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Unsere Wanderung auf den Molden
Ausgangspunkt unserer Wanderung ist ein Wanderparkplatz zwischen den Ortschaften Hafslo und Gaupne (Koordinaten auf Google Maps). Der Parkplatz ist am Nachmittag gut besucht, daher empfiehlt es sich am frühen Morgen oder am Abend anzureisen. Wir sind am Abend mit dem Wohnmobil angereist.
Den Parkplatz erreicht man von der Reichsstraße 55 über eine ca. 2,5 Kilometer lange und schmale Straße, die durch den Wald führt.
Die Wanderung startet am Wanderparkplatz. Zunächst geht es durch ein Waldstück. Hier wachsen viele Pilze am Wegesrand und wir begegnen zu unserer Begeisterung einigen Tannenhähern.
Bilder vom Wanderweg:
Waldweg – Es geht hoch hinauf
Wanderweg auf den Molden
Steiniger Abschnitt
Aufstieg auf den Molden
Wanderung auf den Molden
Der Weg ist stetig steil und bereits nach drei Kilometern sind wir über der Baumgrenze. Die Landschaft wird nun felsiger. Insgesamt lässt es sich hier mit festem Schuhwerk gut laufen. Wir kommen an einigen Aussichtspunkten vorbei, jedoch sehen wir nichts außer einer dichten Nebelwand.
Nach 4,7 Kilometern und 600 Höhenmetern haben wir den höchsten Punkt des Molden, gekennzeichnet durch eine Steinpyramide, erreicht. Den Ausblick haben wir uns anders vorgestellt. Denn wir sehen nichts. Es ist immer noch eine dicke Nebelwand vor uns.
Wir beschließen weiter auf dem Plateau entlangzuwandern und zu warten bis der Himmel aufklart. Wir haben es nicht eilig und so warten wir ganze zwei Stunden bis der Blick auf Berge und Fjorde frei wird! Das lange Warten hat sich gelohnt, denn der Ausblick vom Molden auf den Lustra- und Gaupnefjord ist wirklich traumhaft.
Den besten Ausblick hat man nicht am Gipfelturm, sondern etwas weiter hinten auf dem Plateau, in der Nähe des Funkmastes.
Nachdem wir ein paar Fotos gemacht haben, geht es wieder nach unten. Inzwischen ist hier auch mehr los, wir begegnen vielen Wanderern, die nun auf den Molden hinaufsteigen.
Wir sind froh, dass wir den Aufstieg im Nebel gemacht haben und nicht in der prallen Sonne.
Alles in allem eine wirklich wunderschöne Wanderung in Fjordnorwegen! Wir hatten Glück, dass der Himmel noch aufgeklart ist. Vor eurer Wanderung empfehlen wir euch, den Wetterbericht genau im Auge zu behalten.
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In der norwegischen Gemeinde Averøy befinden sich die Berge Gulltanna (591 m.ü.M.) und Meekknoken (751 m.ü.M.). Vom Gipfel der beiden Berge hat man einen atemberaubenden Weitblick auf den Ozean, die Atlantikstraße, Berge und Fjorde!
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Unsere Wanderung auf die Berge Gulltanna & Meekknoken
Ausgangspunkt der Wanderung ist ein kleiner Wanderparkplatz in einem Waldstück nahe der Ortschaft Kornstad(Koordinaten auf Google Maps).
Der Parkplatz ist von den Ortschaften Kornstad und Folland aus zu erreichen. Die Straße, die von den beiden Ortschaften zum Parkplatz führt, ist sehr schmal und holprig. Wir mussten einigen Schlaglöchern ausweichen und hatten zum Glück keinen Gegenverkehr.
Mit Wohnwagen ist diese Straße nicht befahrbar. Von Folland aus ist die Strecke zum Parkplatz etwas länger (ca. 4 km), dafür aber weniger steil.
Wir sind über Kornstand zurückgefahren und es ging ziemlich steil hinunter. Eine Anfahrt über Kornstadt wäre mit unserem Camper eine ziemliche Herausforderung gewesen.
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Am Vormittag hat außer uns nur ein weiteres Auto auf dem Parkplatz geparkt. Gegen Nachmittag, als die Norweger Feierabend hatten, war allerdings ein bisschen mehr los. Die Wanderung auf den Gulltanna scheint für die Norweger ein beliebter After-Work-Spaziergang zu sein.
Die Wanderung beginnt ca. 250 Meter neben dem Parkplatz. Hier befindet sich auch das erste Wanderschild (Koordinaten auf Google Maps).
Zunächst geht es ein kleines Stück durch den Wald. Der Wanderweg wird recht schnell steil und führt nach ca. zwei Kilometern und 400 Höhenmetern auf den Gipfel des Gulltanna.
Von hier können wir auf die Antlantikstraße blicken. Auf dem Gulltanna tragen wir uns in das Tourbook ein und weiter geht die Wanderung. Wir überqueren den Gulltanna und halten uns rechts, nun geht es ein kleines Stück hinab.
Gulltanna
Der Wanderweg führt uns ca. drei Kilometerlang vorbei an feuchten Wiesen bis es auf den Meekknoken hinauf geht. Unterwegs kommen wir an einem schönen See vorbei und begegnen einem Schwarm Goldregenpfeifern. Zwei Kilometer und ca. 280 Höhenmeter geht es nochmal hinauf, dann haben wir den Gipfel des Meekknoken erreicht.
Wanderung auf den MeekknokenAusblick vom Meekknoken
Von oben haben wir einen tollen Ausblick auf Ozean und Fjorde!
Danach geht es die 7,5 Kilometer wieder zurück.
Wanderweg
Die Wanderung war anspruchsvoll, aber zu schaffen. Für den Ausblick hat sich die Anstrengung definitiv gelohnt!
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Insgesamt war auf den Wanderwegen nicht viel los. Die Wanderung scheint eher unter Einheimischen bekannt zu sein.
Die Grayl Trinkflasche* ist eine innovative Trinkflasche, mit der wir unterwegs gefahrlos Wasser aus Flüssen, Seen oder Bächen filtern und trinken können. Die Filterflasche begleitet uns inzwischen auf all unseren Wanderungen.
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Der Femundsmarka Nationalpark befindet sich in den norwegischen Provinzen Innlandet und Trøndelag und grenzt an das benachbarte Schweden an. Der Park ist geprägt von seiner nahezu unberührten Wald- und Bergregion, von seinen Flüssen und von seinen vielen Seen.
Der Nationalpark hat zwei Besucherzentren(Koordinaten auf Google Maps), einer der beiden befindet sich in Elgå. Hier wurde uns die Wanderung über den Djupsjøberget und Båthusberget als eine der schönsten Wanderungen in der Region empfohlen.
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Startpunkt der Wanderung
Der Wanderparkplatz(Koordinaten auf Google Maps) liegt ca. 6 Kilometer von Elgå entfernt, in der Nähe des Sees Djupsjøen. Ein paar Meter weiter gibt es einen zweiten Parkplatz(Koordinaten auf Google Maps) direkt am Straßenrand, doch dieser war bereits belegt.
Da die Parkmöglichkeiten begrenzt sind, empfiehlt es sich, frühzeitig anzureisen.
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Aufstieg zum Djupsjøberget
Falls du – wie wir – auf dem alternativen Parkplatz parkst, beginnt die Tour mit einem kurzen Spaziergang entlang der Straße (ca. 300 m). Am eigentlichen Startpunkt weist ein Wanderschild den Weg zum Djupsjøen.
Nach einem Kilometer durch ein kleines Waldstück erreichst du den See Bathussjøen, wo der eigentliche Rundweg beginnt. Wir entschieden uns, die Wanderung gegen den Uhrzeigersinn zu gehen – so konnten wir den steilsten Abschnitt direkt zu Beginn meistern.
Zunächst folgt der Pfad einem sanften Anstieg, bevor es steiler wird. Alte, knorrige Kiefern säumen den Weg, während sich die Aussicht zunehmend öffnet. Nach ca. drei Kilometern und 320 Höhenmetern stehst du auf dem höchsten Punkt der Wanderung: dem Djupsjøberget.
Von hier oben hast du einen fantastischen Ausblick auf die Seen, Wälder und Berge des Femundsmarka Nationalparks!
Über den Båthusberget zurück ins Tal
Der Weg bleibt nun für etwa 1,5 Kilometer auf einer Höhe und führt dich weiter zum Båthusberget. Danach beginnt der Abstieg, der zwar nicht allzu steil ist, aber einige felsige Passagen enthält.
Nach etwa 2,5 Kilometern erreichst du das Ende des Abstiegs. Der letzte Abschnitt der Wanderung führt dich durch eine moorige Landschaft, bevor du den Startpunkt des Rundwegs wieder erreichst und zur Straße zurückkehrst.
Rentiere und samische Kultur
Der Femundsmarka Nationalpark und der benachbarte Gutulia-Nationalpark gehören zum südlichsten Rentierzuchtgebiet der Samen. Bereits seit dem 17. Jahrhundert weiden hier Rentiere in freier Wildbahn.
Während unserer Tour entdeckten wir einige Rentiere am Straßenrand – ein faszinierender Anblick!
Fazit: Lohnt sich die Wanderung?
Definitiv! Die Rundwanderung über den Djupsjøberget und Båthusberget bietet alles, was das Wanderherz begehrt: abwechslungsreiche Landschaften und beeindruckende Aussichtspunkte. Wer in der Femundsmarka unterwegs ist, sollte sich diese Tour nicht entgehen lassen.
👉 Unsere komplette Wanderung findest du auf komoot.de!
Weitere Beiträge
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Die Region Valdres liegt im Herzen Südnorwegens und grenzt an den berühmten Jotunheimen Nationalpark. Die Landschaft ist geprägt von sanften Hügeln und unzähligen Seen.
Diese Wanderung haben wir zufällig in der Nähe unseres Stellplatzes entdeckt – und sie hat sich als eine der schönsten Touren unserer Norwegenreise entpuppt!
Der Wanderweg ist auf Google Maps grün markiert. Weiter unten findest du den Link zu unserer Tour auf komoot.de.
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Unsere Rundwanderungüber den Båtskaret
Startpunkt der Rundwanderung
Unser Ausgangspunkt ist ein kleiner Parkplatz bei Båtskaret, etwa 7 Kilometer von Beitostølen entfernt.
Am Parkplatz hing sogar ein kleines Plakat mit der Wanderroute – eine hilfreiche Orientierungshilfe.
Die Wanderung beginnt mit einem kurzen, aber steilen Anstieg von etwa 100 Metern, während wir zwischen den Hütten hindurchlaufen. Oben angekommen teilt sich der Weg:
🔹 Geradeaus geht es in Richtung Gravolskampen (unser gewählter Weg). 🔹 Nach rechts führt der Pfad, über den wir später zurückkommen.
Der Wanderweg ist mit roten Punkten auf den Felsen markiert – so ist die Orientierung einfach.
Durch die Moorlandschaft zum Gravolskampen
Zunächst führt der Weg durch ein sumpfiges Gebiet mit kleinen Seen, umgeben von einem Meer aus Wollgras, das in der Sonne leuchtet und die Landschaft beinahe magisch wirken lässt.
🌿 Tipp: Einige Abschnitte sind schlammig – gute Wanderschuhe sind empfehlenswert!
Nach ca. 4 Kilometern erreichen wir den Gipfel des Gravolskampen. Von hier oben eröffnet sich ein atemberaubender Blick auf den Vinstre-See, dessen türkisblaues Wasser sich weit ins Tal erstreckt.
Abstieg zum Vinstre-See & Olevatnet
Vom Gravolskampen führt der Weg etwa 200 Höhenmeter bergab, bis wir kurz vor dem Ufer des Vinstre-Sees ankommen.
Nach 6 Kilometern biegen wir nach rechts in Richtung Olevatnet ab. Der Pfad verläuft nun für 4 Kilometer durch eine wunderschöne Landschaft mit weiteren Seen und einem kleinen Waldstück.
Angekommen am Fuße des Grønekinnkampen geht es nun wieder bergauf – ein letzter Anstieg, bevor wir den Rückweg antreten.
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Rückweg mit Blick auf den Jotunheimen Nationalpark
Wer mag, kann einen Abstecher auf den Gipfel des Grønekinnkampen machen – wir entschieden uns jedoch, weiterzulaufen.
Der Weg verläuft jetzt auf einer Höhe parallel zur Hauptstraße, aber mit einer spektakulären Aussicht auf die schneebedeckten Gipfel des Jotunheimen Nationalparks.
Schließlich erreichen wir die anfangs erwähnte Weggabelung und folgen dem bekannten Pfad zurück zum Parkplatz.
Fazit: Lohnt sich die Tour?
Ja, absolut! Diese Rundwanderung kombiniert abwechslungsreiche Landschaften, fantastische Ausblicke und ruhige Naturwege. Besonders beeindruckend fanden wir den Blick auf den Vinstre-See und das Wollgras in den Moorlandschaften.
Unsere Tour findest du auch auf komoot.de!
Ausblick vom Stellplatz auf das Jotunheimen Gebirge
Weitere Beiträge
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Im Mai & Juni 2022 sind wir drei Wochen mit dem Camper durch Schottland gereist. In diesem Beitrag berichten wir dir von unseren Erfahrungen und zeigen dir die schönsten Orte, die wir während unseres Roadtrips durch Schottland besucht haben. Viel Spaß beim Durchstörbern.
Zur besseren Übersicht haben wir für euch ein Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken erstellt:
Wir haben uns für unsere Anreise nach Großbritannien für eine Zugfahrt durch den Eurotunnel entschieden.
Der Eurotunnel ist ein ca. 50 km langer Eisenbahntunnel zwischen Calais (Frankreich) und Folkestone (England). Er ist die schnellste Verbindung vom europäischen Festland nach England. Die Überfahrt mit dem Zug dauert ca. 35 Minuten.
Die Fahrt durch den Unterwassertunnel ist zwar etwas teurer als eine Fährenverbindung, aber eine gute Alternative falls man zur Seekrankheit neigt.
Das Ticket haben wir bereits im Vorfeld online gebucht.
Eine Onlinebuchung für den Eurotunnel könnt ihr entweder über die Homepage LeShuttle oder über die DirectFerries* vornehmen.
Vor Ort am Eurotunnel war alles gut organisiert. Als wir eingecheckt haben, erhielten wir die Möglichkeit ohne Aufpreis einen früheren Zug zu nehmen, das kam uns natürlich gelegen. Dann sind wir der Beschilderung gefolgt, sind durch die Grenzkontrollen gefahren und haben anschließend noch ein paar Minuten gewartet, bis wir mit unserem Camper in den Zug gelotst wurden. An den Grenzkontrollen verlief alles ganz reibungslos, wir mussten unsere Reisepässe vorzeigen (die Einreise ist nur mit Reisepass möglich) und dann wurde noch überprüft, ob unsere Gasflasche richtig verschlossen ist.
Während der Zugfahrt bleibt man im Fahrzeug. Im Zug sind öffentliche Toiletten vorhanden. Alles in Einem war es eine unkomplizierte und schnelle Überfahrt nach England und am Ende unseres Urlaubes auch wieder zurück nach Frankreich.
Anreise per Fähre
Alternativ ist natürlich auch eine Anreise per Fähre möglich.
Die Fähre ist deutlich günstiger als der Eurotunnel aber dafür auch länger und „unentspannter“.
Die kürzeste Fährverbindung zwischen Frankreich und England liegt zwischen Calais und Dover. Die Fähre benötigt durchschnittlich zwischen 1,5 bis 2 Stunden für die Überfahrt.
Insgesamt gibt es drei Reedereien die, diese Fährverbindung anbieten. Wir empfehlen euch deshalb einen Preisvergleich über die Website von DirectFerries*. Hier könnt ihr einfach eure Daten eingeben und es wird automatisch nach der bestmöglichen Fährverbindung für euch gesucht.
Elektronische Reisegenehmigung (ETA) für Schottland
Seit 8. Januar 2025 müssen alle nicht-britischen und nicht-irischen Staatsangehörigen, auch wenn keine Visumspflicht besteht, vor der Einreise nach Großbritannien (einschließlich Schottland) eine ETA – Electronic Travel Authorisation beantragen. Für EU-Bürger (außer Irland) wird diese Pflicht ab dem 2. April 2025 wirksam. Die ETA wird online über die offizielle UK-Website beantragt, kostet derzeit £16 und gilt für zwei Jahre oder bis zum Ablauf eures Reisepasses. Weitere Informationen hierzu findet ihr auf: www.visitscotland.com
Reiseplanung
Du planst deinen nächsten Trip? Dann benutze gerne unsere Links. Mit jeder Buchung über die untenstehenden Links erhalten wir eine kleine Provision und ihr helft uns somit aktiv diesen Blog weiter auszubauen – es entstehen euch keine Extrakosten! Vielen Dank!
In England angekommen war der Übergang in den Linksverkehr garnicht so kompliziert. Wir sind einfach den Autos vor uns gefolgt. Man gewöhnt sich recht schnell daran. Da wir mit unserem Camper immer gemütlich unterwegs sind, sind wir die meiste Zeit auf der linken Spur unterwegs gewesen. Überholt wird von rechts.
Gewöhnungsbedürftig fanden wir allerdings die britischen Kreiselsysteme. Auf den Autobahnen gibt es sehr viele große Kreisel, hier muss man schauen, dass man sich auf der richtigen Spur einordnet. In den Ortschaften gab es oft anstelle von Kreuzungen kleine Kreisel, deren System wir um ehrlich zu sein, bis heute nicht ganz verstanden haben. Vorsichtig und aufmerksam fahren, sollte man ja sowieso immer. Nicht vergessen: In den Kreisel fährt man linksherum rein.
Am ersten Tag haben wir in England viel Strecke zurückgelegt. Wir sind in einem Zug bis zum Campingplatz Riverside Gardens in Retford gefahren (Park4Night) und hatten Glück, dass wir am Abend den Campingplatzbetreiber noch erreichen konnten und auf den Stellplatz gelassen wurden.
Wir empfehlen euch im Vorfeld einen Stellplatz für einen Zwischenstopp herauszusuchen, da das Angebot nahe der Autobahn nicht besonders groß ist.
Single Track Roads
Am nächsten Morgen ging es früh los, denn unser Ziel war es schnellstmöglich Schottland zu erreichen. Zum Vorteil für uns war hier, dass in den United Kingdom die Zeit eine Stunde zurückgeht.
In Schottland angekommen machten wir zum ersten mal Begegnung mit den schmalen Straßen und den Single Track Roads. Eine Single Track Road ist eine Straße, die nur für ein einziges Fahrzeug breit genug ist. Das heißt, dass bei Gegenverkehr ein Fahrzeug in eine Ausweichbucht ausweichen musst. Hier ist es wichtig vorausschauend zu fahren und am besten bei Zeit mit dem Gegenverkehr zu kommunizieren. Wir haben z.B. durch Lichthupe dem Gegenverkehr zu verstehen gegeben, dass wir in die Ausweichbucht fahren und der andere passieren kann. Das hat auch immer gut geklappt.
Wenn wir gemerkt haben, dass Einheimische hinter uns unterwegs waren und wir die Möglichkeit dazu hatten, diese vorbeizulassen, sind wir kurz zur Seite gefahren. Die Einheimischen kennen ihre Straßen und sind doch wesentlich schneller unterwegs. Es wurde immer sehr dankbar aufgenommen, wenn wir diesen die Möglichkeit zum Passieren einräumten. Auch wir hatten mehr davon, wenn vor uns jemand unterwegs ist, der die Straßen und eventuelle Hindernisse kennt.
Unser Spartipp:
Denkt daran, dass Schottland mit dem Pfund seine eigene Währung hat.
Mit der richtigen Kreditkarte müsst ihr keine Abhebegebühr (seitens Kreditkartenaussteller) und keineFremdwährungsgebühren zahlen. So lässt sich viel Geld auf Reisen sparen. In Ländern mit anderer Währung erheben die meisten Banken eine sogenannte Fremdwährungsgebühr. Diese wird auf Transaktionen erhoben, die mit einer Fremdwährung getätigt werden.
Beispiel: Ihr bezahlt umgerechnet 1.000 Euro in fremder Währung mit der Kreditkarte eurer Hausbank. Hierauf fallen i.d.R. 2% Fremdwährungsgebühr an. Das macht 20 Euro an Zusatzkosten.
Werbung / Unser Spartipp
Auf unseren Reisen benutzen wir die Mastercard Gold* von der TFBank. Diese Kreditkarte ist komplett kostenlos und erhebt kein Entgelt für Auslandseinsätze. Dadurch haben wir auf unseren Reisen schon eine Menge Geld gespart.
Die Beantragung der Kreditkarte erfolgt in wenigen Schritten und dauert nur zwei Minuten. Weitere Informationen findet ihr auf der offiziellenWebseite*.
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Willkommen in Schottland
Am dritten Tag unserer Reise sind wir in Schottland angekommen. Für die erste Nacht machten wir Halt am Loch Lemond. Hier fanden wir einen kostenlosen Stellplatz. Diesen erreichten wir am Nachmittag . Der Loch-Lomond-and-the-Trossachs-Nationalpark ist mit Sicherheit eine wunderbare Gegend, in welcher es viel zu entdecken gibt, allerdings waren wir von der Fahrt sehr geschafft und es regnete. Wir machten somit nur einen kleinen Spaziergang am See und ruhten uns ein wenig aus. Für den nächsten Tag war nämlich einiges geplant.
Kilchurn Castle
Unser erstes Ziel war die Ruine Kilchurn Castle. Vom Loch Lomond war es ungefähr eine Stunde Fahrt mit dem Camper.
Vor der Ruine auf der Halbinsel gibt es einen Parkplatz. Von hier aus kann man bis kurz vor die Burgruine wandern.
Den berühmten Ausblick auf die Ruine bekommt man allerdings von der südlichen Seite zu sehen. Entlang der A819 auf der Höhe der Burg sind am Straßenrand einige wenige Parkplätze. Von hier folgt man einem kleinen Wanderweg (ca. 200 Meter) und gelangt an das Ufer, von wo man den wunderschönen Blick auf Kilchurn Castle hat.
Wir empfehlen unbedingt wasserfestes Schuhwerk, da der Boden dort sehr matschig ist. Lasst euch von ein bisschen Regen nicht abschrecken, denn oft scheint nach fünf Minuten wieder die Sonne.
Früh da sein lohnt sich, wir hatten den Ausblick auf Kilchurn Castle ganz für uns allein.
Castle Stalker
Auf zur nächsten Burgruine. Nach einer weiteren Stunde Fahrt machten wir Halt amCafé Castle Stalker View. Dort stärkten wir uns mit einem leckeren Stück Kuchen und einem warmen Getränk und warfen einen Blick auf die Burgruine Castle Stalker. Vom Aussichtspunkt führt ein schmaler und matschiger Weg nach unten an den See. Von dort konnten wir nochmal einen näheren Blick auf die Ruine werfen.
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Glenfinnan Viaduct
Nachdem wir die zwei Burgruinen besucht haben, war es immer noch früh am Tag. Wir beschlossen daher, uns auf die Spuren von Harry Potter zu begeben. Also machten wir uns auf den Weg um den Hogwarts Express über das Glenfinnan Viaduct fahren zu sehen. Der Hogwarts Express heißt eigentlich Jacobite Steam Train und fährt um diese Jahreszeit (Juni) zwei Mal täglich zwischen Fort William und Malaig hin und her.
In vielen Reiseberichten heißt es, dass man eine gute Stunde bevor der Zug die Brücke überquert den Besucherparkplatz aufsuchen sollte, da dieser nicht sonderlich groß ist. Wir mussten jedoch feststellen, dass eine Stunde vorher gerade mit dem Wohnmobil zu knapp ist!
Es gibt einen PKW Parkplatz und eine Parkfläche für Wohnmobile. Diese war bereits voll, als wir am Parkplatz ankamen. In der Umgebung gibt es auch kaum Ausweichmöglichkeiten.
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Von Montag bis Freitag überquert der Zug einmal gegen 10:55 Uhr und 15:00 Uhr das Viaduct (Stand Juni 2022).
Unter der Woche und am Wochenende gibt es verschiedene Abfahrtzeiten. Bitte beachtet bei eurer Recherche, dass die Angaben auf einigen Reiseblogs nicht mehr aktuell sein könnten. So dachten wir z.B. das der andere Zug kurz nach drei nochmal über das Viaduct fährt. Das wäre allerdings nur am Wochenende der Fall gewesen.
Am besten informiert ihr euch auf der Homepage der Bahn über die genauen Abfahrtzeiten.
Vom offiziellen Aussichtspunkt sieht man den Zug nachmittags nur von hinten. Man kann sich jedoch auch auf die andere Seite des Viaduktes stellen.
Vom Parkplatz aus waren es ca. 10 Minuten Fußweg zum Aussichtspunkt. Bitte denkt an festes Schuhwerk und wasserfeste Kleidung. Während unseres Aufenthaltes hat das Wetter alle fünf Minuten umgeschlagen.
Damit du auch nichts auf deinem Campingurlaub vergisst, haben wir einen Beitrag über unsere Packliste veröffentlicht:
Wildlife Tour auf Insel Lunga – Die Puffininsel
Kennt ihr diese Tage, die einem für immer in Erinnerung bleiben werden? Genau so einen Tag durften wir während unserer Schottlandreise erleben. Es war der zweite Tag nach unserer Ankunft in Schottland und es war einfach alles perfekt. Wir erkundeten an diesem Tag atemberaubende Küstenlandschaften, aber das absolute Highlight waren unsere tierischen Begegnungen.
Schon vor unserer Schottlandreise machten wir uns Gedanken darüber, welche Tiere wir gerne in freier Wildbahn erleben wollten. Puffins, auf deutsch der Papageientaucher, aber auch Delfine standen hier ganz oben auf unserer Liste. Und so kam es, dass wir während unseres ersten Tages in Schottland kurzfristig beschlossen, an der organisierten Staffa and Treshnish Isles Wildlife Tour von dem Tourenanbieter Staffa Tours teilzunehmen und uns hierfür zwei Tickets buchten.
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In der ca. sechsstündigen Tour waren ein Stopp auf der Insel Staffa und ein Stopp auf Insel Lunga mit inbegriffen. Die Bootsfahrt an sich war bereits ein absolutes Ereignis, denn bereits nach 10 Minuten sind mehrere große Tümmler mit unserem Boot mitgeschwommen. Die Delfine spielten mit der Strömung, die das Boot erzeugte. Da wir uns während der Fahrt auf dem offenen Deck aufhielten, kamen wir den Tümmlern sehr nahe. Ein vielversprechender Beginn einer wunderbaren Tour.
Wir hatten natürlich viel Glück so vielen Tieren begegnet zu sein, eine Garantie gibt es dafür nämlich nicht. Auch das Wetter hat mitgespielt und ermöglichte uns, auf den beiden Inseln Halt zu machen. Am besten informiert ihr euch im Vorfeld eurer geplanten Tour ausreichend auf der Webseite des Tourenanbieters. Seit Mitte Juli 2022 wurden die Inselbesuche auf den Treshnish-Isles wegen der Gefahr der Vogelgrippe für den Rest der Saison ausgesetzt. Papageientaucher lassen sich daher nur noch vom Boot aus beobachten. Laut Anbieter findet die Anlandung auf der Insel Staffa weiterhin statt.
Für die Tour haben wir umgerechnet ca. 80 € pro Person bezahlt (Stand Juni 2022).
Unser Ausgangspunkt – Kilchoan
Staffa Tours startet seine Touren üblicherweise in Tobermory auf der Insel Mull und inKilchoan ist ebenfalls ein Zustieg möglich. Da wir mit unserem Camper nicht auf die Insel Mull übersetzen wollten, beschlossen wir von Kilchoan aus die Tour zu beginnen. Diese startete am Mingary Pier, wo kostenlose Parkplätze zur Verfügung stehen. Die Parkplätze sind jedoch stark begrenzt, daher sollte man bei Zeit dort sein.
Die Nacht verbrachten wir auf einem kostenpflichtigen Stellplatz in Kilchoan. Der Stellplatz lag direkt am Meer und wir hatten eine unglaubliche Aussicht. Wir waren umgeben von Schafen und vielen Kaninchen.
Kilchoan ist ein kleines Dorf auf der schottischen Halbinsel Ardnamurchan. Laut unserer Recherche beläuft sich die Zahl der Einwohner auf ca. 150. Als wir am ersten Tag unserer Schottlandreise die Tour buchten, war uns jedoch nicht bewusst wie viel Mühe und Zeit die Fahrt nach Kilchoan beanspruchen würde.
Wir waren an diesem Tag bereits mehrere Stunden mit dem Camper unterwegs gewesen, hatten zwei Burgen und das Glenfinnan Viaduct besichtigt. Laut Google Maps sollte die Fahrt bis Kilchoan ca. 1:40 h beanspruchen. Weit verfehlt, denn die Hälfte der Strecke bestand aus einer Single Track Road. Und die hatte es echt in sich. Eine Kurve nach der anderen, ein Hügel nach dem anderen und eine Straße, die schon etwas in die Jahre gekommen zu sein schien.
Für uns als „Schottlandneulinge“ eine ziemlich nervenaufreibende Sache. Da wir wegen der vielen Kurven und Hügel immer nur maximal bis zur nächsten Ausweichbucht sehen konnten, wenn überhaupt, kamen wir nur im Schneckentempo voran. Zum Glück hatten wir nicht viel Gegenverkehr
Im Nachhinein sind wir aber wirklich froh diese Anstrengung auf uns genommen zu haben, denn Kilchoan ist ein wirklich schöner Ort und für die Wildlife Tour hat es sich ohnehin schon gelohnt!
Insel Staffa
Nachdem beeindruckenden Start der Tour war das nächste Ziel die Insel Staffa. Staffa ist eine Felseninsel, die zu den inneren Hebriden gehört. Sie ist bekannt als die „Insel der Säulen“ und besonders beliebt wegen ihrer Meereshöhle, der Fingal’s Cave.
Während des einstündigen Aufenthaltes auf Staffa hat man die Möglichkeit die Fingal’s Cave zu bestaunen und die Insel zu begehen. Die Stunde verging recht schnell. Da ich mich ein wenig von meiner Seekrankheit erholen musste, reichte die Zeit nicht mehr um die Höhle zu besichtigen. Auch ohne Besuch der Höhle hat uns die Insel landschaftlich sehr gut gefallen.
Insel Lunga– Puffinspot
Nachdem Stopp auf der Insel Staffa ging es nach einer kurzen Bootsfahrt auf die Insel Lunga. Insgesamt zwei Stunden verbrachten wir auf Lunga. Einer der schönsten Tierbegegnungen unseres Lebens hat uns hier erwartet.
Die Insel Lunga ist ein besonderes Schutzgebiet für die Brutkolonien von Seevögeln, darunter Papageientaucher, Dreizehenmöwen, Sturmtaucher, Trottellummen und Tordalken.
Um ehrlich zu sein haben wir uns landschaftlich nicht besonders viel von Lunga angesehen. Wir kamen nicht sehr weit auf der Insel voran, denn wir waren so überwältigt von den vielen hunderten Papageientauchern, die bereits relativ am Anfang der Insel ihre Bruthöhlen bewohnten.
Als wir in die Nähe der Bruthöhlen kamen, sahen wir ziemlich schnell den ersten Papageientaucher. Wir waren überwältigt von der Schönheit dieses Tieres. Es kam aus seiner Hölle heraus, schaute uns an und lief langsam in unsere Richtung. Der Puffin war nur wenige Meter von uns entfernt!
Es dauerte nicht lang und und unser Besuch machte bei den Puffins die Runde. Nach und nach kamen immer mehr Papageientaucher aus ihren Bruthöhlen heraus. Wir waren sprachlos wie viele Papageientaucher sich auf einmal vor uns befanden.
Nur wenige Meter sind wir gelaufen, den wir hielten uns die ganzen zwei Stunden der Aufenthaltszeit in der Nähe der Bruthöhlen auf und beobachteten die bunten Meeresvögel bei ihren Aktivitäten. Inzwischen waren Hunderte der bunten Vögel auf kleinster Fläche zu beobachten. Sie hatten keinerlei Scheu vor dem Menschen.
Es macht unglaublich viel Spaß diese Tiere zu beobachten, wie durch das satte Grün der Wiese watschelten und miteinander agierten. Ab und an kam eine große Raubmöwe (Skua) angeflogen und die Papageientaucher sind wie auf Knopfdruck gemeinsam in Sicherheit geflogen. Wenige Sekunden danach beruhigte sich die Lage und sie landeten wieder über ihre Höhlen.
Neben den vielen Puffins tummelten sich auch einige Tordalken aus der gleichen Tierfamilie dazwischen. Unter anderem waren auch einige Eissturmvögel und Kormorane zu sehen.
Mit dem Ergebnis der Aufnahmen sind wir mehr als zufrieden.
Was natürlich nicht fehlen durfte war unser Fernglas*. Da wir so nah an die Papageientaucher herankamen, konnte ich mit dem Fernglas wirklich jedes Detail an ihnen beobachten.
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Video
Um noch einen besseren Eindruck unserer tierischen Begegnung auf Lunga zu bekommen, könnt ihr auch gerne unser YouTube Video über die Insel anschauen:
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Isle of Skye
Während unseres Roadtrips durch Schottland verbrachten wir einige Tage auf der Isle of Skye. Skye ist eine Insel vor der schottischen Westküste. Sie ist ca. 80 Kilometer lang und 40 Kilometer breit. Die Insel ist geprägt von einer atemberaubenden Landschaft.
Damit ihr euch in diesem Abschnitt besser zu Recht findet, fügen wir euch ein kurzes Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken über die Isle of Skye ein:
Unser letzter Zwischenstopp vor der Isle of Skye war das kleine Dorf Kilchoan, von hier aus unternahmen wir die unglaubliche Staffa Wildlife Tour. Da wir Schottland im Uhrzeigersinn durchqueren wollten, war es für uns am sinnvollsten nach Mallaig zu fahren und von dort die Fähre auf die Insel Skye zu nehmen. Über die Skye Bridge sollte es dann zurück auf das schottische Festland gehen.
In Mallaig angekommen stellten wir leider fest, dass die Fähren für diesen Tag bereits komplett ausgebucht waren. Da es bis zur Skye Bridge ein Umweg von ca. vier Stunden Fahrt gewesen wäre, beschlossen wir die Nacht vor Ort zu verbringen und buchten uns direkt die erste Fährenfahrt für den nächsten Tag.
Die Nacht vor Ort zu verbringen war allerdings eine sehr kostspielige Angelegenheit. Denn das Halten über Nacht ist in Maillag und der Umgebung nicht gestattet bzw. nicht erwünscht. Ca. 10 Minuten entfernt von Mallaig befinden sich einige Campingplätze. Wir haben für unseren Stellplatz 35 Pfund (ca. 40 €) gezahlt, da wir auch nicht auf die Serviceleistungen angewiesen waren, war dieser Platz für uns definitiv zu teuer! Der Platz hatte immerhin eine schöne Lage direkt am Meer.
Die Überfahrt mit der Fähre hat uns ca. 11 Pfund gekostet und dauerte eine Dreiviertelstunde. Auf der Fähre kann man entweder im Auto sitzen bleiben, vom Deck auf die See schauen oder in einem Wartebereich verweilen. Wir entschieden uns für letzteres, da meine Seekrankheit dort am besten auszuhalten war.
Tipp: Unbedingt die Fähre im Voraus buchen und überprüfen, ob die Fähre aktuell überhaupt fährt! Die Webseite des Fährenanbieters findest du hier!
Mit dabei haben wir immer unsere INSTAX Mini 12*, um die besondersten Reisemomente einzufangen.
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Fairy Pools
Die Fairy Pools sind ein wirklich magischer Ort! Als Fairy Pools bezeichnet werden die vielen kleinen Wasserbecken, welche durch einen Bach und schöne Wasserfälle miteinander verbunden sind.
Direkt gegenüber des Beginns der Wanderung gibt es einen kostenpflichtigen Parkplatz. Die Gebühr für ein Wohnmobil beträgt 8 Pfund (Stand Juni 2022), Übernachten ist hier verboten.
Glücklicherweise haben wir über die App park4night einen kostenlosen Waldparkplatz entdeckt, auf dem es auch gestattet ist die Nacht zu verbringen. Der Waldparkplatz ist ca. 600 Meter vom Hauptparkplatz entfernt. Wir hatten Glück und haben noch ein freies Plätzchen ergattern können. Die Fairy Pools sind ein beliebtes Ziel, dementsprechend ist hier auch einiges los.
Vom Parkplatz aus ging es für uns erstmal einen Hang hinunter bis wir den eigentlichen Startpunkt der Wanderung erreichten. Am Beginn des Pfades angekommen folgten wir dem Weg für zwei Kilometer. Hier kamen wir an unzähligen Wasserläufen vorbei. Einer schöner als der andere.
Die vielen Touristen haben uns nicht gestört. Nachdem es angefangen hat zu regnen, ergriffen die meisten Besucher die Flucht und machten sich auf dem Rückweg zum Auto. Ein bisschen Regen hielt uns natürlich nicht ab. Dafür waren wir gerüstet und nach fünf Minuten waren die Regenwolken bereits weitergezogen.
Am Ende der zwei Kilometer befindet sich das bekannte Postkartenmotiv. Es lohnt sich aufjedenfall bis hierhin zu gehen. Wer etwas länger wandern möchte, folgt einfach dem Wanderweg ein Stück nach hinten in Richtung Berge und schlägt dann links ein. Nach einer Weile geht es wieder nach links und man läuft parallel zum ursprünglichen Wanderweg zurück zum Ausgangspunkt. Der Rundweg ist ca. 8 Kilometer lang.
Wir entschieden uns entlang des Baches zurückzulaufen. So hatten wir die Möglichkeit noch ein paar Bilder zu machen.
Über den Wanderweg an sich lässt sich sagen, dass er etwas steinig und während unseres Aufenthaltes auch sehr matschig war. Für uns allerdings garkein Problem, wir fanden ihn trotzdem gut begehbar.
Alles in einem war es ein sehr schöner Ausflug und ein toller Start auf der Isle of Skye!
Was auf deiner Schottlandreise nicht fehlen sollte ist ein elektronischer Stichheiler*. Für uns ein echter Live-Safer!
Am nächsten Morgen ging es früh los, unser Ziel war der Old Man of Storr. Unterwegs machten wir allerdings noch Halt an der Sligachan Old Bridge, die wir bereits auf der Fahrt zu den Fairy Pools gesehen haben.
Die Sligachan Old Bridge ist eine schöne Steinbrücke, welche sich so ziemlich in der Mitte der Insel befindet. Die Brücke liegt nur wenige Meter neben der Hauptstraße und eignet sich hervorragend für einen kurzen Zwischenstopp.
Von der Brücke aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Black Cuillin Berge. Von hieraus starten auch viele Wanderrouten, für die wir hoffentlich eines Tages Zeit haben werden.
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Old Man of Storr
Die Wanderung zum Old Man of Storr war für uns ein sehr eindrucksvolles Erlebnis. Das war vor allem dem Wetter geschuldet, aber hierzu gleich mehr.
Ausgangspunkt
kostenpflichtigerParkplatzunterhalb des Beginn des Wanderweges
Länge
4,5 Kilometer
Höhenmeter
300 Meter
Wanderzeit
ca. eine Stunde
Schwierigkeitsgrad
mittelschwer
Der Old Man of Storr ist eine ca. 48 Meter hohe Felsnadel und ein beliebtes Ausflugsziel auf der Isle of Skye.
Wer sich die Bilder ansieht, erahnt schnell warum der Ort so beliebt ist. Die Landschaft ist einfach traumhaft schön!
Ausgangspunkt
Der Old Man of Storr Car Park ist für Wohnmobile aufgrund einer Höhenbeschränkung nicht befahrbar. Für Wohnmobile gibt es allerdings unterhalb des Car Parks entlang der A855 mehrere Parkplätze am Straßenrand. Die Parkgebühr beläuft sich für sechs Stunden auf 5 Pfund.
Die Wanderung
Der Wanderweg beginnt auf einem etwas breiterem Pfad, der langsam nach oben führt. Der Pfad führt durch mehrere Weidegatter hindurch. Nach einigen hundert Metern wird der Wanderweg etwas stufiger. Bei starkem Regen sollte man hier etwas vorsichtiger laufen, da es auf den Steinen schnell rutschig werden kann.
Nach ca. 1,5 Kilometern haben wir das Felsplateau erreicht, auf welchem sich die berühmte Felsformation befindet. Für uns ist der Weg hier jedoch noch nicht zu Ende, denn wir wollen weiter hoch zu einem Aussichtspunkt. Zum Aussichtspunkt hinauf führen mehrere Trampelpfade. Der Weg war hier, aufgrund des vielen Regens die Tage zuvor, besonders matschig.
Zur besonderen Herausforderung für uns wurde das Wetter. Ein bisschen Regen hat uns nichts ausgemacht, allerdings waren auf dem Aufstieg zum Aussichtspunkt starke Windböen zu Gange. Wir mussten echt aufpassen, dass uns der Wind nicht umwirft. Wir knipsten schnell ein paar Fotos und machten uns wieder auf den Weg zurück. Auf dem Rückweg regnete es dann noch ziemlich stark. Wir haben das ganze mit Humor genommen, denn so ist Schottland eben! Was wäre ein Schottlandurlaub ohne Wind und Regen?
Bist du für deine Wanderung gut ausgerüstet? Hier teilen wir unsere persönlichen Empfehlungen für die perfekte Wanderausrüstung.
Dunvegan Castle & die Robbeninsel
Nach unserer Wanderung nahmen wir Kurs in Richtung Dunvegan Castle. Das Schloss steuerten wir nicht nur an, um es von außen zu betrachten, sondern auch weil wir gelesen hatten, dass dort einige Robben im Loch zu sehen sind.
Wir fuhren am Dunvegan Castle vorbei und folgten einige Meter einer Single Track Road. Dann erreichten wir den auf Google Maps eingezeichneten Aussichtspunkt. Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass der Aussichtspunkt kein offizieller Halteplatz und schon gar kein Parkplatz ist. Es handelt sich hier um eine etwas größere Ausweich- / bzw. Wendebucht. Wenn man hier kurz hält und schnell ein paar Bilder macht, geht das sicherlich in Ordnung, da die Straße nicht sonderlich befahren ist.
Vom Aussichtspunkt haben wir einige Robben auf den kleinen Inseln im Loch entdeckt. Ohne Fernglas hätten wir kaum eine Chance gehabt, da die Robben auf den felsigen Inseln gut getarnt sind.
Es hat eigentlich keinen Tag auf unserer Schottlandreise gegeben, an dem ich nicht unser Fernglas* dabei hatte. Denn es gibt so vieles, nach dem es sich lohnt Ausschau zu halten, seien es Robben, Papageientaucher, Rotwild, Wale, Delfine und viele weitere Tiere.
Am Dunvegan Castle selbst gibt es einen Besucherparkplatz und ein Besucherzentrum. Der Dunvegan Castle und seine umliegenden Gärten können gegen eine Gebühr besichtigt werden. Auch soll es dort eine Bootstour geben, die die Besucher in die Nähe der Robbenkolonie bringt.
Aus Zeitgründen haben wir uns den Dunvegan Castle nur vom Aussichtspunkt aus der Ferne angesehen.
Neist Point Lighthouse
Nach unserem Zwischenstopp am Dunvegan Castle steuerten wir unseren Stellplatz für die Nacht an. Das uns dieser Stellplatz noch lange in Erinnerung bleiben wird, konnten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen. Bei unserem Stellplatz handelte es sich um den Besucherparkplatz am Neist Point Lighthouse, hier ist es gestattet mit dem Wohnmobil über Nacht zu parken (Stand Juni 2022).
Der Ausblick aus dem Camper auf das Meer und die beeindruckenden Küstenformation war einfach wunderschön! Und um uns herum waren ganz viele Schäfchen.
Noch schöner war allerdings die kleine Wanderung zum Neist Point Lighthouse und zu dessen Aussichtspunkten.
Vom Parkplatz aus ist es knapp ein Kilometer bis zum Leuchtturm. Es gehen ca. 60 Höhenmeter steil hinab und später wieder hinauf.
Auf halben Weg kann man einen Schlenker nach rechts machen und auf einen Hügel hinaufwandern. Hier befindet sich der erste Aussichtspunkt, von dem man einen wunderbaren Blick auf den Leuchtturm hat.
Einen weiterenAussichtpunkt erreicht man, wenn man vom Parkplatz aus nach rechts entlang der Küste läuft.
In den Klippen leben viele Seevögel und mit ein wenig Glück kann man im Meer unterhalb der Klippen Wale und Delfine zu Gesicht bekommen.
Grayl Trinkflasche
Die Grayl Trinkflasche* ist eine innovative Trinkflasche, mit der wir unterwegs gefahrlos Wasser aus Flüssen, Seen oder Bächen filtern und trinken können. Die Filterflasche begleitet uns inzwischen auf all unseren Wanderungen.
Nachdem wir am nächsten Morgen noch einen schönen Spaziergang an der Küste vor dem Neist Point Lighthouse machten, beschlossen wir die Isle of Skye zu verlassen um weitere Teile Schottlands zu erkunden.
In der Ortschaft Broadford machten wir einen Zwischenstopp am Camping Skye, um zu Duschen (4 Pfund p.P.) und für die Ver- und Entsorgung (7 Pfund). Danach ging es noch in den Co-op den Lebensmittelvorrat auffüllen und an der danebengelegen Tankstelle haben wir noch einmal vollgetankt. Direkt neben dem Co-op befinden sich ein paar süße Souvenir- und Secondhandläden.
Über die Skye Bridge verließen wir die schöne Insel und steuerten das 15 Kilometer entfernteDornie an. Dort befindet sich der bekannte Eilean Donan Castle. Vor dem Schloss gibt es einen kostenpflichtigen Parkplatz. Eine Stunde kostet zwei Pfund.
Eilean Donan ist eine kleine Gezeiteninsel in den westlichen Highland. Leider war zum Zeitpunkt unseres Besuches Ebbe, und die Insel war nicht vollständig von Wasser umschlossen. Ein schöner Ausblick auf das Schloss bot sich uns trotzdem.
Vor dem Schloss befindet sich ein Besucherzentrum, hier gibt es einen kleinen Souvenirshop und ein Cafe.
Das Schloss ist aus unzähligen Filmen und Serien bekannt und kann gegen Eintrittspreis besichtigt werden.
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Fazit: Isle of Skye mit dem Camper
Die Isle of Skye ist mit dem Camper genauso gut zu erreichen wie mit dem Auto. Entweder über die Skye Bridge oder mit der Fähre.
Über die gesamte Insel verteilt gibt es Campingplätze, aber auch genügend Plätze zum „Freistehen“. Hier war die App „Park4Night“ sehr nützlich. Wer einen Campingplatz aufsucht, um nur die Einrichtungen zu nutzen, muss verständlicherweise eine Gebühr bezahlen. Die Gebühren kamen uns allerdings etwas teuer vor, z.B. Duschen für 4 Pfund p.P. Wir wollen uns hier allerdings nicht beschweren, denn wir schätzen die Möglichkeit freistehen zu dürfen sehr!
Die Entsorgung der Chemie-Toilette ist nur auf Campingplätzen möglich. Am Besucherparkplatz am Man of Storr kann man allerdings auch den Inhalt der Toilette entsorgen, nur Wasser zum ausspülen ist dort keines vorhanden.
Auf Skye gibt es auch einige „Single track roads“, hier gilt wie überall auch, rücksichtsvoll und vorausschauend zu fahren. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Leute sehr zuvorkommend sind. Uns wurde sehr oft Platz gemacht, obwohl wir bereits im Vorfeld signalisiert haben, dass wir Platz machen werden. Die Anwohner waren auch immer dankbar, wenn wir sie vorbei gelassen haben.
Der Internetempfang ist hier, wie in den meisten Teilen Schottlands, teilweise sehr schlecht. Es empfiehlt sich daher eine Offline-Karte bei Google-Maps herunterzuladen.
Auf dem Co-op Supermarkt Parkplatz in Broadford fanden wir genügend Platz, um den Camper zu parken. Der Supermarkt ist hervorragend ausgestattet und man kann hier wunderbar seine Vorräte auffüllen.
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North Coast 500
Die North Coast 500 ist eine Auto-Route, die durch den Norden von Schottland führt. Sie zählt zu den schönsten Roadtrips der Welt und das nicht ohne Grund. Die NC 500 führt über eine Strecke von 516 Meilen (839 Kilometern) durch die atemberaubende Landschaft von Schottland. Wir durchquerten die Highlands, kamen an wunderschönen Sandstränden vorbei und begegneten einer ganzen Menge interessanter Tiere.
Wir haben vor unserer Schottlandreise zwar schonmal von der NC 500 gehört, aber richtig beschäftigt hatten wir uns bei unserer Reiseplanung nicht damit. Für uns stand lediglich fest, dass wir Schottland im Uhrzeigersinn umrunden wollen. Und so kam es, dass wir uns kurz nachdem wir die Isle of Skye verlassen hatten, auf der bekannten Route befanden.
In unserem Beitrag berichten wir von unseren Zwischenstopps und Erlebnissen entlang der NC 500.
Zur besseren Übersicht für diesen Abschnitt haben wir ein Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken für euch erstellt:
Nachdem wir die Isle of Skye erkundet hatten, machten wir uns auf den Weg in Richtung Norden. Ziel war das Besucherareal Knockan Crag, welches sich in den Northwest Highlands entlang der NC 500 befindet. Auf dem Besucherparkplatz ist es gestattet mit dem Camper über Nacht zu bleiben. Wir hatten eine schöne Aussicht auf den gegenübergelegenen See. Der Parkplatz war kostenlos, es gibt jedoch die Möglichkeit eine Spende zu entrichten.
Unser Plan war eigentlich am nächsten Morgen zum nahe gelegenen Berg Stac Pollaidh zu fahren, um dort zum ersten mal in den schottischen Highlands zu wandern. Das Wetter war allerdings nicht auf unserer Seite. Es waren kühle 13 Grad, leichte Windböen und es regnete. Im Internet lasen wir, dass die Wanderung auf den Berg nicht bei Regen zu empfehlen sei, da sich der Wanderweg in einen rutschigen Bachlauf verwandle.
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Wir entschieden daher, erstmal den Lehrpfad am Besucherareal entlang zu wandern. Der Weg führte oberhalb der Felsen hinauf und von oben hatten wir einen wunderbaren Blick auf die Hügel von Coigach und Assynt. Genauso haben wir uns das Wandern in den Highlands vorgestellt. Der Rundweg dauerte ca. eine Stunde.
Wieder am Parkplatz angekommen, beschlossen wir auf der anderen Straßenseite vom Besucherareal ein wenig wandern zu gehen. Während wir den Lehrpfad entlang liefen, entdeckten wir den Wanderweg auf den BergCùl Mòr. Kurz vor dem Wanderweg gibt es auch einen kleinen Wanderparkplatz. Wir wanderten allerdings nur bis auf eine Erhöhung, da Regen und Wind uns immer mehr zusetzten. Unsere Wanderschuhe waren inzwischen auch völlig durchnässt.
Alles in allem war es jedoch ein wunderschöner Ausflug, denn bei Regen und Wind in den schottischen Highlands wandern zu gehen, gehört einfach zu einer Schottlandreise dazu.
Um das Erlebnis abzurunden, ging es danach noch in einen Tea-Room. Solche kommen recht häufig an der NC 500 vor und sind meist schon im Vorfeld ausgeschildert.
Unsere E-Book-Empfehlung: „Take the Slow Road Schottland“. Auf der BookBeat-App kannst du dir ganz unkompliziert das E-Book herunterladen. Mit unserem Aktionscode „60tgratis“ kannst du BookBeat zwei Monate lang kostenlos testen*.
Stoer Lighthouseund Wanderung zum Old Man of Stoer
Auf der Suche nach einem Stellplatz für die nächste Nacht, entdeckten wir das Stoer Lighthouse. Auf dem Parkplatz vor dem Leuchtturm kann man für 10 Pfund die Nacht verbringen. Tagsüber hält ein kleiner Imbisswagen auf dem Parkplatz, wer möchte kann sich hier eine kleine Mahlzeit oder ein warmes Getränk kaufen. Die öffentlichen Toiletten wurden leider gesperrt, wir vermuten als Folge von unrechtmäßiger Chemie-Toilettenentsorgung.
Vom Stoer Lighthouse aus, hat man eine wunderbare Sicht auf das Meer. Einer Infotafel entnahmen wir, dass man hier besonders gut Wale und Delfine beobachten kann. Während unseres Aufenthalts war die See jedoch sehr unruhig und der Blick mit dem Fernglas in die Ferne vergeblich.
Am nächsten Morgen wanderten wir zu einem Aussichtspunkt, von dem man einen guten Blick auf den Old Man of Stoer hat. Der Old Man of Stoerr ist eine Felsformation, die aus dem Meer ragt.
Loch na Gainmhich und der Wailing Widow Falls
Der See Loch na Gainmhich und der spektakuläre Wasserfall Wailing Widow Falls liegen nahezu direkt an der NC 500. Den Wasserfall kann man sich von oben und von unten ansehen. Wir entschieden uns dafür den Wasserfall nur von oben anzusehen, da der Parkplatz unterhalb nur sehr klein und bereits voll war. Um ehrlich zu sein war die Aussicht von oben nicht sonderlich spektakulär. Für uns aber halb so schlimm, da unsere Drohne den Wasserfall vom aller schönsten Winkel eingefangen hat.
Vom Parkplatzaus hatten wir in wenigen Minuten den See erreicht. Bis zum Wasserfall waren es vielleicht 10 Minuten. Der Weg war ziemlich sumpfig und wasserfeste Schuhe sind hier ein Muss. Selbstverständlich hat es auch geregnet. Für die Drohnenaufnahmen haben wir gewartet, bis die Regenwolken vorbeigezogen sind. Ganz typisch für Schottland ist das wechselhafte Wetter. Fünf Minuten Regen, fünf Minuten Sonne. Manchmal lohnt es sich einfach ein paar Minuten zu warten.
Die Aufnahmen sind mit unserer Drohne, der DJI Mini 3* entstanden.
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Nachdem wir uns den tollen Wasserfall angesehen haben, machten wir uns auf den Weg zum Scourie Caravan Park. Der Stellplatz hat für eine Nacht 23 Pfund gekostet. Ca. fünf Minuten Fußweg entfernt, befindet sich ein kleiner Supermarkt, in dem abends sogar frische Brötchen geliefert wurden.
Handa Island
Nicht ohne Grund entschieden wir uns für den Campingplatz in Scourie. Nur wenige Minuten von Scourie entfernt befindet sich die kleine Ortschaft Tarbet, welche wir am nächsten morgen früh aufsuchen wollten. Denn von dort gelangt man mit Handa-Ferry auf die Insel Handa.
Von Montag bis Samstag von 9 bis 14 Uhr fährt der Fährenbetreiber bei gutem Wetter mit einem kleinen Motorboot zwischen Handa Island und Tarbet hin und her. Die Fahrt mit dem Boot dauert ca. 10 Minuten und kostet 20 Pfund pro Person. In den 20 Pfund ist auch eine Gebühr enthalten, welche dem Scottish Wildlife Trust zu Gute kommt, der sich um die Insel kümmert und einen Ranger stellt, welcher die Besucher zu Beginn ihrers Inselaufenthalts mit allen wichtigen Informationen versorgt.
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Wenn ihr einen Besuch auf der Insel einplant, dann haltet die Wettervorhersage im Blick und informiert euch auf der Webseite des Fährenanbieters.
Über Handa Island führt ein ca. sieben Kilometer langer Rundweg. Besonders wichtig ist es auf den Wanderwegen zu bleiben, um keine Bodenbrüter zu stören. Für brütende Vögel ist Handa Island bekannt.
Auf den hochaufragenden Klippen der Insel sollen über zehntausendeSeevögel leben. Vorallem Trottellummen, Tordalken und Raubmöwen bekommt man hier zu Gesicht. Mit ein wenig Glück entdeckt man auch den ein oder anderen Papageientaucher. Nachdem wir auf der Insel Lunga eine unvergessliche Begegnung mit dem kleinen Vogel hatten, freuten wir uns sehr als wir ihm auf Handa Island wieder begegneten.
Papageientaucher auf Handa Island
Eissturmvogel auf Handa Island
Tordalken auf Handa Island
Schottisches Moorschneehuhn auf Handa Island
Vor die Linse bekamen wir auch ein schottisches Moorschneehuhn und eine große Raubmöwe (Great Skua). Robben, Delfine, Wale und Otter bekamen wir leider nicht zu Gesicht, diese werden hier jedoch auch regelmäßig gesichtet.
Wir verbrachten den ganzen Tag auf Handa. Die Zeit verging wie im Flug. Landschaftlich ist die Insel schon wahnsinnig schön und für uns als Wildtierfotografen war es ein kleines Paradies.
UnsereTipps: Früh da sein lohnt sich. Der Parkplatz in Tarbet ist tatsächlich nicht sonderlich groß und füllt sich bei gutem Wetter besonders schnell. Außerdem je früher ihr auf der Insel seid, desto mehr Zeit habt ihr.
Sorgt außerdem für ausreichend Verpflegung, auf der heute unbewohnten Insel gibt es logischerweise nichts zu kaufen. Bitte denkt daran euren Müll mitzunehmen und ordnungsgemäß zu entsorgen.
Wir sind Anfang Juni auf Handa gewesen. Auf der Insel selbst hatten wir keine Begegnung mit den kleinen, beißenden Mücken, die häufig in Schwärmen auftreten und Midges genannt werden. Allerdings machten wir unsere Begegnung in Tarbet, als wir für die Tickets anstanden. Aufeinmal hatten wir ganz viele der kleinen Beißer im Gesicht und es zwickte ganz schön. Zum Glück hatten wir unser Mückenschutzspray* dabei, denn nachdem wir uns damit eingerieben hatten, wurden wir in Ruhe gelassen.
Nach unserem Besuch auf Handa Island verbrachten wir die Nacht auf einer größeren Parkbucht nicht weit entfernt von der Ortschaft Blairmore, denn dort sollte es am nächsten Tag für uns hingehen.
In Blairmore befindet sich ein Wanderparkplatz, dieser war Ausgangspunkt unserer Wanderung zur Sandwood Bay. Die Sandwood Bay ist eine beeindruckende Bucht an der schottischen Nordwestküste. Sie ist bekannt für ihren ca. 1,6 Kilometer langen Traumstand und ein beliebtes Ziel zum Wildcampen.
Der Strand ist nur über einen sieben Kilometer langen Wanderweg zu erreichen. Wir haben die Wanderung als leicht empfunden, es gibt kaum Steigung und die Wanderwege waren ganz gut ausgebaut. Während der Wanderung hat man bereits einen schönen Ausblick auf die tolle Landschaft und kommt an einigen kleinen Seen vorbei.
Die Sandwood Bay hat uns sehr beeindruckt. Zunächst überquert man eine riesige Dünenlandschaft und dann ist da dieser endloslange, tolle Sandstrand, der zum Verweilen einlädt. Die Wanderung hat sich voll und ganz gelohnt!
Nach unserer Wanderung zur Sandwood Bay ging es weiter an die Nordküste. Dort fanden wir einen Stellplatz oberhalb des Ceannabeinne Beach. Dort setzten wir und mit einer Tasse Tee an den Strand, beobachteten wie die Sonne unterging und lauschten dem Meer. Ein perfekter Tag ging zu Ende.
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Smoo Cave
Auf der Fahrt zum Ceannabeinne Beach kamen wir am Besucherparkplatz der Smoo Cave vorbei. Nachdem wir den Ort gegoogelt haben, war schnell klar, dass wir hier noch einmal hinwollten. Also machten wir uns am nächsten Morgen auf den Weg und besichtigten die Meeres- und Süßwasserhöhle.
Der Zugang zur Höhle ist jederzeit geöffnet und kostenlos, wer möchte kann an einer kostenpflichtigen Tour teilnehmen und weiter ins Innere der Höhle vordringen.
Es war ein kurzer, aber schöner Zwischenstopp bevor wir die Weiterfahrt in Richtung Osten antraten. Wir sind in einem Zug die gesamte Nordküste entlang gefahren und waren mal wieder überwältigt von den endlosen Weiten, den vielen Seen und wenigen Dörfern.
Ganz anders sah es nämlich an der Ostküste aus, hier ist es deutlich besiedelter und hat uns landschaftlich auch das ein oder andere Mal an Deutschland erinnert.
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Dunnet Head
Papageientaucher am Dunnet Head
Tordalk am Dunnet Head
Dunnet Head ist eine Halbinsel an der schottischen Nordostküste und der nördlichste Punkt des britischen Festlandes.
Alex ging davon aus, dass wir den Ort wegen seines großen weißen Leuchtturms ansteuerten, aber da hatte er bei Weitem falsch gedacht. Denn Dunnet Head stand vor allem wegen seiner atemberaubenden Meeresklippen und der dort nistenden Seevögel auf meiner To-Do-Liste.
Tordalke, Trottellummen, Eissturmvögel und unser beliebter Papageientaucher brüten hier. An klaren Tagen hat man einen wunderbaren Blick auf das weite Meer. Wer aufmerksam ist hat vielleicht sogar das Glück einen Orca zu entdecken.
Wir hatten hier eine nette Begegnung mit einer Einheimischen, die ebenfalls die Seevögel am beobachten war. Von dieser erhielten wir einen tollen Geheimtipp. Sie erzählte uns von einem nahegelegenen Ort, wo man wunderbar Robben beobachten konnte. Zum Schutz der Robben teilen wir keine näheren Angaben zum Ort.
Auf dem Parkplatz am Dunnet Head kann man gegen eine Gebühr mit dem Camper übernachten.
Weiterhin bekannt für seine Seevögel ist der Duncansby Head, welcher etwas weiter östlich vom Dunnet Head liegt. Eigentlich hatten wir vor uns auch dort die Seevögel und die Duncansby Stacks anzusehen. Der Ort scheint jedoch etwas bekannter zu sein und so war der Parkplatz gegen Mittag komplett überfüllt gewesen. Da wir dann auch noch in eine prämisslichen Lage auf der Single track road gelangten, entschieden wir uns den Norden zu verlassen und weiter in den Süden zu fahren.
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Castle Sinclair and Girnigoe
Beim Castle Sinclair and Girnigoe handelt es sich um ein Komplex aus Ruinen. Castle Girnigoe wurde um 1470 erbaut und im 17. Jahrhundert nach einigen Anbauten in Sinclair unbenannt. Das Burgenkomplex befindet sich auf einem riesigen Felsen an der Sinclair’s Bucht.
Wir haben auf einem kostenpflichtigen Wanderparkplatz geparkt. Der Preis pro Stunde belief sich auf einen Pfund und für 10 Pfund konnte man dort auch über Nacht stehen bleiben (Stand Juni 2022).
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Vom Parkplatz sind es ca. 600 Meter Fußweg bis zur Burg. Am Beginn des Wanderweges befindet sich eine Spendenbox. Der Wanderweg ist gegen eine Gebühr von einem Pfund begehbar.
Nicht weit entfernt befindet sich auch ein Leuchtturm, zu welchem man spazieren kann.
Die Ruine war unser letzter Stopp auf der beliebten Touristenstraße North Coast 500 und unser erster Halt an der schottischen Ostküste.
Die schottische Ostküste: Troup Head & Crovie
Nachdem wir uns die Burgruine Sinlair & Girnigoe angesehen haben, ging es weiter entlang der schottischen Ostküste. Die Nacht verbrachten wir auf einem kostenlosen Stellplatz bei Portsoy.
Am nächsten Morgen ging es früh los, auf dem Plan standen nämlich das Naturreservat Troup Head und das ehemalige Fischerdorf Crovie.
Troup Head
Unser nächster Stopp an der schottischen Ostküste war RSPB Troup Head. Diesen Tipp erhielten wir von einer Einheimischen, die unsere Begeisterung für Seevögel teilt. Am RSPB Troup Head lebt nämlich Schottlands größte Basstölpelkolonie (auf dem Festland). Es gibt hier auch Tausende von Trottellummen, Tordalken und Dreizehemöwen. Papageientaucher haben hier anscheinend vor vielen vielen Jahren einmal gelebt.
Das Naturreservat Troup Head ist ein etwa vier Kilometer langes Schutzgebiet an der Küste. Vom kleinen Wanderparkplatz aus führt ein Wanderweg zu den Klippen.
Zu erreichen ist der Parkplatz über eine Single Track Road. Die Straße führt über einen Hof, das kam uns zunächst seltsam vor, es handelt sich hierbei jedoch um den offiziellen Weg.
Crovie
Unweit vom Naturreservat Troup Head befindet sich das kleine Küstendorf Crovie. Für Touristen gibt es einen kleinen Besucherparkplatz auf einer Anhöhe, von dort kann man zur Fuß in das Dorf wandern.
Das winzige Dorf war bis 1935 ein Fischerdorf. Nachdem ein Sturm einen Teil des Dorfes zerstörte zogen die Fischer in andere Dörfer. Heute werden die Häuser als Ferienunterkünfte genutzt.
Die Sehenswürdigkeit ist Crovie selbst. Außer den kleinen ehemaligen Fischerhäuschen gibt es dort keine weiteren touristischen Attraktionen. Ein Zwischenstopp lohnt sich aber auf alle Fälle!
Der Cairngorms National Park mit Rucksack und Zelt
Der Cairngorms National Park ist der größte Nationalpark Großbritanniens und befindet sich in Mitten der schottischen Highlands. Der ideale Ort für Naturliebhaber und Abenteurer.
So sehr wir unseren Camper zu schätzen wissen, vermissen wir es in einem Zelt aufzuwachen und direkt an der frischen Luft zu sein. Da wir auch gerne wandern und zukünftig auch längere Wanderungen machen möchten, haben wir uns mit Rücksäcken und Zelt ausgestattet.
Diesen Urlaub hat sich für uns die Möglichkeit ergeben im Cairngorms Nationalparkwandern und zelten zu gehen.
Für uns war es ein großartiges Erlebnis und wir freuen uns auf weitere Abenteuer mit Rucksack und Zelt.
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Ausgangspunktunserer Wanderung
Nachdem wir die kleine Ortschaft Crovie besichtigt haben, ging es für uns ins Landesinnere in den Cairngorms National Park.
Als Ausgangspunkt für unsere Wanderung haben wir uns für den Linn of Dee Car Park entschieden. Gegen eine Gebühr von sechs Pfund (Stand Juni 2022) kann man über Nacht auf dem Parkplatz stehen. Der Parkplatz ist ein beliebter Ausgangspunkt für Mehrtagestouren.
Am Tag der Anreise haben wir noch eine Nacht im Camper verbracht und am nächsten Morgen sind wir dann gut erholt gestartet
Bis heute weiß ich nicht, ob ich mitten in der Nacht von dem mystischen Ruf eines Waldkauzes geweckt wurde, oder ob ich das Ganze nur geträumt habe. Der Parkplatz befindet sich in einem Waldstück. Es spricht eigentlich alles dafür, dass es kein Traum war.
Die Wanderung
Wir sind losgewandert ohne eigentlich zu wissen wohin wir wollten. Unterwegs kamen uns viele Wanderer mit ihren Backpacks entgegen. Diese waren auf dem Rückweg zum Parkplatz. Das gab uns ein gutes Gefühl, denn nun wussten wir, dass es in der Richtung, in die wir wanderten, auch irgendwo die Möglichkeit geben musste ein Zelt aufzuschlagen.
Für uns ging es bei dieser Wanderung nicht darum möglichst viele Kilometer zurückzulegen. Wir wollten unsere neue Ausrüstung testen und einfach mal wieder mitten in der Natur sein. Da wir im gesamten Park keinen Handyempfang hatten, konnte uns auch nichts ablenken.
Nachdem es zuvor in Schottland immer sehr kalt und regnerisch war, hatten wir uns anscheinend den heißesten Tag unserer Reise für unsere Wanderung ausgesucht. Mit dem vielen Gepäck auf dem Rücken in der prallen Sonne, war es eine kleine Herausforderung für uns.
Nach ca. 4,5 Kilometern kamen wir an einigen Hütten vorbei. Diese befanden sich zwischen ein paar Bäumen versteckt. Direkt daneben ein glasklarer Fluss. Der Platz um die Hütten herum, dient wohl als Zeltplatz. Wir wollten jedoch noch ein bisschen weiter wandern, denn unsere Traumvorstellung war ein Hügel auf dem wir unseren Schlafplatz aufbauen konnten.
Neben der letzten Hütte, der Derry Lodge befindet sich eine Kreuzung, hier mussten wir uns nun für eine Richtung entscheiden.
Wir beschlossen ein Stück den Berg Carn Crom hinaufzuwandern. Von unten ließ sich schwer einschätzen, ob wir weiter oben einen geeigneten Zeltplatz finden würden, aber allein die Aussicht vom Berg aus reizte uns.
Auf ca. 600 m ü. NN erreichten wir eine wunderbare größere Fläche, von der man einen tollen Ausblick auf den Nationalpark hat. Wir wanderten noch ein Stück weiter den Berg hinauf, entschieden uns jedoch dazu einige Meter zurückzulaufen, um dort unser kleines Lager aufzubauen.
Unsere Route auf komoot.de:
Unser Lager
Wir waren weit und breit die einzigen Menschen. Außer dem Summen einiger Insekten und dem Rauschen des Windes war es absolut still.
Unser Abendessen bestand aus ein paar belegten Brötchen und einem Bulgursalat, den Proviant hatte ich bereits im Camper vorbereitet.
Die Zeit ist wie im Flug vergangen und gegen Abend wurde es immer kühler. Wir machten es uns im Zelt gemütlich.
Wir haben uns für das Trekkingzelt Trek MT900* von Decathlon entschieden. Ausschlaggebend für unsere Entscheidung war das Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit einem Gesamtgewicht von 1,95 kg ist das Zwei-Personen-Zelt leicht zu transportieren. Auch Auf- und Abbau des Zeltes sind sehr einfach. Das Zelt hat zwei separate Eingänge, zwei Apsiden für Rucksäcke, ist wind- & wasserfest.
Unbequem war unser Schlafplatz zwar nicht, aber als bequem würde ich ihn auch nicht bezeichnen. Besonders erholsam war die Nacht also nicht, was aber hauptsächlich daran lag, dass Alex starke Halsschmerzen bekam und es auf ca. sechs Grad Celsius abkühlte.
Zum Glück hatten wir uns für die dickeren Schlafsäcke* für Nächte bei Temperaturen ab 5 °C entschieden. Mit einem Gewicht von 1,2 kg gut zu transportieren. Die Schlafsäcke sind koppelbar mit den anderen Schlafsackmodellen der Reihe MT500 von Forclaz.
Unsere aufblasbaren Luftmatratzen* haben ein Gewicht von 510 Gramm und ließen sich ebenfalls problemlos in unseren Rücksäcken verstauen.
Nachdem wir uns gestärkt hatten, bauten wir unser Lager wieder zusammen, prüften nochmal, dass wir auch keine Spuren hinterlassen haben und traten dann den Rückweg an. Unser Gepäck war nun deutlich leichter und so gelangten wir ziemlich schnell an den Ausgangspunkt unserer Wanderung zurück.
Es war ein wunderschöner Ausflug und für uns das erste Abenteuer dieser Art. Mit Sicherheit werden noch viele weitere Ausflüge mit Rucksack und Zelt folgen.
Weiter Bilder unseres Ausfluges:
Wasserkochen im Cairngorms National ParkBach im Cairngorms National ParkAusblick aus dem Zelt
E-Book-Empfehlung
Unsere E-Book-Empfehlung: „Schottland-Reiseführer von Iwanowski“. Auf der BookBeat-App kannst du dir ganz unkompliziert das E-Book herunterladen. Mit unserem Aktionscode „60tgratis“ kannst du BookBeat zwei Monate lang kostenlos testen.
Insgesamt sind wir drei Wochen unterwegs gewesen. Davon sind wir ca. 2,5 Wochen durch Schottland gereist.
Wir sind in Deutschland gestartet, haben die erste Nacht auf der Durchreise in Belgien verbracht, die zweite in England und erreichten erst am dritten Tag Schottland.
Unsere Gesamtkosten für die drei Wochen belaufen sich auf 2.065 €.
Der größte Kostenfaktor war das Tanken. Für Diesel zahlten wir 927 €.
Für den Eurotunnel zahlten wir bei der Hinfahrt 269,00 € und bei der Rückfahrt 222,00 €. Bei der Rückfahrt haben wir uns für die Uhrzeit entschieden, bei der die Zugfahrt am günstigen war. Wir waren ca. drei Stunden früher am Zug und konnten dann ohne Aufpreis den nächsten Zug nutzen.
Die Kosten für Ausflüge beliefen sich auf 244€. Hierin zählen die Wildlife Tour, die Fährenfahrt auf Handa Island, Eintritt und Parkkosten.
Für Essen und Trinken haben wir 236 € bezahlt. Unseren Vorratseinkauf in Deutschland haben wir hier nicht mit eingerechnet. Wir haben uns überwiegend selbst versorgt und vielleicht zwei Mal ein kleines Fertiggericht gekauft.
An Maut haben wir 7,95 € gezahlt. Für Dartford Crossing (Dartford Tunnel auf dem Weg nach Schottland und Brücke auf dem Nachhauseweg).
An Kosten für Campingplätze und Serviceleistungen kommen 151 € zusammen. Die Entsorgung der Chemie-Toilette und von Grauwasser war in Großbritannien sehr schwierig! Dies war überwiegend nur auf Campingplätzen möglich. Für Service (Entsorgung, Versorgung und Duschen) wurde oft eine Gebühr von 15 € für zwei Personen berechnet. Auf der Durchreise in England hatten wir eine Nacht auf dem Campingplatz verbracht und in Schottland haben wir vier Nächte auf Camping-/ Stellplätzen verbracht. Wir haben überwiegend autark gestanden, es war jedoch nicht immer möglich, sodass wir ab und an auf einen offiziellen Platz aufweichen mussten.
Nach unserer Schottlandreise stand für uns schnell fest, dass eine Chemie-Toilette für uns keine Dauerlösung ist. Wir haben viel Zeit in die Recherche nach Entsorgungsmöglichkeiten gesteckt und einige Umwege in Kauf genommen. Um diesem Aufwand zu entgehen, haben wir uns für die Umrüstung zu einer Trockentrenntoilette entschieden. Hierüber haben wir bereits einen eigenen Blogbeitrag veröffentlicht. Wenn euch das Thema interessiert schaut gerne mal vorbei:
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Der Cairngorms National Park ist der größte Nationalpark Großbritanniens und befindet sich inmitten der schottischen Highlands. Der ideale Ort für Naturliebhaber und Abenteurer.
So sehr wir unseren Camper zu schätzen wissen, vermissen wir es in einem Zelt aufzuwachen und direkt an der frischen Luft zu sein. Da wir auch gerne wandern und zukünftig auch längere Wanderungen machen möchten, haben wir uns mit Rücksäcken und Zelt ausgestattet.
Diesen Urlaub hat sich für uns die Möglichkeit ergeben, im Cairngorms Nationalparkwandern und zelten zu gehen.
Für uns war es ein großartiges Erlebnis und wir freuen uns auf weitere Abenteuer mit Rucksack und Zelt.
Ausgangspunktunserer Wanderung
Nachdem wir die kleine Ortschaft Crovie besichtigt haben, ging es für uns ins Landesinnere in den Cairngorms National Park.
Als Ausgangspunkt für unsere Wanderung haben wir uns für den Linn of Dee Car Park entschieden. Gegen eine Gebühr von sechs Pfund (Stand Juni 2022) kann man über Nacht auf dem Parkplatz stehen. Der Parkplatz ist ein beliebter Ausgangspunkt für Mehrtagestouren.
Am Tag der Anreise haben wir noch eine Nacht im Camper verbracht und am nächsten Morgen sind wir dann gut erholt gestartet
Bis heute weiß ich nicht, ob ich mitten in der Nacht von dem mystischen Ruf eines Waldkauzes geweckt wurde, oder ob ich das Ganze nur geträumt habe. Der Parkplatz befindet sich in einem Waldstück. Es spricht eigentlich alles dafür, dass es kein Traum war.
Startpunkt der Wanderung im Cairngorms National Park
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Die Wanderung
Wir sind los gewandert, ohne eigentlich zu wissen, wohin wir wollten. Unterwegs kamen uns viele Wanderer mit ihren Backpacks entgegen. Diese waren auf dem Rückweg zum Parkplatz. Das gab uns ein gutes Gefühl, denn nun wussten wir, dass es in der Richtung, in die wir wanderten, auch irgendwo die Möglichkeit geben musste, ein Zelt aufzuschlagen.
Für uns ging es bei dieser Wanderung nicht darum, möglichst viele Kilometer zurückzulegen. Wir wollten unsere neue Ausrüstung testen und einfach mal wieder mitten in der Natur sein. Da wir im gesamten Park keinen Handyempfang hatten, konnte uns auch nichts ablenken.
Wandern im Cairngorms National ParkCairngorms National Park
Nachdem es zuvor in Schottland immer sehr kalt und regnerisch war, hatten wir uns anscheinend den heißesten Tag unserer Reise für unsere Wanderung ausgesucht. Mit dem vielen Gepäck auf dem Rücken in der prallen Sonne, war es eine kleine Herausforderung für uns.
Nach ca. 4,5 Kilometern kamen wir an einigen Hütten vorbei. Diese befanden sich zwischen ein paar Bäumen versteckt. Direkt daneben ein glasklarer Fluss. Der Platz um die Hütten herum dient wohl als Zeltplatz. Wir wollten jedoch noch ein bisschen weiter wandern, denn unsere Traumvorstellung war ein Hügel, auf dem wir unseren Schlafplatz aufbauen konnten.
Neben der letzten Hütte, der Derry Lodge befindet sich eine Kreuzung, hier mussten wir uns nun für eine Richtung entscheiden.
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Wir beschlossen ein Stück den Berg Carn Crom hinauszuwandern. Von unten ließ sich schwer einschätzen, ob wir weiter oben einen geeigneten Zeltplatz finden würden, aber allein die Aussicht vom Berg aus reizte uns.
Auf ca. 600 m ü. NN erreichten wir eine wunderbare größere Fläche, von der man einen tollen Ausblick auf den Nationalpark hat. Wir wanderten noch ein Stück weiter den Berg hinauf, entschieden uns jedoch dazu einige Meter zurückzulaufen, um dort unser kleines Lager aufzubauen.
Wandern auf dem Carn Crom
Ausblick vom Carn Crom
Unsere Route auf komoot.de:
Unser Lager
Wir waren weit und breit die einzigen Menschen. Außer dem Summen einiger Insekten und dem Rauschen des Windes war es absolut still.
Unser Abendessen bestand aus ein paar belegten Brötchen und einem Bulgursalat, den Proviant hatte ich bereits im Camper vorbereitet.
Die Zeit ist wie im Flug vergangen und gegen Abend wurde es immer kühler. Wir machten es uns im Zelt gemütlich.
Wir haben uns für das Trekkingzelt Trek MT900* von Decathlon entschieden. Ausschlaggebend für unsere Entscheidung war das Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit einem Gesamtgewicht von 1,95 kg ist das Zwei-Personen-Zelt leicht zu transportieren. Auch Auf- und Abbau des Zeltes sind sehr einfach. Das Zelt hat zwei separate Eingänge, zwei Apsiden für Rucksäcke, ist wind- & wasserfest.
Unbequem war unser Schlafplatz zwar nicht, aber als bequem würde ich ihn auch nicht bezeichnen. Besonders erholsam war die Nacht also nicht, was aber hauptsächlich daran lag, dass Alex starke Halsschmerzen bekam und es auf ca. sechs Grad Celsius abkühlte.
Zum Glück hatten wir uns für die dickeren Schlafsäcke* für Nächte bei Temperaturen ab 5 °C entschieden. Mit einem Gewicht von 1,2 kg gut zu transportieren. Die Schlafsäcke sind koppelbar mit den anderen Schlafsackmodellen der Reihe MT500 von Forclaz.
Unsere aufblasbaren Luftmatratzen* haben ein Gewicht von 510 Gramm und ließen sich ebenfalls problemlos in unseren Rücksäcken verstauen.
Nachdem wir uns gestärkt hatten, bauten wir unser Lager wieder zusammen, prüften nochmal, dass wir auch keine Spuren hinterlassen haben und traten dann den Rückweg an. Unser Gepäck war nun deutlich leichter und so gelangten wir ziemlich schnell an den Ausgangspunkt unserer Wanderung zurück.
Es war ein wunderschöner Ausflug und für uns das erste Abenteuer dieser Art. Mit Sicherheit werden noch viele weitere Ausflüge mit Rucksack und Zelt folgen.
Weiter Bilder unseres Ausfluges:
Wasserkochen im Cairngorms National ParkBach im Cairngorms National ParkAusblick aus dem Zelt
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Die North Coast 500 ist eine Touristenroute, die durch den Norden von Schottland führt. Sie zählt zu den schönsten Roadtrips der Welt und das nicht ohne Grund. Die NC 500 führt über eine Strecke von 516 Meilen (839 Kilometern) durch die atemberaubende Landschaft von Schottland. Wir durchquerten die Highlands, kamen an wunderschönen Sandstränden vorbei und begegneten einer ganzen Menge interessanter Tiere.
Wir haben vor unserer Schottlandreise zwar schonmal von der NC 500 gehört, aber richtig damit beschäftigt hatten wir uns bei unserer Reiseplanung nicht. Für uns stand lediglich fest, dass wir Schottland im Uhrzeigersinn umrunden wollen. Und so kam es, dass wir uns kurz nachdem wir die Isle of Skye verlassen hatten, auf der bekannten Route befanden.
In unserem Beitrag berichten wir von unseren Zwischenstopps und Erlebnissen entlang der NC 500.
Zur besseren Übersicht haben wir ein Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken für euch erstellt:
Nachdem wir die Isle of Skye erkundet hatten, machten wir uns auf den Weg in Richtung Norden. Ziel war das Besucherareal Knockan Crag(Koordinaten auf Google Maps), welches sich in den Northwest Highlands entlang der NC 500 befindet. Auf dem Besucherparkplatz ist es gestattet mit dem Camper über Nacht zu bleiben. Wir hatten eine schöne Aussicht auf den gegenübergelegenen See. Der Parkplatz war kostenlos, es gibt jedoch die Möglichkeit eine Spende zu entrichten.
Unser Plan war eigentlich am nächsten Morgen zum nahe gelegenen Berg Stac Pollaidh zu fahren, um dort zum ersten Mal in den schottischen Highlands zu wandern. Das Wetter war allerdings nicht auf unserer Seite. Es waren kühle 13 Grad, leichte Windböen und es regnete. Im Internet lasen wir, dass die Wanderung auf den Berg nicht bei Regen zu empfehlen sei, da sich der Wanderweg in einen rutschigen Bachlauf verwandle.
Wir entschieden daher, erstmal den Lehrpfad am Besucherareal entlang zu wandern. Der Weg führte oberhalb der Felsen hinauf und von oben hatten wir einen wunderbaren Blick auf die Hügel von Coigach und Assynt. Genauso haben wir uns das Wandern in den Highlands vorgestellt. Der Rundweg dauerte ca. eine Stunde.
Wieder am Parkplatz angekommen, beschlossen wir auf der anderen Straßenseite vom Besucherareal ein wenig wandern zu gehen. Während wir den Lehrpfad entlang liefen, entdeckten wir den Wanderweg auf den Berg Cùl Mòr. Kurz vor dem Wanderweg gibt es auch einen kleinen Wanderparkplatz(Koordinaten auf Google Maps). Wir wanderten allerdings nur bis auf eine Erhöhung, da Regen und Wind uns immer mehr zusetzten. Unsere Wanderschuhe waren inzwischen auch völlig durchnässt.
Alles in allem war es jedoch ein wunderschöner Ausflug, denn bei Regen und Wind in den schottischen Highlands wandern zu gehen, gehört einfach zu einer Schottlandreise dazu.
Um das Erlebnis abzurunden, ging es danach noch in einen Tea-Room. Solche kommen recht häufig an der NC 500 vor und sind meist schon im Vorfeld ausgeschildert.
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Stoer Lighthouseund Wanderung zum Old Man of Stoer
Auf der Suche nach einem Stellplatz für die nächste Nacht, entdeckten wir das Stoer Lighthouse. Auf dem Parkplatz vor dem Leuchtturm kann man für 10 Pfund die Nacht verbringen. Tagsüber hält ein kleiner Imbisswagen auf dem Parkplatz, wer möchte kann sich hier eine kleine Mahlzeit oder ein warmes Getränk kaufen. Die öffentlichen Toiletten wurden leider gesperrt, wir vermuten als Folge von unrechtmäßiger Chemie-Toilettenentsorgung.
Vom Stoer Lighthouse aus, hat man eine wunderbare Sicht auf das Meer. Einer Infotafel entnahmen wir, dass man hier besonders gut Wale und Delfine beobachten kann. Während unseres Aufenthalts war die See jedoch sehr unruhig und der Blick mit dem Fernglas in die Ferne vergeblich.
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Am nächsten Morgen wanderten wir zu einem Aussichtspunkt, von dem man einen guten Blick auf den Old Man of Stoer hat. Der Old Man of Stoer ist eine Felsformation, die aus dem Meer ragt.
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Loch na Gainmhich und der Wailing Widow Falls
Der See Loch na Gainmhich und der spektakuläre Wasserfall Wailing Widow Falls liegen nahezu direkt an der NC 500. Den Wasserfall kann man sich von oben und von unten ansehen. Wir entschieden uns dafür den Wasserfall nur von oben anzusehen, da der Parkplatz (Koordinaten auf Google Maps) unterhalb nur sehr klein und bereits voll war. Um ehrlich zu sein war die Aussicht von oben nicht sonderlich spektakulär. Für uns aber halb so schlimm, da unsere Drohne den Wasserfall vom aller schönsten Winkel eingefangen hat.
Vom Parkplatz aus hatten wir in wenigen Minuten den See erreicht. Bis zum Wasserfall waren es vielleicht 10 Minuten. Der Weg war ziemlich sumpfig und wasserfeste Schuhe sind hier ein Muss. Selbstverständlich hat es auch geregnet. Für die Drohnenaufnahmen haben wir gewartet, bis die Regenwolken vorbeigezogen sind. Ganz typisch für Schottland ist das wechselhafte Wetter. Fünf Minuten Regen, fünf Minuten Sonne. Manchmal lohnt es sich einfach ein paar Minuten zu warten.
Die Aufnahmen sind mit unserer Drohne, der DJI Mini 3* entstanden.
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Nachdem wir uns den tollen Wasserfall angesehen haben, machten wir uns auf den Weg zum Scourie Caravan Park. Der Stellplatz hat für eine Nacht 23 Pfund gekostet. Ca. fünf Minuten Fußweg entfernt, befindet sich ein kleiner Supermarkt, in dem abends sogar frische Brötchen geliefert wurden.
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Handa Island
Nicht ohne Grund entschieden wir uns für den Campingplatz in Scourie. Nur wenige Minuten von Scourie entfernt befindet sich die kleine Ortschaft Tarbet(Koordinaten auf Google Maps), welche wir am nächsten morgen früh aufsuchen wollten. Denn von dort gelangt man mit Handa-Ferry auf die Insel Handa.
Von Montag bis Samstag von 9 bis 14 Uhr fährt der Fährenbetreiber bei gutem Wetter mit einem kleinen Motorboot zwischen Handa Island und Tarbet hin und her (Stand 2022).
Die Fahrt mit dem Boot dauert ca. 10 Minuten und kostet 20 Pfund pro Person. In den 20 Pfund ist auch eine Gebühr enthalten, welche dem Scottish Wildlife Trust zu Gute kommt, der sich um die Insel kümmert und einen Ranger stellt, welcher die Besucher zu Beginn ihres Inselaufenthalts mit allen wichtigen Informationen versorgt.
Über Handa Island führt ein ca. sieben Kilometer langer Rundweg. Besonders wichtig ist es auf den Wanderwegen zu bleiben, um keine Bodenbrüter zu stören. Für brütende Vögel ist Handa Island bekannt.
Auf den hochaufragenden Klippen der Insel sollen über zehntausendeSeevögel leben. Vorallem Trottellummen, Tordalken und Raubmöwen bekommt man hier zu Gesicht. Mit ein wenig Glück entdeckt man auch den ein oder anderen Papageientaucher. Nachdem wir auf der Insel Lunga eine unvergessliche Begegnung mit dem kleinen Vogel hatten, freuten wir uns sehr als wir ihm auf Handa Island wieder begegneten.
Papageientaucher auf Handa Island
Eissturmvogel auf Handa Island
Tordalken auf Handa Island
Schottisches Moorschneehuhn auf Handa Island
Vor die Linse bekamen wir auch ein schottisches Moorschneehuhn und eine große Raubmöwe (Great Skua). Robben, Delfine, Wale und Otter bekamen wir leider nicht zu Gesicht, diese werden hier jedoch auch regelmäßig gesichtet.
Wir verbrachten den ganzen Tag auf Handa. Die Zeit verging wie im Flug. Landschaftlich ist die Insel schon wahnsinnig schön und für uns als Wildtierfotografen war es ein kleines Paradies.
Wenn ihr einen Besuch auf der Insel einplant, dann haltet die Wettervorhersage im Blick und informiert euch auf der Webseite des Fährenanbieters.
Früh da sein lohnt sich. Der Parkplatz in Tarbet ist tatsächlich nicht sonderlich groß und füllt sich bei gutem Wetter besonders schnell. Und je früher ihr auf der Insel seid, desto mehr Zeit habt ihr.
Sorgt außerdem für ausreichend Verpflegung, auf der heute unbewohnten Insel gibt es logischerweise nichts zu kaufen. Bitte denkt daran euren Müll mitzunehmen und ordnungsgemäß zu entsorgen.
Wir sind Anfang Juni auf Handa gewesen. Auf der Insel selbst hatten wir keine Begegnung mit den kleinen, beißenden Mücken, die häufig in Schwärmen auftreten und Midges genannt werden. Allerdings machten wir unsere Begegnung in Tarbet, als wir für die Tickets anstanden. Aufeinmal hatten wir ganz viele der kleinen Beißer im Gesicht. Zum Glück hatten wir unserMückenschutzspray* dabei und nachdem wir uns damit eingerieben hatten, wurden wir in Ruhe gelassen.
Denkt daran, dass die Schottland mit dem Pfund seine eigene Währung hat.
Mit der richtigen Kreditkarte müsst ihr keine Abhebegebühr (seitens Kreditkartenaussteller) und keineFremdwährungsgebühren zahlen. So lässt sich viel Geld auf Reisen sparen. In Ländern mit anderer Währung erheben die meisten Banken eine sogenannte Fremdwährungsgebühr. Diese wird auf Transaktionen erhoben, die mit einer Fremdwährung getätigt werden.
Beispiel: Ihr bezahlt umgerechnet 1.000 Euro in fremder Währung mit der Kreditkarte eurer Hausbank. Hierauf fallen i.d.R. 2% Fremdwährungsgebühr an. Das macht 20 Euro an Zusatzkosten.
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Auf unseren Reisen benutzen wir die Mastercard Gold* von der TFBank. Diese Kreditkarte ist komplett kostenlos und erhebt kein Entgelt für Auslandseinsätze. Dadurch haben wir auf unseren Reisen schon eine Menge Geld gespart.
Die Beantragung der Kreditkarte erfolgt in wenigen Schritten und dauert nur zwei Minuten. Weitere Informationen findet ihr auf der offiziellenWebseite*.
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Sandwood Bay
Nach unserem Besuch auf Handa Island verbrachten wir die Nacht auf einer größeren Parkbucht nicht weit entfernt von der Ortschaft Blairmore, denn dort sollte es am nächsten Tag für uns hingehen.
In Blairmore befindet sich ein Wanderparkplatz (Koordinaten auf Google Maps), dieser war Ausgangspunkt unserer Wanderung zur Sandwood Bay. Die Sandwood Bay ist eine beeindruckende Bucht an der schottischen Nordwestküste. Sie ist bekannt für ihren ca. 1,6 Kilometer langen Traumstand und ein beliebtes Ziel zum Wildcampen.
Der Strand ist nur über einen sieben Kilometer langen Wanderweg zu erreichen. Wir haben die Wanderung als leicht empfunden, es gibt kaum Steigung und die Wanderwege waren ganz gut ausgebaut. Während der Wanderung hat man bereits einen schönen Ausblick auf die tolle Landschaft und kommt an einigen kleinen Seen vorbei.
Die Sandwood Bay hat uns sehr beeindruckt. Zunächst überquert man eine riesige Dünenlandschaft und dann ist da dieser endloslange, tolle Sandstrand, der zum Verweilen einlädt. Die Wanderung hat sich voll und ganz gelohnt!
Nach unserer Wanderung zur Sandwood Bay ging es weiter an die Nordküste. Dort fanden wir einen Stellplatz oberhalb des Ceannabeinne Beach (Koordinaten auf Google Maps). Dort setzten wir und mit einer Tasse Tee an den Strand, beobachteten wie die Sonne unterging und lauschten dem Meer. Ein perfekter Tag ging zu Ende.
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Smoo Cave
Auf der Fahrt zum Ceannabeinne Beach kamen wir am Besucherparkplatz der Smoo Cave vorbei. Nachdem wir den Ort gegoogelt haben, war schnell klar, dass wir hier noch einmal hinwollten. Also machten wir uns am nächsten Morgen auf den Weg und besichtigten die Meeres- und Süßwasserhöhle.
Der Zugang zur Höhle ist jederzeit geöffnet und kostenlos, wer möchte kann an einer kostenpflichtigen Tour teilnehmen und weiter ins Innere der Höhle vordringen.
Es war ein kurzer, aber schöner Zwischenstopp bevor wir die Weiterfahrt in Richtung Osten antraten. Wir sind in einem Zug die gesamte Nordküste entlang gefahren und waren mal wieder überwältigt von den endlosen Weiten, den vielen Seen und wenigen Dörfern.
Ganz anders sah es nämlich an der Ostküste aus, hier ist es deutlich besiedelter und hat uns landschaftlich auch das ein oder andere Mal an Deutschland erinnert.
Dunnet Head
Dunnet Head ist eine Halbinsel an der schottischen Nordostküste und der nördlichste Punkt des britischen Festlandes.
Alex ging davon aus, dass wir den Ort wegen seines großen weißen Leuchtturms ansteuerten, aber da hatte er bei Weitem verfehlt. Denn Dunnet Head stand vor allem wegen seiner atemberaubenden Meeresklippen und der dort nistenden Seevögel auf meiner Must-See-Liste.
Tordalke, Trottellummen, Eissturmvögel und unser beliebter Papageientaucher brüten hier. An klaren Tagen hat man einen wunderbaren Blick auf das weite Meer. Wer aufmerksam ist hat vielleicht sogar das Glück einen Orca zu entdecken.
Wir hatten hier eine nette Begegnung mit einer Einheimischen, die ebenfalls die Seevögel am beobachten war. Von dieser erhielten wir einen tollen Geheimtipp. Sie erzählte uns von einem nahegelegenen Ort, wo man wunderbar Robben beobachten konnte. Zum Schutz der Robben teilen wir keine näheren Angaben zum Ort.
Weiterhin bekannt für seine Seevögel ist der Duncansby Head, welcher etwas weiter östlich vom Dunnet Head liegt. Eigentlich hatten wir vor uns auch dort die Seevögel und die Duncansby Stacks anzusehen. Der Ort scheint jedoch etwas bekannter zu sein und so war der Parkplatz gegen Mittag komplett überfüllt gewesen. Da wir dann auch noch in eine prämisslichen Lage auf der Single track road gelangten, entschieden wir uns den Norden zu verlassen und weiter in den Süden zu fahren.
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Girnigoe and Sinclair Castle
Unser letzter Stopp entlang der NC 500, allerdings nicht der letzte Stopp unserer Schottlandreise, waren die Burgruinen Girnigoe and Sinclair, die sich auf einem großen Felsen befinden. Von dem kostenpflichtigen Parkplatz (Koordinaten auf Google Maps) gelangt man nach ca. einem Kilometer an die Ruinen. Hier sind einige Infotafeln vorhanden und man kann ein wenig über die Geschichte der Burgen erfahren.
Unser Fazit
Die NC 500 war der Teil unserer Schottlandreise, der uns am besten gefallen hat. Wir können jedem der Schottland erkunden will und die entsprechende Zeit hat nahe legen diese wunderschöne Route entlang zu fahren. Neben den Orten an denen wir einen Halt eingelegt haben gibt es noch unzählige weitere Orte, die man sich ansehen kann.
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Ein Highlight unserer Norwegenreise 2021 war die berühmte Atlantikstraße. Doch anstatt sie nur mit dem Camper zu überqueren, wollten wir auch die Umgebung erkunden – und fanden mit der Rundwanderung auf den Sjurvarden eine perfekte Kombination aus Natur, Ausblick und Abenteuer.
Der Sjurvarden erhebt sich 667 Meter über dem Meeresspiegel und belohnt Wanderer mit einer atemberaubenden 360°-Panoramaaussicht – inklusive Blick auf die Atlantikstraße.
Unser Ausgangspunkt war ein kleiner Parkplatz (Koordinaten auf Google Maps)neben einem Schießplatz. Hier starteten auch einige einheimische Wanderer die eher unbekannte Wanderung.
Zu Beginn folgten wir einem landwirtschaftlichen Weg rechts am Schießplatz vorbei. Nach etwa 500 Metern nahm die Steigung zu, und die ersten Höhenmeter machten sich bereits bemerkbar.
Richtungswahl – Unsere empfohlene Route
Nach einem ersten Anstieg erreichten wir eine Weggabelung. Hier hat man zwei Möglichkeiten:
Rechts führt der Weg in Richtung Stemshesten / Hestøyre – aus dieser Richtung würden wir später zurückkommen.
Links geht es in Richtung Melen, was unsere empfohlene Route ist.
Tipp: Wir raten dringend davon ab, die Wanderung im Uhrzeigersinn (rechts herum) zu starten. Der Abstieg über diese Route ist steil und sumpfig, was den Weg unnötig erschwert.
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Erster Abschnitt: Skottenvatnet & Gratwanderung
Unser erster Stopp war der wunderschöne See Skottenvatnet, umgeben von grasenden Schafen. Von hier aus ging es weiter auf den Lille Besseggen.
Der schmale Grat, über den wir wanderten, bot einen spektakulären Blick auf gleich zwei Seen: zu unserer Linken den Skavatnet und zu unserer Rechten den Skottenvatnet.
Nach der Überquerung des Grats erreichten wir eine weitere Weggabelung:
Links: Zum Gipfel des Melen
Rechts: Richtung Sjurvarden
Wir hielten uns rechts und folgten dem relativ flachen Abschnitt, vorbei an neugierigen Schafen und Goldregenpfeifern.
Blick nach links / Melen
Blick nach rechts / Sjurvarden
Zweiter Abschnitt: Aufstieg zum Sjurvarden & Gipfelerlebnis
Kurz vor dem Gipfel stieg der Weg nochmals an, doch die Mühe lohnte sich – oben angekommen, bot sich uns eine unvergleichliche Rundumsicht:
Blick auf die Atlantikstraße
Weite Aussicht auf die Küste und das offene Meer
Blick auf die umliegenden Berge und Fjorde
Wir legten eine ausgiebige Pause ein, um den Moment und den 360°-Ausblick zu genießen.
Der Abstieg – Steil, felsig und moorig
Nach unserem Gipfelstopp folgten wir dem Rundweg bergab in Richtung Stemshesten. Der Abstieg begann mit einem sehr steilen und felsigen Abschnitt, für den gutes Schuhwerk* unerlässlich ist.
Ein Stück weiter führte der Weg durch eine moorartige Landschaft mit feuchtem Untergrund. Schließlich erreichten wir einen Bachlauf, den wir überqueren mussten, bevor wir wieder an der Weggabelung vom Anfang ankamen. Von hier ging es entspannt zurück zum Parkplatz.
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Unser Fazit
Die Rundwanderung auf den Sjurvarden ist auf alle Fälle weiterzuempfehlen. Wir waren abseits der Hauptsaison im September unterwegs und sind bis auf wenige einheimische Wanderern kaum jemanden begegnet.
Der Rundumblick und die Landschaft waren sehr eindrucksvoll.
Grayl Trinkflasche
Die Grayl Trinkflasche* ist eine innovative Trinkflasche, mit der wir unterwegs gefahrlos Wasser aus Flüssen, Seen oder Bächen filtern und trinken können. Die Filterflasche begleitet uns inzwischen auf all unseren Wanderungen.
Tipps zur Wanderung und Ausflugsziele in der Umgebung
Nicht weit entfernt befindet sich die Atlantikstraße (Atlantic Ocean Bridge). Diese ist aufjedenfall eine Überquerung mit dem Auto oder dem Wohnmobil wert. Hier könnt ihr zum Beispiel auf der kleinen Insel Eldhusøya (Koordinaten auf Google Maps) halten und über einen kurzen, gut angelegten Wanderweg spazieren.
Ganz in der Nähe zu Sjurvarden befindet sich der schöne Sandstrand Farstadsanden(Koordinaten auf Google Maps). Auch hier lohnt sich ein kurzer Zwischenstopp.
Für die Wanderung selbst empfehlen wir euch festes Schuhwerk und ausreichend Trinken dabei zu haben. Wer eine360 Grad Kamera* besitzt, kann diese hier garantiert zum Einsatz bringen.
Weitere Beiträge
Unter der Rubrik „Norwegen“ findet ihr weitere Beiträge über unsere Norwegenreisen. Eine kleine Auswahl an weiteren Wanderungen verlinken wir euch hier:
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Seitdem wir einen Camper haben, sind wir oft am Wochenende unterwegs. Einer unserer schönsten Wochenendausflüge aus dem letzten Jahr war der Ausflug nach Luxemburg. In unserem Blogbeitrag erzählen wir dir von unserem Stellplatz und den schönen Orten, die wir besichtigt haben.
Unser Stellplatz
Da die Campingplätze in Luxemburg ziemlich voll waren, entschieden wir uns für zwei Nächste auf dem Campingplatz in Ralingen einzuquartieren. Die kleine Gemeinde Ralingen liegt in der Eifel und unmittelbar an der Grenze zu Luxemburg. Der Stellplatz selbst liegt direkt an der Sauer. Wir hatten den gesamten Stellplatz für uns alleine, während gegenüber in Luxemburg die Campingplätze nahe zu voll waren.
Der Platz war der ideale Ausgangspunkt für unseren Ausflug in das schöne Nachbarland. Der einzige Nachteil war, dass der Platz für unsere Verwendung etwas zu teuer war, da wir nur einen Platz zum Stehen gebraucht haben.
Campingplatz am Stausee in Ralingen
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Mullerthal Trail
Der Mullertahl Trail ist ein 112 km langer Wanderweg, der sich in mehrere Etappen teilen lässt. Das Mullerthal ist bekannt für seine kleinen Wasserfälle, Wälder und Sandsteinfelsen.
Wir haben uns einige Orte entlang des Mullerthal Trail herausgesucht, die wir uns anschauen wollten.
Schiessentümpel und Kallektuffquelle
Unser erstes Ziel war der Schiessentümpel. Wir parkten auf dem nahegelegenen Wanderparkplatz.
Auf dem Parkplatz haben einige Wohnmobile die Nacht verbracht. Wir haben jedoch schon öfter gehört, dass die Polizei dort kontrolliert und raten daher auf einem offiziellen Campingplatz die Nächte zu verbringen.
Der Schiessentümpel ist ein malerischer kleiner Wasserfall und inzwischen ein bekanntes Instagram Motiv. Das Wasser strömt in drei Strängen einen kleinen Hang hinunter, darüber befindet sich eine alte Sandsteinbrücke. Da wir sehr früh aufgebrochen sind, hatten wir diesen magischen Ort für uns alleine.
Schiessentümpel, Luxemburg
Nach dem wir uns den Schiessentümpel angesehen haben, sind wir dem Mullerthal Trail ein Stück nach oben gefolgt, bis wir an einer kleinen Aussichtspunkt ankamen. Hier war der perfekte Ort, um unser zweites Frühstück zu uns zu nehmen.
Kleines Häuschen oberhalb des Schiessentümpels
Danach ging es wieder zurück zum Schiessentümpel, vorbei am Parkplatz und weiter zu der Kallektuffquelle. Die Kallektuffquelle hat uns stark an die Plitvicer Seen in Kroatien erinnert. Hier fließt glasklares Wasser über ein Felsvorsprung in ein Becken.
Kallektuffquelle, Luxemburg
Kallektuffquelle, Luxemburg
Kallektuffquelle, Luxemburg
Anschließend sind wir noch ein wenig weiter gewandert, hier hatten wir kein bestimmtes Ziel im Sinn. Wir wollten einfach ein paar Meter zurücklegen. Auf dem Rückweg habe ich vermutlich einen Eisvogel den Bach entlang flitzen sehen. Da wir zum damaligen Zeitpunkt noch nie einen Eisvogel zu Gesicht bekommen haben, stand für uns schnell fest was wir am nächsten Tag machen werden.
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Burg Beaufort
Unser nächstes Ziel war die Burgruine Beaufort in Befort. Eine große Ruine, welche für fünf Euro Eintritt besichtigt werden kann. Wir können die Besichtigung der Burg sehr empfehlen!
Gegenüber der Burg gibt es einige Parkmöglichkeiten. Dort beginnt auch der Naturpfad Beaufort. Ein fünf Kilometer langer Themen-Wanderweg, der dazu einlädt mehr über Flora und Fauna entlang der Hallerbachs zu lernen.
Burg Beaufort, Luxemburg
Burg Beaufort, Luxemburg
Burg Beaufort, Luxemburg
Hohllay Höhle
Zu guter Letzt haben wir uns die Hohllay Höhle (Huel Lee) angesehen. Dabei handelt es sich um einen von Menschenhand ausgehöhlten Felsen.
Ein Parkplatz befindet sich rund 200 Meter entfernt.
Nach unserem letzten Halt an der Hohllay Höhle machen wir uns auf den Rückweg zum Campingplatz. Dort begegnen wir dem Betreiber des Campingplatzes und in einem Gespräch erfahren wir, dass es in Ralingen an der Sauer Eisvögel gibt. Da wir unbedingt einen Eisvogel zu Gesicht bekommen wollten, machten wir uns am nächsten Tag mit Fernglas und Kamera auf den Weg und suchten das Flussufer der Sauer ab.
Die lange Wartezeit hat sich gelohnt, denn ein kleiner Eisvogel machte mit seinem einzigartigen Ruf auf sich aufmerksam und wir konnten ihn einige Zeit beobachten. Wer uns auf Instagram folgt, der weiß, dass das der Beginn einer großen Eisvogel-Leidenschaft war.
Rückblickend war es ein wunderschönes Wochenende! Wir hoffen, dass wir euch ein wenig Inspiration für euren Luxemburg-Trip geben konnten.
Wenn ihr euch auch auf die Suche nach einem Eisvogel machen wollt, dann solltet ihr am besten ein Fernglas* dabei haben.
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Seitdem wir eine Netflix-Doku über die wilde Tierwelt Norwegens gesehen haben, entwickelte sich bei uns eine Faszination für Moschusochsen.
Auf unserer Reise durch Norwegen ergab sich die Chance, wilde Moschusochsen im Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark zu sehen.
Wo wir gestartet sind und welchen Weg wir durch den Nationalpark genommen haben, um den wilden Moschusochsen zu begegnen, erzählen wir euch in diesem Artikel.
Moschusochsen sind absolut beeindruckende Tiere. Obwohl der Name es vermuten lässt, gehört der Moschusochse nicht zu den Rindern, sondern zählt zu den Ziegenartigen. Mit einem Gewicht von 400 kg und 1,5 m Schulterhöhe wandern diese Lebewesen durch die arktischen Tundren unserer Erde.
Sein imposantes Auftreten hat der Paarhufer seinen Hörnern zu verdanken. Diese kräftigen Hörner wachsen von der Hornbase an der Stirn nach unten und richten sich dann in einem Halbkreis mit der Spitze nach oben.
Mit nur ungefähr 300 Tieren ist die Population in Norwegen extrem klein. Die größte Population hat Kanada mit über 120.000 Tieren. Auf der ganzen Welt schätzt man den Bestand auf ca. 145.000 Tiere.
Wenn ein Moschusochse verärgert wirkt (mit den Hufen scharrt; den Kopf in den Nacken wirft, schnaubt oder mit anderen Moschusochsen zu streiten beginnt), sollte man sich unbedingt entfernen. Fühlen sich Moschusochsen bedroht, können sie angreifen. Deshalb sollte man generell mindestens 200 Meter Abstand halten.
Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark
Der Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark ist ein norwegischer Nationalpark in einem Hochgebirgsgebiet auf Dovrefjell und Sunndalsfjella. Der Nationalpark umfasst eine Fläche von 1.830 km² des Dovrefjell-Gebirges und weitere 2.730 km² sind als Landschaftsschutzgebiet oder Biotopschutzgebiet ausgewiesen.
Er ist der einzige Ort in Norwegen, an dem die wildlebenden Moschusochsen vorkommen.
In den Sommermonaten kann man entlang des Moschusochsentrails mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Pferde antreffen, diese leben in den Sommermonaten völlig frei auf den Hochflächen. Es sind allerdings keine Wildpferde.
Das Dovrefjell ist außerdem Heimat für wilde Rentiere, Elche, Polarfüchse und viele verschiedene Vögel. Es Fernglas* dabei zu haben, lohnt sich auf alle Fälle.
Die Wintersaison im Dovrefjell ist lang und hart. Die Wildtiere sind daher besonders auffällig für menschliche Störungen. Achtet daher bitte auf die Informationstafeln und haltet euch an die Regeln im Nationalpark.
Hier zählen wir euch einige der Regeln auf:
Zu Rentieren muss ein Abstand von mindestens einem Kilometer gehalten werden. Wenn man auf Rentiere trifft, soll man in die entgegengesetzte Richtung gehen. Das Vorkommen von wilden Rentierpopulationen in Skandinavien ist sehr selten.
Von Polarfuchsbauten muss man mindestens 300 Meter Abstand halten. Das Stören dieser Bauten ist verboten.
Wie bereits erwähnt, soll zum Moschusochsen ein Sicherheitsabstand von 200 Metern eingehalten werden.
Das Fliegen von Drohnen ist im Nationalpark und im Hjerkinn Naturschutzgebiet verboten.
Geführte Moschusochsen Safari
Wenn ihr nichts dem Zufall überlassen wollt, dann empfehlen wir euch eine geführte Moschusochsen-Safari* zu buchen. Hier ist die Chance Moschusochsen zu sehen deutlich höher, da die Tour-Guides täglich im Nationalpark unterwegs sind und daher wissen, wo sich die Moschusochsen aufhalten.
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Der Moschusochsen-Weg (Musk-Ox Trail)
Der Moschusochsenpfad ist ein angelegtes Wegenetz, von welchem aus die Chancen hochstehen Moschusochsen zu sehen. Hier kann man zwischen Rundtouren von 4,5 bis 15 Kilometern Länge wählen. Ausgangs- und Zielpunkt sind die Orte Kongsvoll oder Grønbakken.
Indem ihr auf dem Moschusochsenweg bleibt, hilft man, die wilden Rentiere in der Gegend zu schützen.
Eine Sache vorab: Wir können euch keine Garantie geben, Moschusochsen zu sehen. Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit, Moschusochsen auf dem Moschusochsenpfad und unserem beschriebenen Weg zu sehen, relativ gut. Es gehört natürlich immer eine gewisse Portion Glück dazu. Die Herdentiere sind ziemlich bewegungsfaul und wandern innerhalb eines Tages nur etwa zwei Kilometer.
Theoretisch könnten sich die Tiere bereits ganz am Anfang des Nationalparks befinden, also: immer die Augen offen halten!
Jeder Felsen in der Ferne könnte sich als Moschusochse entpuppen. Mit bloßem Auge kann man den Unterschied nur schwer erkennen – aus diesem Grund dürft ihr auf keinen Fall euer Fernglas* vergessen!
Wir können euch dieses Fernglas empfehlen, das wir selber dabei gehabt haben. Super scharf, robust und nicht zu teuer!
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Ausgangspunkt unserer Moschusochsen-Wanderung
Wir haben unsere Entdeckungstour am Rastplatz bei Grønbakken gestartet (Koordinaten auf Google Maps). Hier gibt es reichlich Platz zum Parken.
Achtung: Camping ist an diesem Platz ausdrücklich verboten.
Vom Parkplatz aus geht man über die Straße und folgt ihr ein kleines Stück Richtung Nordosten, bis zur Brücke. Nach der Brücke geht es ein paar Minuten den Weg entlang, bis man eine Unterführung erreicht – hier fängt nun offiziell der Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark an.
An der Unterführung war während unseres ersten Besuches dieses Warnschild angebracht. Inzwischen wurde es durch neue Infotafel ersetzt.
Unsere Moschusochsen-Wanderung
Als wir 2020 im Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark unterwegs gewesen sind, haben wir nach einer Weile den offizielen Moschusochsen-Pfad verlassen und sind weiter den Fluss „Stropla“ bis zu einer wild gelegenen, verlassenen Ranch entlang gewandert.
Der Weg hin und zurück beträgt etwa 14 Kilometer. Die Höhenmeter sind kaum erwähnenswert. Nach dem ersten Viertel überquert man den Fluss „Stropla“ und läuft diesen dann den Rest der Strecke entlang.
Der Weg ist teilweise sehr matschig und es gilt kleiner Bachläufe zu überqueren. Wir empfehlen daher unbedingt wasserfestes Schuhwerk zu tragen.
Update: Seit 2024 befindet sich an der Stelle, an der wir abgebogen sind, ein Hinweisschild mit der Bitte, auf dem Moschusochsen-Pfad zu bleiben, um das Wandern durch das Stroplsjødalen-Tal, wo wilde Rentiere umherstreifen, einzuschränken.
Begegnung mit dem Moschusochsen
Ständig schauten wir in die Ferne und analysierten jeden Felsen, der auch nur annähernd nach einem Moschusochsen aussah – nach genauerem Betrachten blieben es nur Felsen.
Den ersten Sichtkontakt hatten wir dann nach einem Drittel der Strecke, ein Stück nach der Flussüberquerung. Eine Familie, die uns zuvor überholt hatte, blieb vor uns stehen und schaute in die Ferne. Sie haben wohl ein einzelnes Tier in der Ferne entdeckt, waren sich aber noch nicht ganz sicher, ob es wirklich ein Moschusochse war.
Wir packten unser Teleobjektiv*aus dem Rucksack und machten ein Foto mit unserer Kamera. Und tatsächlich, nach dem Heranzoomen sah man ihn, den Moschusochsen. Unsere Freude war groß.
Das Tier war geschätzte 2 km entfernt, dementsprechend war es unmöglich ein anständiges Foto von ihm zu machen. Mit dem positiven Gefühl unserer Entdeckung ging es für uns weiter den Fluss entlang. Ständig schauten wir auch zum Fluss, denn es könnten sich auch Tiere bei ihrer Trinkstelle aufhalten.
Mit dem Fluss hatten wir zwar keinen Erfolg, jedoch zeigte sich ein Kilometer vor der verlassenen Ranch ein stattlicher Moschusochse aus nicht allzu weiter Entfernung zu unserer Rechten. Wir haben ihn klar und deutlich auf seiner Anhöhe beobachten können, wie er sich die Umgebung anschaut. Wir wurden schlagartig sehr aufgeregt – wir machten die ersten Fotos mit dem Teleobjektiv, um den Moment einzufangen.
Unsere Freude war riesig! Dieses wunderschöne Tier aus der Nähe zu sehen und das in seinem natürlichen, wilden Lebensraum.
Langsam bewegte sich der Paarhufer parallel zum Weg von uns. Wir gingen mit sicherem Abstand auf dem Weg hinterher.
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Mehrmals blieb der Ochse stehen, um sich die Umgebung anzuschauen und um direkt wieder weiterzulaufen. Er legte einen entspannten Gang hin.
Nach einigen Minuten sahen wir in der Ferne zwei kleine Häuschen mit einem umzäunten Bereich. Wir konnten unseren Augen kaum glauben, was sich direkt hintendran befand: Eine ganze Herde Moschusochsen!
Moschusochsen Herde im Dovrefjell-Nationalpark
Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Was für ein Glück, direkt einer ganzen Herde Moschusochsen zu begegnen. In der Herde befanden sich auch mehrere kleinere Ochsen – super niedlich.
Wir gingen weiter in Richtung Herde und sahen, dass sich in der Nähe der Hütten noch ein paar Leute befanden und die Ochsen beobachteten.
Mit sicherem Abstand beobachteten wir die Herde und nahmen Bilder und Videos auf. Der Wind war leider extrem stark an diesem Tag, sodass wir nur verwackelte Videos aufnehmen konnten. Hinter einem größeren Felsen in der Nähe versteckten wir uns, um uns zu stärken.
Nach unserer kleinen Pause trauten wir uns ein kleines Stück näher und machten weiter fleißig Aufnahmen aus sicherer Entfernung. Diese altertümlichen Tiere in ihrem natürlichen Habitat zu sehen, hat uns wirklich beeindruckt. Besonders toll fanden wir die kleinsten Herdentiere mit ihren kaum ersichtlichen Hörnern und relativ kleinen Köpfen.
Plötzlich endete die friedliche Atmosphäre – zwei Herdentiere fingen an, sich gegenseitig zu attackieren. Die Tiere jagten sich gegenseitig, wobei beide Moschusochsen ohne Probleme den mehr als ein Meter hohen Zaun übersprungen haben. Sie kamen immer näher in unsere Richtung.
Uns wurde das Ganze zu heikel und beschlossen so schnell wie möglich Abstand zu den beiden Moschusochsen zu gewinnen. Wir gingen in die Richtung, aus der wir auch gekommen sind und merkten, dass die zwei angriffslustigen Tiere so schnell nicht aufhören würden. Sie standen bereits auf dem Wanderweg. Wir entschieden uns zurück zum Parkplatz zu laufen und es nicht darauf anzulegen diese zwei Rabauken zu stören.
Auf dem Weg zurück sahen wir dann noch eine weitere Herde, diesmal von Weitem. Die Herde lief von einem tiefliegenden Fluss auf einen Hügel. Wahrscheinlich haben sich die Tiere eine Erfrischung gegönnt.
Hier haben wir euch unsere Laufstrecke auf Komoot zusammengestellt:
Du interessierst dich für unsere Kamera-Ausrüstung? Hier haben wir dir unser Equipment aufgelistet.
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Fazit zur Moschusochsen-Begegnung
Die Begegnungen mit den wilden Moschusochsen im Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark in Norwegen war bis dato unsere beeindruckendste Wildtier-Begegnung. Diese beeindruckenden und altertümlichen Lebewesen aus nächster Nähe beobachten zu können, war für uns ein unvergessliches Erlebnis.
Die Chance einen oder mehrere Moschusochsen in diesem Areal des Nationalparks zu treffen empfinden wir als relativ groß. Natürlich benötigt es auch eine gewisse Portion Glück. In diesem Gebiet werden auch geführte Moschusochsen-Touren* mit Garantie einer Sichtung angeboten.
Abgesehen von den wilden Moschusochsen, hat uns auch der Nationalpark an sich gefallen. Die halbkahle Landschaft und die schier unendliche Weite mögen wir sehr.
Weitere Aktivitäten im Dovrefjell
Aussichtspunkt SNØHETTA
Der höchste Gipfel des Nationalparks ist der Snøhetta. Dieser liegt 2.286 Meter über dem Meeresspiegel. Da das Gebiet um den Berg Snøhetta besonders beliebt ist, es gleichzeitig aber auch ein wichtiges Weidegebiet für die wilden Rentiere ist, wurde der Aussichtspunkt SNØHETTA (Koordinaten auf Google Maps)errichtet. Dieser bietet die Möglichkeit, die Gegend zu erleben, ohne die am stärksten gefährdeten Gebiete zu besuchen.
Der Aussichtspunkt ist von einem Wanderparkplatz über einen 1,5 km langen geschotterten Weg zu erreichen.
Besucherzentrum „Wild Reindeer„
In Hjerkinn gibt es das Besucherzentrum „Wild Reindeer„, in dem man Wissenswertes über die wilden Rentiere erfahren kann. Mehr Informationen findet ihr auf der Webseite https://villrein.no/visitorcentre/.
Gamle Konigsvegen
Auf der Ostseite der E6 befindet sich die alte Pilgerroute von Oslo nach Nidaros. Hier gibt es zwar keine Moschusochsen, aber die Wanderung durch die Landschaft ist trotzdem sehr schön und man hat einen guten Blick auf das Moschusochsengebiet. Wir haben unsere Wanderung auf dem Parkplatz unterhalb von Kongsvoll gestartet (Koordinaten auf Google Maps).
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