Peloponnes mit dem Camper – Griechenland Roadtrip

Die Peloponnes ist eine Halbinsel im Süden von Griechenland und durch den Kanal von Korinth vom griechischen Festland getrennt. Die Halbinsel, die an eine Hand mit drei Fingern und einem Daumen erinnert, besteht aus sieben Regionen mit unterschiedlichen Landschaften.

Unsere Reise führte uns von Patras im Nord-Westen durch die Region Messinien (erster Finger) über die Region Lakonien (zweiter und dritter Finger) und die Region Argolis (Daumen) bis nach Korinth im Nord-Osten.

In diesem Beitrag nehmen wir euch mit auf unsere Route und geben wertvolle Tipps für euren eigenen Roadtrip.

Roadtrip über die Peloponnes

Damit ihr euch besser in unserem Blogbeitrag zurechtfindet, haben wir ein Inhaltsverzeichnis mit Sprungsmarken für euch erstellt:

Inhaltsverzeichnis


Anreise auf die Peloponnes

Die Peloponnes ist durch den Kanal von Korinth vom griechischen Festland getrennt, aber über eine Brücke leicht zu erreichen. Man kann die Halbinsel auf verschiedenen Wegen ansteuern:

Anreise nach Griechenland

Um nach Griechenland zu gelangen, gibt es mehrere Anreisemöglichkeiten mit dem eigenen Fahrzeug. Wir sind über die Balkanroute gefahren und haben zunächst eine Woche auf der Insel Lefkada verbracht (zum Roadtrip-Bericht). Alternativ kann man eine Fähre von Italien nach Igoumenitsa nehmen. Informationen zu den Fährverbindungen findet ihr hier: www.directferries.de*.

Wer ohne eigenen Camper reist, kann bequem mit dem Flugzeug anreisen. Der nächstgelegene internationale Flughafen befindet sich in Athen. Von dort aus besteht die Möglichkeit, einen Camper zu mieten und die Reise direkt zu starten.


Anreise auf die Halbinsel

Sobald ihr Griechenland erreicht habt, gibt es zwei Möglichkeiten, die Peloponnes zu erreichen:

Von Westen (Igoumenitsa) über Patras

Wir sind über die Rio-Andirrio-Brücke gefahren, die die Peloponnes mit dem griechischen Festland verbindet. Die Mautgebühr beträgt aktuell 22,60 € für einen Camper (Stand: Januar 2025). Eine preisgünstigere Alternative ist die Fähre, die für Camper nur 12 € kostet (Stand: Januar 2025).

Von Osten (Athen) über den Korinth-Kanal

Reist ihr aus Richtung Athen an, gelangt ihr über die Brücke am Korinth-Kanal direkt auf die Peloponnes. Diese Route ist ideal für alle, die mit dem Auto oder Camper von Athen starten.


Reiseplanung

Du planst deinen nächsten Trip? Dann benutze gerne unsere Links. Mit jeder Buchung über die untenstehenden Links erhalten wir eine kleine Provision und ihr helft uns somit aktiv diesen Blog weiter auszubauen – es entstehen euch keine Extrakosten! Vielen Dank!


Patras und die Westküste

Von der großen Hafenstadt Patras bis zu den ruhigen Küstenabschnitten wie dem Elea Beach gibt es an der Westküste des Peloponnes viel zu entdecken – egal, ob man auf der Durchreise ist oder länger verweilen möchte.

Patras

Patras Patras ist die drittgrößte Stadt Griechenlands und ein wichtiges Tor zur Peloponnes. Neben der berühmten Rio-Andirrio-Brücke (Koordinaten auf Google Maps) lohnt sich ein Besuch der Festung von Patras (Koordinaten auf Google Maps).

Wir haben Patras als Zwischenstopp ausgelassen und sind wetterbedingt direkt in den Süden weitergereist.


Elea Beach

Der Elea Beach ist ein kilometerlanger Sandstrand an der Westküste der Peloponnes. Er liegt in der in der Region Elis, etwa 10 Kilometer südlich von Kyparissia und unweit der Stadt Zacharo. Die Anreise erfolgt über eine Schotterstraße, die sich mit dem Wohnmobil gut befahren lässt. Der nächste größere Supermarkt befindet sich in Zacharo, wo es auch Restaurants und Tankstellen gibt.

Unter Vanlifern ist der Elea Beach sehr beliebt. Der lange, breite Sandstrand bietet ausreichend Platz, und hinter den Dünen gibt es einen schattigen Pinienwald, in dem sich zahlreiche Parkmöglichkeiten befinden.

Elea Beach ist nicht nur ein beliebter Ort zum Campen, sondern auch ein bedeutendes Naturschutzgebiet. Der Strand gehört zu den Brutgebieten der bedrohten Caretta-Caretta-Meeresschildkröten. Zwischen Mai und September kommen die Weibchen hierher, um ihre Eier im Sand abzulegen. Nach etwa 50 bis 60 Tagen schlüpfen die kleinen Schildkröten und machen sich auf den gefährlichen Weg ins Meer. Deshalb ist es besonders wichtig, sich an die Verhaltensregeln zum Schutz der Schildkröten zu halten.


Filía Laundry

Unweit vom Elea Beach befindet sich die Filía Laundry (Koordinaten bei Google Maps), eine Selbstbedienungswäschereri. Die Filía Laundry ist weit mehr als nur eine Wäscherei – Während die Wäsche läuft, kann man eine heiße Dusche genießen, im Second-Hand-Shop stöbern oder sich mit anderen Reisenden austauschen. Ein besonderes Highlight ist der vegane Foodtruck, der frische Snacks und Getränke serviert.

Die Filía Laundry engagiert sich auch aktiv für streunende Hunde und Katzen in der Umgebung. Sie nehmen verletzte, kranke oder hilfsbedürftige Tiere auf und bieten ihnen ein sicheres, vorübergehendes Zuhause, bis sie gesund gepflegt und weitervermittelt werden können.


Ausgrabungsstätte Olympia

Die antike Stätte Olympia (Koordinaten auf Google Maps) ist einer der bedeutendsten archäologischen Orte Griechenlands. Hier wurden im Jahr 776 v. Chr. die ersten Olympischen Spiele der Geschichte abgehalten. Für einen Eintritt von 6 € pro Person (Stand Dezember 2024) kann man die Überreste des antiken Stadions und des Heraion-Tempels besichtigen. Das Archäologische Museum von Olympia beherbergt zudem wertvolle Fundstücke.


Verfolge unsere Reisen auf Instagram, um nichts zu verpassen!


Messinien – Der erste Finger der Peloponnes

Die Region Messinien, auch bekannt als der erste Finger der Peloponnes, zeichnet sich durch ihre schönen Sandstrände wie den Voidokilia Beach als auch durch historische Orte wie die Burg von Methoni und die Stadt Kalamata aus.

Voidokilia Beach

Der Voidokilia Beach (Koordinaten auf Google Maps) gehört zu den spektakulärsten Stränden Griechenlands. Die Bucht hat die Form des griechischen Buchstaben Omega (Ω) und ist daher auch unter dem Namen „Ochsenbauchbucht“ bekannt.

Der Strand liegt in einem Naturschutzgebiet und ist von Dünen sowie einer vielfältigen Vogelwelt umgeben. In der benachbarten Gialova-Lagune konnten wir im Januar Flamingos beobachten.

Oberhalb des Voidokilia Strandes befindet sich die Höhle des Nestors. Die Höhle und die darüberliegende Burgruine sind vom Strand aus zu erreichen. Der Wanderweg verfügt über kleinere Kletterpassagen und kann bei Nässe sehr rutschig sein.


Burg von Methoni

Im Süden des ersten Fingers liegt die kleine griechische Hafenstadt Methoni. Ursprünglich hatten wir geplant, die dortige Burg (Koordinaten auf Google Maps) zu besichtigen, doch da sie dienstags geschlossen ist, verzichteten wir auf den Abstecher vom Voidokilia Beach aus.


Kalamata

Kalamata ist nicht nur die größte Stadt der Region, sondern auch ein kulturelles und wirtschaftliches Zentrum. Bekannt ist die Stadt vor allem für die weltberühmten Kalamata-Oliven, die hier angebaut werden. Besonders sehenswert ist das Archäologische Museum von Messinien (Koordinaten auf Google Maps), das einen Einblick in die Geschichte der Region gibt.

Powered by GetYourGuide

Bouka Beach, nahe Kalamata

In Kalamata gibt es einen guten Selbstbedienungs-Waschsalon (Koordinaten auf Google Maps) und einen kleinen veganen Supermarkt (Koordinaten auf Google Maps).

Wir haben mehrere Wochen bei Kalamata verbracht, da Lea bei dem Tierschutzverein DASH (zur Webseite) als Volunteer mit angepackt hat. Weiter unten im Blogbeitrag berichten wir euch mehr über das Thema Tierschutz auf der Peloponnes.


Nichts verpassen ✉️

Melde dich jetzt für unseren Newsletter an und du erhältst exklusive Einblicke in unsere Reise & jede Menge Tipps & Hacks zu den Themen Reisen & Van direkt in dein Postfach!
+ Du erhältst unsere Norwegen-Wanderkarte 2024 (Google Maps)

Hier meldest du dich an:


Lakonien – Zweite und dritte Finger der Peloponnes

​Lakonien, die Region des zweiten und dritten Fingers des Peloponnes, bietet eine Fülle an Sehenswürdigkeiten. Von der byzantinischen Ruinenstadt Mystras über das traditionelle Dorf Vathia bis hin zum südlichsten Punkt des griechischen Festlands, dem Kap Tainaron, gibt es viel zu entdecken.

Mystras

Über den Gebirgspass zwischen Kalamata und Sparta ging es für uns weiter zur Ruinenstadt Mystras (Koordinaten auf Google Maps). Mystras war einst eine der bedeutendsten Städte des byzantinischen Reiches. Heute kann man durch die gut erhaltenen Kirchen, Klöster und Festungen wandern und den Blick auf die umliegende Landschaft genießen.

Die Ruinenstadt Mystras verfügt über zwei Eingänge. Der obere Eingang (Koordinaten auf Google Maps) bietet direkten Zugang zur Kirche Sainte Sophie und zur Festung. Allerdings ist der Parkplatz hier klein und oft schnell belegt.

Der untere Eingang (Koordinaten auf Google Maps) führt ebenfalls zum oberen Gelände, erfordert jedoch eine Wanderung über einige Höhenmeter. In diesem Bereich befinden sich mehrere gut erhaltene byzantinische Kirchen und Klöster, die einen Besuch wert sind.

Das Eintrittsticket ist 24 Stunden gültig und berechtigt zum Zutritt über beide Eingänge.


Vathia

Unser nächstes Ziel war das verlassene Dorf Vathia (Koordinaten auf Google Maps), gelegen im Süden der Mani-Halbinsel – dem zweiten Finger des Peloponnes.

Die Mani-Halbinsel ist bekannt für ihre raue Landschaft und ihre markanten Wehrtürme. Diese dienten einst der Verteidigung gegen Piraten und rivalisierende Familien.

Im 20. Jahrhundert wanderten die Bewohner in größere Städte ab und das Dorf wurde größtenteils verlassen. Einige Gebäude sind heute restauriert und werden als Ferienunterkünfte* vermietet.


Kap Tainaron

Das Kap Tainaron (Koordinaten auf Google Maps) ist der südlichste Punkt des griechischen Festlands und bekannt für seinen malerischen Leuchtturm.

Ein rund zwei Kilometer langer Wanderweg beginnt an einem kleinen Parkplatz (Koordinaten auf Google Maps) und führt entlang der rauen Küstenlandschaft zum Leuchtturm.

Der Ort ist nicht nur landschaftlich beeindruckend, sondern auch von Mythologie umwoben: Der Legende nach soll sich hier eines der Tore zur Unterwelt befunden haben, durch das Hades die Seelen der Verstorbenen geleitete.


Dimitrios Schiffswrack

Das Wrack der Dimitrios (Koordinaten auf Google Maps), ein Frachtschiff, das in den 1980er Jahren an der Küste von Gythio strandete, ist heute ein beliebtes Fotomotiv. Besonders bei Sonnenauf- oder -untergang lohnt es sich die Kamera auszupacken. Das klare Wasser rund um das Wrack macht es zudem zu einem beliebten Spot für Schnorchler und generell lädt der schöne Sandstrand zum Baden ein.


Elafonisos

Vom Dimitros Schiffswrack ging es für uns weiter auf den dritten Finger der Peloponnes, bis kurz vor die Insel Elafonisos (Koordinaten auf Google Maps).

Elafonisos ist eine kleine Insel mit weißen Sandstränden und glasklarem Wasser. Besonders der Simos Beach (Koordinaten auf Google Maps) ist ein beliebtes Ausflugziel.

Die Insel ist über eine ca. 10 Minütige Fährfahrt zu erreichen. Das Ticket kostet 2 € pro Person und ca. 21 € für einen Camper (einfache Fahrt). Der Simos Beach liegt 4 Kilometer vom Fährhafen entfernt. Wer ein Fahrrad dabei hat, kann seinen Camper auch am Hafen (Koordinaten auf Google Maps) stehen lassen und sich das Ticket für den Camper sparen.


Du interessierst dich für Themen rund um Vanlife und Camper? Dann schau gerne hier vorbei!


Monemvasia

Die mittelalterliche Felsenstadt Monemvasia (Koordinaten auf Google Maps) ist eine der beeindruckendsten historischen Städte Griechenlands. Von außen wirkt die auf einem Felsen gelegene Stadt fast wie eine uneinnehmbare Festung. Die Stadt wurde im Mittelalter gegründet und war ein bedeutendes Handelszentrum. Heute kann man durch die engen, gepflasterten Gassen schlendern, in traditionellen Tavernen einkehren und die atemberaubende Aussicht von den Festungsmauern genießen.


Hier findest du alles rund um unseren Van, Equipment & Camper-Gadgets.


Argolis – Der Daumen der Peloponnes

Die Region Argolis, auch als „Daumen“ der Peloponnes bekannt, hält malerische Küstenorte und interessanten Landschaften für uns bereit. Hier finden sich einige der bedeutendsten archäologischen Stätten Griechenlands.

Nafplio

Nafplio (Koordinaten auf Google Maps) gilt als eine der schönsten Städte Griechenlands und war einst die erste Hauptstadt des modernen Griechenlands. Besonders sehenswert ist die Festung Palamidi (Koordinaten auf Google Maps), die hoch über der Stadt thront und nach einem Aufstieg von ca. 1000 Stufen einen atemberaubenden Blick auf den Argolischen Golf bietet. Alternativ kann die Burganlage bequem mit dem Auto erreicht werden. Der Eintritt beträgt 4 € pro Person.

Die malerischen Gassen der Altstadt laden zum Schlendern ein. Besonders gut gefallen hat uns das Falafel-Restaurant (Koordinaten auf Google Maps). Für unseren Ausflug in die Stadt, haben wir am Hafen gerparkt.

In Nafplio konnten wir auch unsere Gasflasche auffüllen lassen (Koordinaten auf Google Maps).

Wenn ihr bei Nafplio seid, lohnt sich ein Abstecher zum Paralia Karathonas Strand (Koordinaten auf Google Maps). Von dort aus haben wir einen wunderschönen Küstenspaziergang in Richtung Nafplio unternommen, vorbei an beeindruckenden Felsformationen und mit herrlichem Blick auf das Meer.

In Nafplio haben wir wieder etwas mehr Zeit verbracht, da Lea 1,5 Wochen im Tierheim des Vereins Tierschutz Herzverstand – Paws with love (zur Webseite) mit angepackt hat.

Mehr über unsere Zeit in Nafplio könnt ihr in unserem ersten YouTube-Vlog sehen:


Amphitheater von Epidauros

Das Theater von Epidaurus (Koordinaten auf Google Maps) ist eines der beeindruckendsten Überbleibsel der griechischen Antike. Neben dem imposanten Amphitheater gibt es auf dem Gelände auch ein kleines Museum sowie weitere archäologische Stätten zu entdecken, darunter das Heiligtum des Asklepios. In der Nebensaison beträgt der Eintritt 6 €.


Methana

Die Halbinsel Methana (Koordinaten auf Google Maps) ist geprägt von vulkanischer Aktivität. Der letzte große Ausbruch fand etwa 230 v. Chr. statt und hat die Landschaft nachhaltig geprägt. Ein besonderes Highlight auf Methana ist der Aufstieg zum bekanntesten Krater nahe des Dorfes Kameni Chora.

Für die Wanderung benötigt man ca. 25 Minuten pro Strecke. Ausgangspunkt ist ein kleiner Wanderparkplatz (Koordinaten auf Google Maps). Der Pfad führt durch eine surreale Felslandschaft aus erkalteter Lava und bietet einen tollen Ausblick auf die Vulkanlandschaft und das Meer.

Dank der vulkanischen Aktivität gibt es auf Methana auch mehrere heiße Quellen, die jedoch Stand (März 2025) nicht nutzbar sind. Das in der gleichnamigen Hafenstadt Methana ausgebaute Thermalbecken ist wegen schlechter Wasserqualität gesperrt.


Mehr über unseren Ausflug auf die Halbinsel Methana, die Insel Poros und zu einem Lost-Place Hotel könnt ihr im folgenden YouTube-Video sehen:


Insel Poros

Die kleine Insel Poros (Koordinaten auf Google Maps) ist nur eine kurze Fährfahrt vom Festland entfernt. Die Überfahrt mit dem Wassertaxi kostet 1,50 € pro Person. Geparkt haben wir in der gegenüberliegenden Stadt Galatas (Koordinaten auf Google Maps).

Wir haben Poros-Stadt, die Inselhauptstadt, zur Fuß erkundet. Vorbei an den weiß-blauen Häuschen und engen Gassen sind wir zur berühmten Uhrturm (Koordinaten auf Google Maps) und Saint Athanassios Kapelle (Koordinaten auf Google Maps) spaziert.


Dolinen von Didima

Unser nächstes Reiseziel waren die Dolinen von Didima (Koordinaten auf Google Maps) – zwei riesige, natürliche Einsturzkessel, die durch geologische Prozesse entstanden sind. Besonders faszinierend sind die versteckten kleinen Kapellen im Inneren der Dolinen, die in Höhlen eingebettet sind.


Korinth

​Korinth eignet sich hervorragend als erster oder letzter Zwischenstopp auf der Peloponnes, abhängig von der Reiserichtung. Ein Highlight ist der imposante Kanal von Korinth (Koordinaten auf Google Maps), dessen steile Felswände die schmale Wasserstraße eindrucksvoll einrahmen.

In der Nähe lohnt sich ein Abstecher zur antiken Stadt Korinth, wo Überreste wie der Apollontempel (Koordinaten auf Google Maps) besichtigt werden können. Ebenfalls sehenswert ist die Festung Akrokorinth (Koordinaten auf Google Maps), die einen weiten Blick über die Region bietet. ​


Tierschutz auf der Peloponnes

Auf der Peloponnes, wie in ganz Griechenland, stellt der Tierschutz, insbesondere in Bezug auf Straßenhunde und -katzen, ein erhebliches Problem dar. Trotz eines umfassenden Tierschutzgesetzes, das 2021 verschärft wurde und unter anderem die Kastration von Haustieren sowie strenge Strafen für Tierquälerei vorschreibt, bleibt die Umsetzung dieser Regelungen mangelhaft.

Zudem werden Kastrationspflichten oft ignoriert, was zu einer unkontrollierten Vermehrung führt. Die Haltung von Hunden an Ketten ist trotz gesetzlicher Verbote weiterhin verbreitet.

Obwohl es positive Ansätze gibt, wie die Finanzierung von Kastrationen in einigen Gemeinden, bleibt die effektive Umsetzung des Tierschutzes auf der Peloponnes eine große Herausforderung.

Während unserer Zeit auf der Peloponnes hat Lea in zwei Tierheimen als Freiwilligenhelferin mit angepackt. Zu dem Thema Straßentiere gibt es so viel zu sagen, dass wir hierüber noch einen eigenen Blogbeitrag verfassen werden.

(Quellen: https://www.veto-tierschutz.de/tierschutz-in-griechenland/, Stand 05.03.2025; https://de.rua.gr/2023/04/04/in-griechenland-gibt-es-fast-4-millionen-heimatlose-tiere/, Stand 05.03.2025)


Tierwelt auf der Peloponnes

​Die Peloponnes bietet eine beeindruckende Vielfalt an Tierarten, sowohl an Land als auch im Wasser.​ Im nachfolgenden stellen wir euch einige der Tierarten vor, denen wir während unseres Roadtrips begegnet sind:

Delfine und Meeresschildkröten

​Die Küstengewässer der Peloponnes sind Heimat verschiedener Delfinarten, insbesondere des Großen Tümmlers. Obwohl wir selbst keine Delfine beobachten konnten, berichteten Bekannte, dass sie bereits mehrfach vom Strand aus Delfine im Meer gesehen haben.

Zudem ist die Region ein bedeutendes Brutgebiet für die Unechte Karettschildkröte (Caretta caretta). Fast die Hälfte der Niststrände dieser Art im Mittelmeerraum befinden sich in Griechenland. Die Weibchen kehren stets an ihre Geburtsstrände zurück.


Goldschakale

​Während unserer Reise über die Peloponnes wurden wir oft von den Rufen der Goldschakale begleitet. Besonders in der Dämmerung und nachts ertönt ihr charakteristisches Heulen. Die scheuen Tiere sind selten zu sehen, jedoch hatten wir einmal das Glück und konnten einen Schakal am frühen Morgen über ein Feld laufen sehen.


Vogelwelt und Flamingos

Die Feuchtgebiete der Peloponnes, wie die Gialova-Lagune, sind wichtige Rast- und Brutplätze für zahlreiche Vogelarten. Besonders beeindruckend sind die Flamingos, die hier während ihrer Zugzeiten Halt machen. Bitte achtet darauf, immer einen ausreichenden Abstand zu den Tieren zu halten, um sie nicht zu stören und bitte fliegt nicht mit einer Drohne über Tiere.


Unser Spartipp auf Reisen:

Werbung


Fazit: Die Peloponnes mit dem Camper entdecken

Unsere Reise mit dem Camper über die Peloponnes war ein unvergessliches Erlebnis, das unsere Erwartungen übertroffen hat. Die Region bietet weit mehr als nur schöne Strände: Es gibt ein gebirgiges Inland, schöne Wasserfälle, charmante Städtchen und bedeutende Ausgrabungsstätten zu entdecken.

Freistehen und Campingplätze

Wildcampen ist in Griechenland offiziell nicht erlaubt, wurde aber bisher außerhalb der Hochsaison oft geduldet, insbesondere an abgelegenen Orten. Campingplätze sind in der Region vorhanden, jedoch variieren deren Ausstattung und Öffnungszeiten. Es ist ratsam, im Voraus zu prüfen, welche Plätze geöffnet sind.

Gesetzesänderung in 2025

Seit Januar 2025 gelten in Griechenland neue (strengere) gesetzliche Regelungen für das Campen mit Wohnmobilen. Das sogenannte „Freistehen“ – also das Übernachten außerhalb offizieller Campingplätze oder ausgewiesener Stellplätze wurde landesweit verboten. Verstöße gegen diese Regelungen können mit hohen Geldbußen geahndet werden. Die Behörden kontrollieren verstärkt, insbesondere in beliebten Urlaubsregionen wie der Peloponnes.

Die Umsetzung dieses Gesetztes im Mai 2025 sorgte zunächst für große Untersicherheiten.

Mit der neuen Straßenverkehrsordnung vom 17. Juni 2025 schafft Griechenland mehr Klarheit fürs Parken von Wohnmobilen:

  • Innerorts dürfen kleine Wohnmobile (unter 7,5 m) unbegrenzt parken.
    Größere Fahrzeuge (>7,5 m) nur max. 24 Stunden (Art. 38 (6) StVO).
  • Außerorts ist Parken nur an gekennzeichneten Plätzen oder auf Seitenstreifen erlaubt. Fehlen diese, muss so nah wie möglich am rechten Fahrbahnrand parallel geparkt werden.
  • Die Regeln gelten nur fürs Parken, nicht für Wildcamping, das weiterhin verboten bleibt.
  • Verbotsschilder und Markierungen sind wie immer zu beachten.

Weitere Informationen zu den neuen Regelungen findest du im ADAC-Artikel: https://www.adac.de/news/reise-griechenland-strengere-regeln-wohnmobile/.

Wir empfehlen euch daher, erstmal ausschließlich offizielle Campingplätze oder ausgewiesene Stellplätze zu nutzen.


Ver- & Entsorgung

Die Infrastruktur für die Ver- und Entsorgung ist auf der Peloponnes nicht überall optimal ausgebaut. Während Wasser oft an öffentlichen Brunnen, Strandduschen oder an Tankstellen erhältlich ist, sind die Entsorgungsmöglichkeiten für Grauwasser und chemische Toiletten stark limitiert.

Frischwasser

Die Wasserqualität auf der Peloponnes ist nicht optimal und an vielen Wasserstellen ist das Wasser nicht als Trinkwasser gekennzeichnet. Wir haben das Wasser doppelt gefiltet und so bedenkenlos trinken können.

In unserem Wohnmobil benutzen wir eine Kombination aus fest eingebauten und portablen Wasserfilter. Diese Kombination nennt sich Alb Filter Pro Camper* und ist bestens geeignet für mittelgroße Tanks (80 – 160 Liter).

Unseren Wasserdieb* und Flextube Befüllschlauch (10 m)* hatten wir ebenfalls immer im Einsatz, um ohne größeren Aufwand unseren Wassertank füllen zu können.

5 % Rabatt

Mit unserem Rabattcode „LINASREISEN5“ bekommt ihr 5 % Rabatt auf eure Bestellung bei Alb Filter.

Hier gehts zum Online-Shop:

Abwasser

Die Entsorgung von Grauwasser gestaltet sich in Griechenland oft schwierig, da außerhalb von Campingplätzen nur wenige offizielle Entsorgungsstationen vorhanden sind.

Selbst die Suche nach geeigneten Gullys ist nicht immer einfach, da man sicherstellen muss, dass das Wasser nicht unbeabsichtigt in nahegelegene Gewässer gelangt. Daher ist es empfehlenswert, ausschließlich biologisch abbaubare Seifen und Reinigungsmittel zu verwenden, um die Umweltbelastung zu minimieren.

Der Verzicht auf chemische Zusätze in herkömmlichen Chemietoiletten ist ebenfalls ratsam, da entsprechende Entsorgungsstationen in Griechenland selten sind. Eine umweltfreundliche Alternative stellt die Nutzung von Trockentrenntoiletten dar. Diese benötigen weder Wasser noch Chemie und sind zudem geruchsarm. Die Feststoffe können hygienisch im Restmüll entsorgt werden, während die Flüssigkeiten separat abgeführt werden können.

Unsere Entscheidung, die Chemietoilette durch eine Trockentrenntoilette zu ersetzen, hat sich daher als äußerst vorteilhaft erwiesen. Einen Beitrag über unseren Umbau findet ihr hier: Umrüstung zur Chemietoilette.


Straßenverhältnisse und Verkehr

Die Straßen auf der Peloponnes sind in der Regel gut ausgebaut, aber teilweise sehr kurvig und schmal. Besonders in den Bergregionen gibt es enge Passagen, die mit einem größeren Camper eine Herausforderung sein können. Die Küstenstraßen bieten tolle Ausblicke, erfordern jedoch eine umsichtige Fahrweise. Mautstraßen gibt es hauptsächlich auf den Hauptverbindungsstrecken wie Athen–Korinth oder Korinth–Patras.


Wetter auf der Peloponnes

Die Peloponnes zeichnet sich durch ein mediterranes Klima aus. In den Sommermonaten können die Temperaturen tagsüber 30 °C überschreiten, während sie in den Wintermonaten milder sind.

Anfang Dezember waren die Temperaturen auf der Peloponnes noch angenehm, mit Tageshöchstwerten zwischen 15 °C und 20 °C. Die Wassertemperaturen lagen zu dieser Zeit zwischen 16 °C und 20 °C.

Ab Mitte Dezember wurde es deutlich kühler, begleitet von vermehrten Regentagen. Trotz Tageshöchsttemperaturen um die 10 – 15 °C fühlte sich das Wetter in der Sonne angenehm warm an. In einigen Nächten sanken die Temperaturen jedoch bis auf 2 °C ab. Einheimische und andere Reisende berichteten, dass dieser Winter kühler als üblich war. Ab Mitte März steigen die Temperaturen wieder an, wodurch das Klima angenehmer wird.


Weitere Beiträge

Du interessierst dich für Roadtrips mit dem Camper? Dann schau auch gerne hier vorbei:

< zur Griechenland-Übersicht


Verfolge unsere Reisen auf Instagram, um nichts zu verpassen!


Du interessierst dich für Themen rund um Vanlife und Camper? Dann schau gerne hier vorbei!


*Hinweis: Wir verwenden in unserem Beitrag Affiliate-Links. Das bedeutet, wir bekommen eine kleine Provision, wenn du über den Sternchen-Link (*) etwas kaufst. Der Preis bleibt für dich natürlich immer derselbe und wir erhalten auch keine Daten oder Namen. Wenn du Interesse an den hier vorgestellten Produkten hast und unsere Arbeit unterstützen möchtest, würden wir uns sehr freuen, wenn du über den Produktlink einkaufst.

Mit dem Wohnmobil nach Marokko

Du willst mit dem Wohnmobil nach Marokko reisen? In diesem Artikel verraten wir dir, wie du am einfachsten mit dem Camper nach Marokko einreist und welche Dinge es in Marokko zu beachten gibt.

Außerdem teilen wir mit euch unsere Erfahrungen, die wir in Marokko gemacht haben, als wir Anfang 2024 dort unterwegs gewesen sind.

Inhaltsverzeichnis


Dokumente und Versicherung in Marokko

KFZ-Haftplichtversicherung

Um mit dem eigenen Fahrzeug nach Marokko reisen zu können, ist ein Nachweis über eine gültige KFZ-Haftpflichtversicherung erforderlich.

Dies erfolgt mithilfe der internationen Versicherungskarte – IVK (ehemals Grüne Karte). Auf der Versicherungskarte darf Marokko nicht durchgestrichen sein. Die meisten Versicherungen haben Marokko nicht standartmäßig versichert.

Wir mussten unsere Wohnmobil-Versicherung sogar vor Reiseantritt wechseln, da uns unsere ehemalige Versicherung (HUK24) auf mehrmalige Anfrage keinen Versicherungsschutz für Marokko gewähren wollte.

So sind wir mit unserem Camper zur RMV-Versicherung gewechselt. Die RMV hat uns ohne Probleme eine Versicherungskarte mit Marokko ausgestellt, die insgesamt drei Monate gültig ist.


Fahrzeugpapiere

Wichtig für Marokko sind Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) und Führerschein. Besonders der Fahrzeugschein wird an Grenzkontrollen gerne nachgefragt.

Für Marokko empfiehlt der ADAC sicherheitshalber einen internationalen Führerschein mitzunehmen. Wir hatten lediglich unserer „normalen“ Führerschein dabei und hatten keine Probleme. Wir mussten ihn aber auch nicht einmal vorzeigen.


Du interessierst dich für Themen rund um Vanlife und Camper? Dann schau gerne hier vorbei!


Krankenversicherung

Die deutsche Krankenversicherungen übernehmen häufig keine medizinischen Behandlungen in Marokko. Auch einen möglichen Krankenrücktransport nach Deutschland müsste man im Notfall selbst tragen. (Quelle: HanseMerkur*)

Wir empfehlen ganz klar eine zusätzliche Absicherung durch eine Auslandskrankenversicherung. Wir sind bereits seit unserer Langzeitreise bei der HanseMerkur versichert und können diese ganz klar weiterempfehlen. Hier lassen sich neben kurzfristigen Urlaubsversicherungen auch Langzeit-Auslandskrankenversicherungen abschließen.



Werbung HanseMerkur*


Anreise mit der Fähre

Der kürzeste Weg vom europäischen Festland nach Marokko befindet sich bei der Straße von Gibraltar. Es gibt viele Fähren, die diese Meerenge überqueren. Die beliebtesten Fährverbindungen sind:

  • Algeciras – Ceuta
  • Algeciras – Tanger Med
  • Tarifa – Tanger

Auf unserer Reise nach Marokko haben wir uns für die Fähre von Algeciras nach Ceuta entschieden. Wichtig zu erwähnen ist es, dass Ceuta eine spanische Enklave auf afrikanischem Kontinent ist.

Dies hat einen entscheidenden Vorteil: die Grenzkontrolle direkt nach Verlassen der Fähre oder sogar auf der Fähre selber entfallen. Erst wenn ihr Ceuta auf dem Landweg verlasst, kommt ihr in die Grenzkontrolle.


Fährtickets kaufen

Wir haben unsere Fährtickets beim sagenumwobenen „Carlos“ gekauft. Jeder, der sich mit der Thematik Fähre nach Marokko beschäftigt, wird früher oder später über den Namen Carlos stolpern.

Mit Carlos ist der Gründer vom Ticketverkauf „VIAJES NORMANDIE“ bei Algeciras gemeint. Inzwischen haben wohl seine Töchter den Laden übernommen. Bei Carlos bekommt man Tickets für die Überfahrt von Algeciras nach Marokko deutlich günstiger als im Internet. Das wollten wir zuerst auch nicht glauben, wurden dann aber überrascht.

Geschenke wie eine Flasche Wein, Kuchen und verschiedenes Werbematerial sind beim Kauf eines Tickets bei Carlos obligatorisch.

Hier findest du „Carlos“:

Im Januar 2024 haben wir für ein Fährticket (Hin & Zurück) bei Carlos 230 € bezahlt. Beim Vergleichsportal directferries.de* hätten wir bei der gleichen Reederei knappe 100 € mehr zahlen müssen (2 Personen und 6 m Kastenwagen).

Das Beste: das Ticket von Carlos ist ein Jahr lang gültig. Ihr werdet zwar nach eurem voraussichtlichen Reisedatum gefragt, diese stehen auch auf dem ausgedruckten Ticket, jedoch sind diese nicht bindend.

Die Überfahrt von Algeciras nach Ceuta dauert je nach Schiff zwischen 1 – 1,5 Stunden.


Verfolge unsere Reisen auf Instagram, um nichts zu verpassen!


Grenzkontrolle Ceuta – Marokko

Die Grenzkontrollen nach Marokko sind schon ein kleines Abenteuer, besonders wenn man mit einem Wohnmobil unterwegs ist. Wir können euch nur unsere Erfahrungen zur Grenzkontrolle in Ceuta mitteilen, da wir bisher nur über Ceuta nach Marokko eingereist sind.

Tipp: Wenn du lange Warteschlangen an der Grenzkontrolle bei Ceuta vermeiden willst, solltest du unbedingt früh dran sein. Das heißt: Früh die Fähre nach Ceuta nehmen! Wir haben bereits die erste Fähre von Algeciras nach Ceuta um 7 Uhr genommen. So konnten wir uns bereits kurz nach 8 Uhr an der Grenzkontrolle einreihen.

Da wir um 8 Uhr schon an der Grenze waren, hatten wir nur wenige Autos vor uns. Die spanischen Beamten wollten lediglich unsere Reisepässe sehen und wir konnten direkt weiter zur marokkanischen Grenzkontrolle.

Bei der marokkanischen Grenzkontrolle ging es leider nicht so schnell. Neben den obligatorischen Reisepässen wollen die Grenzbeamten auch den Fahrzeugbrief sehen und zwangsläufig den Reisepass des Fahrzeughalters!

Nach näherem Betrachten behielt der Beamte den Reisepass und Fahrzeugschein und bat uns, mit dem Wohnmobil auf eine freie Parkfläche direkt daneben zu parken. Er kam zu unserem Camper und bat uns die Seitentür und Hecktüren zu öffnen. Der Beamte schaute sich unseren Camper grob von innen an und machte dabei einige Schubladen und Schränke auf, um hineinzusehen. Währenddessen fragte er mehrmals, ob wir Drohne, Alkohol, Waffen oder andere Gegenstände mitführen, die deklariert werden müssen oder verboten sind.

Ein paar Minuten nach der kurzen Kontrolle konnten wir nach einigen Verständnisschwierigkeiten (kein Beamter sprach Englisch) unseren Pass und Fahrzeugschein an einer Kontrollhütte abholen. Zudem haben wir noch einen kleinen Zettel mitbekommen, auf dem notiert ist, wie lange unser Wohnmobil sich in Marokko aufhalten darf (6 Monate).

Fazit: An sich war der Grenzübergang nicht sonderlich kompliziert. Wir fanden es nur etwas schade, dass die kontrollierenden Beamten kein Englisch sprechen konnten. Von Freunden haben wir bereits viel unentspanntere Erfahrungen erzählt bekommen, bei denen so gut wie das ganze Wohnmobil einmal ausgeräumt werden musste – dies ist uns zum Glück erspart geblieben.


Geld abheben – Bezahlen in Marokko

In Marokko wird grundsätzlich alles bar bezahlt. Eine Möglichkeit, mit der Kreditkarte zu zahlen, werdet ihr höchstwahrscheinlich nur in größeren Supermärkten und Tankstellen finden.

Ohne Bargeld kommt man in Marokko nicht weit

Im besten Falle solltet ihr deshalb direkt am Anfang nach einem Bankautomaten (ATM) Ausschau halten, um Bargeld abzuheben. Da so gut wie alles bar bezahlt wird, gibt es dementsprechend auch ziemlich viele Bankautomaten – besonders an Hauptverkehrsstraßen.

Die verschiedenen Geldautomaten können sich jedoch stark von den Gebühren unterscheiden. Deshalb geben wir euch zwei wertvolle Tipps, wie ihr beim Geld abheben in Marokko viel Geld sparen könnt:

Tipp #1: der richtige Bankautomat

Wir haben uns durch einige Bankautomaten „durchprobiert“ und meistens eine Abhebegebühr von 4 % bis 6 % vorgefunden. Dies ist doch wirklich viel und man sollte nur im Notfall solch eine hohe Automatengebühr hinnehmen.

Die besten Erfahrungen haben wir mit den Bankautomaten von „Al Barid Bank“ gemacht. Bei dieser Bank gibt es keine Automatengebühren bzw. Wechselgebühren.


Tipp #2: die richtige Kreditkarte

Mit der richtigen Kreditkarte müsst ihr keine Abhebegebühr (seitens Kreditkartenaussteller) und keine Fremdwährungsgebühren zahlen.

Die Landeswährung in Marokko bildet der Marokkanische Dirham (MAD). Wenn man per Kreditkarte bezahlt, verlangt eure Hausbank in den allermeisten Fällen eine Fremdwährungsgebühr, die sich meist um die 2 % bewegt.

Hier ein Beispiel: Ihr gebt 1.000 € in Fremdwährung (z.B. MAD) in eurem Urlaub aus. Darauf berechnet eure Hausbank nun die Fremdwährungsgebühr in Höhe von 20 € (2 % vom Umsatz).

Dieser Kostenpunkt kann sich ganz schön schnell läppern. Besonders, wenn man öfters in Ländern Urlaub macht, in denen der Euro nicht die Landeswährung ist.

Abhilfe schafft hier die richtige Kreditkarte.

Wir empfehlen euch die Mastercard Gold* von der TFBank.

TF Bank Mastercard Gold Kreditkarte

Werbung / Mastercard Gold von der TFBank.*

Die Mastercard Gold* ist komplett kostenlos und erhebt keine Fremdwährungsgebühr. Auf unseren Langzeitreisen sparen wir so mehrere hundert Euro im Jahr. Ihr braucht hierfür auch kein extra Girokonto. Die getätigten Umsätze werden ganz einfach vom hinterlegten Konto monatlich abgebucht. Zusätzlich bietet euch die Karte eine gratis Reiseversicherung an!

Die wichtigsten Vorteile der Mastercard Gold*:

  • 0 € Jahresgebühr ohne Mindestumsatz
  • keine Fremdwährungsgebühr
  • 0 € Abhebegebühr
  • Gratis Reiseversicherung
  • Abbuchung von eurem vorhandenen Girokonto
  • Antrag und Prüfung in nur 2 Minuten erledigt

Werbung / Mastercard Gold von der TFBank.*


SIM Karte und mobiles Internet

In Marokko gibt es drei große Mobilfunkanbieter, bei denen ihr euch SIM-Karten für eure Handys bzw. mobilen Router kaufen könnt:

  1. Maroc Telecom
  2. Inwi
  3. Orange Maroc

Maroc Telecom bietet die beste Netzabdeckung im Land und es finden sich viele Shops und Kioske, in denen ihr die Prepaid SIM-Karten kaufen könnt.

⇨ Für unsere beiden Smartphones haben wir uns jeweils eine Prepaid SIM-Karte von Maroc Telecom gekauft und vor Ort aktivieren lassen. So hatten wir immer die beste Netzabdeckung, wenn wir unterwegs waren.

Bei Inwi gibt es einen interessanten Datentarif für 249 MAD (ca. 23 €) im Monat. Mit dieser SIM-Karte hat man einen Monat lang Unlimited-Internet im Netz von Inwi.

⇨ die SIM-Karte von Inwi haben wir uns zusätzlich für unseren mobilen WLAN-Router* von Neatgear gekauft. Die meiste Zeit sind wir mit unseren Handys und Laptops im WLAN-Router eingeloggt gewesen.

Für mehr Informationen zum Thema SIM-Karten und mobiles Internet schaut in unserem folgenden Blogartikel vorbei: SIM-Karte in Marokko kaufen.


Zeitvertreib beim Autofahren

Auf langen Fahrten hören wir am liebsten Hörbücher mit der Hörbuch-App BookBeat*. Mit mehr als 500.000 Hörbüchern und einer großen Auswahl an E-Books lässt sich für jeden Geschmack etwas finden! Dank der Offline-Funktion können wir die Hörbücher auch hören, wenn wir mal keinen Internetempfang haben.

Mit unserem Aktionscode „60tgratis“ kannst du BookBeat zwei Monate kostenlos testen. Das BookBeat-Abo ist jederzeit kündbar. Du kannst dein Probeabo nach der Testphase einfach beenden oder du lässt es weiterlaufen. Die Wahl liegt ganz bei dir. Weitere Informationen findest du hier.


Camping- und Stellplätze in Marokko

Die Campingplätze in Marokko sind deutlich günstiger als der Durchschnitt in Europa.

Die meisten Camping- und Stellplätze verlangen durchschnittlich zwischen 50 und 100 Dirham pro Nacht (ca. 5 € bis 9 €). Oft handelt es sich hier auch um private Stellflächen von Einheimischen, die auch ihre Waren oder etwas zu Essen anbieten.

Campingplätze in Marokko lassen sich nicht mit denen in Europa vergleichen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es oft nicht sehr hygienisch ist. Die Einrichtungen und sind auch oft sehr rudimentär und gewöhnungsbedürftig. Man sollte sich also nicht zu viel Luxus erhoffen.

Der günstigste Preis rechtfertigt die Zustände ein bisschen und immerhin hat man etwas Ruhe, in dem sonst so turbulenten Marokko.


Freistehen und Wildcampen in Marokko

Das Wildcampen in Marokko ist grundsätzlich verboten.

In ländlichen Regionen stellt dies aber kein Problem dar. Außerhalb von touristischen Hochburgen ist das Freistehen von den Behörden geduldet und wird auch nicht geahndet.

Was vorkommen kann ist jedoch, dass Beamte am Camper klopfen und sagen, dass es „nicht sicher“ sei hier zu stehen und einen bitten weiter zu fahren. Dies kann laut Erfahrungsberichten auch selbst nachts vorkommen.

Aus Erzählungen wissen wir, dass dies nichts Ungewöhnliches ist, und man sich auch keine Sorgen machen muss. Die Beamten wollen in diesem Falle tatsächlich nur helfen und verhängen keine Strafe.

In der App park4night findet man viele gute Stellplätze. Das Lesen von den neuesten Kommentaren kann einem nochmal Sicherheit geben.


Wasserqualität in Marokko

Die Wasserqualität in Marokko gilt nicht als besonders gut. Man sollte auf keinen Fall davon ausgehen, dass bei öffentlichen Wasserstellen, Trinkwasser aus dem Wasserhahn kommt. Im Zweifelsfall sollte das Wasser nicht getrunken und auf gekauftes Wasser aus dem Supermarkt zurückgegriffen werden.

Vor unserer Reise nach Marokko haben wir uns deshalb dafür entschieden einen Wasserfilter im Camper einzubauen. So haben wir uns ziemlich gut vor schlechtem Wasser absichern können. Während unserer Reise durch Marokko hatten wir keine Probleme mit dem Wasser. Das gefilterte Wasser war sehr bekömmlich.

In unserem Camper haben wir unter der Spüle einen Aktivkohle-Filter von ALB-Filter* eingebaut. Falls ihr mehr dazu erfahren wollt, könnt ihr hier zu unserem Blogartikel springen:

Wasserfilter im Camper einbauen

Ihr wollt einen Wasserfilter im Camper einbauen? Wir zeigen euch, wie wir den Alb Filter in unserem Adria Twin eingebaut …

Mit unserem Rabattcode „LINASREISEN5“ erhaltet ihr 5% Rabatt auf alle Einkäufe bei ALB-Filter*.


Straßenverkehr in Marokko

Der Straßenverkehr in Marokko kann ziemlich wild sein.

Wir haben sehr viele halsbrecherische Überholmanöver erleben müssen. Besonders in Stadtregionen ist der Verkehr absolut chaotisch. Eine Fahrt mit dem Wohnmobil durch eine Stadt können wir nicht empfehlen. Solltet ihr eine Stadt besuchen wollen, raten wir euch dazu in einen nahegelegen Campingplatz zu fahren und dann mit dem Taxi in die Innenstadt zu fahren.

Aber seid gewarnt: eine Taxifahrt durch eine Stadt in Marokko ist nichts für empfindliche Mägen…

In ländlichen Regionen ist die Autofahrt zwar deutlich entspannter, jedoch gibt trotzdem einige Dinge auf die man achten sollte.

Oft sieht man „bettelende“ Kinde am Straßenrand, die einem Beeren oder ähnliches verkaufen wollen. Diese kommen meist sehr nah an das fahrende Auto heran ohne den Anschein zu machen ausweichen zu wollen.

Eine andere Sache auf die man ständig ein Auge haben sollte sind die unzähligen Straßentiere (insbesondere Hunde) die in ganz Marokko streunern. Es gibt unserer Erfahhrung nach wirklich nicht eine Straße in Marokko an der keine Streunerhunde leben.


Fazit: Mit dem Wohnmobil in Marokko

Grundsätzlich ist es sehr einfach als Europäer mit dem Wohnmobil nach Marokko zu reisen. In Marokko selber merkt man sehr schnell, dass es nicht mehr Europa ist und Dinge einfach anders laufen.

Man ist gefühlt nie irgendwo alleine. Überall scheinen Menschen zu sein, selbst an den abgelegensten Orten. Die Verkaufskultur der Marokkaner kann auch ziemlich anstrengend sein. Ein einfaches „Nein, Danke“ reicht oft nicht aus und man wird doch weiter „belästigt“.

Die Landschaft in Marokko ist sehr beeindruckend. Die Vielfalt ist enorm: von Stränden bis hin zu sehr hohen Gebirgsketten (Atlasgebirge) und malerischen Wüstendlandschaften (Sahara) ist alles dabei.


Tipps zum Reisen in Marokko

  • Genug Bargeld dabei haben – Es wird fast nur bar bezahlt.
  • Einkaufen auf den Märkten ist um ein vielfaches günstiger als in den großen Supermärkten.
  • Auf Campingplätzen ist es ruhiger und man kann sich ggf. vom „Kulturschock“ erholen.
  • Lasst euch nichts „aufschwätzen„- besonders in Städten können manche Menschen sehr penetrant sein.

Weitere Beiträge

Unter der Rubrik „Marokko“ findet ihr weitere Beiträge über unsere Reise. Eine kleine Auswahl verlinken wir euch hier:

Den Straßenhunden in Marokko helfen

Straßenhunden in Marokko helfen

Ihr wollt euch in Marokko im Tierschutz engagieren oder einem Straßenhund in Not helfen? In diesem Beitrag stellen wir euch …
Marokko SIM Karte

SIM-Karte in Marokko kaufen – mobiles Internet in Marokko

In Marokko gibt es drei Haupt-Mobilfunkanbieter: Maroc Telecom, Inwi und Orange Maroc. Die Entscheidung hängt davon ab, wie viel Datenvolumen …

< zur Marokko-Übersicht


Greenforce: Der perfekte Reiseproviant – Werbung

Vor unseren Roadtrips decken wir uns am liebsten mit den Produkten von Greenforce ein. Diese sind nämlich auch ohne Kühlung lange haltbar und schnell zubereitet. Also perfekt für unterwegs mit dem Camper.

Ab einem Bestellwert von 19,99 € erhaltet ihr mit unserem Code “LINASREISEN” einen Rabatt von 25 % (außer auf bereits reduzierte Produkte). Hier gelangt ihr zum GREENFORCE Online-Shop*.

Werbung: GREENFORCE*

Verfolge unsere Reisen auf Instagram, um nichts zu verpassen!


*Hinweis: Wir verwenden in unserem Beitrag Affiliate-Links. Das bedeutet, wir bekommen eine kleine Provision, wenn ihr über den Sternchen-Link (*) etwas kauft. Der Preis bleibt für euch natürlich immer derselbe und wir erhalten auch keine Daten oder Namen. Wenn ihr Interesse an den hier vorgestellten Produkten habt und unsere Arbeit unterstützen möchtet, würden wir uns sehr freuen, wenn ihr über unseren Produktlink einkauft.