Elche in Norwegen: Unsere Beobachtungstipps

Norwegen, das Land der atemberaubenden Fjorde, malerischen Landschaften und unberührten Natur, ist auch die Heimat einer faszinierenden Tierart – dem Elch.

Diese beeindruckenden Tiere sind ein Symbol für die norwegische Wildnis und ziehen Naturliebhaber aus der ganzen Welt an. In diesem Blogartikel werden wir einen genaueren Blick auf die Elche in Norwegen werfen, ihre Lebensweise, ihren Lebensraum und die besten Möglichkeiten, sie in freier Wildbahn zu erleben.


Die Welt der norwegischen Elche

Der Elch ist das größte Hirschtier in Europa und ein weit verbreitetes Tier in Norwegen. Bekannt sind Elche für ihre imposante Größe, majestätischen Geweihe und friedliche Natur. Elche sind in den ausgedehnten Wäldern, Sumpfgebieten und offenen Landschaften Norwegens beheimatet.

Rund 200.000 Elche leben in Norwegen und doch gehört es eher zu den seltenen Momenten, indem man einem Elch begegnet. Der „König des Waldes“, wie der Elch auch gerne genannt wird, erreich im Durchschnitt eine Schulterhöhe von 1,90 m und ein beachtliches Gewicht von 500 kg.


Lebensweise und Lebensraum

Elche sind Pflanzenfresser und ernähren sich hauptsächlich von Laub, Rinde, Zweigen und Wasserpflanzen. Sie bevorzugen Gebiete mit reichlich Nahrung und Wasserquellen. Die norwegische Natur bietet ideale Bedingungen für ihre Lebensweise und bieten ihnen ausreichend Nahrung und Schutz vor Raubtieren.

Die Sommermonate sind für Elche besonders wichtig, da sie in dieser Zeit ihr Geweih erneuern. Während des Sommers ernähren sie sich von frischem Grünfutter und legen Reserven für den langen norwegischen Winter an.

Habt ihr gewusst, dass die männlichen Elche jedes Jahr in den Monaten Januar und Februar ihr Geweih abwerfen?

Elche sind übrigens auch erstaunlich gute Schwimmer und können sogar bis zu sechs Metern Tiefe tauchen.


Begegnungen mit Elchen in Norwegen: Unsere Tipps

Ihr möchtet Elche in Norwegen beobachten und fotografieren? Hier haben wir einige nützliche Tipps für euch:

  1. Frühe Morgen- oder späte Abendstunden: Die besten Zeiten, um Elche in Norwegen zu sehen, sind früh am Morgen oder spät am Abend, wenn sie auf Nahrungssuche sind. Unserer Erfahrung nach, kommen die Elche, um diese Zeiten oft auf die Wiesen und Felder in Straßennähe.

  1. Elchsichtung vom Auto aus: Die Wahrscheinlichkeit Elche während dem Autofahren zu entdecken, ist höher als ihnen bei einer Wanderung zu begegnen. Ein Elch-Warnschild ist häufig ein gutes Indiz dafür, dass Elche in dieser Region unterwegs sind. Wenn der Verkehr zur Dämmerung etwas ruhiger geworden ist, seid besonders aufmerksam. Wichtig ist natürlich, dass ihr den Verkehr nicht behindert, wenn ihr einen Elch entdeckt habt. Vielleicht gibt es eine Haltebucht oder einen Feldweg in der Nähe? Am wenigsten gestört fühlen sich die Elche übrigens, wenn ihr sie aus dem Auto aus beobachtet bzw. fotografiert.

  1. Wachsamkeit und Geduld: Seid geduldig und haltet Ausschau nach Bewegungen in den Wäldern. Elche sind vorsichtige Tiere und können sich leicht verstecken.

  1. Fernglas und Kamera: Ein gutes Fernglas* und eine Kamera* mit Teleobjektiv* sind ideal, um Elche aus sicherer Entfernung zu betrachten und festzuhalten, ohne sie zu stören.

  1. Wildtierbeobachtungstouren: Es gibt auch geführte Wildtierbeobachtungstouren. Hier ist die Chance frei lebende Elche in Norwegen zu sehen deutlich höher, da die Guides täglich unterwegs sind und wissen, wo sich die Tiere regelmäßig aufhalten.


Unser Equipment

Die Elche in Norwegen haben wir mit unserer Kamera der Nikon Z50* und mit unserem Objektiv Sigma 150-600mm* fotografiert.

In unserem Amazon-Shop* haben wir euch unsere gesamte Kamera-Ausrüstung verlinkt.

Was natürlich auch nicht fehlen sollte, ist ein Fernglas*. So könnt ihr unterscheiden, ob es sich bei dem braunen Fleck in der Ferne, um einen Elch, oder um einen Baumstumpf handelt.

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Verhalten bei einer Elchbegegnung in Norwegen

Begegnungen mit Elchen können aufregend und beeindruckend sein, erfordern aber auch Vorsicht und Respekt. Hier sind einige Tipps, die ihr beachten solltet, wenn ihr einem Elch in Norwegen begegnet:

  1. Abstand halten: Bewahrt immer einen sicheren Abstand zu Elchen. Wir empfehlen, mindestens 50 Meter von einem Elch wegzubleiben, um diesen nicht zu erschrecken oder ihn in die Enge zu treiben. Wenn eine Elchkuh Jungtiere dabei hat, sollte man 100 Meter oder mehr Abstand halten.

  1. Ruhe bewahren: Wenn ihr einem Elch begegnet, bleibt ruhig und macht keine lauten Geräusche. Vermeidet plötzliche Bewegungen, die den Elch erschrecken könnten.

  1. Nicht bedrängen: Versucht nicht, euch einem Elch zu nähern oder ihn zu füttern. Elche sind wilde Tiere und sollten in ihrer natürlichen Umgebung respektiert werden. Kein Foto ist es wert, einen Elch in Unruhe zu versetzen oder sich selbst in Gefahr zu begeben.

  1. Rückzugsmöglichkeit finden: Wenn der Elch Anzeichen von Unruhe zeigt oder sich euch nähert, sucht einen sicheren Ort auf, an dem ihr euch verstecken können. Elche können aggressiv sein, insbesondere während der Paarungszeit im Herbst.

  1. Keine Jungtiere stören: Besonders im Frühling und Sommer können Elchkühe mit ihren Kälbern aggressiv sein, um ihre Jungen zu schützen. Haltet immer Abstand und zieht euch am besten langsam zurück, um Konfrontationen zu vermeiden.

  1. Autofahrer aufgepasst: Wenn ihr einen Elch auf der Straße seht, reduziert die Geschwindigkeit und haltet ausreichend Abstand. Die Elche haben es manchmal nicht eilig und gehen nur langsam über die Straße. Anders kann es aber sein, wenn ein Elch sich erschreckt hat und über die Straße rennt. Elche können auch unerwartet die Straße überqueren, also seid immer aufmerksam.


Schlussgedanken

Die Begegnung mit einem wilden Elch in Norwegen ist ein unvergessliches Erlebnis. Einen Elch zu sehen ist für uns immer wieder ein unwirklicher Moment, da wir es garnicht glauben können, dass so schöne und große Tiere in unserer Welt unterwegs sind. Wir wünschen euch sehr, diese eindrucksvolle Erfahrung zu machen.

Respektiert dabei bitte immer die Natur und die Tiere und haltet einen sicheren Abstand.

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Bärenbeobachtung in Finnland: Erlebnisse und atemberaubende Fotos

Auf unserer ersten Reise durch Finnland haben wir uns einen Traum erfüllt: Wilde Bären in der freien Natur beobachten.

Schon ein Jahr vor der geplanten Reise durch Finnland ist der Traum einer wilden Bärenbeobachtung entstanden. Bei der Recherche zu unserer langen Skandinavien-Reise sind wir auf die Bärenbeobachtungshütten im Osten von Finnland aufmerksam geworden. Der Gedanke, frei lebende Braunbären im natürlichen Lebensraum zu sehen, hat uns direkt gepackt.


Bären bei Kuusamo

Wir haben uns entschieden, in der Nähe der finnischen Stadt Kuusamo diesen Traum in Erfüllung gehen zu lassen. Die Gegend rund um Kuusamo ist gekennzeichnet durch viel Wald, Moor und Seen – typisch für Finnland.


Anreise nach Kuusamo

Ende Mai 2023 sind wir von unserem Aufenthalt in Schweden über die Grenze nach Finnland gefahren. Unsere erste Anlaufstelle war die favorisierte Bärenbeobachtungshütte, um nach freien Plätzen für unseren Wunschtermin zu fragen. Nach einigen Stunden erhielten wir die Bestätigung vom Betreiber – die Vorfreude war riesig!

Da wir noch einige Kilometer bis Kuusamo vor uns hatten, machten wir uns direkt auf den Weg. Gegen Abend erreichten wir einen kleinen See, etwa 10 km vom Beobachtungspunkt entfernt, und begannen mit den letzten Vorbereitungen: Kamera-Akkus aufladen, Objektive reinigen, Proviant einpacken.


Reiseplanung

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Der Anbieter: Taiga Bear Kuusamo

Wir entschieden uns für den Anbieter Taiga Bear Kuusamo, der eine Beobachtungsstation nur 1,5 km vor der russischen Grenze betreibt. Die Anfahrt erfolgt über eine 10 km lange Schotterstraße, bis man einen kleinen Parkplatz erreicht. Von dort sind es noch 400 Meter zu Fuß bis zur Beobachtungsstation.


Ausstattung der Beobachtungshütten

Die Station besteht aus zwei kleinen Hütten mit insgesamt 14 Plätzen. Neben den Hütten gibt es zwei Trockentoiletten im geschützten Bereich. Wer bis zum nächsten Morgen bleiben möchte, kann in bereitgestellten Betten übernachten.


Wichtige Fakten zur Bärenbeobachtung

  • Preis pro Person: 120 € (mit Übernachtung: 190 €)
  • Beobachtungszeit: 18:00 – 22:00 Uhr
  • Saison: Mai bis September
  • Sichtungsgarantie: 99 % – Falls keine Bären erscheinen, gibt es eine kostenlose zweite Chance
  • Verboten: Parfum, starkes Deodorant und Mückenspray (um die Bären nicht abzuschrecken)
  • Website: www.taigabearkuusamo.fi

Ankunft an der Beobachtungsstation

Nach einer 20-minütigen Fahrt auf der Schotterstraße erreichten wir den Parkplatz. Dort trafen wir den Betreiber Eerik, der uns gemeinsam mit drei finnischen Fotografen durch ein Waldstück zur Beobachtungshütte führte.

Die Lage der Station hat uns direkt begeistert: Am Rand des Waldes gelegen, bietet sie eine perfekte Sicht auf eine offene Lichtung mit kahlen Bäumen. Im Hintergrund ragen die Berge des russischen Nationalparks Paanajärvi auf – eine beeindruckende Kulisse.


Perfekt für Fotografen

Die Hütten sind speziell für Naturfotografen konzipiert:

  • Große Glasscheiben für eine freie Sicht
  • Kleine herausnehmbare Fenster, durch die man die Kamera nach draußen führen kann
  • Ein Tarnvorhang, um ungestört zu fotografieren
  • Bequeme Stühle – offenbar aus einem alten Bus entnommen 😄


Welche Kamera-Ausrüstung braucht man?

Um die Bären hautnah und in guter Qualität festzuhalten, ist ein Objektiv mit hoher Brennweite ideal. Wir hatten unser Sigma 150-600 mm -Objektiv* dabei – perfekt für Wildtieraufnahmen.

Falls du mehr über unsere Kamera-Ausrüstung erfahren möchtest, klicke einfach auf das Bild!


Wann kommen die Bären?

Die Spannung stieg – würden wir heute tatsächlich wilde Braunbären sehen? Eerik informierte uns, dass die Bären sich in diesem Jahr weniger als üblich in der Region bewegten, vermutlich aufgrund des späten Schneefalls.

Während wir warteten, bot sich eine andere spektakuläre Möglichkeit: Seeadler aus nächster Nähe zu beobachten! Schon zu Beginn des Abends konnten wir mehrere majestätische Adler in der Nähe kreisen sehen. Später sind diese extrem nah an unsere Hütte herangekommen.


Die Ankunft der Bären

Nach 1,5 Stunden Warten war es so weit: Lea entdeckte mit dem Fernglas zwei Bärenköpfe in der Ferne. Erst konnten wir es kaum glauben – doch dann sahen wir sie deutlich: Eine Bärenmutter mit ihrem Jungtier.

Wir waren sofort euphorisch und machten dutzende Fotos. Die zwei Braunbären kamen in unsere Richtung gelaufen.

Eerik erzählte uns später, dass diese Bärenmutter letztes Jahr zwei Jungtiere zur Welt brachte, von denen leider nur noch eines übrig war – ein trauriges, aber natürliches Schicksal in der Wildnis.


Warum kommen die Bären zur Hütte?

Vor der Beobachtungshütte befinden sich zwei Holzkästen mit Fisch, die aus lokalen Seen stammen. Der Fisch dient als Anreiz, aber nicht als Fütterung – die Bären können frei entscheiden, ob sie kommen oder nicht.

Zu unserem Glück hat die Bärenmutter den Fisch erschnüffelt und machte sich an die Kästen ran. Auf den Kästen liegen lose Holzdeckel, damit die Seeadler, Möwen und Raben den Fisch nicht schon vor den Bären aufessen.


Perfekte Fotomotive und beeindruckende Seeadler

Jetzt war die kleine Bärenfamilie zum Greifen nah an uns dran. Wir machten unzählige Fotos und Videos. Selbst mit einem gewöhnlichen Handy konnte man nun gute Fotos schießen. Während der ganzen Zeit haben wir die beiden Braunbären in unterschiedlichsten Posen fotografieren können.

Nach 30 Minuten Beobachtung hatten die Bären genug gefressen und verschwanden in den Wald. Wir waren zwar traurig, dass sie gingen, aber gleichzeitig unglaublich glücklich, dieses magische Erlebnis gehabt zu haben.

Während wir die Bären aus nächster Nähe fotografierten, versammelten sich immer mehr Vögel – darunter fünf Seeadler. Diese geduldigen Jäger warteten darauf, dass etwas Fisch übrig blieb.

Besonders beeindruckend: Die Seeadler flogen mit weit aufgespannten Flügeln direkt vor der Hütte entlang – eine seltene Gelegenheit, diese Vögel in ihrer ganzen Pracht zu fotografieren.

Nachdem die beiden Bären weg waren, machten die Seeadler, an die Reste des Fisches ran. Wir haben so auch sehr viele gute Bilder von jüngeren und älteren Seeadlern machen können.

Um 22:00 Uhr war dann auch nicht mehr viel los auf der Fläche vor der Hütte. Ab und zu hat man noch einen Seeadler in der Ferne fliegen sehen. Wir packten unsere Sachen und gingen zusammen mit dem Tourguide zum Parkplatz zurück.

Völlig überwältigt von dem Erlebnis machten wir uns auf den Weg zurück zum Stellplatz und gingen ins Bett. Am nächsten Tag haben 1.700 Bilder und einige Videos zum Auswerten gehabt.


Fazit: Lohnt sich die Bärenbeobachtung in Kuusamo?

Diese Begegnung mit den Braunbären in freier Natur war für uns eines der absoluten Highlights unserer Reise durch Finnland. Die Begegnung mit den Braunbären hat uns nochmal deutlich vor Augen geführt, wie schützenswert Lebensräume von Wildtieren sind.

Warum ist das Erlebnis besonders?

Der Anbieter Taiga Bear Kuusamo legt großen Wert darauf, dass die Braunbären, die vorbeikommen, ihre natürliche Angst vor dem Menschen behalten. Diese Angst vor dem Menschen ist sehr wichtig für die Bären. Bären meiden jegliche Begegnung mit Menschen. Die Möglichkeit, einem Braunbären in der freien Natur zu begegnen, ist höchst unwahrscheinlich.

Es ist wichtig zu erwähnen, dass man nie weiß, ob und wie viele Bären an dem Abend vorbeikommen. Auch wie lange sich Bären vor der Hütte aufhalten, kann man im Vorfeld nicht wissen. An manchen Abenden sind es nur wenige Minuten, an anderen wurden schon bis zu 16 Bären gesichtet!

Die Bären sind frei und entscheiden selber, ob und wie lange sie vorbeischauen wollen. Letztendlich ist es auch das, was die Begegnung so besonders macht.


Weitere Bilder unserer Bärenbeobachtung


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Puffins in Schottland: Entdecke die besten Orte, um Puffins in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten

Puffins sind berühmt für ihr Aussehen, ihre liebenswürdigen Verhaltensweisen und ihre Lebensweise auf den Klippen. In Schottland gibt es mehrere Orte, an denen man diese entzückenden Vögel in freier Wildbahn beobachten und fotografieren kann.

Puffins sind bekannt für ihre auffälligen Schnäbel und ihre bunte Erscheinung. Sie nisten in Kolonien auf steilen Klippen und ernähren sich von Fischen, die sie im Meer fangen.

Die Brutzeit der Puffins ist von April bis August, wobei die besten Beobachtungsmonate Mai und Juni sind. Zu dieser Zeit sind die Vögel besonders aktiv und es bietet sich eine fantastische Gelegenheit, sie beim Füttern ihrer Jungen zu beobachten. Außerhalb der Brutzeit bleiben sie auf dem offenen Meer und sind dann schwerer zu beobachten.

Eine wichtige Bitte vorab: Puffins sind keine Trendvögel, die man einmal in seinem Leben gesehen haben muss und dann von seiner Bucketlist abhaken kann. Sie sind faszinierende, schützenswerte Tiere. Wir teilen unsere Begeisterung für sie, um auf ihren Schutz aufmerksam zu machen – nicht, um Massentourismus zu fördern. Bitte hinterfragt daher eure Motivation. Verhaltet euch vor Ort rücksichtsvoll. Kein Parkplatz? Dann fahrt weiter. Fühlen sich die Vögel von euch gestört? Zieht euch zurück – auch ohne das perfekte Foto.

Hier sind einige der besten Orte, um Puffins in Schottland zu sehen:

Inhaltsverzeichnis

  1. Treshnish Isles
  2. Isle of May
  3. Handa Island
  4. Drumhollistan
  5. Dunnet Head
  6. Orkney Islands
  7. Farne Islands


Unser Equipment

Die Puffin Aufnahmen haben wir mit unserer Nikon Z50* gemacht. Wir verwenden für die Nahaufnahmen das Objektiv Sigma 150-600mm*.

Mit dem Ergebnis der Aufnahmen sind wir mehr als zufrieden.

Was natürlich nicht fehlen durfte, war unser Fernglas*. Da wir so nah an die Papageientaucher herankamen, konnte ich mit dem Fernglas wirklich jedes Detail an ihnen beobachten.

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1. Treshnish Isles – Puffininsel Lunga

Die Treshnish Isles sind eine Inselgruppe vor der Westküste Schottlands und ein großartiger Ort, um Puffins zu sehen. Die Inseln sind bekannt für ihre vielfältige Tierwelt und ihre dramatischen Landschaften. Diese sind jedoch nur mit dem Boot erreichbar.

Eine der bekanntesten Inseln ist Lunga, die eine große Population von Puffins hat. Es ist ein unvergessliches Erlebnis, die Puffins aus nächster Nähe zu beobachten.

Für unseren Besuch haben wir uns Tickets für die Staffa and Treshnish Isles Wildlife Tour bei dem Tourenanbieter Staffa Tours gebucht. In der ca. sechsstündigen Tour waren ein Stopp auf der Insel Staffa und ein Stopp auf Insel Lunga mit inbegriffen.

Staffa ist eine kleine Insel im Westen Schottlands, die für ihre beeindruckenden Basaltsäulen bekannt ist. Die Insel ist auch ein wichtiger Brutplatz für Seevögel, einschließlich Puffins. Puffins haben wir auf Staffa keine gesehen, dafür war die Zeit auf der Insel zu knapp, umso mehr Zeit hatten wir aber auf der Insel Lunga.

Über unsere Tour haben wir einen eigenen Blogbeitrag veröffentlicht:


2. Isle of May – Ein Paradies für Vogelbeobachter

Die Isle of May, eine kleine Insel an der Küste von Fife in Schottland, ist ein wichtiges Schutzgebiet für Seevögel und ein Paradies für Vogelbeobachter. Insbesondere Puffins sind hier heimisch und können hautnah beobachtet werden.

Man kann die Insel von verschiedenen Häfen aus erreichen. Am häufigsten wird die Isle of May von Anstruther, einem malerischen Fischerdorf in der Nähe von St. Andrews, angesteuert.

Von hier aus gibt es eine regelmäßige Fährverbindung zur Insel, die von April bis September täglich verkehrt. Die Überfahrt dauert etwa 45 Minuten und bietet bereits einen ersten Blick auf die reiche Tierwelt der Region.

Es ist ratsam, im Voraus zu buchen, da die Fähren oft Wochen im Voraus ausgebucht sind.

Die Insel beherbergt eine der größten Puffin-Kolonien in Schottland, und Besucher können die Vögel aus nächster Nähe beobachten.

Die Isle of May ist auch ein wichtiger Lebensraum für andere Seevögel wie Tordalken, Dreizehenmöwen und Trottellummen. Zudem ist die Insel ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel wie die Kiebitze, die auf ihrem Weg nach Norden hier Zwischenstation machen.

Papageientaucher auf Lunga
Fliegender Papageientaucher

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3. Handa Island

Handa Island, eine kleine Insel an der Nordwestküste Schottlands, ist ein weiterer Ort, an dem man Puffins beobachten kann.

Die Insel Handa erreicht man mit dem Boot von der kleinen Ortschaft Tarbet aus. Von dort gelangt man mit Handa-Ferry auf die Insel.

Auf den hoch aufragenden Klippen der Insel sollen über zehntausende Seevögel leben. Vor allem Trottellummen, Tordalken und Raubmöwen bekommt man hier zu Gesicht. Mit ein wenig Glück entdeckt man auch den ein oder anderen Papageientaucher. Nachdem wir auf der Insel Lunga eine unvergessliche Begegnung mit dem kleinen Vogel hatten, freuten wir uns sehr, als wir ihm auf Handa Island wieder begegneten.

Allerdings waren während unseres Besuches nicht annähernd so viele Papageitaucher vorzufinden wie auf Lunga und schon gar nicht aus nächster Nähe. Dennoch war der Besuch auf Handa ein absolut empfehlenswertes Erlebnis.

Weitere Informationen über unseren Besuch auf Handa Island findest du hier!


Du interessierst dich für unsere Kamera-Ausrüstung? Hier haben wir dir unser Equipment aufgelistet.

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4. Drumhollistan – Die Puffin Bucht

Drumhollistan ist eine entlegene Halbinsel in Schottland, die wegen ihrer abgelegenen Lage oft übersehen wird. Dennoch ist diese Region ein wahres Juwel für Vogelbeobachter, insbesondere für diejenigen, die sich für die majestätischen Papageitaucher interessieren.

Die Halbinsel liegt in der Nähe von Sandhead, einem kleinen Dorf in der Region Dumfries und Galloway. Nach unserer Recherche kann man von Sandhead aus die Straße entlang der Küste entlangfahren, um die Halbinsel zu erreichen.

Während unserer Schottlandreise wussten wir noch nichts von diesem Ort. Für unsere nächste Reise haben wir diesen Ort auf jeden Fall auf unserer Reiseroute eingeplant.

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5. Dunnet HeadDer nördlichste Punkt des britischen Festlandes

Dunnet Head ist eine Halbinsel an der schottischen Nordostküste und der nördlichste Punkt des britischen Festlandes.

Tordalke, Trottellummen, Eissturmvögel und unser beliebter Papageientaucher brüten hier. An klaren Tagen hat man einen wunderbaren Blick auf das weite Meer. Wer aufmerksam ist, hat vielleicht sogar das Glück einen Orca zu entdecken.

Entlang der Klippen rund um den Leuchtturm konnten wir einige Puffins und viele andere tolle Seevögel beobachten.


6. Orkney Islands

Die Orkney-Inseln im Norden Schottlands sind bekannt für ihre atemberaubende Natur und Tierwelt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um auf die Orkney-Inseln zu gelangen. Eine mögliche Option ist die Fähre von Aberdeen nach Kirkwall, der Hauptstadt der Orkney-Inseln. Es gibt auch Fährverbindungen von anderen Orten in Schottland aus, wie zum Beispiel von Scrabster oder von John O’Groats. Bei letzterem haben wir nach unserem Besuch am Dunnet Head einen Stopp eingelegt.

Wir haben mit dem Gedanken gespielt eine Boots-Tour (Wildlife Cruises) auf die Orkney-Inseln zu buchen, aus zeitlichen Gründen mussten wir uns allerdings dagegen entscheiden.


7. Farne Islands

Die Farne Islands sind eine Gruppe von Inseln an der Küste von Northumberland in England. Diese sind von vielen Orten in Schottland aus mit dem Boot zu erreichen. Die meisten Boots-Touren starten vom Hafenstädtchen Seahouses, das nur etwa 15 Kilometer von der Stadt Alnwick entfernt ist. Die Farne Islands haben eine der größten Populationen von Papageitauchern in Großbritannien.


Fazit

Es ist eine unglaubliche Erfahrung, diese farbenfrohen Vögel in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten und die Schönheit der schottischen Küstenlandschaft zu erleben.

Zusammenfassend gibt es in Schottland viele großartige Orte, an denen man Puffins in freier Wildbahn beobachten und fotografieren kann.

Bitte nehmt Rücksicht auf die Seevögel, haltet euch an Verbotsschilder und folgt den Anweisungen der Ranger. Es ist wichtig, die Vögel oder ihre Nester nicht zu stören, da sie bereits durch den Klimawandel und andere Umweltbedrohungen gefährdet sind.


Video

Um noch einen besseren Eindruck unserer tierischen Begegnung auf Lunga zu bekommen, könnt ihr auch gerne unser YouTube Video über die Insel anschauen:


Plant ihr einen Roadtrip nach Schottland? Dann schaut gerne auf unserem Blogbeitrag vorbei:


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