben wir nun mehr Platz im Camper selber.

Auch unser neues Solarpanel* haben wir direkt an die Konstruktionsprofile befestigt.

Wenn du wissen willst, wie wir einen individuellen Dachgepäckträger selber gebaut haben, solltest du in unserem Beitrag vorbeischauen:


Schlafbereich gefilzt

Die Wände des Schlafbereiches sind aus einem ungemütlichen, grauen Kunststoff. Um dem ganzen mehr Wärme und Wohlfühlatmosphäre zu verleihen, hatten wir die Idee, die Kunststoffwände mit Filz* zu verkleiden.

Auf der Suche nach geeignetem Filz sind wir ziemlich schnell auf die Firma Filz Asmussen gestoßen.

Wir haben uns für den „Carpet Filz“ im Farbton Vanille entschieden und sind super zufrieden. Der Schlafbereich sieht jetzt sehr viel gemütlicher aus. Die Verarbeitung mit dem Filz war besser als gedacht. Der Filz lässt sich gut dehnen und somit auch über Konturen ziehen.

Solltest du dich für die Dekoartikel in unserem Camper interessieren, dann schau gerne in unserem Blogbeitrag über Camper-Deko vorbei.


Ladeelektronik Upgrade

Da wir auf genug Strom im Camper angewiesen sind, haben wir unserer Ladeelektronik ein Upgrade verpasst. Somit können wir jetzt unsere neue Lithium-Batterie von Supervolt deutlich schneller aufladen und sind damit deutlich autarker.

Unsere Upgrades:

NeuAlt
250W Solarpanel*120W Solarpanel*
60A Ladebooster von Supervolt*30A Ladebooster*
40A Solarladeregler von Supervolt*20A Solarladeregler*

Einen ausführlichen Bericht zum Austausch unseres Ladeboosters findest du hier:

Zusätzlich haben wir noch ein mobiles 250W Solarpanel, welches wir aufstellen, wenn es mal doch knapp wird mit dem Strom. Das 250W Solarpanel* von Supervolt wird mit einem mobilen Solarladeregler* direkt an die Batterie angeschlossen.


2000W Wechselrichter Einbau

Für noch mehr Autarkie im Camper haben wir uns einen 2000W Wechselrichter von Supervolt* eingebaut.

Der Wechselrichter hat eine integrierte Netzvorrangschaltung und funktioniert mit einer reinen Sinuswelle. Die reine Sinuswelle ist notwendig, um empfindliche Elektrogeräte, wie z.B. Laptops, aufladen zu können, ohne sie zu beschädigen

Mit diesem leistungsstarken Wechselrichter können wir jetzt alle haushaltsüblichen 230V Geräte benutzen.

Zusätzlich zum Wechselrichter gibt es noch eine Fernbedienung, um das Gerät einfach An- und Ausschalten zu können.


Türensicherung: HEOSafe

Unsere Fahrerhaustüren, Schiebetür sowie die Hecktüren haben wir zwecks Einbruchschutz mit Zusatzschlössern ausgestattet.

Hier haben wir uns für die Zusatzschlösser der Firma HEOSolution entschieden. Diese bieten eine Komplettlösung für die Außensicherung aller Türen an: HEOSafe® VAN Security Paket*

Weitere Informationen und einen Bericht über den Einbau findest du im folgenden Beitrag:


Zusätzliche Türendämmung

Die Türen unseres Campervans waren kaum bis gar nicht gedämmt. Daher haben wir uns entschieden, das ganze nachzuholen.

Wir haben beide Hecktüren, sowie die Schiebetür zusätzlich gedämmt. Die Kunststoffverkleidungen lassen sich sehr leicht mit einem flachen Gegenstand lösen.

Als Dämmmaterial haben wir VANUE® INSULATE Platte* (19 mm) benutzt. Das Dämmmaterial ist selbstklebend und hat uns bei der Bearbeitung sehr gut gefallen.


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Umrüstung: Chemietoilette zur Trockentrenntoilette

Lange haben wir überlegt, ob wir es überhaupt machen sollen – die Umrüstung unserer eingebauten Chemie-Toilette zu einer Trockentrenntoilette.

Uns standen einige Hürden bevor und doch hat alles für einen Wechsel des Toilettensystems gesprochen – also haben wir tatsächlich umgerüstet und es bis heute nicht bereut!

Doch bevor wir euch über den eigentlichen Umbau berichten gibt es einige grundlegende Informationen vorab.


Was ist eigentlich eine Trockentrenntoilette?

Die sogenannte Trockentrenntoilette verfolgt ein Ziel: Das Feste und das Flüssige voneinander separieren. Dies geschieht durch einen Trenneinsatz. Der Trenneinsatz ist im Prinzip eine Klobrille mit zwei Elementen. Durch das vordere Element wird der Urin durch eine Art Trichter in einen Urinbehälter geleitet. Das hintere Element ist eine große Öffnung für den Stuhlgang. Dieser gelangt direkt durch die Öffnung in einen Feststoffbehälter.

Doch wozu eigentlich das Ganze?

Durch die Trennung von Feststoff und Flüssigem entgeht man unangenehmen Gerüchen. Erst durch die Vermischung beider Substanzen entstehen die unangenehmen Gerüche.


Vorteile einer Trockentrenntoilette

Die Vorteile gegenüber unserer zuvor eingebauten Chemietoilette überwiegen für uns persönlich. Es gibt mehrere Vorteile einer Trockentrenntoilette. Letztendlich kommt es aber auf den eigenen Camping-Stil an, welches System für einen passender ist.

Wir nennen euch die Vorteile, die für uns entscheidend waren um das Toiletten-System zu wechseln.

Unabhängigkeit

Der größte Vorteil direkt zuerst: Die Unabhängigkeit von Entsorgungsstationen. Da wir so viel wie möglich im Freien mit unserem Camper stehen, also autark, wollten wir in der Frage der Toilettenentleerung unabhängiger werden.

Das Problem ist wohl jedem mit einer Chemietoilette bekannt. Die Chemietoilette wird schnell voll und so muss man sich schon früh genug mit der Frage beschäftigen wo man diese als nächstes wieder entleeren kann – ein Teufelskreis. Oft planten wir unsere Strecke schon vorab so, das wir an Entsorgungsstationen vorbeikommen.

Alles in allem ein echter Zeit- und Nervenfresser. Mit einer Trockentrenntoilette ist es nun so viel einfacher. Der Feststoff in der Tüte kann sauber verschlossen an jedem Restmülleimer entsorgt werden. Der Urin lässt sich auch an jedem normalen Klo entleeren.

Zeitersparnis

Da wir nicht mehr ganze Strecken aufgrund der Entsorgungsproblematik planen müssen, können wir uns viel unabhängiger bewegen. Oft haben wir Umwege zum geplanten Ziel genommen, nur um die Chemietoilette entleeren zu können. Nicht zu vergessen ist die lange Recherche vorab, wo es überhaupt auf dem Weg Entsorgungsstationen oder Campingplätze gibt.

Geldersparnis

Ja, selbst Geld sparen wir jetzt damit! Je nach Land mussten wir über 10 Euro für eine Service-Pauschale auf Campingplätzen zahlen, selbst wenn wir nur unsere Chemietoilette entleeren wollten.

Außerdem sparen wir uns nun die Spritkosten, die wir aufgrund von Umwegen und Extrafahrten zu den Entsorgungsstationen auf uns genommen haben.

Keine Chemie

Aufgrund der sauberen Trennung von Feststoff und Urin benötigt man keinen Chemiezusatz um Gerüche zu unterbinden.

Von Trelino gibt es sogar kompostierbare Fäkalienbeutel. Die verschlossenen Beutel kann man nach dem Geschäft sogar für den eigenen Komposthaufen nutzen. Selbst den Urin kann mit Wasser verdünnt zum Düngen benutzt werden.

Rundum eine sehr umweltfreundliche Sache also.


Die Qual der Wahl

Die Entscheidung einer Umrüstung zu einer Trockentrenntoilette war für uns also beschlossen. Doch welche genau sollte es nun werden?

Der Markt für Trockentrenntoiletten ist gar nicht mal so klein, trotzdem kommt man immer wieder den gleichen namhaften Herstellern über den Weg. Nach längerem Recherchieren haben wir uns letztendlich für eine Toilette von Trelino in der Größe M entschieden.

Dekoration im Camper Wohnmobil

Die Trelino M überzeugt uns im Preis-Leistungsverhältnis gegenüber den Mitbewerbern. Ausschlaggebend war für uns der Korpus aus stabilem Polyethylen (PE). Somit ist diese Toilette auch für Nasszellen geeignet. Außerdem gefällt uns die Trelino M auch optisch sehr gut.

Trelino legt wert auf Langlebigkeit und das merkt man auch. Nach dem Auspacken des Paketes und erster Begutachtung hat man schnell gemerkt, dass die Qualität und Ausarbeitung der Materialien spitze ist. Die Materialstärke des Korpus und Trenneinsatzes ist sehr hoch und der Holzdeckel super passend verleimt und zugeschnitten.

Es gibt insgesamt drei Größen: S, M und L. Da wir unsere Toilette auf einem Sockel stehen haben, haben wir uns für die mittlere Größe entschieden.

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Umrüstung zur Trockentrenntoilette

Vorab unsere Ausganssituation: wir haben einen fertig ausgebauten Camper (Adria Twin 600) mit einer Nasszelle. Die Nasszelle hat einen Kunststoffboden mit integriertem Sockel, in dem die Chemietoilette (Thetford C223-S) verbaut war.

Unsere Idee war es also die alte Chemietoilette auszubauen und eine Platte auf dem vorhandenen Sockel zu befestigen, auf dem dann unsere neue Trelino stehen soll.

Nachfolgend beschreiben wir unsere Umrüstung Schritt für Schritt.


Schritt 1: Abbau der Chemietoilette

Der Abbau der alten Thetford Toilette war tatsächlich das Einfachste am ganzen Umbau.

Logischerweise muss zuerst die Kassette entfernt werden. Danach zieht man die Stecker für den Spülknopf und entfernt dann noch die Verbindung zum Wassersystem.

Vorsicht: Hier kann sich noch Wasser in den Leitungen befinden.

Stecker einfach durch Ziehen lösen. Der Wasserschlauch befindet sich direkt darüber und wird durch Drehen gelöst.

Jetzt heißt es nur noch Schrauben lösen. Alle relevanten Schrauben die die Toilette am Platz halten sind deutlich zu erkennen. Nachdem alle Schrauben gelöst sind, lässt sich die Toilette ziemlich gut aus dem Inneren der Nasszelle entfernen. Jetzt heißt es Abschied nehmen von der alten Toilette.

Die Chemietoilette lässt sich nach lösen der Schrauben sehr einfach aus dem Sockel herausnehmen.

Dieser Schritt des Umbaus war wirklich in nur wenigen Minuten erledigt.

Schritt 2: Neuen Sockel anfertigen

Nachdem die alte Toilette entfernt wurde, sahen wir nun zum ersten Mal was darunter ist. Unsere alte Thetford-Toilette stand auf einer Bodenerhöhung. Unsere Lösung dafür war es nun eine Holzplatte auf den bestehenden Kunststoffsockel zu befestigen und die große Öffnung zur Service-Klappe mit einem weiteren Holzbrett zu verdecken.

Die Ausgangssituation: Kunststoffsockel und Öffnung zur Service-Klappe.

Das Problem des bestehenden Kunststoffsockel ist, dass die Ränder dünn sind und eine direkte Befestigung darauf nicht stabil wäre.

Als Abhilfe sollte nun eine einfache Holzkonstruktion her, auf welcher wir dann unser Holzbrett befestigen konnten. Die Holzkonstruktion sollte so hoch sein, dass sie minimal über den Rand des Kunststoffsockels schaut.

Auf diese Holzkonstruktion wird nachher das Brett befestigt

Nun heißt es Maße nehmen, Holzbretter kaufen und zuschneiden. Das Holzbrett auf dem später unsere Trelino montiert wird, sollte natürlich etwas dicker sein, da wir darauf auch sitzen werden. Wir haben uns für 12mm Stärke entschieden.

Das kleine Holzbrett zur Abdeckung der Wand muss kein Gewicht aushalten und kann somit deutlich dünner sein. Eine Ecke unseres neuen Sockelbodens haben wir noch abgerundet – wir fanden das viel schöner.

Das Brett wurde passend zugeschnitten und an einer Ecke passend abgerundet
Blick von unten: kleiner Spalt zwischen Brett und Kunststoff wird später abgedichtet

Bevor wir die Holzbretter befestigt haben, mussten diese noch wasserfest gemacht werden, da wir in diesem Raum auch duschen.

Wir haben die Holzbretter mit einer Acryl-Isoliergrund*vorbehandelt und anschließend mit einem PU-Acryl-Lack* in drei Streichvorgängen deckend lackiert. Bitte beachtet beim Lackieren unbedingt die Verarbeitungshinweise des Herstellers. Aufgrund der Wartezeit zwischen den einzelnen Lackiervorgängen hat dieser Schritt bei uns zwei Tage gedauert.

Uns hat das Ergebnis nach dem Lackieren sehr gut gefallen!


Schritt 3: Verkleben und abdichten

Nach dem Lackiervorgang folgt das Befestigen. Dafür haben wir einen Montagekleber benutzt. Durch die verschiedenen Schwingungen im Camper beim Fahren, ist es wichtig einen elastischen Montagekleber* zu benutzen, der die Vibrationen abdämpft.

Zuerst haben wird die untere Holzkonstruktion auf dem Boden geklebt. Danach folgt das lackierte Brett auf die Holzkonstruktion.

Am Anfang könnt ihr die zu verklebenden Teile noch leicht verschieben und zurecht richten. Wir haben einen kleinen Spalt zu den Wänden gelassen. Der Spalt wird später mit Silikon abgedichtet. Bis der Montagekleber getrocknet ist, kann man die Bretter mit Gewicht beschweren damit diese während der Trocknung in Position bleiben.

Ist der Kleber getrocknet (nach ca. einem Tag) folgt das Abdichten. Zum Abdichten haben wir ein schimmelresistentes Sanitär-Silikon* benutzt.

Das Abdichten des Spaltes zwischen Holbrett und Kunststoffsockels war am wichtigsten. Hier soll auf keinen Fall während des Duschens Wasser eindringen. Zusätzlich haben wir noch alle Kanten der angebrachten Holzbretter zu den Wänden mit Silikon abgedichtet. Mit einem Fugenglätter* bekommt man auch schöne gleichmäßige Fugen hin.


Schritt 4: Befestigung der Trelino

Das Schwierigste ist geschafft. Als nächstes gilt es die Trelino sicher zu befestigen, damit sie bei kurvenreichen Strecken oder Gefahrenbremsungen noch am Platz bleibt.

Wir haben uns am Anfang mit der Art der Befestigung noch schwer getan, da wir eigentlich nicht in die Trelino bohren wollten und bei Bedarf die Toilette auch schnell wieder vom Sockel nehmen wollten.

Um eine sichere Befestigung zu garantieren, kamen wir aber um zwei kleine Löcher in der Trelino nicht drumherum.

Befestigt haben wir unsere neue Trelino dann letztendlich mithilfe von zwei Stockschrauben*. Dafür haben wir zwei Löcher mit dem Durchmesser der Stockschrauben in den Boden der Trelino gebohrt. Danach haben wir die Toilette auf die Position gestellt, an der sie letztendlich bleiben soll. Mit einem Bleistift zeichneten wir durch die gebohrten Löcher auf das Holzbrett – hier werden nun die Stockschrauben hinein gedreht.

Als die Stockschrauben im Sockel verschraubt waren, konnten wir unsere neue Trockentrenntoilette einfach durch die vorgebohrten Löcher auf die Schrauben aufsetzen. Zwar hält die Toilette so schon gut fest, für die extra Sicherheit haben wir aber noch im Inneren des Korpus Flügelmuttern auf die Stockschrauben gedreht.

Diese zwei Schrauben halten unsere Trelino mühelos am Platz

Unsere neue Trockentrenntoilette von Trelino bewegt sich so kein Stück beim Fahren und trotzdem können wir sie bei Bedarf kinderleicht vom Sockel entfernen.


Praktisches Zubehör

Damit eure Trockentrenntoilette nicht nur funktional, sondern auch im Alltag besonders angenehm zu nutzen ist, gibt es hilfreiches Zubehör, das wir euch empfehlen können:

  • Holy Shine*: Holy Shine ist ein  100 % biologisch abbaubarer Flüssigzusatz, der im Urinkanister verwendet wird. Er hilft, zuverlässig Verschmutzungen zu entfernen und die Entstehung unangenehmer Gerüche zu reduzieren und sorgt für einen frischen Duft – besonders praktisch bei höheren Temperaturen oder längerer Nutzung. Ergänzend bietet Trelino mit Liquid Fresh* auch einen separaten Duftbooster an.

  • „Urinometer“ Füllstandsanzeige*: Das Urinometer wird außen am Kanister angebracht und zeigt den aktuellen Füllstand an. So behält man den Überblick, ohne den Kanister öffnen oder herausnehmen zu müssen. Das spart Zeit und verhindert unangenehme Überraschungen.

  • Premium Duftblocker Streu*: Unser persönlicher Favorit für den Feststoffbehälter. Das Streu hilft den Feststoff auszutrocknen und reduziert die Entstehung von Gerüchen und das ganz ohne Chemie. Wir haben bereits viele Alternativen ausprobiert, aber der Premium Duftblocker hat uns am meisten überzeugt.

Fazit

Wir sind super glücklich mit unserer neuen Trockentrenntoilette! Die Entscheidung hätten wir schon viel früher treffen müssen. Die Freiheit, nicht mehr auf Entsorgungsstationen angewiesen zu sein, erleichtert uns das Reisen mit dem Camper erheblich!

Auch sind wir sehr zufrieden, uns für die Trelino entschieden zu haben. Sie macht einen super Job, ist extrem stabil und sieht noch gut dabei aus.

Mit unserem Aktionscode könnt ihr euch bei der Bestellung eurer eigenen Trelino® ein kostenloses Zubehörpaket im Wert von 29,99 € sichern. Dafür beim Bestellvorgang auf www.trelino.com einfach unseren Code „LINASREISEN“ eingeben und das Zubehörpaket gehört euch!

Trelino Zubehörset
Kostenloses Zuberhörset mit Gutscheincode „LINASREISEN“

Bitte beachtet, dass es das Zubehörset nur kostenlos dazu gibt, wenn eine Trelino® bestellt wird. Er gilt nicht für das Selbstbau-Set.


Bilder unserer eingebauten Trelino


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