Norwegen Roadtrip – mit Auto und Zelt

Im Sommer 2018 sind wir drei Wochen lang in Norwegen mit dem Auto und Zelt unterwegs gewesen. In unserem Blogbeitrag berichten wir euch von den besonderen und sehenswerten Orten, an welchen wir vorbeikamen.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und hoffen euch somit bei eurem Roadtrip inspirieren zu können und euch einige nützliche Tipps mit auf den Weg zu geben.

Damit ihr euch etwas leichter zurecht findet, haben wir ein Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken für euch erstellt:


Für euren Roadtrip können wir euch ein Wurfzelt* empfehlen. Hier spart ihr beim Auf- und Abbau viel Zeit und Nerven, insbesondere dann, wenn ihr jeden Tag auf einem anderen Campingplatz steht.

Wurfzelt von Quechua*


Unsere Campingplätze

Auf insgesamt zwölf Campingplätzen in Norwegen und einem Campingplatz in Dänemark haben wir unsere Nächte verbracht.

Die Campingplätze, welche wir während unserer Rundreise durch Norwegen aufgesucht haben, stellen wir euch im folgendem Beitrag vor.

Wir haben von dem „Jedermanns-Recht“ keinen Gebrauch gemacht, da wir dafür nicht ausgestattet waren. Vielmehr waren wir auf die Sanitäranlagen auf den Campingplätzen angewiesen. Die Campingplätze waren (Stand 2018) auch ziemlich günstig für zwei Personen mit Auto und Zelt.

Von Hirtshals nach Kristiansand

Den ersten Tag unserer Reise sind wir bis in den Norden von Deutschland durchgefahren. Am nächsten Tag ging es früh weiter bis nach Hirtshals in Dänemark, denn von dort setzten wir mit der Fähre über nach Kristiansand. Mit welchem Fährenanbieter wir die Überfahrt gemacht haben, weiß ich nicht mehr. Wir haben die Erlebnisse an die Fährenfahrt so gut es ging verdrängt. Woran ich mich jedoch noch erinnere ist, dass wir die schnellste Fährverbindung zwischen den zwei Städten gewählt haben. Das Auto wurde im Inneren der Fähre geparkt und für die Passagiere ging es in einen separaten Bereich. Wir suchten uns einen Platz im Innenbereich der Fähre. Noch ahnten wir nicht was die zweistündige Fährenfahrt für uns bereit hielt. Kurz zusammengefasst: Es waren zwei absolut furchtbare Stunden, die wir nicht noch einmal erleben möchten. Bis zu diesem Tag war uns nicht bewusst, was es bedeutet seekrank zu sein. Das Fährenticket für die Rückfahrt war bereits gebucht & bezahlt und nicht stornierbar, dennoch stand für uns direkt fest, dass wir für die Rückfahrt lieber einen tausend Kilometer langen Umweg über Schweden in Kauf nehmen, als nochmal einen Fuß auf eine Fähre zu setzen.

Unser Tipp an euch, wenn ihr seekrank seid oder nicht ausschließen könnt, dass ihr es nicht seid, dann nehmt direkt den Landweg über Schweden. Auch Schweden ist ein wunderschönes Land, was tolle Zwischenstopps bereithält.

In Norwegen angekommen steuerten wird direkt den ersten Campingplatz an, den wir finden konnten.

Ziemlich endkräftigt von der Fahrt bauten wir unser Zelt auf dem Åros Feriesenter in Søgne auf.

Wanderung zum Preikestolen

Unser erstes großes Ziel war die Wanderung auf den Preikestolen. Nachdem wir uns von der fürchterlichen Fährenfahrt erholt hatten, steuerten wir am nächsten Morgen den Campingplatz „Preikestolen Camping“ an. Dort schlugen wir unser Lager auf und erkundeten anschließend die Gegend. Am nächsten Morgen sind wir dann sehr früh gestartet, um auf den Preikestolen zu wandern.

Unseren Beitrag zur Wanderung verlinken wir euch hier:

Der Preikestolen ist ein 25 x 25 Meter großer Felsplateau in der norwegischen Provinz Rogaland. 604 Meter oberhalb des Lysefjords liegt der beliebte Touristenort. Die Wanderung belohnt euch mit einem unvergesslichem Ausblick und zählt deshalb zu den beliebtesten Wanderungen in Norwegen.

Wasserfälle: Tvindefossen, Vøringsfossen & Låtefossen

In Norwegen gibt es Wasserfälle ohne Ende. Einige davon sind mit dem Auto zu erreichen. So steuerten wir an unserem dritten Tag in Norwegen gleich drei atemberaubend schöne Wasserfälle an!

Zu erst kamen wir am Tvindefossen vorbei. Einem breiten beeindruckendem Kaskadenwasserfall. Ein kurzer Stopp lohnt sich hier sicherlich.

Danach ging es weiter zum Vøringsfossen. Einem der bekanntesten Wasserfällen Norwegens.

Neben dem Fossil Hotel befindet sich eine tolle Aussichtsplattform. Inzwischen soll es auch eine Treppenbrücke über dem Wasserfall geben.

Zu guter Letzt haben wir uns den Låtefossen angeschaut. Der Zwillingswasserfall zieht wie die anderen beiden Wasserfälle ebenfalls viele Touristen an.

  • Vøringsfossen: Wasserfall in Norwegen
  • Tvindefossen: Kaskadenwasserfall in Norwegen
  • Latefossen ein Zwillingswasserfall

Bryggen, Bergen

Vom Campingplatz „Lone Camping“ starten wir am nächsten Tag in Richtung Bergen. Nach einer ca. 30 minütigen Autofahrt erreichten wir das Hanseviertel Bryggen.

Geparkt haben wir mit unserem Auto in einem engen und kostspieligen Parkhaus.

Als allererstes besichtigten wir die bekannten Holzhäuser. Anschließend sind wir ein bisschen den Berg Fløyen hochspaziert.

Mit der Standseilbahn kann man auch bis ganz nach oben fahren. Aufgrund der hohen Parkgebühren, wollten wir uns hierfür jedoch keine Zeit nehmen.

Unser Aufenthalt in Bergen war somit recht kurz. Städte interessieren uns auch einfach nicht besonders.

Bryggen, Begen
Bryggen, Bergen

Rimstigen Wanderung – Nærøyfjord

Nachdem wir Bergen verlassen haben, sind wir lange umhergeirrt bis wir einen passenden Campingplatz gefunden haben. Das lange Suchen hat sich gelohnt, denn wir sind auf dem schönen Campingplatz „Gudvangen Camping“ gelandet. Der Rundumblick vom Campingplatz war einfach atemberaubend. Die hohen, steilen Felswände mit ihren unzähligen Wasserfällen haben uns stark an Lauterbrunnen erinnert.

Der Campingplatz ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen. Sehr zu empfehlen ist der Aufstieg Rimstigen mit Blick auf den Nærøyfjord.

Diesen Tipp bekamen wir von den Inhabern des Campingplatzes. Der Aufstieg Rimstigen entpuppte sich als eine unserer schönsten Wanderungen, aber auch als unsere anstrengendste.

Die Wanderung startet in Bakka, einem kleinen idyllischen Dorf. Unseren Erfahrungsbericht zur Wanderung findet ihr hier:

  • Ausblick von Rimstigen
  • Briefkasten mit Tourbuch auf dem Rimstigen
  • Wanderung Rimstigen
  • Kirche in Bakka, Norwegen - von 1859

Wanderung zum Vettisfossen im Utladalen

Der Wasserfall Vettisfossen liegt im Landschaftsschutzgebiet Utladalen am Rande des Jotunheimen-Gebirges. Er ist mit einem freien Fall von 275 Metern einer der höchsten Wasserfällen Europas.

Einen ausführlichen Wanderbericht findet ihr hier:

Lovatnet

Der Lovatnet ist ein norwegischer See mit strahlend türkisblauen Wasser und ein bekanntes Instagram-Motiv.

Zuerst steuerten wir den Campingplatz nahe der Stadt Loen an. Dieser war jedoch bereits ausgebucht. Zum Glück, denn so landeten wir auf dem weiter entfernten Helset Camping. Einem Stellplatz direkt am See. Auch wenn die sanitären Einrichtungen nur klein und veraltet waren, haben wir uns hier doch sehr wohl gefühlt. Wir haben uns ein altes Ruderboot ausgeliehen und sind über den See gerudert, haben den Ausblick und die Sonne genossen. Ein Ort, den wir garantiert wieder besuchen wollen!

  • Lovatnet See

Geirangerfjord

Die Fahrt nach Geiranger war schon etwas Besonderes. Auf der Hochebene kurz vor Geiranger, lag teilweise noch etwas Eis. Ein wahrer Mückenmagnet. Wir machten hier kurz Stopp, um ein paar Fotos zu schießen und mussten dann schnell feststellen, dass wir uns in einem Mückenschwarm befanden. In Norwegen sind viele Mücken unterwegs, wir haben mehrere Dutzend Mückenstiche gezählt. Ein Stichheiler* ist hier echt Gold wert.

In Geiranger gibt es unzählig viele Campingplätze. Wir entschieden uns für Vinje Camping, einem Campingplatz mit Blick auf den Geirangerfjord. Der Campingplatz liegt an einem kleinen Wasserfall. 

  • Auf dem Weg zum Geirangerfjord

Am Tag darauf wanderten wir zur Aussichtplattform Vesteråsfjellet. Auch von hier hat man einen schönen Blick auf den Fjord.

Über unsere Wanderung haben wir einen eigenen Beitrag veröffentlicht:

Dalsnibba

Südlich von Geiranger befindet sich der Berggipfel Dalsnibba. Aufgrund der schönen Aussicht auf den Geirangerfjord ist dieser ein beliebtes Ausflugsziel.

Die Straße, welche hoch auf den Dalsnibba führt, ist gebührenpflichtig und besteht aus vielen Kurven. Ein Abenteuer für sich.

  • Ausblick vom Dalsnibba
  • Ausblick vom Dalsnibba

Rondane-Nationalpark

Da wir uns entschieden haben über Schweden und nicht mit der Fähre nach Deutschland zurückzufahren, war der Geirangerfjord der nördlichste Punkt unserer Reise. Für uns ging es nun in Richtung Osten, um der schwedischen Grenze näher zu kommen.

Unser nächst größeres Ziel war Oslo. Auf dem Weg legten wir jedoch noch einen Zwischenstopp in Otta ein.

Nicht weit entfernt von Otta befindet sich der  Rondane-Nationalpark, der ältesten Nationalpark Norwegens. Wenn ich an den Rondane-Nationalpark denke, komme ich aus dem Schwärmen nicht mehr raus. Unendliche Weite und eine atemberaubende Landschaft. Hier werden wir sicherlich noch viele weitere Male hinreisen.

Mehr zu unserem Ausflug im Rondane Nationalpark und unserer kurzen Wanderung zum Storulfossen könnt ihr hier lesen:

  • Storulfossen (Wasserfall) im Rondane Nationalpark
  • Rondane Nationalpark
  • Storulfossen Rondane
  • Rodane Nationalpark

Ringebu Stabkirche

Vor unserer Norwegenreise haben wir uns eigentlich nie wirklich mit Stabkirchen beschäftigt, bzw. waren uns deren Existenz eigentlich garnicht bewusst. Unser Interesse an Kirchen ist auch nicht besonders groß, aber die hölzernen Kirchen, die hauptsächlich in Skandinavien vorkommen, sollte man sich auf einer Norwegenreise nicht entgehen lassen.

Die Ringebu Stabkirche liegt ca. eine Stunde vom Rondane Nationalpark entfernt auf dem Weg nach Oslo, unserem nächsten und letzten Ziel in Norwegen.

Oslo

Unseren Tagesflug nach Oslo starteten wir von einem etwas außerhalb gelegenen Parkplatz. Von dort sind wir mit der U-Bahn in die Stadt reingefahren. Leider können wir uns nicht mehr an den Standort des Parkplatzes erinnern.

In Oslo haben wir uns von außen das Königliche Schloss und das Opernhaus angesehen. Wir sind ein bisschen durch die Stadt passiert und haben das Geschichtsmuseum Kulturhistorik-Museum besucht.

Heimreise & Fazit

Unsere letzte Nacht in Norwegen verbrachten wir Nahe der Grenze zu Schweden am großen Oslofjord. Hier war es nicht mehr so einfach einen Campingplatz zu finden, denn die meisten Plätze waren nur für Dauercamper und ohne Rezeption.

Auf dem Platz „Larkrollen Camping“ sind wir dann fündig geworden und konnten einen wunderschönen Sonnenuntergang über dem Oslofjord bestaunen. Hier war es nachts auch wieder dunkel. Ab Preikestolen aufwärts waren die Nächte hell.

Da wir sehr enttäuscht waren keine Elche in Norwegen gesehen zu haben, sind wir am darauffolgenden Tag zu einem Elchpark gefahren. Jedoch möchte ich dies hier nicht weiter thematisieren, da sich inzwischen meine Meinung zu Tierparks sehr verändert hat.

Wir waren 2021 wieder in Norwegen und haben dieses mal sehr viele freilebende Elche zu Gesicht bekommen. Sogar Moschusochsen sind wir begegnet. Hierüber haben wir auch einen Beitrag veröffentlicht.

Über Dänemark ging es dann weiter nach Deutschland. Die Heimreise hat sich für uns echt schwer angefühlt, da wir uns Hals über Kopf in dieses wunderschöne Land verliebt haben. Jeder der schon einmal in Norwegen gewesen ist, weiß was ich meine. Seitdem wir 2018 durch Norwegen gereist sind, kommen wir aus dem schwärmen nicht mehr raus. Das Fernweh begleitet uns jeden Tag und für uns ist klar, dass wir noch viele viele Male nach Norwegen reisen werden.

Wir hoffen, dass wir euch mit unserem Reisebericht einige gute Inspirationen für euren anstehenden Norwegen Urlaub geben konnten und wünschen euch viel Spaß beim Reisen!

Weitere Wanderungen in Norwegen findest du hier!

Unser Kamera-Equipment:


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Campingtour durch Italien & Frankreich

Im Sommer 2017 sind wir zum ersten Mal mit dem Auto und Zelt unterwegs gewesen. In 2,5 Wochen ging es für uns durch Österreich, Italien, Frankreich, Monaco und die Schweiz. Diese Reise war für uns der Beginn einer großen Leidenschaft: Dem Camping Urlaub. Wir sind an so vielen wunderschönen Orten vorbeigekommen und möchten diese abwechslungsreiche Reise mit euch teilen.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und hoffen euch somit bei eurem Roadtrip inspirieren zu können und euch einige nützliche Tipps mit auf den Weg zu geben.

Damit ihr euch etwas leichter zurecht findet, haben wir ein Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken für euch erstellt:


Für euren Roadtrip können wir euch ein Wurfzelt* empfehlen. Hier spart ihr beim Auf- und Abbau viel Zeit und Nerven, insbesondere dann, wenn ihr jeden Tag auf einem anderen Campingplatz steht.

Wurfzelt von Quechua*


1. Stopp: Innsbruck – Nordkette

Von Deutschland aus startet unsere Reise in Richtung Österreich. Wir fahren durch bis nach Innsbruck und suchen uns einen Campingplatz.

Die erste Nacht im Zelt war ziemlich aufregend. Denn es hat durchgehend geregnet. Die Ohrstöpsel*, die wir dabei hatten, haben sich direkt bezahlt gemacht.

Da wir zum ersten Mal in Innsbruck sind, sehen wir uns die Stadt an und entscheiden spontan mit den Innsbrucker Nordkettenbahnen auf den 2.334m hohen Hafelekar zu fahren. Trotz des vielen Nebels bietet sich uns ein atemberaubender Ausblick.

2. Stopp: Monte Grappa

Für uns geht es weiter nach Italien. Vorbei an den Dolomiten steuern wir auf den Monte Grappa zu. Dort wollen wir uns das Sacrario militare del Monte Grappa ansehen. Dabei handelt es sich um ein monumentales Denkmal für die dort im Ersten Weltkrieg Gefallenen.

Ein Parkplatz befindet sich etwas unterhalb des Gipfels. Die Autofahrt nach oben war aufgrund der vielen Serpentinen etwas anspruchsvoller, hat sich jedoch auf jeden Fall gelohnt, denn das Denkmal und auch die Gebirgslandschaft waren sehr beeindruckend!

  • Sacrario militare del Monte Grappa
  • Monte Grappa, Italien
  • Monte Grappa, Italien

3. Stopp: Venedig

Während unser Campingtour durch Italien und Frankreich haben wir einige Tage in Venedig verbracht. In unserem Blogbeitrag berichten wir von unseren Erfahrungen in der Stadt auf dem Wasser.

  • Rialtobrücke in der Dämmerung
  • Venedig

4. Stopp: Sirmione, Gardasee

Sirmione liegt am südlichen Ende des Gardasees auf einer Halbinsel.

Wir haben uns auf dem Campingplatz „Camping Sirmione“ eingerichtet. Der Campingplatz befindet sich direkt am Gardasee und von dort haben wir Zugang zu einem Badestrand. Wir sind überrascht wie warm das Wasser im Gardasee ist. Wir haben ein aufblasbares Boot* dabei und verbringen den Tag auf dem Wasser.

Am Abend machen wir uns zu Fuß auf den Weg nach Sirmione. Eine Busanbindung gibt es auch.

Wir betreten Sirmione durch das Tor einer Burg. Castello di Sirmione ist eine wunderschöne und gut erhaltene Wasserburg. Allein hierfür hat sich der Besuch gelohnt!

Wir besichtigen die Burg und spazieren durch das idyllische Dorf.

Wenn ihr in Sirmione seid, solltet ihr euch unbedingt die Eisdielen ansehen. Eine endlos riesige Auswahl an Eissorten. Da konnten wir zu einem Eis nicht nein sagen.

  • Castello di Sirmione
  • Sirmione, Gardasee
  • Castello di Sirmione
  • Sirmione, Gardasee

5. Stopp: Mailand

In Mailand haben wir uns kurzfristig ein Hotelzimmer gemietet und unser Auto im hoteleigenen Parkhaus untergestellt.

Im Stadtzentrum haben wir uns den Mailänder Dom angesehen, das Mailänder Schloss Castello Sforzesco und die berühmte Viktor-Emanuel-Passage. Und danach hatten wir ehrlich gesagt genug von Mailand. Großstädte sind einfach nicht unser Ding.

  • Mailänder Dom
  • Viktor-Emanuel-Passage

6. Stopp: Riomaggiore

Riomaggiore ist eines der fünf Dörfer der Cinque Terre. In 2018 hatten wir uns ehrlich gesagt, nicht besonders gut mit der Anreise beschäftigt und sind einfach drauf los gefahren. Über La Spezia haben wir Riomaggiore angesteuert. Leider mussten wir feststellen, dass die Parksituation vor Ort sehr bescheiden ist. Wir haben lange gewartet, bis im kleinen Parkhaus ein Platz frei geworden ist. Aufgrund der hohen Parkgebühren war unser Besuch in Riomaggiore eher gehetzt.

Inzwischen wissen wir es besser, denn in 2021 haben wir alle fünf Dörfer besucht. Es empfiehlt sich mit dem Auto oder Camper die größeren Städte La Spezia oder Levanto anzusteuern und von dort aus mit dem Zug die Cinque Terre zu besuchen. Die „Cinque Terre Card“ macht es einem leicht beliebig oft mit dem Zug zwischen den Dörfern hin- und herzufahren.

Hierüber haben wir einen eigenen Blogbeitrag veröffentlicht. Wenn ihr euch für einen Ausflug zu den bunten Fischerdörfern interessiert, dann schaut dort unbedingt vorbei!

7. Stopp: Portofino

Unseren letzten Tag in Italien verbringen wir in Portofino. Das italienische Fischerdorf liegt an der Riviera und ist bekannt für seine pastellfarbenen Häuser. Nicht nur Touristen zieht es hier her, sondern auch die Super-Yachten legen am Hafen an.

Der längste rote Teppich der Welt endet in Portofino. Über den 8 Kilometer langen Weg kann man vom Castello in Rapallo bis an den Hafen von Portofino spazieren.

Geparkt haben wir in einem teurem und engem Parkhaus. Wer mit dem Camper unterwegs ist, sollte sich am besten bei Rapallo einen Stellplatz suchen.

8. Stopp: Monaco

Als nächstes geht es für uns in den kleinen Stadtstaat Monaco. Wir spazieren durch die Stadt und betrachten die gehobenen Restaurants und Hotels von außen. Wie werfen einen Blick auf das Casino Monte-Carlo. Da man uns dort wahrscheinlich nicht reinlässt, gehen wir ins Casino Café de Paris und sind beeindruckt von den vielen Spielautomaten.

Monaco kann man sich durchaus mal ansehen, aber wer nicht unbedingt auf Luxus steht und ein Vermögen für etwas zu Essen ausgeben möchte, der kann sich einen Abstecher nach Monaco auch sparen.

10. Stopp: Nizza, Cannes und St. Tropez (Côte d’Azur)

Die französischen Städte Nizza und Cannes besichtigen wir an einem Tag.

Zunächst spazieren wir in Nizza an der Promenade entlang und bestaunen das leuchtend türkisblaue Meer. Wer länger in Nizza verweilen möchte, der sollte einen Strandtag einplanen.

Danach besichtigen wir die Fontaine du Soleil, eine berühmte Bronzestatue des Gottes Apollo.

Nach einem kurzen Zwischenstopp zum Essen geht es weiter nach Cannes. Dort parken wir am Hafen. Nicht weit entfernt befindet sich das berühmte Festspiel- und Kongresshaus. Das malerische Cannes gefällt uns gut. Wir spazieren am Strand entlang und danach geht es durch die vielen kleinen Gässchen der Altstadt “Le Suquet”.

  • Cannes
  • Cannes
  • Cannes

Am nächsten Tag geht es für uns erstmal an den Strand. Zwischen Cannes und St. Tropez befinden sich unzählige Bademöglichkeiten.

Das Wetter spielt nicht lange mit und wir entscheiden uns für die Weiterfahrt nach St. Tropez. Wir haben schon viel von St. Tropez gehört, aber eigentlich keine Vorstellung was uns dort erwartet. Wir parken etwas oberhalb in der Stadt und laufen runter zum Hafen. Wir kommen an einigen schönen Häuschen vorbei. Aber letztendlich finden wir St. Tropez nicht sonderlich spektakulär. Unseren Ausflug an die Côte d’Azur bereuen wir zwar nicht, aber nochmal zieht es uns dort nicht hin.

  • Saint-Tropez, Balkon mit Blumenverzierung
  • Saint-Tropez

11. Stopp: Marseille (Calanque de Sugiton)

Einen Tag vor meinem Geburtstag steuern wir Marseille an. Hier haben wir wieder spontan eine Nacht im Hotel gebucht. Als wir in die Großstadt hineinfahren überkommt uns ein mulmiges Gefühl. Wir fahren an vielen demolierten Fahrzeugen vorbei und die Umgebung, in welcher sich unser Hotel befindet, sieht nicht besonders einladend aus.

Das Hotel bietet keine Parkmöglichkeiten und so sind wir gezwungen unser Auto am Straßenrand abzustellen. Wenigstens haben wir es von unserem Hotelfenster aus im Blick. Für uns steht fest, hier wollen wir nicht meinen Geburtstag verbringen. Bestimmt hat Marseille auch sehr schöne Seiten, also lasst euch von uns bitte nicht abschrecken.

Wie der Zufall es wollte, stießen wir im Internet auf einen Wanderbericht zur traumhaften Bucht Calanque de Sugiton.

Geparkt haben wir in dem kleinen Ort Redon. Zum damaligen Zeitpunkt konnten wir kostenlos vor dem Universitätsgelände Luminy parken.

Von dort sind es nur wenige Meter bis zum Nationalpark Calanques. Am besten informiert ihr euch im Vorfeld eures Ausfluges auf der offiziellen Webseite des Parks, ob eine Waldbrandgefahr besteht.

Am Rand des Nationalparks haben zwei Ranger darauf geachtet, dass die Besucher des Parks ausreichend zu Trinken dabei haben und festes Schuhwerk tragen.

Die Wanderung bis zur Bucht beträgt ca. 50 Minuten. Einen Großteil der Strecke läuft man in der prallen Sonne, daher unbedingt gut eincremen!

Bevor es für uns runter an Meer ging, haben wir einen Abstecher zum Aussichtspunkt Belvédère de Sugiton gemacht. Einem Aussichtpunkt von dem man einen wunderbaren Blick auf den Nationalpark hat.

  • Ausblick vom Belvédère de Sugiton
  • Calanque de Sugiton, Parc national des Calanques, Frankreich
  • Calanque de Sugiton, Parc national des Calanques, Frankreich
  • Calanque de Sugiton, Parc national des Calanques, Frankreich
  • Calanque de Sugiton, Parc national des Calanques, Frankreich

12. Stopp: Verdonschlucht

Gorges du Verdon – durch die Verdonschlucht fließt ein türkisblauer Fluss. Der bekannte Touristenspot zieht auch uns an.

Wir suchen uns beim Lac de Sainte-Croix (See) einen Campingplatz. Es hat drei Anläufe gebraucht, bis wir einen freien Platz gefunden haben. Aber macht euch keine Sorgen, rund um die Verdonschlucht gibt es unzählige Campingplätze. Wir können euch den Platz Camping Les Ruisses empfehlen.

Allgemein sei hier kurz erwähnt, dass die bekannte Urlaubsregion nicht gerade günstig ist. Also deckt euch am besten vorher mit Lebensmitteln ein.

Wenn ihr schonmal bei der Verdonschlucht seid, dann solltet ihr unbedingt ein Tretboot ausleihen. Trotz der vielen anderen Touristen, war es ein tolles Erlebnis. Was ihr beim Tretboot fahren auf garkeinen Fall unterschätzen solltet, ist die Sonne! Ich habe nach der zwei stündigen Tretbootfahrt einen unschönen Sonnenbrand auf dem Rücken gehabt. Also immer daran denken: Schön eincremen*!

Tipp: Ganz früh am Morgen hat man einen freien Blick auf die Verdonschlucht.

13. Stopp: Lavendelfelder Valensole

Nicht weit entfernt von der Verdonschlucht befinden sich die berühmten Lavendelfelder von Valensole. Riesige Felder voller lila-leuchtendem Lavendel. Hier begegnen wir vielen Fotografen*innen.

14. Stopp: Annecy

Wie so oft wissen wir nicht, was unser nächstes Ziel ist. Spontan entscheiden wir uns für eine Weiterfahrt nach Annecy. Annecy ist eine idyllische und absolut traumhafte Kleinstadt in Frankreich. Durch Zufall landen wir auf dem Campingplatz Camping Le Panoramic lac d’annecy . Von dort haben wir eine wunderschöne Aufsicht auf den See und das dahinterliegende Bergpanorama.

Camping Le Panoramic lac d'annecy
Camping Le Panoramic lac d’annecy

Beim Auspacken unseres Zeltes, haben wir bemerkt, dass wir einen Reisegefährten dabei hatten – die mit Abstand größte Spinne, die wir je gesehen haben! Eigentlich haben wir keine Angst vor Spinnen, aber den Schock mussten wir erstmal verarbeiten.

Ein neuer Tag: Wir spazieren durch die Stadt, entspannen am See und besuchen die kostenpflichtige Flussschlucht „Gorges du Fier“.

Gorges du Fier
„Gorges du Fier“

15. Stopp: Lauterbrunnen

Es wird Zeit in Richtung Heimat aufzubrechen. Bei einer Rückreise durch Frankreich erwarten uns hohe Mautgebühren, daher entscheiden wir uns für eine Heimreise durch die Schweiz, denn hier können wir eine Vignette erwerben, welche für ein Jahr gültig ist und uns somit einen späteren Ausflug in die Schweiz ermöglicht.

Wir entscheiden einen letzten Stopp in Lauterbrunnen zu machen, dem Ort mit den 72 Wasserfällen.

Hier können wir euch den Campingplatz Breithorn empfehlen. Von dort kann man in einer halben Stunde gemütlich nach Lauterbrunnen laufen.

Außerdem können wir euch einen Besuch der Trümmelbachfälle empfehlen. Die Trümmelbachfälle sind die größten unterirdischen Wasserfälle Europas.

Wir hoffen, dass wir euch mit unserem Reisebericht einige gute Inspirationen für euren anstehenden Urlaub geben konnten und wünschen euch viel Spaß beim Reisen!

Weitere Reiseberichte findet ihr hier!


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Italien-Urlaub: Venedig

Während unser Campingtour durch Italien und Frankreich haben wir einige Tage in Venedig verbracht. In unserem Blogbeitrag berichten wir von unseren Erfahrungen in der Stadt auf dem Wasser.

Unser Campingplatz

Mit der Wahl unseres Campingplatzes hatten wir richtig Glück. Camping Venezia Village ist ein schöner, moderner Campingplatz und eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für viele touristische Unternehmungen in der Region Venetien.

Ca. fünf Minuten vom Campingplatz entfernt befindet sich eine Bushaltestelle. An der Rezeption des Campingplatzes konnten wir die Bustickets nach Venedig erwerben. Der damalige Preis belief sich auf 1,50 € pro Ticket. Die Busfahrt dauert nur fünf Minuten.

Allerdings waren die Mücken hier richtig fies. Wer empfindlich auf Mückenstiche reagiert, der sollte immer einen Stichheiler* (elektronischer Wärmestift gegen Juckreiz) dabei haben.

Sehenswürdigkeiten in Venedig

  • Die vermutlich bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Venedig sind die Rialto Brücke und der Markusdom. Den Markusdom haben wir allerdings nur vom Markusplatz aus betrachtet.

  • Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Markusturm. Dieser ist 98,6 Meter hoch und das höchste Gebäude von Venedig. Ihr werdet ihn nicht übersehen können. Der Markusturm ist gebührenpflichtig und es ist mit längeren Wartezeiten zu rechnen, aber die Fahrt mit dem Lift nach oben lohnt sich für die grandiose Aussicht über Venedig.

  • Einen kostenlosen Ausblick über Venedig genießt man von der Dachterrasse des noblen Kaufhauses T Fondaco Dei Tedeschis. Allerdings wird hier zur Hochsaison darauf geachtet, dass sich nur eine begrenzte Anzahl an Touristen zur selben Zeit auf der Dachterrasse befinden. Gegebenenfalls müsst ihr auch hier mit Wartezeiten rechnen.
Ausblick von der Dachterrasse des Kaufhauses

  • Wenn ihr in Venedig seid, dann schaut unbedingt bei der Liberia Acqua Alta vorbei. Hierbei handelt es sich um eine absolut sehenswerte Buchhandlung. Der Stil der Buchhandlung ist einzigartig. Die Inhaber sind anscheinend sehr kreativ. So wurden z.B. eine Gondel und eine Badewanne als Bücherregal verwendet.

  • Eigentlich wollten wir die kleine Nachbarinsel Burano besuchen. Burano ist bekannt für seine leuchtend bunten Häuser. Allerdings haben wir Burano mit Murano verwechselt. Und sind somit in das falsche Wassertaxi eingestiegen. Aber halb so schlimm, denn Murano ist auch sehr schön. Die Insel ist vor allem bekannt für ihre lange Tradition in der Glaskunst. So gibt es viele Souvenirs zu erwerben und auch ein Besuch im Glasmuseum ist möglich.

Essen & Trinken

In Venedig gibt es zahlreiche Restaurants & Bars. Hier ist in jeder Preisklasse etwas dabei und man findet garantiert irgendwo einen freien Tisch.

Wir haben einmal in einem Restaurant gegessen und haben die Erfahrung gemacht, dass Brot und Knabberstangen, welche man uns vor dem Essen anbot, abgerechnet wurden.

Auch das Trinkgeld ist bereits mit eingerechnet. Wir haben gehört, dass das „Coperto“ für das Gedeck in Italien anfalle, sobald man sich an einen Tisch setzt und bedient wird. Es sei in Italien verpflichtend. Das feste Trinkgeld steht immer in der Speisekarte.

Die zahlreichen Imbisse bieten Essen to go an. Eine ganz große Empfehlung ist die Pizzeria: Antico Forno. Hier gibt es die leckersten Pizza-Stücke zum Mitnehmen! Auch zu empfehlen Dal Moro’s, hier gibt es Pasta to go! Wenn ihr schonmal in Italien seid, dann solltet ihr euch das kulinarische Angebot nicht entgehen lassen.

Bitte beachtet, dass es in Venedig verboten ist auf dem Boden zu essen und zu trinken. Man darf nicht an Ufern und Gehwegen, auf Denkmälern, Brücken, Stufen, Brunneneinfassungen und Hochwasserstegen auf dem Boden sitzen oder liegen. Die Strafgebühr bei Zuwiderhandlungen liegt zwischen 100 und 200 Euro.

Lido di Venezia

Südöstlich von Venedig befindet sich der lange Inselstreifen Lido di Venezia. Dieser ist insbesondere für seine schönen Strände bekannt.

Mit dem Wassertaxi gelangt man von Venedig aus auf den Inselstreifen.

Hier verbringen wir einen entspannten Tag und am Abend schauen wir uns Venedig im Dunkeln an. Ein herrlicher Anblick mit den vielen Lichtern, welche sich auf dem Wasser spiegeln.

Traumstand Jesolo

Eine halbe Stunde Autofahrt entfernt von Venedig befindet sich Jesolo. Strand und Meer sind dort einfach traumhaft!

Seid ihr mit dem Auto unterwegs, so könnt ihr euch in Jesolo einen Parkplatz suchen. Alternativ fahren vom Campingplatz auch Busse nach Jesolo. Hier fragt ihr euch am besten durch. Wir mussten z.B. am Flughafen in einen anderen Bus umsteigen.

Bei Jesolo gibt es natürlich auch Campingplätze. Seid ihr länger in der Region unterwegs, dann empfiehlt es sich natürlich eher direkt am Strand nach einem Stellplatz zu suchen.

Weitere Bilder von Venedig:

  • Venedig

Wir hoffen, dass wir euch mit unserem Reisebericht einige gute Inspirationen für euren anstehenden Venedig Urlaub geben konnten und wünschen euch viel Spaß beim Reisen!


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Wanderung zum Vettisfossen – Utladalen

Unsere Wanderung zum Vettisfossen im Utladalen Nationalpark

Wanderzeit: 4  bis 6 Stunden

Strecke: ca. 12 km (hin- und zurück)

Schwierigkeitsgrad: mittel

Der Vettisfossen liegt im Landschaftsschutzgebiet Utladalen am Rande des Jotunheimen-Gebirges. Er ist mit einem freien Fall von 275 Metern  einer der höchsten Wasserfällen Europas.

Unsere Wanderung zum Vettisfossen

Vom Utladalen Campingplatz sind wir mit dem Auto zum fünf Minuten entfernten Parkplatz (Utladalsvegen 21-4, Øvre Årdal) gefahren.

Die Wanderung startete am Hjellefossen.

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Hjellefossen

Von dort aus führt ein geschotteter Wanderweg zum ehemaligen Bauernhof Vetti. Hier gibt es Essen und Trinken. Der Platz eignet sich allgemein gut für eine Pause.

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Ausblick vom Vetti Gard Turiststasjon

Hinter dem ehemaligen Bauernhof Vetti führt ein kleiner und steiniger Pfad die letzten Kilometer  zum unteren Ende des Vettisfossens. Rechts neben dem ehemaligen Bauernhof führt auch ein Pfad zum oberen Aussichtspunkt auf den Wasserfall, dieser Weg war uns allerdings zu steil und von unten soll man den Wasserfall auch besser sehen können.

Vorbei geht es an dieser kleinen wackeligen Hängebrücke, die wir zum Glück nicht überqueren müssen.

Von dort aus hat man den Vettisfossen auch fast erreicht.

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Vettisfossen